{"id":10000,"date":"2010-10-18T10:10:39","date_gmt":"2010-10-18T08:10:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10000"},"modified":"2014-10-20T18:05:08","modified_gmt":"2014-10-20T16:05:08","slug":"muensingen-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10000","title":{"rendered":"M\u00fcnsingen-Stadt"},"content":{"rendered":"<p><b><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal;\"><b>Die \u201eschwarze Marie\u201c von M\u00fcnsingen<\/b><\/span><\/b><\/p>\n<p><b><!--more--><\/b><\/p>\n<p><b>\t\t<div id=\"maps-marker-pro-59a048ca\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-59a048ca\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-59a048ca\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-59a048ca\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/b><\/p>\n<p>Ein sch\u00f6ner Sp\u00e4tsommertag ging zur R\u00fcste. Die letzten Strahlen vergoldeten die T\u00fcrme von M\u00fcnsingen und die umliegenden kahlen Berge. Der W\u00e4chter des Oberen Tors, der alte Schmid-Jakob, hatte eben die Zugbr\u00fccke \u00fcber den Stadtgraben aufgezogen, die beiden schweren Tore abgeschlossen und dem B\u00fcrgermeister Ludwig Stump die Schl\u00fcssel auf das Rathaus gebracht. Wegen der unruhigen Zeiten verlangt der Herr B\u00fcrgermeister, dass die Stadttore jeden Tag vor Eintritt der D\u00e4mmerung geschlossen werden. Sorgenvoll blickt unser Schmid-Jakob, der schon seit 40 Jahren sein Amt versieht, von seinem Turmst\u00fcbchen hinaus auf die Alb; eine dunkle Rauchwolke, etwa in der Richtung von Magolsheim, gibt Kunde von einem dort ausgebrochenen Brand. Es ist dies nichts Seltenes. Fast in jeder Nacht waren da und dort Feuersbr\u00fcnste wahrzunehmen. Ziehen doch Banden, meist aus entlassenen und entlaufenen Soldaten bestehend, pl\u00fcndernd und brandschatzend von Ort zu Ort. Wehe dem Bauern, der sich ihnen widersetzt. Das Abbrennen seines Geh\u00f6ftes ist noch das wenigste, das er und die Seinen erdulden m\u00fcssen. Es gilt, scharf aufzupassen, dass dieses verrohte Gesindel der Stadt nicht zu nahe kommt.<\/p>\n<p>Dieser ungl\u00fcckliche Krieg! Handel und Wandel stocken. Keiner getraut sich mehr, \u00fcber Feld zu gehen. Kaum konnten die \u00c4cker bestellt werden. Entfernter liegende St\u00fccke mussten brach liegen bleiben. Infolge der Pl\u00fcnderung der Stadt durch die Kaiserlichen unter Graf Egon von F\u00fcrstenberg im Jahre 1631 sind die B\u00fcrger verarmt. Seit einiger Zeit schwirren Ger\u00fcchte durch die Stadt, die beiden Heere sammeln sich im Ries und es stehe eine gro\u00dfe Schlacht bevor.<\/p>\n<p>Zu diesen Sorgen kam schwerer h\u00e4uslicher Kummer. Sein einziger Sohn Georg, der einmal sein Nachfolger als Torwart h\u00e4tte werden sollen, war vor drei Jahren mit den abziehenden Soldaten verschwunden. Vor einigen Wochen kehrte er mit gel\u00e4hmtem Arm zur\u00fcck, verdorben an Leib und Seele. In der Trunkenheit verriet er k\u00fcrzlich, dass er die ganze Zeit mit dem Heerestross herumgezogen und dass ihm bei der Pl\u00fcnderung eines Geh\u00f6fts von dem Bauern der Arm abgeschlagen worden sei. Der Bauer und sein Weib seien von seinen Genossen sofort erstochen und das Geh\u00f6ft angez\u00fcndet worden.<\/p>\n<p>Doch, was war das? Rief nicht Jemand? Sogar seinen Namen glaubt er zu h\u00f6ren. In der D\u00e4mmerung sieht er \u00fcber dem Stadtgraben ein Frauenzimmer mit einem Pack auf dem Arm, das winkt und ruft: \u201eMachet schnell auf und lasset mich in die Stadt!\u201c \u201eDa h\u00e4tte ich viel zu tun, wenn ich wegen jedem vagabundierenden Weibsbild aufmachen wollte. Gehet nach Auingen und sehet, dass Ihr dort ein Unterkommen findet.\u201c \u201eIch bitte Euch um Gottes willen, Schmid-Jakob, machet auf, ich habe Wichtiges zu vermelden.\u201c \u201eEs darf jetzt niemand mehr in die Stadt, kommet morgen wieder.\u201c \u201eDann geht zum B\u00fcrgermeister und sagt ihm, ich habe ihm sehr Wichtiges anzuzeigen, es geht um das Wohl der Stadt. Es darf keine Minute vers\u00e4umt werden.\u201c \u201eWer seid Ihr denn? Der Sprache nach seid Ihr nicht weit her.\u201c \u201eIch bin die Enkeltochter des Hafners Ruo\u00df in der Salzgasse.\u201c \u201eDann bist Du die schwarze Marie, die vor drei Jahren mit den kaiserlichen Reitern durchgegangen ist.\u201c \u201eJa, die bin ich. Eilet und lasset mich mit meinem Kinde bald herein. Der Stadt droht gro\u00dfe Gefahr.\u201c<\/p>\n<p>Schweren Herzens verf\u00fcgt sich unser Schmid-Jakob zum gestrengen Herrn B\u00fcrgermeister. Der hohe Herr begab sich sofort ins Torst\u00fcbchen, um von dem Frauenzimmer selbst n\u00e4heres zu h\u00f6ren. Es rief ihm \u00fcber den Graben zu, bei N\u00f6rdlingen sei zwischen den Schweden und den Kaiserlichen eine gro\u00dfe Schlacht geschlagen worden, die f\u00fcr die Schweden ungl\u00fccklich ausgefallen sei. Viele tausend Schweden, aber auch einige tausend W\u00fcrttemberger bedecken das Schlachtfeld. Das ganze kaiserliche Heer sei im Anmarsch gegen W\u00fcrttemberg, auf das es besonders abgesehen sein soll. Sie hoffen, da noch etwas holen zu k\u00f6nnen. In kurzer Zeit werden Dragoner in der M\u00fcnsinger Gegend eintreffen.<\/p>\n<p>Schreckensbleich befahl der B\u00fcrgermeister, die Tore zu \u00f6ffnen und das Weib hereinzulassen. Der Sohn des Torwarts h\u00f6rte von seinem Gemach aus die ganze Unterhaltung mit an. Er frohlockte, er ahnte, dass jetzt f\u00fcr ihn gute Tage kommen werden.<\/p>\n<p>Das Weib war wirklich die Enkeltochter des Hafners Ruo\u00df. Wegen ihrer in M\u00fcnsingen ungew\u00f6hnlichen tiefschwarzen Haare hatte sie den Beinamen \u201edie schwarze Marie\u201c erhalten. Ihre Mutter war einst im Dienst in Ulm, sie soll sich dort mit einem welschen Soldaten eingelassen haben. Sie starb bald nach der Geburt ihres Kindes und so musste der Gro\u00dfvater das Kind aufnehmen.<\/p>\n<p>Die schwarze Marie erz\u00e4hlt, dass sie 1631 mit den kaiserlichen Reitern fortgegangen sei; in einem ungl\u00fccklichen Gefecht sei der ganze Tross in die H\u00e4nde der Schweden gefallen. Sie sei nun zu einem schwedischen Kornet gekommen, der sie aber gut behandelt habe und der der Vater ihres Kindes, eines einj\u00e4hrigen, blondlockigen Knaben sei. Vor sechs Tagen sei bei N\u00f6rdlichen eine f\u00fcrchterliche Schlacht gewesen, die zu einer schweren Niederlage der evangelischen Seite gef\u00fchrt habe. Das ganze Lager sei in die H\u00e4nde der Kaiserlichen gefallen. Ein Wachtmeister, dem sie zur Beute geworden, habe sie wegen ihres Kindes, von dem sie sich nicht trennen wollte, in rohester Weise misshandelt. Sie sei deshalb dem Tross entlaufen. Das Heer komme nur langsam vorw\u00e4rts, weil alle Ortschaften gepl\u00fcndert und angez\u00fcndet werden. Es stehe jetzt in der Gegend von Heidenheim. Da an diesen Aussagen kaum gezweifelt werden konnte, alarmierte der B\u00fcrgermeister in der Nacht die B\u00fcrgerschaft. Er schickte auch Boten an die benachbarten St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Angsterf\u00fcllt kamen die B\u00fcrger auf dem Marktplatz zusammen. Der B\u00fcrgermeister gab ihnen Kunde von der drohenden schweren Gefahr. Bei der geringen Zahl der B\u00fcrger, ihrer schlechten Bewaffnung und dem verwahrlosten Zustand der Stadtmauer war an Widerstand nicht zu denken. Jeder vergrub noch in der Nacht, was er Wertvolles hatte; der B\u00fcrgermeister lie\u00df die Gelder und Urkunden der Stadt in einem sicheren Gew\u00f6lbe unter der Stadtkirche verwahren. Wer Freunde hatte in den besser gesch\u00fctzten benachbarten St\u00e4dte Urach, Reutlingen und Ulm, fl\u00fcchtete dorthin oder schickte wenigstens seine Frau und Kinder. Viele suchten Zuflucht in den W\u00e4ldern und H\u00f6hlen der Alb. Die schwarze Marie fand bei ihrem Gro\u00dfvater keine gute Aufnahme. Erst auf Zureden des B\u00fcrgermeisters, der ihm vorstellte, wieviel die Stadt seiner Enkeltochter zu verdanken habe, entschloss er sich, sie zu behalten. Marie aber wollte nicht bleiben, sie f\u00fcrchtete die Rache der Dragoner. Sie ging nach Urach, wo sie bei einem Vetter Unterkunft fand. Sie soll sich sp\u00e4ter dort verheiratet haben. Ihr Kind behielt der Gro\u00dfvater bei sich.<\/p>\n<p>Bange Tage durchlebte die Stadt. Immer zahlreicher wurden die Brandherde, die vom Hungerberg aus beobachtet werden konnten. Schon kamen Fl\u00fcchtlinge von der Laichinger Gegend, die Gr\u00e4ssliches berichteten. Nach vier Tagen stand eine Abteilung Reiter vor dem Oberen Tor, sie verlangten sofortigen Einlass, der ihnen auch gew\u00e4hrt wurde, da eine Weigerung nutzlos gewesen w\u00e4re und die Lage der Stadt nur verschlimmert h\u00e4tte. Auf dem Marktplatz bat der B\u00fcrgermeister mit einigen Ratsmitgliedern um Schonung der Stadt. Der F\u00fchrer, ein junger Leutnant, verlangte gutes Quartier und Verpflegung und sagte, dass in einigen Tagen das Regiment selbst ankommen und in M\u00fcnsingen bleiben werde. Er versprach, die Stadt gut zu behandeln, wenn die B\u00fcrger alle Forderungen gutwillig erf\u00fcllen werden.<\/p>\n<p>Die B\u00fcrger atmeten auf, leider zu fr\u00fch. Sp\u00e4t abends r\u00fcckten schon die kaiserlichen Dragoner an. Ihnen folgte ein endloser Wagenzug, mit dem Tross, vielen Trossknechten, Weibern und Kindern und schwer beladenen Wagen. Der F\u00fchrer der Reiter, der Oberst Johann Wolf, nahm Quartier im Schloss, die Soldaten und die Pferde wurden bei den B\u00fcrgern untergebracht. F\u00fcr den Tross musste man auf den Schlosswiesen eine Wagenburg mit Zeltlager einrichten. Da die Forderungen nach Brot, Fleisch, Wein, Schnaps, Bettzeug vom dem kleinen St\u00e4dtchen unm\u00f6glich erf\u00fcllt werden konnten, kam es schon in derselben Nacht zu schweren Gewaltt\u00e4tigkeiten. \u00dcberall h\u00f6rte man Wehe- und Hilferufe und das wilde Geschrei der vertierten Soldaten. Unter gr\u00e4sslichen Qu\u00e4lereien wurde den B\u00fcrgern das Wenige, das sie noch hatten, genommen und ihre Verstecke geleert. Wer sich widersetzte, wurde niedergeschlagen. T\u00e4glich gingen Abteilungen in die umliegenden Ortschaften, von wo sie mitbrachten, was sie fanden: Vieh, Frucht, Hausrat, Leinwand usw. Schrecklich leuchteten jede Nacht die Feuer. Ein Geh\u00f6ft um das andere wurde niedergebrannt. Die Strohd\u00e4cher, die damals noch allgemein waren, trugen sehr zur Verbreitung der Br\u00e4nde bei. Es war wohl die schrecklichste Zeit, die die M\u00fcnsinger Alb je durchgemacht hat. Die Stadt M\u00fcnsingen kam verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig noch glimpflich weg, weil die Soldaten in den H\u00e4usern einquartiert waren und die Offiziere daf\u00fcr sorgten, dass in der Stadt selbst nichts angez\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Die fortw\u00e4hrenden Durchm\u00e4rsche von Truppen waren stets eine weitere Ursache von Erpressungen und Gewaltt\u00e4tigkeiten. Am schlimmsten waren die Kroaten, die nachher ihr Lager in Marbach aufschlugen und von dort aus ihre Pl\u00fcnderungsz\u00fcge machten. Heute noch hei\u00dft eine Wiese bei der Einm\u00fcndung des Dolderbachs in die Lauter im Volksmund \u201edie Krawatt\u201c. In den \u00e4lteren G\u00fcterb\u00fcchern aber hei\u00dft es \u201eDie Kroatenwiesen\u201c. Eine traurige Rolle spielte der Sohn des Torwarts, des Schmid-Jakob. Er fand Freunde im Tross und verbrachte dort bei Trunk und W\u00fcrfelspiel seine ganze Zeit. Den Pl\u00fcnderern machte er Angaben, wo im St\u00e4dtchen noch etwas zu holen sei. Gewissenlose H\u00e4ndler, die den Tross begleiteten kauften den Soldaten die gepl\u00fcnderten Gegenst\u00e4nde ab; sie sorgten daf\u00fcr, dass den Reitern das Geld nie ausging. Immer mehr zeigte es sich, dass der Tross noch ein gr\u00f6\u00dferes \u00dcbel war, als die Soldaten selbst.<\/p>\n<p>Endlich schlug auch f\u00fcr M\u00fcnsingen die Stunde der Erl\u00f6sung. Als nirgends mehr aufzutreiben war, entschloss sich die Horde, weiterzuziehen. Am 17. Dezember 1638 schrieben B\u00fcrgermeister, Gericht und Rat \u201eim Namen des in Grund ruinierten St\u00e4ttleins und \u00c4mtleins M\u00fcnsingen\u201c an den Herzog, dass sie durch die Dragoner des Obersten Wolf, die heute abzogen, ganz verderbt seien.<\/p>\n<p>Wie sah es aber jetzt in der Stadt und in den umliegenden Orten aus! Von den 200 B\u00fcrgern der Stadt waren nur noch 40 vorhanden. Keine Lebensmittel, kein Vieh gabs mehr, kein Acker war bebaut, die H\u00e4user verw\u00fcstet, kein Schrank, der nicht erbrochen war. Langsam kehrten die B\u00fcrger aus ihren Verstecken zur\u00fcck. Es war ihnen alles genommen, aber einen b\u00f6sen Gast lie\u00dfen die Soldaten zur\u00fcck, die Pest. Wer von den Dragonern verschont geblieben war, erlag dieser schrecklichen Seuche. Eines der ersten Opfer war der Sohn des Torwarts; er fand kein Mitleid. Bald darauf folgte ihm auch der brave Schmid-Jakob. Auch die einsetzende Hungersnot forderte viele Opfer.<\/p>\n<p>Der Bezirk war ganz verw\u00fcstet; viele Ortschaften, z.B. Dapfen, Hundersingen, Dottingen, Steingebronn, Feldstetten, waren vollst\u00e4ndig ausgestorben und abgebrannt, in andern, wie in Gomadingen waren nur einzelne B\u00fcrger vorhanden. Noch nach 60 Jahren lagen einzelne Hofst\u00e4tten w\u00fcst. Ganze Rudel von W\u00f6lfen machten zudem das Land unsicher. Noch Jahrzehnte lang hatten viele Gemeinden keinen Pfarrer und Lehrer, keine Kirche und kein Schulhaus. Die meisten Kirchenb\u00fccher gingen in dem Krieg verloren.<\/p>\n<p>Die Leiden der Stadt in diesem schrecklichen Kriege waren aber noch nicht ersch\u00f6pft. Kaum hatte sich die Stadt wieder notd\u00fcrftig erholt, pl\u00fcnderten 1643 die Bayern und im September 1646 die Schweden. Das Jahr 1848 brachte endlich den ersehnten Frieden. Nur langsam konnte die Stadt wieder in Ordnung kommen. Z\u00f6gernd kehrten die zerstreuten B\u00fcrger zur\u00fcck, die meisten fehlten. Viel Arbeit und Flei\u00df geh\u00f6rte dazu, wieder eine Grundlage f\u00fcr gedeihliche Verh\u00e4ltnisse zu schaffen. Die im Kriege der Verwahrlosung anheimgefallenen Gr\u00e4ben, Mauern und Tore der stadt konnten erst 1654 wieder einigerma\u00dfen in Stand gesetzt werden. Noch am Ende des Jahrhunderts gab es 900 Jauchert w\u00fcstliegendes Land bei der Stadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><i>Erz\u00e4hlung des 20. Jahrhunderts auf Grundlage historischer Quellen zu den Geschehnissen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges<\/i><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Die Hasenrupfer<\/b><\/p>\n<p>Eine Jagdgesellschaft steuerte mit ihrem erlegten Hasen in M\u00fcnsingen eine Wirtschaft an. Die J\u00e4ger gaben der Wirtin den Hasen, sie solle ihn auf der Stelle braten. Inzwischen lie\u00dfen sie sich ihr Viertele schmecken. Und noch ein Viertele. Und noch eins. Und immer wieder schrie einer: \u201eWie isch? Isch dr\u2018 Has bald fertig?\u201c Aber es r\u00fchrte sich nix. Den J\u00e4gern ging allm\u00e4hlich ihr Latein aus und auch die Geduld. Schlie\u00dflich ging einer in die K\u00fcche. Er machte die T\u00fcre auf und wollte grad nach dem Hasen fragen, da flog ihm der auch schon ins Gesicht und die Wirtin, mit hochrotem Kopf und Schwei\u00df auf der Stirn, fauchte ihn an: \u201eDo, rupfet uiern Hase selber!\u201c Seither sind die M\u00fcnsinger die \u201eHaserupfer\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><i>Zusammengestellt von: Steffen Dirschka, Stadtarchivar M\u00fcnsingen<\/i><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u201eschwarze Marie\u201c von M\u00fcnsingen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[82],"tags":[],"class_list":["post-10000","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anekdoten-sagen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10000","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10000"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10000\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10103,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10000\/revisions\/10103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10000"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10000"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10000"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}