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	<title>Kommentare für Sphäre</title>
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	<description>Lebensraum Biosphärengebiet Schwäbische Alb</description>
	<lastBuildDate>Sun, 04 Mar 2012 11:59:04 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Mit Mörike in die Biosphäre von Mörikehaus Ochsenwang</title>
		<link>http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=954#comment-31</link>
		<dc:creator>Mörikehaus Ochsenwang</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 11:59:04 +0000</pubDate>
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		<description>Eben sehe ich hier im Netz Ihren Artikel.
Schade, dass Sie dabei nicht das Mörikehaus in Ochsenwang erwähnen, das ja ebenfalls im Biosphärengebiet SchwA liegt. Unserer Domain können Sie alle wichtigen Infos entnehmen, falls Sie einmal auf dieses Museum beim Nordportal hinweisen - und es vielleicht auch zuvor besuchen.
Herzlichst - Gisa König</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eben sehe ich hier im Netz Ihren Artikel.<br />
Schade, dass Sie dabei nicht das Mörikehaus in Ochsenwang erwähnen, das ja ebenfalls im Biosphärengebiet SchwA liegt. Unserer Domain können Sie alle wichtigen Infos entnehmen, falls Sie einmal auf dieses Museum beim Nordportal hinweisen &#8211; und es vielleicht auch zuvor besuchen.<br />
Herzlichst &#8211; Gisa König</p>
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		<title>Kommentar zu Totenstille von Redaktion</title>
		<link>http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3872#comment-30</link>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 11:44:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3872#comment-30</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Stadtrat Schuster,

zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für den sehr niveauvollen und konstruktiven Diskussionsbeitrag danken. 

Voll und ganz unterstreichen möchte ich Ihre Ausführungen zur wirtschaftlichen Nutzung des Truppenübungsplatzes: Dazu möchte ich auf einen ehemaligen Artikel hinweisen (&lt;a href=&quot;http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=1429&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=1429&lt;/a&gt;) und eine Passage aus unserem aktuellen Artikel zitieren: „ ........... Kranfahrzeuge von Liebherr aus Ehingen oder Skipistenraupen des Laupheimer Fahrzeugbauers Pistenbully. Sie waren schon seit jeher gern gesehene Gäste des Militärs und genossen quasi Gewohnheitsrecht. Zudem sind diese Betriebe wichtige Arbeitgeber der Region. Biosphärengebiet heißt übersetzt „Lebensraum.“ Dazu gehört Wohnen, Freizeit, Natur, aber auch Arbeit – alles Ziele, die es zu vereinen gilt. So will es die UNESCO.“ 

Dies beantwortet auch die beiden Schlussfragen Ihres Schreibens: 
Ihre Frage: „Was wollen Sie mit Ihrem Artikel ausdrücken?“ Antwort: „Auffordern, diesen Zielkonflikt zu lösen zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem möglichen Imageschaden einer großartigen Naturregion (wären wir keine Biosphäre, so stellte sich die Boxbergfrage nicht).“ Dies übrigens fordert auch unser Interviewpartner, quasi der Vater des Biosphärengebietes, Landtagsabgeordneter Dr. Markus Rösler (das ausfühliche Interview als Audio-Link anbei: &lt;a href=&quot;http://www.biosphaere-alb.com/ wordpress/?p=3723&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.biosphaere-alb.com/ wordpress/?p=3723&lt;/a&gt;

Ihre Frage: „Wie sieht Ihr Wunsch-Konzept der post-militärischen Nutzung des Münsinger Hardts aus?“ Antwort: Auch hier möchte ich den Artikel zitieren: „...... werben für einen echten Kompromiss zwischen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzung. 

Was mich besonders freut ist, dass Sie eine Lösung liefern, deren Formulierung ich mich nicht traute. Die Konfliktfrage, ob Busse auf Wanderwegen als sanfter Tourismus zu gelten haben, kann dadurch entschärft werden, indem man Wanderern Alternativen bietet. Sie schreiben: „Dabei bin ich jedoch der Meinung, dass innerhalb des Geländes viel mehr Wege für die Wanderer und Radfahrer zu öffnen sind. Das Argument der Gefahrenabwehr erschließt sich nicht aufgrund der Nutzung dieser Wege durch Forst, Polizei und Landwirtschaft.“ Ich kann ihre Einschätzung um weitere Beobachtungen ergänzen: Es fanden auf diesen Wegen auch Testfahrten statt (siehe Artikel aus dem Jahre 2006 &lt;a href=&quot;http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3865&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3865&lt;/a&gt;), Schneeräumfahrzeuge spurten im Winter für die Jäger und aktuell verdichtete ein tonnenschweres Rüttlerfahrzeug den frisch aufgebrachten Schotter auf diesen Wegen im Bereich Zainingen.

Im Übrigen: Sie haben recht, dass man gehbehinderten und älteren Mitbürgern, ermöglichen sollte,  den Platz Ihrer Erinnerung zu besuchen. Die Frage aber war, muss dieser Busverkehr zum touristischen Profil gehören. Fakten hierzu: Von den stolzen 21.500 Besuchern, die die Trüp-Guides in 787 Touren im Jahre 2009 über den Platz geleiteten, bewegte sich die Mehrzahl via Omnibus durch die schöne unberührte Natur des alten Truppenübungsplatzes – Tendenz steigend. Im Jahre 2007 transportierten 39 Prozent der Touren die Besucher per Bus über den Platz, 2008 gar schon 50 Prozent.
--
Hochachtungsvoll, Felix Fuchs (Herausgeber)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Stadtrat Schuster,</p>
<p>zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für den sehr niveauvollen und konstruktiven Diskussionsbeitrag danken. </p>
<p>Voll und ganz unterstreichen möchte ich Ihre Ausführungen zur wirtschaftlichen Nutzung des Truppenübungsplatzes: Dazu möchte ich auf einen ehemaligen Artikel hinweisen (http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=1429) und eine Passage aus unserem aktuellen Artikel zitieren: „ &#8230;&#8230;&#8230;.. Kranfahrzeuge von Liebherr aus Ehingen oder Skipistenraupen des Laupheimer Fahrzeugbauers Pistenbully. Sie waren schon seit jeher gern gesehene Gäste des Militärs und genossen quasi Gewohnheitsrecht. Zudem sind diese Betriebe wichtige Arbeitgeber der Region. Biosphärengebiet heißt übersetzt „Lebensraum.“ Dazu gehört Wohnen, Freizeit, Natur, aber auch Arbeit – alles Ziele, die es zu vereinen gilt. So will es die UNESCO.“ </p>
<p>Dies beantwortet auch die beiden Schlussfragen Ihres Schreibens:<br />
Ihre Frage: „Was wollen Sie mit Ihrem Artikel ausdrücken?“ Antwort: „Auffordern, diesen Zielkonflikt zu lösen zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem möglichen Imageschaden einer großartigen Naturregion (wären wir keine Biosphäre, so stellte sich die Boxbergfrage nicht).“ Dies übrigens fordert auch unser Interviewpartner, quasi der Vater des Biosphärengebietes, Landtagsabgeordneter Dr. Markus Rösler (das ausfühliche Interview als Audio-Link anbei: http://www.biosphaere-alb.com/ wordpress/?p=3723</p>
<p>Ihre Frage: „Wie sieht Ihr Wunsch-Konzept der post-militärischen Nutzung des Münsinger Hardts aus?“ Antwort: Auch hier möchte ich den Artikel zitieren: „&#8230;&#8230; werben für einen echten Kompromiss zwischen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzung. </p>
<p>Was mich besonders freut ist, dass Sie eine Lösung liefern, deren Formulierung ich mich nicht traute. Die Konfliktfrage, ob Busse auf Wanderwegen als sanfter Tourismus zu gelten haben, kann dadurch entschärft werden, indem man Wanderern Alternativen bietet. Sie schreiben: „Dabei bin ich jedoch der Meinung, dass innerhalb des Geländes viel mehr Wege für die Wanderer und Radfahrer zu öffnen sind. Das Argument der Gefahrenabwehr erschließt sich nicht aufgrund der Nutzung dieser Wege durch Forst, Polizei und Landwirtschaft.“ Ich kann ihre Einschätzung um weitere Beobachtungen ergänzen: Es fanden auf diesen Wegen auch Testfahrten statt (siehe Artikel aus dem Jahre 2006 http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3865), Schneeräumfahrzeuge spurten im Winter für die Jäger und aktuell verdichtete ein tonnenschweres Rüttlerfahrzeug den frisch aufgebrachten Schotter auf diesen Wegen im Bereich Zainingen.</p>
<p>Im Übrigen: Sie haben recht, dass man gehbehinderten und älteren Mitbürgern, ermöglichen sollte,  den Platz Ihrer Erinnerung zu besuchen. Die Frage aber war, muss dieser Busverkehr zum touristischen Profil gehören. Fakten hierzu: Von den stolzen 21.500 Besuchern, die die Trüp-Guides in 787 Touren im Jahre 2009 über den Platz geleiteten, bewegte sich die Mehrzahl via Omnibus durch die schöne unberührte Natur des alten Truppenübungsplatzes – Tendenz steigend. Im Jahre 2007 transportierten 39 Prozent der Touren die Besucher per Bus über den Platz, 2008 gar schon 50 Prozent.<br />
&#8211;<br />
Hochachtungsvoll, Felix Fuchs (Herausgeber)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Totenstille von Jochen Schuster, Stadtrat Münsingen</title>
		<link>http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3872#comment-29</link>
		<dc:creator>Jochen Schuster, Stadtrat Münsingen</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 07:34:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.biosphaere-alb.com/wordpress/?p=3872#comment-29</guid>
		<description>In meinen Händen halte ich die aktuelle Ausgabe Ihrer Zeitschrift &quot;Sphäre&quot; und bin dabei auf den Artikel &quot;Totenstille&quot; gestoßen. In diesem Zusammenhang habe ich selten einen Artikel gelesen, der derart realitätsfern ist.

Zunächst beklagen Sie, dass, wie die Automobilnutzung der ehemaligen Panzerstraße beweise, das Wirtschaftsinteresse dominiere. Gleichzeitig
sickert in Ihrem Artikel durch, dass Arbeitsplätze zu einem Lebensraum gehören. Fakt ist: ohne Unternehmen - keine Arbeit. Willkommen in der &quot;grenzenlosen automobilen Realität&quot;! Dass mit der Automobilnutzung negative Aspekte einhergehen, ist unbestritten. Zur grenzenlosen automobilen Realität gehört die Abhängigkeit von ebendieser - ohne PKW keine Bewohner des Lebensraumes Schwäbsiche Alb, die sich wie ich trotz dem Studium in Stuttgart für die Heimat auf dem Land entschieden haben.
Ohne LKW keine Güterverteilung. Gewiss kann man einen gewissen Bedarf über regionale Produkte decken. Doch Mineralwasser, Laptops oder Möbel werden auf der Alb nicht oder nur in geringem Umfang produziert. Die Automobil-Branche benötigt Möglichkeiten zur Erprobung und Präsentation ihrer Produkte - die Ringstraße ist dabei das beste, was Industrie, Umlandgemeinden und Natur passieren konnte. Wo immer Versuchsstrecken geplant sind, regt sich Protest aus der Naturschutz-Ecke: damals in Boxberg, zuletzt im Schönbuch. Die Panzerstraße ist bereits da (und schon vor 2006 genutzt!). Die Teststrecke schafft Arbeit in der Region (man bedenke nur die Verpflegung der vielen Gäste) und spart überdies lange Wege der Daimler AG (die auch im Ausland testen könnte).
Auch der Naturschutz muss anerkennen, dass die Automobil-Industrie ein tragender bestandteil unserer Gesellschaft ist und nicht überall behindert werden kann. Allein durch Fahrrad-Zubehör für die umliegenden Radvereine lässt sich eine Volkswirtschaft jedenfalls nicht aufrechterhalten. Dass auf der Teststrecke dabei ggf. Wildtiere zum Opfer fallen, ist die logische (traurige) Konsequenz, doch dies ist kein Alleinstellungsmerkmal der Test-Automobilnutzung, denn auch außerhalb des ehemaligen Übungsplatzes hat der Straßenverkehr den tausendfachen Tod der Tiere zur Folge. 

Ein paar weitere Bemerkungen zu Ihrem Artikel: 
- Bußgelder für &quot;Schwarzfahrer&quot; gibt es nicht erst seit Schließung des Truppenübungsplatzes. Dabei bin ich jedoch der Meinung, dass innerhalb des Geländes viel mehr Wege für die Wanderer und Radfahrer zu öffnen sind. Das Argument der Gefahrenabwehr erschließt sich nicht aufgrund der Nutzung dieser Wege durch Forst und Landwirtschaft.
- Der Begriff &quot;Sozailisierung&quot;, den Sie im Zusammenhang mit der post-militärischen Nutzung der Panzerstraße verwenden, rückt in eine gefährliche Nähe zum Begriff der Verstaatlichung. Im Übrigen aber zielt er an der Sache vorbei. Das Gelände und die Straße war und ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Darauf einen Anspruch auf deren Nutzung
für jedermann herzuleiten, ist nicht sachgemäß.
- &quot;Kaffeefahrten-Image&quot;: ich habe großes Verständnis für Naturliebhaber und ehemalige Soldaten, die das Gelände besichtigen wollen. Viele derer, die heute auf den Platz kommen, sind in einem fortgeschrittenen Alter und nicht mehr gut zu Fuß. Diese Menschen sollen also ausgeschlossen werden?

Ich selbst bin sehr glücklich darüber, dass für das ehemalige Militärgelände eine - wie ich finde - gute Symbiose aus Natur, Industrie und Tourismus gefunden wurde. In einem demokratischen Gemeinwesen wird es niemals Ergebnisse geben, die alle Gruppen vollständig zufriedenstellt. Das gefundene Modell ist meines Erachtens der beste gemeinsame Nenner, der alle Seiten bedient.

Eine differenzierte Sichtweise auf die Automobilnutzung auf der Panzerstraße wäre dringend angebracht und sicher einen Artikel in Ihrer nächsten Ausgabe wert!

Schlussendlich noch zwei Fragen an Sie: was wollen Sie mit Ihrem Artikel ausdrücken? Wie sieht Ihr Wunsch-Konzept der post-militärischen Nutzung des Münsinger Hardts aus?

Mit den besten Grüßen aus Münsingen,Jochen Schuster, Stadtrat</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In meinen Händen halte ich die aktuelle Ausgabe Ihrer Zeitschrift &#8220;Sphäre&#8221; und bin dabei auf den Artikel &#8220;Totenstille&#8221; gestoßen. In diesem Zusammenhang habe ich selten einen Artikel gelesen, der derart realitätsfern ist.</p>
<p>Zunächst beklagen Sie, dass, wie die Automobilnutzung der ehemaligen Panzerstraße beweise, das Wirtschaftsinteresse dominiere. Gleichzeitig<br />
sickert in Ihrem Artikel durch, dass Arbeitsplätze zu einem Lebensraum gehören. Fakt ist: ohne Unternehmen &#8211; keine Arbeit. Willkommen in der &#8220;grenzenlosen automobilen Realität&#8221;! Dass mit der Automobilnutzung negative Aspekte einhergehen, ist unbestritten. Zur grenzenlosen automobilen Realität gehört die Abhängigkeit von ebendieser &#8211; ohne PKW keine Bewohner des Lebensraumes Schwäbsiche Alb, die sich wie ich trotz dem Studium in Stuttgart für die Heimat auf dem Land entschieden haben.<br />
Ohne LKW keine Güterverteilung. Gewiss kann man einen gewissen Bedarf über regionale Produkte decken. Doch Mineralwasser, Laptops oder Möbel werden auf der Alb nicht oder nur in geringem Umfang produziert. Die Automobil-Branche benötigt Möglichkeiten zur Erprobung und Präsentation ihrer Produkte &#8211; die Ringstraße ist dabei das beste, was Industrie, Umlandgemeinden und Natur passieren konnte. Wo immer Versuchsstrecken geplant sind, regt sich Protest aus der Naturschutz-Ecke: damals in Boxberg, zuletzt im Schönbuch. Die Panzerstraße ist bereits da (und schon vor 2006 genutzt!). Die Teststrecke schafft Arbeit in der Region (man bedenke nur die Verpflegung der vielen Gäste) und spart überdies lange Wege der Daimler AG (die auch im Ausland testen könnte).<br />
Auch der Naturschutz muss anerkennen, dass die Automobil-Industrie ein tragender bestandteil unserer Gesellschaft ist und nicht überall behindert werden kann. Allein durch Fahrrad-Zubehör für die umliegenden Radvereine lässt sich eine Volkswirtschaft jedenfalls nicht aufrechterhalten. Dass auf der Teststrecke dabei ggf. Wildtiere zum Opfer fallen, ist die logische (traurige) Konsequenz, doch dies ist kein Alleinstellungsmerkmal der Test-Automobilnutzung, denn auch außerhalb des ehemaligen Übungsplatzes hat der Straßenverkehr den tausendfachen Tod der Tiere zur Folge. </p>
<p>Ein paar weitere Bemerkungen zu Ihrem Artikel:<br />
- Bußgelder für &#8220;Schwarzfahrer&#8221; gibt es nicht erst seit Schließung des Truppenübungsplatzes. Dabei bin ich jedoch der Meinung, dass innerhalb des Geländes viel mehr Wege für die Wanderer und Radfahrer zu öffnen sind. Das Argument der Gefahrenabwehr erschließt sich nicht aufgrund der Nutzung dieser Wege durch Forst und Landwirtschaft.<br />
- Der Begriff &#8220;Sozailisierung&#8221;, den Sie im Zusammenhang mit der post-militärischen Nutzung der Panzerstraße verwenden, rückt in eine gefährliche Nähe zum Begriff der Verstaatlichung. Im Übrigen aber zielt er an der Sache vorbei. Das Gelände und die Straße war und ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Darauf einen Anspruch auf deren Nutzung<br />
für jedermann herzuleiten, ist nicht sachgemäß.<br />
- &#8220;Kaffeefahrten-Image&#8221;: ich habe großes Verständnis für Naturliebhaber und ehemalige Soldaten, die das Gelände besichtigen wollen. Viele derer, die heute auf den Platz kommen, sind in einem fortgeschrittenen Alter und nicht mehr gut zu Fuß. Diese Menschen sollen also ausgeschlossen werden?</p>
<p>Ich selbst bin sehr glücklich darüber, dass für das ehemalige Militärgelände eine &#8211; wie ich finde &#8211; gute Symbiose aus Natur, Industrie und Tourismus gefunden wurde. In einem demokratischen Gemeinwesen wird es niemals Ergebnisse geben, die alle Gruppen vollständig zufriedenstellt. Das gefundene Modell ist meines Erachtens der beste gemeinsame Nenner, der alle Seiten bedient.</p>
<p>Eine differenzierte Sichtweise auf die Automobilnutzung auf der Panzerstraße wäre dringend angebracht und sicher einen Artikel in Ihrer nächsten Ausgabe wert!</p>
<p>Schlussendlich noch zwei Fragen an Sie: was wollen Sie mit Ihrem Artikel ausdrücken? Wie sieht Ihr Wunsch-Konzept der post-militärischen Nutzung des Münsinger Hardts aus?</p>
<p>Mit den besten Grüßen aus Münsingen,Jochen Schuster, Stadtrat</p>
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