{"id":11035,"date":"2019-07-25T16:16:54","date_gmt":"2019-07-25T14:16:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11035"},"modified":"2019-07-25T16:03:25","modified_gmt":"2019-07-25T14:03:25","slug":"der-wolf-ist-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11035","title":{"rendered":"Wolf bei Hinterzarten"},"content":{"rendered":"<p><em>Bei Hinterzarten ist Anfang Juni ein Wolf in eine Fotofalle geraten.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Das Bild, das den Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) am 10. Juli \u00fcbermittelt wurde, wird jetzt nach eingehender Pr\u00fcfung als so genannter C1-Nachweis eingestuft. C1-Nachweise sind zweifelsfreie Nachweise.<\/p>\n<p>Woher das Tier stammt und wo es sich derzeit aufh\u00e4lt, l\u00e4sst sich nicht sagen.<\/p>\n<p>Hinterzarten liegt au\u00dferhalb der sogenannten \u201eF\u00f6rderkulisse Wolfspr\u00e4vention\u201c im Nordschwarzwald, wo seit rund eineinhalb Jahren Wolfsnachweise bekannt sind.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Meldung vom 9. Mai 2018<\/p>\n<h3>Gen-Analyse best\u00e4tigt Wolfsattacke<\/h3>\n<p><em>44 Schafe in Bad Wildbad wurden vom selben Wolf gerissen, der schon im November 2017 in der Region nachgewiesen werden konnte.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Umweltminister Franz Untersteller: \u201eWir stellen uns darauf ein, dass der Wolf im Nordschwarzwald sesshaft wird.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Wolfsattacke auf eine Schafherde in Bad Wildbad Ende April ist vom selben Tier ver\u00fcbt worden, das bereits mehrmals in der Region um Bad Wildbad nachgewiesen werden konnte. Bei der Attacke waren 44 Schafe get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>Bei dem Wolf handelt es sich um ein m\u00e4nnliches Einzeltier, das aus Norddeutschland nach Baden-W\u00fcrttemberg gekommen ist und unter dem K\u00fcrzel GW 852m gef\u00fchrt wird. Erstmals wurde er im Nordschwarzwald Ende November 2017 nachgewiesen.<\/p>\n<p>\u201eNachdem dieser Wolf jetzt \u00fcber fast ein halbes Jahr die Region offenbar nicht verlassen hat, m\u00fcssen wir davon ausgehen, dass er hier sesshaft geworden ist\u201c, sagte Umweltminister Franz Untersteller heute (09.05.) in Stuttgart.<\/p>\n<p>Daraus folge, dass in K\u00fcrze um die bekannten Rissstellen des Wolfes herum ein Gebiet mit einem Durchmesser von rund 60 Kilometern ausgewiesen werde, in dem erh\u00f6hte Anforderungen f\u00fcr den Herdenschutz gelten. Deren fachgerechte Erf\u00fcllung ist dann Voraussetzung, um bei einem Wolfsangriff Entsch\u00e4digungszahlungen f\u00fcr gerissene Nutztiere zu erhalten.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend bislang galt, dass wir entsch\u00e4digen ohne Bedingungen an den Herdenschutz zu stellen, kn\u00fcpfen wir Entsch\u00e4digungszahlungen k\u00fcnftig an einen ausreichenden Herdenschutzzaun. Das ist f\u00fcr alle eine Umstellung, und es ist sicher auch mit M\u00fchen und Aufwand verbunden\u201c, sagte Untersteller.<\/p>\n<p>Eine Ausnahme von den strengen Schutzvorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes zuzulassen und den Wolf im Nordschwarzwald zu t\u00f6ten, sei aber auch nach dem tragischen Vorfall in Bad Wildbad keine Alternative, betonte der Minister. \u201eErst wenn es einem Wolf gel\u00e4nge, wiederholt ausreichend gesicherte Herden anzugreifen, oder wenn er f\u00fcr Menschen gef\u00e4hrlich zu werden droht, k\u00f6nnte die Ausnahmeregel vom T\u00f6tungsverbot im Bundesnaturschutzgesetz greifen.\u201c<\/p>\n<p>Das Land werde die Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter massiv unterst\u00fctzen, damit sie mit der neuen und schwierigen Situation eines sesshaften<\/p>\n<p>Wolfs fertig werden, k\u00fcndigte der Minister an. Am wichtigsten sei, dass die Region zugleich auch zum F\u00f6rdergebiet f\u00fcr Herdenschutzma\u00dfnahmen werde. \u201eDas hei\u00dft, dass die vorgeschriebenen Elektroz\u00e4une, das n\u00f6tige Weidezaunger\u00e4t, sowie Litzen und Erdungsst\u00e4be zum gr\u00f6\u00dften Teil erstattungsf\u00e4hig sind. 90 Prozent der Kosten \u00fcbernimmt das Land.\u201c<\/p>\n<p>Bereits vor einigen Tagen hatte das Umweltministerium bekannt gegeben, dass die Mindesth\u00f6he f\u00fcr die Schutzz\u00e4une 90 Zentimeter betragen muss. Damit bewegt sich Baden-W\u00fcrttemberg am unteren Ende der offiziellen Empfehlung, die 90 \u2013 120 Zentimeter vorgibt. Die Umz\u00e4unung muss \u00fcberdies l\u00fcckenlos und untergrabungssicher installiert sein.<\/p>\n<p>Um die Herdenschutzanforderungen zu erf\u00fcllen, haben die Nutztierhalterinnen und -halter sechs Monate Zeit, nachdem das Gebiet ausgewiesen wurde.<\/p>\n<p>Die Herdenschutzanforderungen, pr\u00e4zisierte der Minister, gelten im \u00dcbrigen nur f\u00fcr Schafe, Ziegen und zu Nutzzwecken gehaltenem Gehegewild. Sie gelten nicht f\u00fcr Rinder und Pferde: \u201e\u00dcbergriffe auf Rinder und Pferde sind so selten, dass der Aufwand, sie zu umz\u00e4unen, in keinem Verh\u00e4ltnis zum Risiko steht. Das zeigen Erfahrungen zum Beispiel aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt\u201c, sagte Untersteller. Auch die Entsch\u00e4digungszahlungen f\u00fcr get\u00f6tete Rinder und Pferde nach einer Wolfsattacke seien deshalb weiterhin nicht an erh\u00f6hte Schutzanforderungen gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzende Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen zum Wolfsmanagement des Landes, Verhaltenshinweisen bei einer Begegnung mit dem Wolf und Hinweise f\u00fcr Nutztierhalterinnen und -halter finden Sie unter folgenden Adressen im Internet:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Umwelt\/Naturschutz\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Umwelt\/Naturschutz\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/wolf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/wolf\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/PDFs\/Tierschutz_und_Tiergesundheit\/Verhaltenshinweise_Nutztierhalter.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/PDFs\/Tierschutz_und_Tiergesundheit\/Verhaltenshinweise_Nutztierhalter.pdf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Meldung vom 30. April 2018<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">32 Schafe mutma\u00dflich von Wolf get\u00f6tet<\/span><\/h3>\n<p><em>Nutztierrisse in Bad Wildbad<\/em><\/p>\n<p>Umweltstaatssekret\u00e4r Andre Baumann besucht betroffenen Sch\u00e4fer:&nbsp;\u201eDer Schaden ist immens. Wenn ein Wolf daf\u00fcr verantwortlich ist, werden wir den Sch\u00e4fer entsch\u00e4digen.\u201c<br \/>\nDer Staatssekret\u00e4r im Umweltministerium, Andre Baumann, hat sich am Nachmittag vor Ort ein Bild von den Sch\u00e4den gemacht, die der mutma\u00dfliche Angriff eines Wolfs auf eine Schafherde in der N\u00e4he von Bad Wildbad angerichtet hat (am 29.\/30.04.). Dabei sind 32 Tiere der Herde gerissen worden, weitere 12 mussten danach wegen ihrer Verletzungen get\u00f6tet werden oder sind in Panik in der Enz ertrunken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12939\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wolf_3BFW4506.jpg\" alt=\"wolf_3BFW4506\" height=\"475\" width=\"700\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wolf_3BFW4506.jpg 700w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wolf_3BFW4506-160x109.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wolf_3BFW4506-472x320.jpg 472w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/wolf_3BFW4506-150x102.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/p>\n<blockquote><p><em>Baden-W\u00fcrttemberg hat ein Herz f\u00fcr den Wolf<\/em><\/p>\n<p>NABU legt Umfrageergebnisse zum Tag des Wolfes am 30.&nbsp;April 2018 vor. Gro\u00dfes Interesse und Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13128\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">mehr lesen &gt;&gt;<\/span><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Baumann sicherte dem Sch\u00e4fer umgehende Hilfe zu, wenn tats\u00e4chlich ein Wolf f\u00fcr die Risse verantwortlich sein sollte. \u201cNach allem, was wir derzeit wissen, war es ein Wolf\u201c, sagte Baumann. \u201eAllerdings m\u00fcssen wir die genetische Untersuchung abwarten, um absolute Sicherheit zu haben. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird bis Mitte n\u00e4chster Woche vorliegen.\u201c<br \/>\nBaumann zeigte sich ersch\u00fcttert \u00fcber das Ausma\u00df der Raserei innerhalb der gro\u00dfen Schafherde am Ufer der Ems. \u201eIch wei\u00df, dass so ein Angriff die Existenz eines Betriebs gef\u00e4hrden kann. Die Sch\u00e4ferei in Baden-W\u00fcrttemberg steht ohnehin schon mit dem R\u00fccken zur Wand. W\u00f6lfe sind daf\u00fcr nicht die Ursache, aber sie k\u00f6nnen das Problem, wie hier zu sehen, versch\u00e4rfen.\u201c<\/p>\n<p>Baumann betonte, dass der gestrige Angriff auch nicht verhindert worden w\u00e4re, wenn der Wolf unter dem so genannten Jagdrecht st\u00fcnde, wie es immer wieder gefordert werde. \u201eDem Wolf ist es herzlich egal, welches Recht f\u00fcr ihn gilt\u201c, sagte Baumann. \u201eEntscheidend ist, dass wir einen Weg gestalten, der beides zul\u00e4sst, Wolf und Nutztierhaltung. Wir brauchen in Baden-W\u00fcrttemberg eine zukunftsf\u00e4hige Sch\u00e4ferei und extensive Weidetierhaltung. Sonst k\u00f6nnen wir viele tausend Hektar Wacholderheiden und beweidete Kulturlandschaften nicht erhalten. Darum lassen wir die Sch\u00e4ferinnen und Sch\u00e4fer nicht alleine.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 31. Januar 2018<\/span><\/h3>\n<p><em>Ziegenriss bei Sersheim&nbsp;best\u00e4tigt einen&nbsp;zweiten Wolfs in Baden-W\u00fcrttemberg<\/em><\/p>\n<p>Durch die Analyse genetischer Spuren an einer gerissenen Ziege in der N\u00e4he von Sersheim hat das Senckenberg-Institut in Gelnhausen die Existenz eines zweiten Wolfs<br \/>\nin Baden-W\u00fcrttemberg nachgewiesen. Die Ziege war am 14. Januar totgebissen worden. Der Ziegenhalter hat nun die M\u00f6glichkeit, eine Entsch\u00e4digung aus dem Ausgleichsfonds Wolf zu beantragen. Er kann dann mit einer Entsch\u00e4digung rechnen.<\/p>\n<p><i><\/i>Die Analyse des Senckenberg-Instituts hat ergeben, dass der Wolf aus der sogenannten italienischen Linie stammt (Alpenpopulation) und damit nicht identisch ist mit dem Tier, das im Laufe der letzten Wochen mehrfach im Nord-schwarzwald nachgewiesen wurde.<\/p>\n<p>Welches Geschlecht dieser zweite Wolf hat und aus welchem Rudel genau er kommt, l\u00e4sst sich derzeit noch nicht sagen, dazu m\u00fcssen die Proben zum Vergleich an ein Labor in Lausanne zur Genotypisierung geschickt werden. Es ist jedoch nicht sicher, ob diese gelingt, in jedem Fall werden die Vergleichstests mehrere Wochen dauern.<\/p>\n<p>Wegen der r\u00e4umlichen N\u00e4he halten es die Experten der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg in Freiburg (FVA) f\u00fcr gut m\u00f6glich, dass es sich bei dem Wolf um das selbe Tier handelt, das vor rund zwei Wochen in Korntal-M\u00fcnchingen nachgewiesen werden konnte.<\/p>\n<p>Ob der Wolf noch in der Region um Sersheim und Vaihingen Enz ist, ist nicht bekannt.<\/p>\n<ul>\n<li>Es ist ratsam, geeignete Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr Nutztiere zu ergreifen (Hinweise f\u00fcr Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter), kurzfristig k\u00f6nnen Nutztierhalter die \u00fcber die FVA die vom Umweltministerium bereitgestellten Zaunsets ausleihen.<\/li>\n<li>Wolfsbeobachtungen sollten umgehend der FVA (0761\/4018-274) gemeldet werden.<\/li>\n<li>Bei Sichtungen von W\u00f6lfen zusammen mit eigenen Hunden sollten diese an die Leine genommen werden.<\/li>\n<li>W\u00f6lfe sollten auf keinen Fall angelockt oder gar angef\u00fcttert werden.<\/li>\n<li>F\u00fcr den Fall, dass ein Wolf ein auff\u00e4lliges Verhalten zeigt, dass er sich zum Beispiel ohne Scheu Menschen n\u00e4hert, kann das Tier gefangen oder sogar geschossen werden. Derartige Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen auf Basis des Bundesnaturschutzgesetzes unverz\u00fcglich umgesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom&nbsp;18. Januar 2018<\/span><\/h3>\n<p><em>Wolfssichtung in Korntal-M\u00fcnchingen best\u00e4tigt<\/em><\/p>\n<p>Bei dem Tier, das am 13. Januar in Korntal-M\u00fcnchingen gefilmt wurde, handelt es sich um einen Wolf. Das hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) best\u00e4tigt. Wo der Wolf sich derzeit befindet, ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Es ist nicht ungew\u00f6hnlich, dass W\u00f6lfe bei der Suche nach geeigneten Lebensr\u00e4umen auch dichter besiedelte Bereiche durchqueren. Derzeit gibt es keinerlei Hinweise auf ein ungew\u00f6hnliches oder auff\u00e4lliges Verhalten des Tieres.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall, dass ein Wolf ein auff\u00e4lliges Verhalten zeigen sollte, weil er sich zum Beispiel tags\u00fcber regelm\u00e4\u00dfig in menschlichen Siedlungen aufh\u00e4lt oder auff\u00e4lliges Interesse an Menschen zeigt, und sich diesen bis auf wenige Meter aktiv n\u00e4hert, w\u00fcrde das Bundesnaturschutzgesetz geeignete Ma\u00dfnahmen erlauben, gegebenenfalls bis hin zur T\u00f6tung. \u201eIn einem solchen Fall g\u00e4be es kein Zaudern und kein Z\u00f6gern\u201c, betonte Umweltminister Franz Untersteller.<\/p>\n<p><strong>Weitere Wolfsverdachtsf\u00e4lle gekl\u00e4rt<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem besteht inzwischen Klarheit dar\u00fcber, dass ein Rotwildriss am 13. Dezember 2017 in Forbach im Nordschwarzwald (Landkreis Rastatt) auf das Konto eines Wolfes geht. Dies ergab die vom Senckenberg-Institut im Auftrag des Umweltministeriums durchgef\u00fchrte genetische Analyse von Proben, die an dem gerissenen Tier genommen wurden. Die Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) gehen davon aus, dass es sich bei dem Wolf um dasselbe Tier handelt, das im November in Bad Wildbad drei Schafe, Ende November bei Simmersfeld Rotwild und Anfang Dezember bei Bad Rippoldsau-Schapbach Rotwild und vermutlich auch Sikawild gerissen hatte.<\/p>\n<p>Ob es sich bei diesem Wolf im Nordschwarzwald um dasselbe Tier handelt, das nun in Korntal-M\u00fcnchingen gefilmt wurde, ist nicht bekannt. W\u00f6lfe sind, solange sie ihr Revier noch nicht gefunden haben, st\u00e4ndig in Bewegung und legen gro\u00dfe Strecken zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch ein Rehwildriss in Herrenberg-Haslach am 4. Dezember 2017 ist gekl\u00e4rt. Hierf\u00fcr ist ein Hund verantwortlich. Dies ergab die vom Senckenberg-Institut durchgef\u00fchrte genetische Analyse von Proben, die an dem gerissenen Reh genommen wurden.<\/p>\n<p>Derzeit untersucht die FVA weitere Verdachtsf\u00e4lle, unter anderem eine gerissene Ziege in Sersheim bei Vaihingen\/Enz am 14. Januar 2018. Die Ergebnisse hierzu werden in circa drei Wochen erwartet.<\/p>\n<p>Beobachtungen von W\u00f6lfen sollen umgehend der FVA (Telefon: 0761\/4018-274) gemeldet werden.<\/p>\n<p>W\u00f6lfe sollten auf keinen Fall angelockt oder gar angef\u00fcttert werden. Bei Sichtungen von W\u00f6lfen zusammen mit eigenen Hunden sollten diese an die Leine genommen werden.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 27. Dezember&nbsp;2017<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><em>Wolf im s\u00fcdlichen Schwarzwald, n\u00e4he V\u00f6hrenbach<\/em><\/span><\/p>\n<p>Das&nbsp;von einem Urlauberpaar&nbsp;fotografierte Tier zeigt einen&nbsp;Wolf. Das best\u00e4tigte die Forstliche&nbsp;Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg am&nbsp;27. 12. 2017. Die Urlauber hatten das Tier nach eigenen Aussagen am ersten Weihnachtsfeiertag in der N\u00e4he von V\u00f6hrenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) aus dem Auto heraus fotografiert.&nbsp;Der gegenw\u00e4rtige Aufenthaltsort des Wolfs ist nicht bekannt. W\u00f6lfe sind, solange sie ihr Revier noch nicht gefunden haben, st\u00e4ndig in Bewegung und legen gro\u00dfe Strecken zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ob es sich bei dem Wolf um dasselbe Tier handelt, das im November in Bad Wildbad drei Schafe und im Dezember bei Simmersfeld und Bad-Rippoldsau-Schapbach Rotwild gerissen hat, kann nicht gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 8. Dezember&nbsp;2017<\/span><\/h3>\n<p><em>Neuer Wolfsnachweis in Baden-W\u00fcrttemberg&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>Schafsrisse in Bad Wildbad am 26. November sind nun gekl\u00e4rt. Nach der Analyse&nbsp;von Speichelresten an drei in Bad Wildbad (Landkreis Calw) get\u00f6teten Schafen steht jetzt fest, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat. Es handelt sich um einen bisher genetisch nicht erfassten R\u00fcden aus einem Rudel bei Schneverdingen in Niedersachsen. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, das im Oktober in Widdern (Landkreis Heilbronn) Tiere get\u00f6tet hat, konnte nicht gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Die genetische Analyse der an den Rissen genommenen Proben erfolgte durch das Senckenberg-Institut. \u00dcber den gegenw\u00e4rtigen Aufenthaltsort des Wolfs ist nichts bekannt.<\/p>\n<p>Der Schafhalter kann f\u00fcr seine get\u00f6teten Tiere Entsch\u00e4digung aus dem daf\u00fcr eingerichteten Ausgleichsfonds beantragen.<\/p>\n<p>Das Umweltministerium weist erneut darauf hin, dass Nutztierherden durch einen l\u00fcckenlosen Elektrozaun in ausreichender H\u00f6he (\u00fcber 90 cm) wirkungsvoll gegen Angriffe eines Wolfs gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Kurzfristig k\u00f6nnen Nutztierhalterinnen und -halter \u00fcber die Forstliche Versuchs und Forschungsanstalt vom Umweltministerium bereitgestellte Notfall-Zaunsets auch ausleihen.<\/p>\n<p>Tiere und Z\u00e4une sollten dann regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert werden, die Koppel sollte m\u00f6glichst so gro\u00df sein, dass die Tiere innerhalb der Koppel etwas ausweichen k\u00f6nnen, wenn sich ein Wolf n\u00e4hert.<\/p>\n<p>Wasserl\u00e4ufe und sonstige Wasserfl\u00e4chen sind keine Barrieren f\u00fcr den Wolf und m\u00fcssen deshalb auch abgez\u00e4unt werden.<\/p>\n<p>Derzeit werden \u00fcber die FVA auch gemeldete Risse von Rotwild, eines Sikahirschs und eines Rehs genetisch untersucht. Bis zur Kl\u00e4rung, ob auch diese Risse in der N\u00e4he von Freudenstadt und bei Herrenberg (Landkreis B\u00f6blingen) auf einen Wolf und m\u00f6glicherweise auf denselben Wolf wie in Bad Wildbad zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, wird es allerdings noch einige Tage dauern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen zum Wolfsmanagement des Landes, Verhaltenshinweisen bei einer Begegnung mit dem Wolf und Hinweise f\u00fcr Nutztierhalterinnen und -halter finden Sie unter folgenden Adressen im Internet:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Umwelt\/Naturschutz\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-um\/intern\/Dateien\/Dokumente\/2_Presse_und_Service\/Publikationen\/Umwelt\/Naturschutz\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/wolf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/wolf\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/PDFs\/Tierschutz_und_Tiergesundheit\/Verhaltenshinweise_Nutztierhalter.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/PDFs\/Tierschutz_und_Tiergesundheit\/Verhaltenshinweise_Nutztierhalter.pdf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 23. Oktober&nbsp;2017<\/span><\/h3>\n<p><em>Untersuchungsergebnis zu gerissenen Schafen bei Widdern im Landkreis Heilbronn best\u00e4tigt Wolfsriss<\/em><\/p>\n<p>Die drei Schafe, die am 7. Oktober bei Widdern gerissen wurden, gehen auf das Konto eines Wolfes. Das hat&nbsp;die genetische Untersuchung des Senckenberg-Instituts f\u00fcr Wildtiergenetik (Gelnhausen) von an den Rissen genommenen Proben zweifelsfrei ergeben.<\/p>\n<p>Es ist das erste Mal seit mehr als 100 Jahren, dass in Baden-W\u00fcrttemberg ein Wolf nachweislich Nutztiere gerissen hat.<\/p>\n<p>Woher der Wolf kam versuchen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Senckenberg-Instituts derzeit mit weiteren Analysen herauszufinden.<\/p>\n<p>Umweltminister Franz Untersteller bat Nutztierverb\u00e4nde und -halter, jetzt besonnen zu reagieren: \u201eIch wei\u00df, dass viele mit gro\u00dfer Besorgnis auf Wolfsnachweise reagieren. Und dass es jetzt erstmals einen nachgewiesenen Wolfsriss gegeben hat, ist sicher kein Ereignis, dass zur Beruhigung beitr\u00e4gt. Aber es ist auch kein Grund, in Panik zu verfallen und um die wirtschaftliche Existenz zu f\u00fcrchten\u201c, sagte Untersteller.<\/p>\n<p>Entscheidend sei, so der Minister, die Tiere so gut wie m\u00f6glich zu sch\u00fctzen. Gegen Wolfsangriffe sei zum Beispiel ein korrekt aufgestellter Elektrozaun ein wirksamer Grundschutz. Im vorliegenden Fall h\u00e4tten Wassergr\u00e4ben die Herde umgeben.<\/p>\n<p>Der Minister wies darauf hin, dass der gesch\u00e4digte Schafhalter \u00fcber den Ausgleichsfonds Wolf entsch\u00e4digt werden kann, nachdem nachgewiesen ist, dass ein Wolf die Schafe gerissen hat.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem, so Franz Untersteller, stelle die FVA Notfall-Zaunsets zur Verf\u00fcgung, um Schafhalter und Schafhalterinnen beim Schutz ihrer Herden zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen nicht sagen, wo sich der Wolf im Moment aufh\u00e4lt. W\u00f6lfe sind, solange sie ihr Revier noch nicht gefunden haben, st\u00e4ndig in Bewegung und legen gro\u00dfe Strecken zur\u00fcck\u201c, erg\u00e4nzte Untersteller. Deshalb sei es wichtig, dass Beobachtungen von wolfs\u00e4hnlichen Tieren oder Risse umgehend der FVA gemeldet werden. Diese werde dann \u00fcberpr\u00fcfen, ob es sich tats\u00e4chlich um eine Wolfsbeobachtung oder einen weiteren Wolfsriss handelt.<\/p>\n<blockquote><p>Reaktionen: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=12696\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolf rei\u00dft Schafe<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 11. August&nbsp;2017<\/span><\/h3>\n<p><em>Toter Wolf aus dem Schluchsee wurde erschossen<\/em><\/p>\n<p>Der tote Wolf, der am 8. Juli aus dem Schluchsee geborgen wurde, wurde erschossen. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut<br \/>\nf\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, das den Wolf im Auftrag des baden-w\u00fcrttembergischen Umweltministeriums untersucht hat.<\/p>\n<p>Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Diese stammen von einem Projektil, das in der Leber des Wolfes gefunden wurde. N\u00e4here Informationen zum m\u00f6glichen Tathergang k\u00f6nnen aus ermittlungstaktischen Gr\u00fcnden zum jetzigen Zeitpunkt nicht mitgeteilt werden.<\/p>\n<p>Umweltminister Franz Untersteller wies darauf hin, dass der aus Schneverdingen (Niedersachsen) stammende Wolf bis zum Schluchsee \u00fcber 600 Kilometer zur\u00fcckgelegt hat und mindestens zwei Wochen in Baden-W\u00fcrttemberg unterwegs gewesen ist. \u201eUns liegt kein Hinweis darauf vor, dass der Wolf auf seiner Wanderschaft durch unser Land Nutztiere wie Schafe oder Ziegen angegriffen h\u00e4tte. Ich bedauere es sehr, dass trotzdem ein Mensch das Leben dieses Gesch\u00f6pfes mit Gewalt ausgel\u00f6scht hat.\u201c<\/p>\n<p>Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg geht davon aus, dass es sich bei dem toten Wolf um dasselbe Tier handelt, das am 21. Juni bei \u00dcberlingen und anschlie\u00dfend auch in der N\u00e4he von Stockach, bei Bad D\u00fcrrheim sowie letztmals, am 4. Juli, in der Gegend von Breitnau im Hochschwarzwald gesichtet wurde.<\/p>\n<p>Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften, darunter dem Washingtoner Artenschutz\u00fcbereinkommen oder der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europ\u00e4ischen Union. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng gesch\u00fctzte Tierart.<\/p>\n<p>Das rechtswidrige T\u00f6ten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, f\u00fcr die das Bundesnaturschutzgesetz eine Freiheitsstrafe bis zu f\u00fcnf Jahren oder eine Geldstrafe vorsieht. Das Tierschutzgesetz sieht hierf\u00fcr eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die weiteren Ermittlungen ist die Staatsanwaltschaft Freiburg.<\/p>\n<p>Die \u00dcberreste des sezierten Wolfes befinden sich derzeit noch im Leibniz-Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Als m\u00f6gliches Beweismittel werden sie bis auf Weiteres verwahrt.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 10. Juli&nbsp;2017<\/span><\/h3>\n<p><em>Toter Wolf aus dem Schluchsee geborgen<\/em><\/p>\n<p>Vergangenen Samstagnachmittag (08.07.) wurde im Schluchsee ein totes Tier entdeckt, das einem Wolf \u00e4hnelt.<br \/>\nDie Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hat das Tier untersucht und heute Nachmittag best\u00e4tigt, dass es sich tats\u00e4chlich um einen Wolf handelt.<\/p>\n<p>Den Erkenntnissen der FVA zufolge ist es m\u00f6glich, dass es sich um das Tier handelt, das am 21. Juni zuerst in der Gegend von \u00dcberlingen gesehen worden war. Danach war der Wolf auch in der N\u00e4he von Stockach, bei Bad D\u00fcrrheim sowie zuletzt, vor knapp einer Woche, auch bei Breitnau im Hochschwarzwald gesichtet worden.<\/p>\n<p>Der tote Wolf weist Verletzungen im Brustbereich auf. Woher diese Verletzungen stammen und die genaue Todesursache werden noch untersucht. Da die Untersuchungen aufw\u00e4ndig sind, werden die Ergebnisse voraussichtlich erst in etwa vierzehn Tagen vorliegen.<\/p>\n<blockquote><p>Umweltminister Franz Untersteller: \u201eIch bedauere, dass der Wolf bei uns im Land nur wenige Wochen \u00fcberlebt hat.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 27. Juni 2017<\/span><\/h3>\n<p><em>\u00dcberlinger Wolf scheint zu wandern<\/em><\/p>\n<p>Der am 21. Juni 2017&nbsp;erstmals in Baden-W\u00fcrttemberg nachgewiesene Wolf ist auf seiner Wanderung wohl in der N\u00e4he von Stockach und nun bei Bad D\u00fcrrheim angekommen.<\/p>\n<p><strong>21. 6. \u00dcberlingen -&gt; 26. 6. Stockach -&gt; 27. 6&nbsp; Bad D\u00fcrrheim<\/strong>&nbsp;-&gt;&nbsp;Der genaue gegenw\u00e4rtige Aufenthaltsort des Wolfs ist nicht bekannt.<\/p>\n<p>Dieses&nbsp;Foto vom Wolf war von einem Privatmann etwa 10 Kilometer n\u00f6rdlich von Stockach aus dem Auto heraus entstanden. Anhand der Fotos waren Standort und Tier zu identifizieren. Es handelt sich um einen R\u00fcden und sehr wahrscheinlich um dasselbe Tier, das bei \u00dcberlingen fotografiert wurde (siehe weiter unten).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12550\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wolf-Stockach-Quelle-Peter-.jpg\" alt=\"Wolf-Stockach-Quelle-Peter-\" height=\"240\" width=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wolf-Stockach-Quelle-Peter-.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wolf-Stockach-Quelle-Peter--160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Wolf-Stockach-Quelle-Peter--150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>&nbsp;<span style=\"color: #999999;\"><em>Foto:&nbsp;: Peter Riegel<\/em><\/span><\/p>\n<p>W\u00f6lfe streifen in ihren ersten Lebensjahren h\u00e4ufig umher, bis sie sich ein eigenes Territorium erschlie\u00dfen. Dabei k\u00f6nnen sie in einer Nacht ohne weiteres 40 Kilometer zur\u00fccklegen. Das bedeutet, dass der Wolf aktuell nicht mehr unbedingt am selben Standort sein muss.<\/p>\n<blockquote><p><strong><span style=\"color: #ff6600;\">Daten und Fakten<\/span><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>\n<blockquote><p>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.bfn.de\/fileadmin\/BfN\/presse\/2016\/Dokumente\/Wolf_Verbreitungskarte_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verbreitung des Wolfes in Deutschland (PDF) &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Bundesamt f\u00fcr Naturschutz: <a href=\"http:\/\/www.bfn.de\/fileadmin\/BfN\/presse\/2016\/Dokumente\/Wolf_Hintergrundpapier_barrierefrei.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hintergrundwissen (PDF) &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Sph\u00e4re-Artikel:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=12553\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Neues Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll Landesbeh\u00f6rden unterst\u00fctzen &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Dar\u00fcber hinaus h\u00e4lt das Ministerium Verhaltenshinweise bei Begegnungen mit W\u00f6lfen <a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/\">hier bereit &gt;&gt;<\/a><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p><span class=\"Apple-style-span\">R\u00fcckkehr des Wolfes nach Baden-W\u00fcrttemberg:<span style=\"color: #ff6600;\">&nbsp;<a href=\"http:\/\/mlr.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/publikationen\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zum Handlungsleitfaden Wolf (PDF) &gt;&gt;<\/a><\/span><\/span><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"http:\/\/www.wolfsregion-lausitz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolfsregion-lausitz<\/a>&nbsp;&gt;&gt;<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"http:\/\/www.kora.ch\/index.php?id=214&amp;L=0&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=553&amp;cHash=df6f923cba29507fbe08c681e54ca99f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kora-Raubtierprojekte<\/a>&nbsp;&gt;&gt;<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom&nbsp;23. Juni 2017<\/span><\/h3>\n<p><em>Wolf bei \u00dcberlingen beobachtet<\/em><\/p>\n<p>Vor zwei Tagen wurde in der Gegend von \u00dcberlingen am Bodensee ein Wolf beobachtet.<br \/>\nZu diesem Ergebnis kommt die vom Umweltministerium mit dem Wolfsmonitoring betraute Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg nach Auswertung eines Fotos, das eine Privatperson nord\u00f6stlich von \u00dcberlingen am Mittwoch gegen 17:30 Uhr aufgenommen hat. Der aktuelle Aufenthaltsort des \u2013 vermutlich noch jungen \u2013 Wolfs ist nicht bekannt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12548\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wolf_Bodenseekreis.jpg\" alt=\"Wolf_Bodenseekreis\" height=\"194\" width=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wolf_Bodenseekreis.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wolf_Bodenseekreis-160x97.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Wolf_Bodenseekreis-150x91.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>&nbsp;<span style=\"color: #808080;\"><em>Foto: privat<\/em><\/span><\/p>\n<p>\u201eBis zu seiner Ausrottung hatte der Wolf Jahrhunderte lang zu Baden-W\u00fcrttemberg geh\u00f6rt\u201c, sagte Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller heute (23.06.) in Stuttgart. \u201eWenn der Wolf wieder bei uns eine Heimat f\u00e4nde, w\u00e4re dies ein Gewinn f\u00fcr die Artenvielfalt im Land.\u201c<\/p>\n<p>Bei inzwischen rund 50 Wolfsrudeln alleine in Deutschland sowie der ebenfalls ansteigenden Wolfspopulation in den Alpen sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein Tier wieder den Weg nach Baden-W\u00fcrttemberg finde, so der Minister weiter. \u201eDie Landesregierung hat sich daher auf die Ankunft des Wolfes gut vorbereitet. Unser Ziel ist es, ein m\u00f6glichst sinnvolles Miteinander von Mensch und Wolf zu gew\u00e4hrleisten.\u201c<\/p>\n<p>So hat das Land in einer Arbeitsgruppe mit Naturschutz-, Jagd- und Landnutzerverb\u00e4nden einen \u201eHandlungsleitfaden Wolf\u201c erarbeitet, um f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen zu verf\u00fcgen. Au\u00dferdem finanziert das Land mit 200.000 Euro ein Projekt des Landesschafzuchtverbandes und des Naturschutzbundes Baden-W\u00fcrttemberg zu Herdenschutzma\u00dfnahmen, um \u00dcbergriffe des Wolfes in der Freilandtierhaltung, insbesondere auf Schafe und Ziegen, m\u00f6glichst zu verhindern. F\u00fcr den Fall, dass der Wolf, der insbesondere Rehe, Wildschweine und Rotwild frisst, doch einmal Nutztiere wie Schafe oder Ziegen angreifen sollte, beteiligt sich das Land ma\u00dfgeblich am sogenannten \u201eWolfsausgleichsfonds\u201c. Diesen Fonds haben Naturschutz- und Jagdverb\u00e4nde eingerichtet, damit die Halter von Nutztieren eine finanzielle Entsch\u00e4digung bekommen k\u00f6nnen, wenn sie von einem Wolf verursachte Sch\u00e4den zu verzeichnen haben.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>In Ost- und Norddeutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz haben sich W\u00f6lfe etabliert. In Baden-W\u00fcrttemberg wurden im Juni 2015 auf der A 5 bei Lahr und im November 2015 auf der A 8 bei Merklingen jeweils ein Jungwolf \u00fcberfahren aufgefunden. Im Mai 2016 wurde auf der Baar von einer Privatperson ein Wolf fotografiert, \u00fcber dessen weiteren Verbleib nichts bekannt ist.<\/p>\n<p><strong>W\u00f6lfe unterliegen internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes.<\/strong><\/p>\n<p>Der bereits im Jahr 2014 ver\u00f6ffentlichte \u201eHandlungsleitfaden Wolf\u201c beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zust\u00e4ndigkeiten, Kommunikationswege, Handlungsroutinen sowie das Monitoring. Er ist unter&nbsp;www.um.baden-wuerttemberg.de&nbsp;verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus h\u00e4lt das Ministerium Verhaltenshinweise bei Begegnungen mit W\u00f6lfen <a href=\"http:\/\/um.baden-wuerttemberg.de\/de\/umwelt-natur\/naturschutz\/biologische-vielfalt-erhalten-und-foerdern\/artenschutz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a> bereit.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom&nbsp;17. Mai 2016<\/span><\/h3>\n<p><em>Sichtung eines Wolfes im Bereich der Baar<\/em><\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr eines Gro\u00dfraubtieres st\u00f6\u00dft bei Nutztierhaltern naturgem\u00e4\u00df auch auf Skepsis. Wir haben daher die Anliegen der Tierhalter im Blick und f\u00f6rdern Herdenschutz-Projekte mit dem Ziel, eine Koexistenz von Wolf und Nutztieren zu erm\u00f6glichen\u201c, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL am Dienstag (17. Mai) in Stuttgart.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6175\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg\" alt=\"wolf_3BFW4507\" height=\"233\" width=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-160x116.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-140x101.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen gingen bei den Experten des Wolfsmonitorings verschiedene Meldungen \u00fcber Sichtungen eines wolfs\u00e4hnlichen Tieres im Bereich der Baar ein. Das Landwirtschaftsministerium hat daraufhin bereits am Freitag die Verb\u00e4nde der Nutztierhalter informiert und diese gebeten, die Information an deren Mitglieder im Bereich der Baar weiterzugeben. Nach der Auswertung des vorhandenen Bildmaterials konnten die Experten heute sicher best\u00e4tigen, dass es sich um einen Wolf handelt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>In Ost- und Norddeutschland, Italien und der Schweiz haben sich W\u00f6lfe etabliert. Auch f\u00fcr die Vogesen konnte die Anwesenheit von W\u00f6lfen best\u00e4tigt werden. Im Juni 2015 wurde an der A 5 bei Lahr ein Wolf \u00fcberfahren, ebenso im November 2015 an der A 8 bei Merklingen. Beide Tiere waren unabh\u00e4ngig voneinander aus demselben Rudel aus der Ostschweiz zugewandert und beide Tiere wurden auf sogenannten Wildtierkorridoren \u00fcberfahren, die f\u00fcr die Ausbreitung von Wildtieren von gro\u00dfer Bedeutung sind. Die Funktionsf\u00e4higkeit dieser Korridore wird durch das Land zunehmend vorangetrieben.<\/p>\n<p>W\u00f6lfe unterliegen internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes. In der \u00d6ffentlichkeit wird das Auftreten auch von vereinzelten W\u00f6lfen im Land unterschiedlich beurteilt. Um unterschiedlichen Interessen einerseits und den gesetzlichen Rahmenbedingungen andererseits Rechnung zu tragen, wurde in einer Arbeitsgruppe Luchs und Wolf der \u201eHandlungsleitfaden Wolf\u201c erstellt, um f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen zu verf\u00fcgen. Beteiligt waren Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sowie der Naturschutzverwaltung unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverb\u00e4nde, der J\u00e4gerschaft und der Landnutzerverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Der Leitfaden beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zust\u00e4ndigkeiten, Kommunikationswege, Handlungsroutinen sowie das Monitoring. Dar\u00fcber hinaus werden Parameter zur Einsch\u00e4tzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr den Menschen dargestellt und hieraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Erg\u00e4nzt wird der Leitfaden durch Aussagen zum Schadensausgleich im Rahmen eines Ausgleichsfonds Wolf, zu m\u00f6glichen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall des Auftretens mehrerer W\u00f6lfe im Land und Aussagen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>Das Land Baden-W\u00fcrttemberg f\u00f6rdert das Projekt \u201eErarbeitung von Herdenschutzma\u00dfnahmen in der Weidetierhaltung\u201c des Landesschafzuchtverbandes unter Beteiligung des NABU. Au\u00dferdem laufen in Kooperation mit Experten aus Frankreich und der Schweiz ein Projekt zum Verhalten von W\u00f6lfen an Z\u00e4unen.<\/p>\n<p>Auf der Schw\u00e4bischen Alb wurde dar\u00fcber hinaus im Jahr 2013 ein \u201eRegionales Forum zum Umgang mit Gro\u00dfraubtieren auf der Schw\u00e4bischen Alb\u201c ins Leben gerufen. Die Teilnehmenden aus verschiedenen Verb\u00e4nden haben sich bei mehreren Treffen explizit mit den Herausforderungen auseinander gesetzt, die mit der Zuwanderung von W\u00f6lfen insbesondere f\u00fcr die Landwirtschaft einhergehen.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 30. November 2015<\/span><\/h3>\n<p><em>Herkunft des bei Merklingen verungl\u00fcckten Wolfs gekl\u00e4rt<\/em><\/p>\n<p>Bei dem vor vier Wochen an der A8 bei Merklingen tot aufgefundenen jungen Wolf handelt es sich um einen Bruder des im Juni bei Lahr an der A5 \u00fcberfahrenen Wolfs. Das Tier war kerngesund, vertilgte offenbar gerne Rehwild und hatte als besonderes Kennzeichen eine wei\u00dfe Kralle. Todesursache war eine Kollision mit einem Auto.<\/p>\n<p>Sowohl der in W\u00fcrttemberg als auch der in Baden aufgefundene Wolf stammten aus demselben im Kanton Graub\u00fcnden in der Ost-Schweiz ans\u00e4ssigen Rudel.\u201c Das teilte Naturschutzminister Alexander Bonde am Dienstag (22. Dezember) in Stuttgart mit. \u201eDie Funde der beiden Wolfs-Br\u00fcder innerhalb weniger Monate machen deutlich, dass wir in Baden-W\u00fcrttemberg mit weiteren Tieren rechnen k\u00f6nnen &#8211; darauf sind wir gut vorbereitet\u201c, so Bonde weiter. Der Handlungsleitfaden Wolf, den eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Landes erstellt hat, legt f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen fest. W\u00f6lfe unterliegen internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes.<\/p>\n<p>Zwar hatte die Senckenberg Gesellschaft f\u00fcr Naturforschung im hessischen Gelnhausen den bei Merklingen aufgefundenen R\u00fcden anhand genetischer Analysen schon nach wenigen Tagen der italienischen Linie zuordnen k\u00f6nnen (das MLR berichtete), eine genauere Zuordnung stand jedoch bislang aus. Inzwischen liegen die Ergebnisse der genetischen Analysen des Labors f\u00fcr Naturschutzbiologie der Universit\u00e4t Lausanne vor. Das Labor konnte die Proben des an der A8 ums Leben gekommenen Wolfes einem bereits in der Datenbank erfassten Tier zuordnen. Bei dem in W\u00fcrttemberg aufgefundenen Wolf handelt es sich demnach um ein Jungtier aus einem Wolfsrudel, das im schweizerischen Calanda-Gebiet (Kanton Graub\u00fcnden) ans\u00e4ssig ist. Das Tier wurde dort mit f\u00fcnf weiteren m\u00e4nnlichen Welpen geboren. Der Wolf wurde bereits im Dezember 2014 und im Januar 2015 bei Chur durch Kotproben erfasst und wurde mit der Bezeichnung \u201eM48\u201c versehen. Klar ist damit auch: Der bei Merklingen \u00fcberfahrene Wolf ist ein Geschwistertier des im Juni 2015 bei Lahr \u00fcberfahrenen Wolfs \u201eM53\u201c &#8211; dieser stammte ebenfalls aus dem Schweizer Wolfsrudel.<\/p>\n<p>Auch die Sektion des Merklinger Kadavers durch das Leibniz-Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ist inzwischen abgeschlossen. Die Befunde lauten: Der Wolf war in einem guten Gesundheits- und Ern\u00e4hrungszustand und wurde eindeutig durch eine Kollision mit einem Auto get\u00f6tet. Andere Fremdeinwirkungen konnten als Todesursache eindeutig ausgeschlossen werden. Die Sektion des Mageninhaltes ergab keine Hinweise auf Nutztiere wie etwa Schafe, die gefundenen \u00dcberreste lassen vielmehr auf Rehwild schlie\u00dfen. Ferner wurde an einer der Pfoten festgestellt, dass eine Kralle der bei W\u00f6lfen \u00fcblicherweise schwarzen Krallen wei\u00df war.<\/p>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 30. November 2015<\/span><\/h3>\n<p><em>Erneuter Totfund eines Wolfes nun auch auf der Alb<\/em><\/p>\n<p>Autofahrer haben am vergangenen Donnerstag einen toten Wolf auf der A 8 entdeckt. Nach erster Einsch\u00e4tzung von Experten handelt es sich um ein m\u00e4nnliches Jungtier. \u201eZwei Wolfsfunde innerhalb kurzer Zeit\u2013 erst in Baden, jetzt in W\u00fcrttemberg \u2013 machen deutlich, dass wir mit weiteren Tiere rechnen k\u00f6nnen. Baden-W\u00fcrttemberg ist auf das Kommen einzelner W\u00f6lfe gut vorbereitet \u2013 das stellt unser Handlungsleitfaden Wolf sicher.<\/p>\n<p>Anders als es M\u00e4rchen schildern, sind W\u00f6lfe eher scheu und keine Gefahr f\u00fcr den Menschen. Sie sind auch nicht origin\u00e4r auf Nutztiere aus\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Montag (30. November) in Stuttgart. Der Handlungsleitfaden Wolf, den eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Landes erstellt hat, legt f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen fest. W\u00f6lfe unterliegen internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes<\/p>\n<p>Der tote Wolf wurde auf der Autobahn A 8 \u00f6stlich von Merklingen (Alb-Donau-Kreis) gemeldet. Die Autobahnmeisterei barg den Kadaver und zog zur Erstbegutachtung einen Vertreter der \u00f6rtlichen Kreisj\u00e4gervereinigung hinzu. Dieser informierte aufgrund des Aussehens des Tierk\u00f6rpers die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) in Freiburg. Nach der ersten intensiven Begutachtung durch die Experten der FVA und des B\u00fcros LUPUS (Institut f\u00fcr Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland) handelt es sich um einen jungen m\u00e4nnlichen Wolf.<\/p>\n<p>Der Kadaver wird nun an das Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin abgegeben, das sich auf die Untersuchung von toten W\u00f6lfen spezialisiert hat. Die Herkunft soll \u00fcber die Auswertung genetischer Proben gekl\u00e4rt werden. In Frage kommt eine Zuwanderung aus der Alpenpopulation oder auch aus der Population in Ostdeutschland. Der Fundort befindet sich im Bereich eines Wildtierkorridors unweit der Stelle, an der vor einigen Jahren ein Luchs \u00fcberfahren wurde.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p>In Ost- und Norddeutschland, Italien und der Schweiz haben sich W\u00f6lfe etabliert. Auch f\u00fcr die Vogesen konnte die Anwesenheit von W\u00f6lfen best\u00e4tigt werden. Im Juni dieses Jahres wurde an der A 5 bei Lahr ein junger Wolf \u00fcberfahren, der aus der Ostschweiz zugewandert war. Sowohl das Tier im Juni wie der aktuelle Wolf wurden auf sogenannten Wildtierkorridoren \u00fcberfahren, die f\u00fcr die Ausbreitung von Wildtieren von gro\u00dfer Bedeutung sind. Die Funktionsf\u00e4higkeit dieser Korridore wird durch das Land zunehmend vorangetrieben.<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe Luchs und Wolf hat den \u201eHandlungsleitfaden Wolf\u201c erstellt, um f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen zu verf\u00fcgen. Beteiligt waren Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sowie der Naturschutzverwaltung unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverb\u00e4nde, der J\u00e4gerschaft und der Landnutzerverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Der Leitfaden beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zust\u00e4ndigkeiten, Kommunikationswege, Handlungsroutinen sowie das Monitoring. Dar\u00fcber hinaus werden Parameter zur Einsch\u00e4tzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr den Menschen dargestellt und hieraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Erg\u00e4nzt wird der Leitfaden durch Aussagen zum Schadensausgleich im Rahmen eines Ausgleichsfonds Wolf, zu m\u00f6glichen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall des Auftretens mehrerer W\u00f6lfe im Land und Aussagen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>Von Naturschutz- und Jagdverb\u00e4nden wurde ein Fonds eingerichtet, aus dem Nutztierhalter eine finanzielle Entsch\u00e4digung bekommen k\u00f6nnen, wenn sie Sch\u00e4den durch W\u00f6lfe zu verzeichnen haben. Die Tr\u00e4gergemeinschaft Ausgleichsfonds Wolf besteht aus dem BUND Baden-W\u00fcrttemberg, dem Naturschutzbund Baden-W\u00fcrttemberg, dem Landesnaturschutzverband Baden-W\u00fcrttemberg, der Stiftung EuroNatur, dem Landesjagdverband Baden-W\u00fcrttemberg und dem \u00d6kologischen Jagdverein Baden-W\u00fcrttemberg. Das Land beteiligt sich ma\u00dfgeblich an der Refinanzierung der ausgezahlten Betr\u00e4ge. Die gr\u00fcn-rote Landesregierung hat zudem im Doppelhaushalt 2015\/2016 rund 200.000 Euro f\u00fcr Projekte zum Herdenschutz f\u00fcr Sch\u00e4fer eingestellt.<\/p>\n<p>Auf der Schw\u00e4bischen Alb wurde dar\u00fcber hinaus im Jahr 2013 ein \u201eRegionales Forum zum Umgang mit Gro\u00dfraubtieren auf der Schw\u00e4bischen Alb\u201c ins Leben gerufen. Die Teilnehmenden aus verschiedenen Verb\u00e4nden haben sich bei mehreren Treffen explizit mit den Herausforderungen auseinander gesetzt, die mit der Zuwanderung von W\u00f6lfen insbesondere f\u00fcr die Landwirtschaft einhergehen.<\/p>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 2. September 2015<\/span><\/h3>\n<p><em>Der bei Lahr \u00fcberfahrene&nbsp;Wolfsr\u00fcde ist aus der Ostschweiz zugewandert<\/em><\/p>\n<p>Der im Juni auf der Autobahn A5 nahe Lahr \u00fcberfahrene Wolfsr\u00fcde ist aus der Ostschweiz zugewandert. Diesergaben die Analysen des Laboratoriums f\u00fcr Naturschutzbiologie der Universit\u00e4t Lausanne, Schweiz, die von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) in Auftrag gegeben worden waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Totfund-mutmasslicher-Wolf.jpg\" alt=\"Totfund-mutmasslicher-Wolf\" height=\"221\" width=\"320\"\/><\/p>\n<p>Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FVA sind durch das Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-W\u00fcrttemberg (MLR) landesweit mit dem Wolfsmonitoring beauftragt. Mit Unterst\u00fctzung durch die Wildtierbeauftragten der Landkreise werden von ihnen Beobachtungen aus der Bev\u00f6lkerung gesammelt und \u00fcberpr\u00fcft. Nachdem aufmerksame Mitarbeiter der Stra\u00dfenbauverwaltung bei Lahr Ende Juni ein \u00fcberfahrenes wolfs\u00e4hnliches Tier gemeldet hatten, wurde dieses von den Expertinnen und Experten der FVA untersucht und als Wolf angesprochen. Um einen Wolf-Hund-Mischling auszuschlie\u00dfen und die Herkunft anhand von Referenzproben aus benachbarten Wolfspopulationen zu kl\u00e4ren, wurden genetische Proben des Tieres an verschiedene Laboratorien in Deutschland und der Schweiz geschickt.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Senckenberger Gesellschaft f\u00fcr Naturforschung aus Gelnhausen best\u00e4tigten, dass es sich um reinrassigen Wolf der \u201eAlpinen Wolfspopulation\u201c handelt. Mit einer weitergehenden Analyse wurde das Laboratorium f\u00fcr Naturschutzbiologie der Universit\u00e4t Lausanne beauftragt. Dort konnte anhand von vorliegenden Referenzproben die Herkunft des Tieres exakt bestimmt werden. Demnach handelt es sich bei dem \u00fcberfahrenen Wolf um das im Fr\u00fchjahr 2014 geborene Tier M53 aus dem schweizerischen Wolfsrudel im Calandagebiet bei Chur. Die direkte Entfernung zwischen Geburtsort und Unfallort betr\u00e4gt etwas \u00fcber 200 Kilometer, die tats\u00e4chlich zur\u00fcckgelegte Wegstrecke ist vermutlich wesentlich gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Neben den genetischen Untersuchungen wurde der Kadaver am Leibniz-Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin auf Krankheiten und die k\u00f6rperliche Verfassung untersucht. Bei dem knapp 30 Kilogramm schweren R\u00fcden konnten keine Krankheiten nachgewiesen werden. Die Verletzungen der Rippen und der inneren Organe best\u00e4tigten den Tod durch ein Trauma in Folge des Zusammensto\u00dfes mit einem Kraftfahrzeug.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Wolfsrudel:<\/strong><\/span>&nbsp;Ein Wolfsrudel besteht immer aus einem Elternpaar und den von ihnen gezeugten Jungtieren. Sie besetzen gemeinsam ein Territorium von 250 bis 300km\u00b2. Haben die Jungtiere ein Alter von 1,5-2 Jahren erreicht, verlassen sie ihr Elternrudel und begeben sich auf die Suche nach einem geeigneten Territorium, um ein eigenes Rudel zu gr\u00fcnden. Hierbei legen vor allem die m\u00e4nnlichen W\u00f6lfe h\u00e4ufig Distanzen von mehreren hundert Kilometern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff6600;\">Wolfsvorkommen:<\/span>&nbsp;<\/strong>In Mitteleuropa gibt es zwei Wolfspopulationen, aus denen W\u00f6lfe nach Baden-W\u00fcrttemberg zuwandern k\u00f6nnen. Im Nord-Osten Deutschlands und in Westpolen breitet sich die Mitteleurop\u00e4ische Flachlandpopulation aus. Alle bisher festgestellten Wolfsrudel in Deutschland (aktueller Stand: \u00fcber 30 Rudel) sind nachweislich dieser Population zuzuordnen. Gleichzeitig breiten sich Tiere aus der sogenannten Alpenpopulation in n\u00f6rdliche Richtung aus. Diese Population umfasst alle Wolfsvorkommen in den italienischen und franz\u00f6sischen Seealpen und der Schweiz sowie das durch Zuwanderung entstandene Wolfsrudel in den Vogesen, welches im Jahr 2013 erstmals Nachwuchs hatte. In Bayern werden seit 2006 immer wieder einzelne Tiere aus der Alpenpopulation nachwiesen. Im Jahr 2011 wurde ein Wolf aus dieser Population in Hessen nachgewiesen und wurde ein Jahr sp\u00e4ter in Rheinland-Pfalz von einem J\u00e4ger erschossen, der ihn f\u00fcr einen wildernden Hund hielt.<\/p>\n<p>Im Calandagebiet wurden W\u00f6lfe erstmals im Jahr 2010 nachgewiesen. Zwei Tiere, die einzeln aus dem Schweizerischen Oberwallis zugewandert waren, bringen seit dem Jahr 2012 j\u00e4hrlich Jungtiere zur Welt. Aus diesem Rudel abwandernde Jungtiere werden regelm\u00e4\u00dfig im Rahmen des Schweizerischen Monitoring nachgewiesen. Dabei \u00fcberwiegen die Abwanderbewegungen im Alpenraum, immer wieder kommt es aber auch zu Nachweisen n\u00f6rdlich der Alpen. So wurde im Juni 2014 ein junger Wolfsr\u00fcde aus diesem Rudel in Schlieren bei Z\u00fcrich vom Zug \u00fcberfahren.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff6600;\">W\u00f6lfe und Menschen:<\/span>&nbsp;<\/strong>Grunds\u00e4tzlich stellen W\u00f6lfe keine Gefahr f\u00fcr den Menschen dar. W\u00f6lfe kommen nur in sehr geringen Dichten vor und vermeiden als vorsichtige Tiere gew\u00f6hnlich eine direkte Begegnung mit Menschen. Da sie Menschen bereits \u00fcber gro\u00dfe Distanzen wahrnehmen, ist eine Begegnung zwischen Mensch und Wolf daher auch in Wolfsgebieten eine Seltenheit. Jungw\u00f6lfen sind auch dem Menschen gegen\u00fcber teilweise neugierig und weniger vorsichtig. Zum normalen Verhalten von W\u00f6lfen geh\u00f6rt, dass sie sich ebenso wie F\u00fcchse, Dachse, Wildschweine und andere Wildtiere auch gelegentlich Siedlungen n\u00e4hern. Auch das Queren einer Siedlung v.a. in den Nachtstunden ist nicht ungew\u00f6hnlich, stellt aber keine Gefahr f\u00fcr den Menschen dar.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"http:\/\/www.wolfsregion-lausitz.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">Wolfsregion-lausitz<\/span><\/a>&nbsp;&gt;&gt;<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"http:\/\/www.kora.ch\/index.php?id=214&amp;L=0&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=553&amp;cHash=df6f923cba29507fbe08c681e54ca99f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">Kora-Raubtierprojekte<\/span><\/a>&nbsp;&gt;&gt;<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 6. Juli 2015<\/span><\/h3>\n<p><em>Untersuchungsergebnisse best\u00e4tigen Wolfsfund in Baden-W\u00fcrttemberg<\/em><\/p>\n<p>Das vor zwei Wochen am Rande der Autobahn A5 s\u00fcdwestlich von Lahr \u00fcberfahren aufgefundene Tier war tats\u00e4chlich ein Wolf.&nbsp;Das zeigen die jetzt vorliegenden Ergebnisse der DNA-Untersuchung des Forschungsinstituts Senckenberg im hessischen Gelnhausen.<\/p>\n<p>\u201eDie ersten Untersuchungen best\u00e4tigen, dass das aufgefundene Tier ein Wolf der alpinen Population war. Vertiefte Untersuchungen m\u00fcssen nun zeigen, ob der Wolf aus der Schweiz oder aus Frankreich eingewandert war. Auch Untersuchungen unter anderem zur Altersbestimmung und zum Gesundheitszustand laufen derzeit noch\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Montag (6. Juli) in Stuttgart.<\/p>\n<h3>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/h3>\n<div><\/div>\n<h3><span style=\"color: #ff6600;\">Meldung vom 25. Juni 2015<\/span><\/h3>\n<p><em>Totfund: Mutma\u00dflich Wolf an Autobahn aufgefunden<\/em><\/p>\n<p>Am Rand der Autobahn A5 s\u00fcdwestlich von Lahr ist ein Tier aufgefunden worden, das offensichtlich \u00fcberfahren worden und an den Verletzungen verendet war. \u201eDie \u00e4u\u00dferen Anzeichen sprechen daf\u00fcr, dass es sich bei dem Tier um einen jungen Wolf handelt.<\/p>\n<p>Unsere Experten haben das \u00fcberfahrene Tier f\u00fcr weitere Untersuchungen und zur endg\u00fcltigen Abkl\u00e4rung an das auf W\u00f6lfe spezialisierte Institut f\u00fcr Zoo- und Wildtierforschung in Berlin abgegeben\u201c, sagte Naturschutzminister Alexander Bonde am Donnerstag (25. Juni) in Stuttgart. Genetische Proben des aufgefundenen Tieres wurden auch an das Senckenberg-Institut und an Gen-Labore in der Schweiz und Frankreich versandt.<\/p>\n<p>\u201eFalls die Laborergebnisse best\u00e4tigen, dass es sich beim aufgefundenen Tier um einen Wolf handelt, greift unser Handlungsleitfaden. Der Handlungsleitfaden Wolf sieht dann vor, die Koordinationsgruppe Wolf einzuberufen und diese \u00fcber die Ergebnisse zu informieren\u201c, so der Minister. In der Koordinationsgruppe Wolf seien neben den zust\u00e4ndigen Naturschutzbeh\u00f6rden auch Naturschutz-, Jagd- und Landnutzerverb\u00e4nde vertreten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der Wolf unterliegt internationalen Artenschutzbestimmungen sowie als streng gesch\u00fctzte Art den Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes. In Ost- und Norddeutschland, in Italien und in der Schweiz haben sich W\u00f6lfe mittlerweile etabliert. Auch f\u00fcr die Vogesen konnte die Anwesenheit von W\u00f6lfen best\u00e4tigt werden. Es ist eine Frage der Zeit, dass auch in Baden-W\u00fcrttemberg einzelne W\u00f6lfe auftauchen.<\/p>\n<p>Der Handlungsleitfaden Wolf, den eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Landes erstellt hat, legt f\u00fcr den Fall des Auftretens von W\u00f6lfen in Baden-W\u00fcrttemberg einen Ma\u00dfnahmenkatalog und Handlungsroutinen fest. Beteiligt waren Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sowie der Naturschutzverwaltung unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutzverb\u00e4nde, der J\u00e4gerschaft und der Landnutzerverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Der Leitfaden beschreibt den rechtlichen und administrativen Handlungsrahmen und regelt Zust\u00e4ndigkeiten, Kommunikationswege, Handlungsroutinen sowie das Monitoring. Dar\u00fcber hinaus stellt er Parameter zur Einsch\u00e4tzung verschiedener Wolfsverhaltensweisen in Bezug auf die Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr den Menschen dar und leitet hieraus Handlungsempfehlungen ab. Erg\u00e4nzt wird der Leitfaden durch Aussagen zum Schadensausgleich im Rahmen eines Ausgleichs\u00acfonds Wolf, zu m\u00f6glichen Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Fall des Auftretens mehrerer W\u00f6lfe im Land und Aussagen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><a href=\"http:\/\/mlr.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/redaktion\/m-mlr\/intern\/dateien\/publikationen\/Rueckkehr_des_Wolfes.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">Zum Handlungsleitfaden Wolf (PDF, 1,57 MB)<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #888888;\">WEBcode 153471<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Hinterzarten ist Anfang Juni ein Wolf in eine Fotofalle geraten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12939,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,14],"tags":[],"class_list":["post-11035","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-naturschutz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11035"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11035\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14897,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11035\/revisions\/14897"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11035"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11035"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}