{"id":10148,"date":"2010-10-22T12:00:30","date_gmt":"2010-10-22T10:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10148"},"modified":"2014-10-23T08:32:58","modified_gmt":"2014-10-23T06:32:58","slug":"lenningen-schlattstall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=10148","title":{"rendered":"Lenningen &#8211; Schlattstall"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Goldloch von Schlattstall<\/strong><\/p>\n<p><strong><!--more--><\/strong><\/p>\n<p><b>\t\t<div id=\"maps-marker-pro-881c9a88\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-881c9a88\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-881c9a88\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-881c9a88\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Das Goldloch von Schlattstall<\/span><\/h2>\n<p>Ein alter Sch\u00e4fer, der auf der Uracher Alb seine Herde h\u00fctete, entdeckte eines Tages eine schmale \u00d6ffnung im Fels. Neugierig zw\u00e4ngte er sich hindurch und gelangte bald in eine gro\u00dfe unterirdische Halle. Hier war es ganz finster und still, nur in weiter Ferne h\u00f6rte er Wasser rauschen. Er nahm sich vor, am n\u00e4chsten Tag die H\u00f6hle gr\u00fcndlicher zu erforschen, und kehrte zu seinen Schafen zur\u00fcck.<br \/>\nMit einem Licht untersuchte er am anderen Morgen die H\u00f6hlenw\u00e4nde und entdeckte auch wirklich einen Spalt, durch den er den Weg in eine weitere, gr\u00f6\u00dfere Halle fand. Ihren Boden bedeckte ein klarer See, in dessen Wasser sich riesengro\u00dfe V\u00f6gel spiegelten. Sie sa\u00dfen reglos ringsum an den W\u00e4nden. Ihre funkelnden Augen starrten ihn an, und ihm schien, als wollten ihre spitzen Schn\u00e4bel gleich auf ihn loshacken. Vor Schreck entglitt ihm die Laterne, und das Licht erlosch.<br \/>\nAls sich seine Augen an die Dunkelheit gew\u00f6hnt hatten, sah er einen fernen Lichtschimmer, der ihm den Weg zum H\u00f6hleneingang wies. Vor Angst zitternd, kroch er darauf zu, und als er endlich wieder ans Tageslicht kam, nahm er sich vor, nie mehr die H\u00f6hle zu betreten.<br \/>\nLange erz\u00e4hlte er niemand von diesem Erlebnis. Aber als er einmal mit dem Mahlknecht von Seeburg zechte und der Wein ihm zu Kopfe stieg, entschl\u00fcpfte ihm sein Geheimnis. Aufmerksam h\u00f6rte der Knecht zu und nahm sich vor, der Sache nachzugehen. Anderntags schon kroch er in den Berg hinein, fand auch bald die Halle mit dem See, und weil er ein mutiger Bursche war, k\u00fcmmerten ihn die schrecklichen V\u00f6gel nicht, die \u00fcberall reglos an den W\u00e4nden hockten.<br \/>\nEr suchte weiter und fand wirklich einen schmalen Gang, der abw\u00e4rts f\u00fchrte. Eine Stunde mochte er unterwegs gewesen sein, und er wollte schon wieder umkehren, da fingen die W\u00e4nde vor ihm an zu leuchten und zu gl\u00e4nzen, Sie waren aus reinem Gold, und golden schimmerten auch die Zapfen an der Decke der H\u00f6hle. Lange stand der Knecht da und staunte. Aber die Kerze in seiner Laterne brannte immer weiter herunter, und er musste zur\u00fcck. Zuvor jedoch brach er einen Goldzapfen ab und steckte ihn in die Tasche. Als er sich auf den Weg machte, h\u00f6rte er pl\u00f6tzlich ein vertrautes Ger\u00e4usch: das Klappern der M\u00fchle von Schlattstall, wo er auch schon gearbeitet hatte. Also musste die H\u00f6hle einen zweiten Ausgang haben! Er suchte und suchte, aber vergebens. Schnell begab er sich auf den vertrauten Weg und gelangte auch gl\u00fccklich ins Freie, ehe das Kerzenst\u00fcmpfchen in seiner Laterne ganz erlosch.<br \/>\nNun besah er sich den Zapfen, den er mitgenommen hatte. Kein Zweifel, es war reines Gold! Er brachte ihn zu einem Goldschmied und bekam daf\u00fcr so viel Geld, dass er sich in der Fremde selbst eine M\u00fchle kaufen konnte.<br \/>\nEhe er wegzog, vertraute er sein Geheimnis einem anderen Mahlknecht an. Der gedachte auch sein Gl\u00fcck zu machen. Als er jedoch die f\u00fcrchterlichen V\u00f6gel erblickte, erschrak er so sehr, dass er ohnm\u00e4chtig zu Boden st\u00fcrzte. Er kam wohl wieder nach Hause, doch von da an war er m\u00fcde und krank, und bald darauf starb er. Sein Geheimnis aber nahm er mit ins Grab.<br \/>\nViele Leute glaubten der Sage. 1824\/25 erweiterten Goldgr\u00e4ber die \u00d6ffnung der vorderen Lauterquelle bei Schlattstall, um in den Berg dringen und den Schatz finden zu k\u00f6nnen. Doch sosehr sie sich auch m\u00fchten, ihre Arbeit blieb ohne Erfolg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #888888;\"><em>Zur Verf\u00fcgung gestellt vom\u00a0<span style=\"color: #000000;\"><a href=\"http:\/\/www.albengel-otto-hoffmeister-haus.de\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #000000;\">Albengel am Schopflocher Moor<\/span><\/a><\/span>, besser als Otto-Hoffmeisterhaus bekannt<\/em><\/span><\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\">Die Alb im Goldfieber<\/span><\/h2>\n<p>Auf der Schw\u00e4bischen Alb gibt\u00b4s Gold. Allerdings nicht als Nugget, viel mehr in Namen wie beispielsweise Silberdistel oder Goldloch. Handelt es sich bei der Silberdistel botanisch um die gesch\u00fctzte Stengellose Eberwurz, die als Bildsymbol auf Biosph\u00e4rengebietsschildern das Schutzgebiet symbolisiert, so steht das Wort Goldloch f\u00fcr H\u00f6hlen auf unserer Alb.<br \/>\nSo ist das Goldloch bei Lichtenstein durch eine Verwerfung entstanden. Gold wird man dort vergeblich suchen. Der Name kommt von den Eisenhydroxyden, die umgangssprachlich Eisenocker genannt werden. Im Taschenlampenschein leuchten sie golden. Auch ein Goldm\u00fcnzenfund im 18. Jahrhundert k\u00f6nnte, so die Legende, den Namen begr\u00fcnden.<br \/>\nAnders ist dies beim Schlattstaller Goldloch (n\u00e4he Lenninger Tal). Diese wasserf\u00fchrende H\u00f6hle speist als Karstquellgebiet die Schwarze Lauter. Um 1825 vermuteten Goldsucher dort tats\u00e4chlich das begehrte Edelmetall \u2013 wurden aber nie f\u00fcndig. Ebenso wie der Goldrausch in der Falkensteiner H\u00f6hle schnell verebbte. Dort glitzerten nur Steinpl\u00e4ttchen aus dem ehemaligen Vulkanschlot bei Grabenstetten. Um 1770 wurden in dieser H\u00f6hle sogar mehrere Stollen angelegt. 1784 beendeten die Uracher Beh\u00f6rden diesen Spuk mit ihrer Meldung, dass es dort keine Metalle zu finden gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Hans-Peter Eppler<\/em><\/span>\n<\/p>\n<blockquote><p>Kompletter <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=6040\" target=\"_blank\">Sph\u00e4re-Artikel &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Goldloch von Schlattstall<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[82],"tags":[],"class_list":["post-10148","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-anekdoten-sagen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10148","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10148"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10148\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10220,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10148\/revisions\/10220"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10148"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10148"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10148"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}