{"id":1020,"date":"2015-01-02T05:11:31","date_gmt":"2015-01-02T04:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1020"},"modified":"2021-03-31T10:27:14","modified_gmt":"2021-03-31T08:27:14","slug":"perpetuum-mobile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1020","title":{"rendered":"Perpetuum Mobile"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em>Bioenergie-Spezial: Klimaschutz kommt in Mode, alternative Energiekonzepte werden auf der Alb zum Trend<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1031\" title=\"84FB6123\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB6123.jpg\" width=\"160\" height=\"101\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB6123.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB6123-140x88.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Alle Energie kommt von der Sonne. Wer mehr verbraucht, als der Stern vom Himmel brennt, lebt auf Pump. In 40 Jahren ist das Erd\u00f6l versiegt, Deutschland h\u00e4ngt am Tropf. Diskussionen um die Endlichkeit der Ressourcen und um den Klimaschutz bewirken ein Umdenken. Besonders hier auf der Alb packen Vision\u00e4re die Energie-Unabh\u00e4ngigkeit an. Windkraft, Wasserkraft, Solarparks und Erdw\u00e4rme \u2013 der sich selbst antreibende Motor ist und bleibt ein Traum. Die Physik unserer Erde setzt jeder Bewegung ein Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Spezial_07_03.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><!--more--><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1029\" title=\"Klimaschutz_Aufmacher_3_200\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Klimaschutz_Aufmacher_3_200.jpg\" width=\"320\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Klimaschutz_Aufmacher_3_200.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Klimaschutz_Aufmacher_3_200-140x91.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Alle Energie kommt von der Sonne, ohne den gl\u00fchenden Stern l\u00e4uft nichts. Nehmen Sie die Zahl 38 und h\u00e4ngen 25 Nullen dran \u2013 genauso viel Watt schleudert unsere Sonne ins Weltall hinaus. Nach 8,3 Minuten trifft ein Bruchteil dieser Energie als glei\u00dfendes Licht unsere Erde und heizt. Im Sommer in Mitteleuropa bis zu 700 Watt pro Quadratmeter, im Winter maximal 150 Watt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es wachsen Pflanzen und sie vergehen. Faulgase und verdichtetes Totholz der letzten Jahrmillionen harrt als Erd\u00f6l, Kohle oder Gasvorkommen auf jene Generation, die es schafft, alles in nur 100 Jahren zu verbrauchen. Die Erde hat der Sonne Energie abgetrotzt und gebunkert. Wir aber leben in Saus und Braus, allerdings auf Pump. Unsere Gro\u00dfeltern meisterten ihr Dasein energietechnisch von der Hand in den Mund und unsere Kinder werden \u2013 sofern sie sich des Risikos der Kernkraft und Endlager-Problematik bewusst sind \u2013 auch nur die Menge Energie nutzen k\u00f6nnen, mit der die Sonne t\u00e4glich auf die Erde brennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eCO2-neutral\u201c kursiert daher heute als Schlagwort, das unser Bewusstsein und die aktuelle Energiepolitik pr\u00e4gt. Nicht mehr verbrauchen, als bekommen. Ein gesundes Energiewirtschafts\u00adprinzip setzt sich langsam durch in einer Zeit, in der Hypotheken und Staatsschulden als Lebens- und Handelsprinzip vorherrschen. Wer bezahlt die Zeche?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei Raps und Mais als Motorensprit sowie Brennholz und S\u00e4gesp\u00e4ne zu Holzpellets gepresst, scheint die Bilanz ausgeglichen. Besonders hier oben auf der Alb leuchtet dieses Prinzip ein. Denn: Der CO2-Aussto\u00df beim Verheizen von Brennholz entspricht eben jener Menge, die das Privatw\u00e4ldle zum Atmen und wachsen braucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Erderw\u00e4rmung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1028\" title=\"84FB5442\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5442.jpg\" width=\"160\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5442.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5442-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Die Erkenntnisse um die Erd\u00aderw\u00e4rmung f\u00fchren zudem eindrucksvoll vor Augen, wie ein CO2-\u00dcberschuss durch Verschwendung fossiler Brennstoffe, wie Kohle, \u00d6l und Gas den Menschen die Luft abdreht. Die Konzentration von CO2 in der Atmos\u00adph\u00e4re ist in 100 Jahren um 30 Prozent gestiegen. Zu viel CO2 (und sogenannte Treibhausgase) in der Atmosph\u00e4re h\u00e4lt die W\u00e4rme des auftreffenden Sonnenlichts\u00a0 wie in einem Gew\u00e4chshaus auf der Erde gefangen \u2013 es heizte unseren Planeten schon um knapp 0,8 Grad Celsius auf. Der Anfang vom Ende? Die Gletscher der Alpen \u2013 aus der Jugendzeit als m\u00e4chtige Eiszungen in Erinnerung \u2013 sind in nur 30 Jahren zu dreckigen Schneefeldern geschrumpft. Diese Bilder schrecken auf, machen die Konsequenz schon f\u00fcr unsere Generation erlebbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Drum sind es auch haupts\u00e4chlich die Jungen, die jetzt handeln. Sie wollen nicht, dass ihre Kinder den energiepolitischen Unfug der Alten bezahlen. Engagierte Familien w\u00e4lzen vor dem H\u00e4uslebau dicke Energieprospekte. W\u00e4rmed\u00e4mmung der Hausfassade, Hightech-Fens\u00adter, Hackschnitzel, oder Pelletsbrenner, zus\u00e4tzlich Sonnenkollektoren auf dem Dach? F\u00fcr diese technisch ausgereiften Energiekonzepte muss der H\u00e4uslebauer tiefer als bisher in die Tasche greifen. Doch nur auf den ersten Blick. Denn durch die Energieeinsparungen amortisieren sich diese Investitionen bei aktueller Preissituation der fossilen Brennstoffe schon nach zehn bis 20 Jahren. Nicht zuletzt, weil auch die Allgemeinheit indirekt \u00fcber staatliche Zusch\u00fcsse private Initiativen unterst\u00fctzt. Denn die Rechnung kommt bestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonnenenergie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1025\" title=\"84FB5689\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5689.jpg\" width=\"160\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5689.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5689-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Der Vater Staat gew\u00e4hrt derzeit 105 Euro Zuschuss pro Quadratmeter Kollektorfl\u00e4che. Dank dieser Finanzspritze konnten in den vergangenen neun Jahren die Dachfl\u00e4chen zur Sonnenenergiegewinnung in der Republik vervierfacht werden. Mehr als 6,5 Millionen Quadratmeter Kollektorfl\u00e4che sind heute in Deutschland installiert. Jeder zweite Kollektor in Europa befindet sich hierzulande. Die Kosten f\u00fcr Kollektoren konnten entsprechend gesenkt werden, so dass heute die Grenze zur Marktf\u00e4higkeit fast erreicht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das \u201eErneuerbare-Energien-Gesetz\u201c ist seit dem 1. April 2000 in Kraft. Es regelt die Abnahme und Verg\u00fctung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Es verpflichtet alle Energieversorger Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Wind- Wasserkraft, Biomasse und Geothermie, an ihr Netz anzuschlie\u00dfen. Die Verg\u00fctung betr\u00e4gt 5,5\/9,67\/11,5\/15 Cent pro Kilowattstunde. Einen besonderen Status erh\u00e4lt Strom aus Photovoltaikanlagen (49,21 Cent\/kWh, garantierte Laufzeit 20 Jahre).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Kommunen sind gefragt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Den Gemeinden, insbesondere denen der k\u00fcnftigen Biosph\u00e4re, kommt beim globalen Klimaschutz eine bedeutende Rolle als Vorbild zu. Die Vorzeigeregion muss beispielhaft denken und handeln. Mit kommunalen Pilotprojekten sammeln sie Erfahrung, um als kompetenter Ratgeber Gewerbe und Privathaushalte zu motivieren. Schon heute haben im Herzen der Biosph\u00e4re einige Albgemeinden Klimaschutzkonzepte und lokale Aktionsprogramme entworfen und umgesetzt. So deckt die Stadt M\u00fcnsingen mit allen \u00f6ffentlichen und privaten regenerativen Energiegewinnungsanlagen den kompletten Energieverbrauch der Privathaushalte. Das Blockheizkraftwerk der Kl\u00e4ranlage Eistal beispielsweise gewinnt aus Faulgasen Heizw\u00e4rme und treibt zur Stromerzeugung einen Generator an (Foto Seite 11, Kasten unten). Die M\u00fcnsinger Stadtwerke betreiben ein Wasserkraftwerk bei Seeburg. Auch das Pumpwerk f\u00fcr die Albwasserversorgung arbeitet autark und liefert \u00fcbersch\u00fcssigen Strom ins Netz. Das Wasserkraftwerk Obermarchtal im S\u00fcden der Biosph\u00e4re n\u00e4he Zwiefalten und die Wassergeneratoren bei Gomadingen-Marbach gar leisten neben dem aktiven Klimaschutz einen Bildungsauftrag: Hier k\u00f6nnen Sie eindrucksvolle Maschinenh\u00e4user nebst massiver Elektrotechnik des vergangenen Jahrhunderts in Aktion bestaunen (www.mum-wasserkraft.de).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ebenfalls einen Meinungsbildungsauftrag \u00fcbernehmen die vielen Hackschnitzel- oder Pellets-Heizanlagen, die St\u00e4dte wie Metzingen und Pfullingen j\u00fcngst in ihren gro\u00dfen Schulgeb\u00e4uden realisiert haben. Nachwachsende Rohstoffe zu verfeuern ist selbst Thema bei kleinen Gemeinden wie R\u00f6merstein. Wenn der alte Heizkessel im Schulhaus nicht mehr richtig brennt, investiert dort der B\u00fcrgermeister dann in Hackschnitzel statt in herk\u00f6mmliches \u00d6l.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Testgebiet Biosph\u00e4re<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1035\" title=\"IMG_1447\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/IMG_1447.jpg\" width=\"160\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/IMG_1447.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/IMG_1447-140x105.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Dass die Alb mehr bietet als traumhafte Hangkanten und saubere H\u00f6henluft ist sp\u00e4testens klar, seit sich im neuen Jahrtausend zwei energietechnische Gro\u00dfprojekte den Weg durch die Streuobstwiesen in die Albt\u00e4ler bahnten. Projekt eins: Geothermie in Bad Urach. Die Erdw\u00e4rme unter vulkanischem Gestein des Rheingrabens nutzt man schon l\u00e4nger. Wie teuer aber kommt ein Erdw\u00e4rme-Zapfhahn bei einer gew\u00f6hnlichen Bodenbeschaffenheit, die zweidrittel unserer Republik bedeckt? Diese Frage sollte 2004 in Bad Urach beispielhaft gekl\u00e4rt werden. Spezialtrupps bohrten mit massigen Bohrk\u00f6pfen an turmhohen Kr\u00e4nen zwei L\u00f6cher in die Alb. Eines 4400 Meter tief, das andere machte dem Bohrer in 3200 Meter Tiefe den Garaus. Die Riesenfr\u00e4se steckt noch heute im Loch, f\u00fcr eine dritte Bohrung fehlte das Geld. Jeder Tag dieses Bohrtrupps kostete 250.000 Euro. Schon am Tag nach der technischen Panne reiste daher die Geothermie-Truppe ab. Jetzt hofft Bad Urach auf Fortsetzung des Projekts. Eine Machbarkeitsstudie soll in K\u00fcrze entscheiden. Die Chancen seien f\u00fcr die Fortf\u00fchrung gut, lie\u00df das B\u00fcrgermeisteramt Bad Urach verlauten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Richtig gut oder besser gesagt in trockenen T\u00fcchern ist dagegen das Pilotprojekt einer sogenannten Biomassenvergasungsanlage. Eine brandneue Technik, die auch die Landschaftspflegeabf\u00e4lle der k\u00fcnftigen Biosph\u00e4re zu W\u00e4rme, Strom und auch zur Wasserstofferzeugung nutzen soll. Die von der Landesregierung gef\u00f6rderte Anlage soll in Geislingen entstehen. \u201eWir ben\u00f6tigen ein Ballungsgebiet mit Fernw\u00e4rmenetz\u201c, begr\u00fcndet Dr. Michael Specht, Projekt-Leiter von der ZSW (Zentrum f\u00fcr Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-W\u00fcrttemberg), die Standortwahl. Der Spatenstich f\u00fcr die Anlage ist auf Ende 2008 terminiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Reizthema Windkraft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1036\" title=\"S80-010\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/S80-010.jpg\" width=\"160\" height=\"105\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/S80-010.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/S80-010-140x91.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Alle Energie kommt von der Sonne. In den globalen Temperaturunterschieden steckt eine gro\u00dfe Kraft. Wie ein \u00fcberdimensionaler F\u00f6n treiben Tief- und Hochdruckgebiete die Atmos\u00adph\u00e4re \u00fcber den Planeten \u2013 Wind, Sturm, Orkan sind unersch\u00f6pfliche Ressourcen. Das Windrad gilt als \u00e4lteste regenerative Energienutzung in der Geschichte der Menschheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und wieder sind es die findigen Bewohner von der Alb, die mit Geisteskraft Technikgeschichte bewegen: Ulrich H\u00fctter hie\u00df der Schwabe, der deutschlandweit nach dem Krieg das ers\u00adte Windrad mit aerodynamisch optimierten Fl\u00fcgeln konstruierte. Sein Dreifl\u00fcgler mit 7,2 Kilowatt Leistung ging 1950 in Serie und wurde rund 200-mal verkauft. 1956 entstand in der Gemeinde St\u00f6tten bei Geislingen auf der Schw\u00e4bischen Alb das erste deutsche Testfeld f\u00fcr die Windturbinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch so wie sich die Geister an der Atomkraft reiben, scheiden sie sich auch an der Windkraft. In der Biosph\u00e4re gibt es auf der zugigen Albhochfl\u00e4che Gemeinden und St\u00e4dte wie M\u00fcnsingen, deren R\u00e4te \u201eeinstimmig das Engagement von Investoren begr\u00fc\u00dften\u201c, erinnert sich B\u00fcrgermeister Mike M\u00fcnzing an die Debatten \u00fcber ihre beiden Windparks B\u00f6ttingen und Auingen. Die stolzen Masten verk\u00f6rpern hier die Verantwortung f\u00fcr unsere Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dann wieder herrscht das Floriansprinzip. Windkraft ja, aber geht es nicht auch kleiner? Jeder schiebt den Stecker in die Dose, den Dreck von Kohlekraftwerken, das Strahlungsrisiko der Atomm\u00fcll-Endlagerst\u00e4tten aber sollen andere haben. So manche Gemeinde trickste deshalb anklopfende Windkraftbetreiber geschickt aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Atomkraft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine gro\u00dfe Gefahr nebst den Naturgewalten bergen Atomkraftanlagen. Menschliche Fehler gepaart mit gewaltiger Technik sind t\u00f6dlich. Der Atomkraftunfall in Tschernobyl 1986 soll laut TORCH-Bericht 30.000 bis 60.000 zus\u00e4tzliche Krebstote zur Folge gehabt haben. Dass selbst Atomkraft-Bef\u00fcrworter Ministerpr\u00e4sident Oettinger dieser Technik nicht traut, zeigte seine Reaktion um eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums zu m\u00f6glichen Endlagerst\u00e4tten. Der Bericht bescheinigte der Tonschicht an der s\u00fcdlichen Grenze der Biosph\u00e4re im Donautal zwischen Ulm und Riedlingen Endlager-Qualit\u00e4ten f\u00fcr hochradioaktive Abf\u00e4lle (siehe Beitrag unten: <em>ATOMKRAFT: 240000 Jahre lang Gefahr<\/em>). Die Reaktion der Landesregierung: Kein Atomm\u00fcll in Baden-W\u00fcrttemberg. Sie m\u00f6chte den Atomm\u00fcll lieber wo anders verbuddelt sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>WISSEN: Alle Energie kommt von der Sonne<\/em><\/p>\n<h2>Es werde Licht<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1032\" title=\"erderwaermung\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/erderwaermung.jpg\" width=\"320\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/erderwaermung.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/erderwaermung-140x92.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>Alle Energie kommt von der Sonne. Jede Pflanze, die Tiere, die gesamte Biomasse speichert und verwertet das Licht. Wer einen Baum f\u00e4llt und damit heizt, verwandelt das im Holz gespeicherte Sonnenlicht in Heizw\u00e4rme. Wer mehr verbraucht, als die Sonne auf die Erdoberfl\u00e4che abstrahlt, nimmt eine Hypothek auf. Die Erd\u00f6lvorkommen beispielsweise sind komprimierte Energie aus l\u00e4ngst vergangenen Urw\u00e4ldern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Treibhaus-Effekt: Bei der Verbrennung von Holz und \u00d6l entsteht CO2. Dieses CO2 brauchen Pflanzen f\u00fcr ihr Wachstum. Wird mehr verbrannt als die Vegetation aufnimmt, entsteht ein CO2-\u00dcberschuss. Das CO2 in der Atmosph\u00e4re h\u00e4lt wie eine Glas\u00ad\u00adscheibe im Treibhaus die Erdw\u00e4rme gefangen. Die Erde heizt auf \u2013 in den letzten 100 Jahren um 0,8 Grad.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>WOHNEN: Das richtige Heizkonzept<\/em><\/p>\n<h2>Nur sparen hilft<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1023\" title=\"84FB5798\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5798.jpg\" width=\"125\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5798.jpg 125w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5798-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/>Ob 1-Liter-Auto oder 3-Liter-Haus \u2013 technisch ausgereifte Energie\u00adsparl\u00f6sungen bietet die Wirtschaft jede Menge (siehe unten). Doch man bedenke: Auch die Produktion der technischen Ger\u00e4te kostet Energie und Rohstoff. So verbraucht beispielsweise die Produktion eines Autos rund 30 Prozent der Energie, die es w\u00e4hrend seines automobilen Daseins in Form von Sprit durch seinen Motor jagen wird. Halb soviel gefahren bedeutet doppelt so lange Produktlebenszeit. Halb soviel geheizt, hei\u00dft nur die H\u00e4lfte an Rohstoffen verbraucht und 50 Prozent weniger CO2 in der Atmosph\u00e4re. Klar will und soll jeder seinen Lebensstandard bewahren \u2013 aber mit Sinn und Verstand. Muss die Garage beheizt sein oder ben\u00f6tigt der Hauseingangsbereich Wohnzimmertemperatur? Derzeit haben wir in Deutschland einen j\u00e4hrlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 48.000 kWh. Dies ist \u00e4quivalent dazu, dass im Mittel jeder Einwohner Tag und Nacht st\u00e4ndig 55 Gl\u00fchbirnen mit einer Leistung von 100 Watt brennen l\u00e4sst. SPH\u00c4RE zeigt einige Trends f\u00fcr effektiven Energieeinsatz:<\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmed\u00e4mmung: Systematische Sanierung (wie an Fassade, Fenster) spart bis zu 69 Prozent Energie.<\/li>\n<li>Photovoltaik: Kollektoren verwandeln Sonnenlicht in Strom.<\/li>\n<li>Erdw\u00e4rme: Funktioniert nach dem Prinzip eines K\u00fchlschrankes. Eine W\u00e4rmepumpe entzieht dem tief gelegenen Gestein, der Gartenfl\u00e4che oder der Au\u00dfenluft die W\u00e4rme. Die letzten beiden L\u00f6sungen allerdings eignen sich nicht f\u00fcr die kalte Alb.<\/li>\n<li>Hackschnitzel-, Pellets- oder St\u00fcckholz-\u00d6fen: Nachwachsende, heimische Holzbrennstoffe statt \u00d6l. Dies verringert die Energieabh\u00e4ngigkeit von politischen Entwicklungen. Hackschnitzel (f\u00fcr Wohnblocks) oder Pellets (gepresste S\u00e4gesp\u00e4ne f\u00fcr Familienh\u00e4user) werden mit einer Spindel automatisch von einer Lagerst\u00e4tte in den Brennraum bef\u00f6rdert. Genauso komfortabeler Umgang wie mit \u00d6l. Rohstoff-Energiepreis etwa 50 Prozent des \u00d6lpreises. Ein St\u00fcckholzofen wird mit bis zu 0,1 Kubikmeter Scheitholz beladen. Im Brennraum wird immer nur die flammenn\u00e4chste Schicht verheizt, das Holz rutscht von oben nach. Rohstoffpreis stark abh\u00e4ngig von der Eigenleistung beim Holzmachen. Die Kosten f\u00fcr einen St\u00fcckholz- oder Pelletsofen liegen etwa beim 1,8-fachen eines \u00d6lofens.<\/li>\n<li>Kraft-W\u00e4rme-Kopplung: Ideal w\u00e4re ein Kleinkraftwerk in jedem Haus zur W\u00e4rme- und Stromgewinnung. So k\u00f6nnte die bei der Stromgewinnung anfallende Verlustw\u00e4rme (bis zu 60 Prozent) statt in die Umwelt zu entweichen, zum Heizen genutzt werden. Die optimale L\u00f6sung f\u00fcr kleine Wohneinheiten mit Hilfe eines Sterling-Motors statt mit einem Verbrennungsmotor ist marktreif.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>ATOMKRAFT: 240000 Jahre lang Gefahr<\/em><\/p>\n<h2>Riskantes Spiel<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">Atomausstieg ist Gesetz: Der Atomkonsens mit den Energieversorgern ist seit 2002 Gesetz. Der letzte der 17 laufenden Atommeiler wird bis zum Jahr 2021 abgeschaltet. Die Endlagerung des Atomm\u00fclls ist noch nicht gel\u00f6st. Favorisiert werden derzeit unterirdische Lagerst\u00e4tten, die keinen oder geringen Wasserdurchfluss haben. So kam auch die Tonschicht s\u00fcdlich der Biosph\u00e4re zwischen Riedlingen und Ulm im Donautal ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Warum ist Atomm\u00fcll gef\u00e4hrlich: Lange Halbwertszeiten erfordern die sichere Lagerung von hochradioaktiven Abf\u00e4llen \u00fcber Jahrtausende. Plutonium hat beispielsweise eine Halbwertszeit von rund 24000 Jahren. H\u00e4tten also unsere Vorfahren vor 24000 Jahren Atomenergie genutzt, w\u00e4re die t\u00f6dliche Strahlung des Plutoniums im Atomm\u00fcll bis heute erst um die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen. Ein riskantes Spiel mit dem Wohl unserer Kinder. Denn die Endlagerbeh\u00e4lter garantieren nur 40 Jahre absolute Dichtheit. Und danach?<\/p>\n<ul>\n<li>Info: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Endlagerung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Atomendlager-Problematik<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>GEMEINDEN: Auf zum Energiewettlauf<\/em><\/p>\n<h2>Pilot-Projekte<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1024\" title=\"84FB5679\" alt=\"Bioenergie-Spezial\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5679.jpg\" width=\"160\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5679.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/84FB5679-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Die Gemeinden und St\u00e4dte der Biosph\u00e4re stehen als Energievorreiter nun doppelt in der Pflicht. Erstens wollen sie Vorbild sein, um den Regierungsauftrag des Bundes zu erf\u00fcllen: Bis 2021 soll der letzte Atommeiler abgeschaltet sein. Zweitens nimmt der Wortsinn Biosph\u00e4re die B\u00fcrgermeister in die Pflicht. Lebensraum \u2013 die Schw\u00e4bische Alb soll auch energietechnisch erhaltenswerte Strukturen bilden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">B\u00fcrger-Solaranlage: Ein Projekt jagt das n\u00e4chste. Besonders hervor stechen die Gemeinde Metzingen und M\u00fcnsingen. Sie konnten besonders viele der Dachfl\u00e4chen ihrer \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden zu B\u00fcrger-Solaranlagen umm\u00fcnzen. Anteile dieser Anlagen erwirtschaften Renditen von bis zu sieben Prozent. Die Sonnenleistung in Metzingen beispielsweise betr\u00e4gt 255,17 Kilowatt (21945 Einwohner), die Stadt M\u00fcnsingen (14455 Einwohner) erzeugt 100,75 Kilowatt Leistung aus Sonnenlicht. Bei der Pro-Kopf-Leistung dieser Anlagen also hat Metzingen ein wenig die Nase vorn.<\/p>\n<ul>\n<li>Solarbundesliga: Dies schl\u00e4gt sich auch im gro\u00dfen Energiewettlauf der Gemeinden nieder \u2013 der Solarbundesliga. Dort belegt Metzingen im Kreis Reutlingen Platz 2 hinter H\u00fclben (pro Kopf installierte Alternativanlagen). Leider machen bei diesem Projekt nur wenige Biosph\u00e4ren-Gemeinden mit.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.solarbundesliga.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.solarbundesliga.de<\/a><\/li>\n<li>Windkraft: Hier demonstrieren besonders M\u00fcnsingen und Westerheim ihre Bereitschaft, die Urform der erneuerbaren Energiegewinnung voran zu treiben.<\/li>\n<li>Biogas: Faulgase von Kl\u00e4rschlamm oder Exkrementen \u2013 hier ziehen Gemeinden und Landwirte an einem Strang. Sogar ein Biogas-Anlagenbauer hat den Sitz in der Biosph\u00e4re (<a href=\"http:\/\/www.biogaskontor.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.biogaskontor.de<\/a>). Er konzipiert Blockheizkraftwerke, bei denen diese Gase einen Motor zur Stromgewinnung antreiben. Die Abw\u00e4rme wird zum heizen genutzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Faszination einer teilweisen Sonnenfinsternis auf der Schw\u00e4bischen Alb<\/em><\/p>\n<h2><span style=\"color: #ff6600;\">Kunstfoto<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1033\" title=\"SoFi2003\" alt=\"Bioenergie-Spezial Eppler\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/SoFi2003.jpg\" width=\"320\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/SoFi2003.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/SoFi2003-140x94.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieses Foto zeigt gleichzeitig drei umweltfreundliche Energielieferanten: Sonnenenergie, Windenergie und Energie aus Gezeitenkraftwerken (Gravitationskr\u00e4fte Erde-Sonne-Mond). Der Hobby-Astronom und <span style=\"color: #ff6600;\"><strong>SPH\u00c4RE-Mitarbeiter Hans-Peter Eppler<\/strong><\/span> berechnete den Standort und die Uhrzeit der Aufnahme exakt, damit das Windrad in der teilverfinsterten Sonnensichel steht. \u201eIch wollte dieses Naturschauspiel nicht nur irgendwo \u00fcber dem Horizont einfangen, sondern wollte mit diesem Arrangement die Vielfalt der Naturdimension symbolisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eppler beschreibt die Vorbereitungen f\u00fcr dieses Foto am 31. Mai 2003: \u201eBei einem Sonnenuntergang h\u00e4tte es eine Korrekturm\u00f6glichkeit gegeben. Schnell noch den Standort verlegen, wenn man sieht, die Sonne trifft das Windrad nicht. Aber beim Aufgang muss der Standort passen. Man hat nicht mehr viel Zeit, das Fernrohr umzuplatzieren. Pl\u00f6tzlich ist die Sonne da. Ich musste also nicht nur die m\u00f6glichst exakte Aufgangszeit kennen, sondern auch das Azimut des Aufganges. Das Azimut ist die Gradzahl, die die genaue Himmelsrichtung angibt. F\u00fcr den Aufgang ergab sich 55\u00b0. Nun kamen die Abende mit dem Fahrrad und Kompass. Ich radelte rund um mein Heimatdorf Machtolsheim, suchte Windr\u00e4der am Horizont, hab sie mit dem Kompass angepeilt. Dieses Foto entstand zwischen Machtolsheim und dem interkommunalen Gewerbegebiet von Laichingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jetzt hie\u00df es, auf gutes Wetter hoffen. Den Wecker auf gut eine Stunde vor den Aufgang auf 4:15 Uhr gestellt. Die Fotoausr\u00fcstung ins Auto. Das Wetter h\u00e4lt. Der Platz stimmt. Die Fotos gelingen.\u201c\u00a0<em>Fotoausr\u00fcstung: Nikon Coolpix an Linsenteleskop 102\/660 mm<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Klima-Artikel:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"?p=1275\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Plus 2 Grad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=191\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Alb soll Klimaschutzregion werden<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em>PDF-Download: <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Spezial_07_03.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 3\/2007, Seite 6-11<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioenergie-Spezial: Klimaschutz kommt in Mode, alternative Energiekonzepte werden auf der Alb zum Trend Alle Energie kommt von der Sonne. 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[&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16,17,14,22,10],"tags":[],"class_list":["post-1020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lesegenuss","category-meilensteine","category-naturschutz","category-printausgabe-archiv","category-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1020"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16557,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1020\/revisions\/16557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}