{"id":10146,"date":"2025-12-22T12:00:26","date_gmt":"2025-12-22T11:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10146"},"modified":"2025-11-27T08:59:06","modified_gmt":"2025-11-27T07:59:06","slug":"10146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10146","title":{"rendered":"Weilheim"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Drache auf der Limburg<\/strong><\/p>\n<p><strong><!--more--><\/strong><\/p>\n<p><b>\t\t<div id=\"maps-marker-pro-a15ac0ad\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-a15ac0ad\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-a15ac0ad\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-a15ac0ad\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Der Drache auf der Limburg<\/span><\/h2>\n<p>In uralter Zeit hauste in einem Felsenloch auf der Limburg ein riesiger Drache. Sein K\u00f6rper war von Schuppen bedeckt, an den F\u00fc\u00dfen trug er lange, scharfe Krallen. Aus den N\u00fcstern konnte er Feuer und Schwefel spr\u00fchen, so dass jeder verbrannte und erstickte, der ihm nahe kam. Wehe aber, wer von seinen scharfen Z\u00e4hnen gepackt und zerrissen wurde!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-10163\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Drachen_Limburg_3BFW4346.jpg\" alt=\"Drachen_Limburg_3BFW4346\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Drachen_Limburg_3BFW4346.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Drachen_Limburg_3BFW4346-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Drachen_Limburg_3BFW4346-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Und seine Gier war uners\u00e4ttlich. Wenn er seine Felsenh\u00f6hle verlie\u00df, bebte die Erde. Dann wussten die Menschen: Der Drache sucht sich wieder ein Opfer. Sie verriegelten die T\u00fcren, verkrochen sich in die Keller, fl\u00fcchteten in die W\u00e4lder. Aber der Drache fand sie doch. Jeden Tag waren Opfer zu beklagen, da ein Kind, das vom Spielen nicht mehr zur\u00fcckkehrte, dort ein alter Mann, der nicht schnell genug fliehen konnte. Fast in jeder Familie der umliegenden Orte, vor allem in Weilheim aber weinte und trauerte man um Angeh\u00f6rige, die man verloren hatte.<br \/>\nDie dauernde Todesgefahr zerm\u00fcrbte die Menschen. Sie trauten sich nicht mehr, ihre H\u00e4user zu verlassen. Manche packten Hab und Gut zusammen und zogen fort, weit weg von der Limburg, dahin, wo man vor dem Drachen sicher war. Die Felder verw\u00fcsteten, das Vieh verdarb, und zu der Todesangst kam bitterer Hunger.<br \/>\nAuch der Kaiser h\u00f6rte vom Ungl\u00fcck der Menschen, aber keiner seiner Ritter wagte es, dem Untier entgegenzutreten. Da befahl er, man m\u00f6ge dem Drachen jeden Tag zwei Menschen zum Opfer bringen, den einen des Morgens, den anderen des Abends. Durch das Los sollten die Ungl\u00fccklichen bestimmt werden.<br \/>\nNun blieb das Untier in seinem Versteck, und man konnte ohne Sorge wieder die Felder bebauen. Im ganzen Land aber zitterten die Menschen jeden Abend, wenn jemand an ihre T\u00fcr pochte, denn vielleicht waren es die Boten des Kaisers, die holten, wen das Los als Opfer f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag bestimmt hatte.<br \/>\nDas Gesetz war streng, und ob reich oder arm, jung oder alt, wessen Name gezogen wurde, der musste hinauf auf die Limburg.<br \/>\nEines Tages geschah es, dass des Kaisers Tochter selbst an der Reihe war. Und wenn auch ihr Vater die gr\u00f6\u00dfte Macht im Reiche hatte &#8211; er konnte ihr nicht helfen. Da kehrte gro\u00dfe Trauer im Land ein. Voll Schmerz und Bitterkeit sahen die Menschen den Wagen durch die Stra\u00dfen ziehen, der das M\u00e4dchen zur Limburg brachte. Es sah wundersch\u00f6n aus. Man hatte es in ein wei\u00dfes Gewand geh\u00fcllt. Sein Gesicht war bleich, seine Augen verweint, aber gefasst blickte es dem Tot entgegen, und auf recht schritt es den Pfad hinauf zur Felsenh\u00f6hle.<br \/>\nAlles war wie gel\u00e4hmt; die V\u00f6gel hatten aufgeh\u00f6rt zu singen, der Wind erstarb, und sogar das Pl\u00e4tschern des B\u00e4chleins verstummte. Pl\u00f6tzlich wurde Hufschlag laut. Auf einem Schimmel kam ein Ritter dahergesprengt, wie man noch keinen gesehen hatte. Seine silberne R\u00fcstung gl\u00e4nzte im Sonnenlicht. In der Rechten schwang er eine Lanze, deren Spitze golden schimmerte. Rasch trieb er sein Pferd bergan.<br \/>\nDa bebte die Erde. Der Drache hatte seine H\u00f6hle verlassen und erwartete das Opfer. Aber diesmal war es kein von Todesangst gepeinigtes Menschlein, das ihm entgegentrat, sondern ein tapferer K\u00e4mpfer. Und nun begann ein erbitterter Streit.<br \/>\nDer Ritter sprang vom Pferd und suchte hinter seinem Schild Schutz vor dem alles versengenden Feueratem des Tieres. Geschickt wich er den w\u00fctenden Hieben der Tatzen aus.<br \/>\nLange w\u00e4hrte der Kampf, doch allm\u00e4hlich wurden die Bewegungen des Drachen langsamer. Da pl\u00f6tzlich sprang der Ritter blitzschnell vor und stie\u00df seine Lanze ins Herz des Untiers. Ein breiter Strom von Blut brach aus dem m\u00e4chtigen K\u00f6rper, der sich noch einmal aufb\u00e4umte und dann niederst\u00fcrzte.<br \/>\nWelch ein Jubel brach aus! Die Menschen umarmten sich und weinten vor Freude, denn sie waren von Angst und Not erl\u00f6st. Als aber die Tochter des Kaisers ihrem Retter danken wollte, war er verschwunden. Still und unbemerkt hatte er sich auf sein Pferd geschwungen und war davongeritten.<br \/>\nDie einen sagen, der fremde Ritter sei der heilige Georg gewesen, andere meinen, der Erzengel Michael selbst habe den Drachen besiegt, und ihm zu Dank und Ehren bauten die Menschen auf dem Gipfel der Limburg eine Kapelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #888888;\"><em>Zur Verf\u00fcgung gestellt vom\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.albengel-otto-hoffmeister-haus.de\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #000000;\">Albengel am Schopflocher Moor<\/span><\/a><\/span>, besser als Otto-Hoffmeisterhaus bekannt,\u00a0WEBcode #182231<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Drache auf der Limburg<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10163,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[82],"tags":[],"class_list":["post-10146","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anekdoten-sagen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10146"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13140,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10146\/revisions\/13140"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}