Wandern auf Rulamans Spuren

Neues Angebot an Mehrtageswanderungen im Biosphärengebiet

Unter den Namen „WanderMahl!“ gibt es ein neues Angebot an Mehrtagestouren, die Wandern, Kulinarik und Geschichte miteinander verbinden.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb kann dabei auf den Spuren des Romanklassikers „Rulaman“ von David Friedrich Weinland erwandert werden. Entlang der Wegstrecken laden 20 Biosphärengastgeber zur Einkehr oder Übernachtung ein. Die Touren sind Angebotsbausteine zu den Prädikatswanderwegen und dem Wanderwegenetz des Schwäbischen Albvereins.

„WanderMahl!“ – Auf Rulamans Steinzeitpfaden über die Schwäbische Alb

Die Konzeption zum sogenannten WanderMahl! beinhaltet sechs Touren mit unterschiedlicher Länge von Gastgeber zu Gastgeber. Die ersten zwei Touren sind nun am Bad Uracher Bahnhof eröffnet worden. Dabei verläuft die erste Tour von Münsingen nach Bad Urach, Tour 2 führt Wanderer von Schelklingen über Mehrstetten nach Münsingen. Die nächsten zwei Touren von Bad Urach nach Westerheim und von Münsingen über Eningen unter Achalm nach Bad Urach werden 2020 umgesetzt. Tour 5 und 6 von Münsingen nach Ehingen beziehungsweise von Bad Urach über Owen nach Neidlingen folgen 2021.

Rulaman online lesen

Anders als die bereits bestehenden Prädikatswanderwege im Biosphärengebiet sind die WanderMahl!-Touren nicht beschildert. Die Orientierung erfolgt über eine Starttafel am Tourenbeginn, eine Karte, die Homepage www.wandermahl.de sowie die eigene WanderMahl!-App, die direkt über die Homepage heruntergeladen werden kann. Die App ist plattformunabhängig und kann auch ohne Internetverbindung genutzt werden, um dem Wandergast auch ohne Empfang zur Verfügung zu stehen. Dabei lässt die App sich nicht nur intuitiv bedienen, sie versetzt die Nutzer durch einen Audioguide direkt in Rulamans Abenteuer hinein.

Mit David Friedrich Weinland verbinden Generationen von Schwaben vor allem seinen berühmten Jugendroman „Rulaman“, der die Zeit der „Höhlenmenschen und Höhlenbären“ auf der Schwäbischen Alb beschreibt. Weinland entscheidet sich nach seinem Besuch der Maulbronner Klosterschule aber gegen den Dienst als Pfarrer und studiert anschließend Naturwissenschaften.Forschungsaufträge führen den Doktor der Zoologie von Berlin über Massachusetts nach Kanada, Mexiko und Haiti. Ob Weinlands Maulbronner Zeit für seinen künftigen Werdegang bedeutend war, ist nicht geklärt. Sicher ist allerdings, dass die Seminaristen angehalten waren, sich viel in der Natur zu bewegen und auch ausgedehnte und regelmäßige Wanderungen in der Umgebung unternahmen.

David Friedrich Weinland: Geboren am 30.08.1829 in Grabenstetten (bei Urach), gestorben am 16.09.1915 in Hohenwittlingen.

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