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www.biosphaere-alb.com >Sphäre Online<Umwelt: Internationaler Koordinierungsrat der UNESCO wird in Deutschland tagen UNESCO zu Gast in Deutschland- UNESCO nimmt Einladung von Bundesumweltminister Norbert
Röttgen an Bonn, 10. 6. 2010: Der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ (MAB) wird im nächsten Jahr in Deutschland tagen. Das höchste Entscheidungsgremium des MAB-Programms hat die Einladung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen angenommen. „Ich freue mich, dass wir den Vertretern des Weltnetzwerks der Biosphärenreservate unsere Modellbeispiele und Erfahrungen beim Schutz und der Nutzung der biologischen Vielfalt in Deutschland zeigen können. Bereits heute bestehen enge internationale Kooperationen, die zum Beispiel dazu beigetragen haben, dass jetzt zwei Biosphärenreservate in Äthiopien von der UNESCO anerkannt wurden“, sagte Röttgen.
Deutschland hat sich für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Kaffeewälder Äthiopiens stark eingesetzt: Von 2003 bis 2009 führte die Universität Bonn ein umfangreiches Forschungsprojekt durch. Parallel dazu unterstützten das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Prozess zur Umsetzung der Forschungsergebnisse. Das BfN wirbt beispielsweise in seiner Kampagne zum Internationalen Jahr der Biodiversität mit einer Café-Lounge, die zurzeit durch deutsche Städte tourt, für den Erhalt der letzten Kaffeewälder. In den Bergwäldern im Südwesten Äthiopiens sind die letzten wild vorkommenden Populationen des Arabica-Kaffees (Coffea arabica) zu finden. Im vielfältigen Genpool dieser Pflanzen steckt die Grundlage für die Züchtung neuer Kaffeesorten. Die Bergregenwälder Äthiopiens sind durch Abholzung und Rodung stark bedroht. Hauptursache hierfür ist das starke Bevölkerungswachstum und der damit einhergehende Bedarf an Bau- und Feuerholz sowie landwirtschaftlicher Fläche zur Sicherung der Ernährung. Im Mittelpunkt des Konzepts der Biosphärenreservate steht neben dem Schutz der Natur die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung durch die Erschließung alternativer Einkommens- und Energiequellen, z. B. durch den nachhaltigen Kaffeeanbau.
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