GPS (Sonnenbühl): Reizklima

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Reutlingen: Achalm-Trek
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Römerstein: Reise in die Vergangenheit
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Römerstein: Skilanglaufnetz
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St. Johann: Alb-Kante
St. Johann: Radtour übers Dach der Alb
St. Johann: Im Wald über die Alb
Weilheim: Drachentot (Limburg)
Westerheim: Quell der Freude (Filsursprung)
Wiesensteig: Albtraufgänger – Runde Sache

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Sonnenbühl: Themenwanderung Undinger Klimaweg

„Bollahois“* oder saukalt. Das Rinnental bei Sonnenbühl begeistert mit beiden Extremen. Sogar im Hochsommer können Eispfützen in der Morgensonne glitzern. Das Albwetter auf dem Klimaweg härtet regelrecht ab.

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Rekordverdächtig: Die historische Wetterstation im Rinnental ist berühmt für  Hitze- und Kälterxtreme.

GPS-Wandertour: Reizklima

„Bollahois“* oder saukalt. Das Rinnental bei Sonnenbühl begeistert mit beiden Extremen. Sogar im Hochsommer können Eispfützen in der Morgensonne glitzern. Das Albwetter auf dem Klimaweg härtet regelrecht ab.

  • Start/Ziel: Parkplatz Undingen, nahe Golfplatz
  • ■■ Klimaweg: 8 km / 127 Hm.
  • Höhe: min/max 740/820 m
  • Gehzeit: 2:10 Std./leicht
  • Pause: www.Ausflugslokal-Baerentatze.de
  • Sehenswert: Historische Wetterstation, Aussicht Kalkstein, Freizeitpark Traumland, Bärenhöhle

GPS-Wandertour: Reizklima

Endlich durchatmen. Blauer Himmel, endlose Weite. Wer bei Sonnenbühl auf dem „Klimaweg“ wandelt zwischen weiten Feldern, entlang schattigen Wäldern, erfreut sich an einem sehr flachen Horizont (Foto unten). Noch auffälliger aber sind die hier herrschenden Extreme, was der Gegend ein gesundes Reizklima beschert. Der typische Albwind, die niedrigeren Temperaturen, die sehr trockene und saubere Luft regt Haut, innere Organe und den Stoffwechsel an. Diese Wanderung fordert den gesamten Organismus.

Klimaweg – über die lieblichen, klaren und flachen Horizonte säuselt im Sommer stets eine angenehme und saubere Brise.

Auf der Tour zum berühmten Kältepol im Rinnental steht einsam eine historische Wetterhütte. Sie notiert ständig Temperatur-Rekorde. Der höchste dort im Sommer gemessen Wert betrug 36,4 Grad Celsius, im Winter minus 33,7 Grad. Weil dort die Abstrahlung als auch Einstrahlung sehr hoch sein kann, werden hier deutschlandweit die größten Tagesschwankungen gemessen von bis zu 30 Grad. Deshalb gefrieren selbst im Hochsommer bisweilen Pfützen zu. Die Sonnenbühler Klimastation „Doline Weidenwang“ registrierte im Sommer 1989 an 28 Tagen Bodenfrost. Am 27. Juni 2000 zeigte das Thermometer der Messhütte Rinnental sogar eisige minus 5 Grad Celsius dicht am Boden. Diese Wetterphänomene thematisiert der 2006 eingerichtete Sonnenbühler Klimaweg. Auf acht Kilometern erklären 12 Schautafeln die Geologie, den Naturraum und warum das Albwetter als Reizklima die Gesundheit fördert. Das Thema Klimaerwärmung spielte bei der Konzeption vor 14 Jahren noch keine Rolle. Doch die historischen Wetterdaten dieser Messstation, abrufbar im Internet, zeigen: Auch auf der Alb wird es seit 2000 deutlich spürbar wärmer (siehe www.wetterring.de/wetterarchiv-mittlere-alb).

Das Dach der Alb macht also fit, Schritt um Tritt. Anders die tieferen Lagen des Donau- und Neckartals. Dort herrscht oft ein sogenanntes Belastungsklima, das den Organismus plagt mit eher feuchter, dicker und schadstoffschwangerer Luft. Stresssymptome sind die Folge wie Bluthochdruck, Schlafstörungen und ein schwaches Immunsystem.
Der wichtigste Faktor für Gesundheit und Seele aber ist die Bewegung und der Lebensstil. „Nicht fordern, sondern fördern“: Wer ständig bei Medikamenten die Hand aufhält, statt eigenverantwortlich die naturgegebenen Kräfte zu mobilisieren und mit guter Ernährung zu vitalisieren, verspielt nicht nur die Qualität seines Erdenlebens, sondern treibt auch die Kosten der gemeinschaftlichen Krankenkassen unnötig hinauf.


Prima Klima: Sonnenbühler Hotspot und Kaltluftsee

Gefrorene Pfützen im Sommer.

An sonnigen Tagen heizen sich die trockenen Böden des Karstgebirges in Mulden besonders stark auf. Der steppenartige, verdunstungsarme Magerrasen vermag kaum zu kühlen. Deshalb kann die Strahlungswärme des Rinnentals ganz schön schweißtreibend sein. Im Winter dagegen, falls wolkenlos und windstill, kühlt diese Tallage besonders stark ab. Die Kälte fließt über die Hänge ins Tal und sammelt sich in den sogenannten Strahlungsnächten zu einem Kaltluftsee.

Raureif am Kalkfelsen im Rinnental.


Heißkalt: Wetterstation

Klimatologe Roland Hummel hat vor 30 Jahren diese Wetterstation am Kältepol der Schwäbischen Alb errichtet. Er gibt Führungen (siehe www.wetterring.de).

Von hier aus liegt der Freizeitpark „Traumland“ mit Bärenhöhle als Zwischenziel nur 1,5 Kilometer entfernt.

Der Klimawanderweg lässt sich auch in Teilen mit dem beschaulichen Sonnenbühler Radwegenetz zu einer tollen Tagestour kombinieren.


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Printausgabe: Sphäre 1/2020, Seite 36-37

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