{"id":11207,"date":"2015-11-20T11:11:48","date_gmt":"2015-11-20T10:11:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11207"},"modified":"2016-03-01T12:35:50","modified_gmt":"2016-03-01T11:35:50","slug":"11207","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11207","title":{"rendered":"Gemischte Gef\u00fchle"},"content":{"rendered":"<p><em>Umweltdaten 2015 \u00a0f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg vorgestellt<\/em><\/p>\n<p>Die \u201eUmweltdaten 2015\u201c f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg haben\u00a0Umweltminister Franz Untersteller und <!--more-->die Pr\u00e4sidentin der LUBW Landesanstalt f\u00fcr Umwelt, Messungen und Naturschutz, Margareta Barth, heute (20.11.) in Stuttgart vorgestellt. Der alle drei Jahre erscheinende Bericht stellt umfangreiche Daten und Informationen zu ma\u00dfgeblichen Umweltbereichen zusammen. Neben den klassischen Umweltbereichen Wasser, Luft, Boden sowie Natur und Landschaft z\u00e4hlen hierzu auch technisch gepr\u00e4gte Themen wie L\u00e4rm oder Radioaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Sonnenfinsternis_Windkraft_Eppler_2003.jpg\" alt=\"Sonnenfinsternis_Windkraft_Eppler_2003\" width=\"640\" height=\"435\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Foto: Hans-Peter Eppler<\/span><\/em><\/p>\n<p>\u201eNachhaltigkeit ist in den letzten Jahren zu einem Markenzeichen baden-w\u00fcrttembergischer Politik geworden\u201c, erkl\u00e4rte Umweltminister Franz Untersteller. Neben \u00f6konomischen und sozialen Aspekten spiele hierbei der Zustand von Natur und Umwelt eine zentrale Rolle. \u201eDie Umweltdaten liefern wertvolle Hinweise, wie sich die Umweltsituation in Baden-W\u00fcrttemberg entwickelt hat. Sie belegen Erfolge, weisen aber auch auf weiteren Handlungsbedarf hin. Damit sind sie Wegweiser f\u00fcr die k\u00fcnftige Ausrichtung unserer Umweltpolitik.\u201c<\/p>\n<p>Die Umweltdaten beschreiben den Stand der nachhaltigen Entwicklung im Land mithilfe von 19 Umweltindikatoren. Margareta Barth erl\u00e4uterte: \u201eSechs Indikatoren werden im vorliegenden Bericht hinsichtlich Zustand und Entwicklungstrend positiv bewertet. Weitere f\u00fcnf Indikatoren zeigen zwar einen positiven Trend, sind jedoch noch weit vom Zielzustand entfernt. Vier Indikatoren sind negativ eingestuft. Weitere vier Indikatoren konnten wir mit der vorhandenen Datengrundlage derzeit noch nicht abschlie\u00dfend bewerten.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3034\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/kraftwerk3BFW5735.jpg\" alt=\"kraftwerk3BFW5735\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/kraftwerk3BFW5735.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/kraftwerk3BFW5735-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/kraftwerk3BFW5735-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808000;\"><strong>Positiv hat sich beispielsweise der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch entwickelt<\/strong><\/span>. Er hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Auch die Entwicklung der Treibhausgasemissionen ist positiv zu werten. Bei j\u00e4hrlichen, vorrangig witterungsbedingten und konjunkturellen Schwankungen weisen sie in den letzten 20 Jahren insgesamt einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Trend auf. Die Fl\u00e4chen f\u00fcr den Naturschutz, auf denen sich die Natur ohne belastende Eingriffe des Menschen entfalten kann, sind auf nunmehr 2,66 Prozent der Landesfl\u00e4che gestiegen, wenngleich der Anteil streng gesch\u00fctzter Gebiete im bundesweiten Vergleich in Baden-W\u00fcrttemberg noch eher niedrig ist. \u201eDie Ausweisung des Nationalparks Schwarzwald im Jahr 2014 war daher ein wichtiger Schritt hin zu mehr biologischer Vielfalt im Land\u201c, betonte Umweltminister Untersteller.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Negativ hat sich der Zustand der W\u00e4lder<\/strong><\/span> nach einer zwischenzeitlichen Erholung in den letzten Jahren entwickelt. Auch der Umweltindikator \u201eArtenvielfalt und Landschaftsqualit\u00e4t\u201c ver\u00e4ndert sich nachteilig. Er basiert auf den Bestandsentwicklungen ausgew\u00e4hlter Vogelarten, die mittelbar die Nachhaltigkeit der Landnutzung widerspiegeln. So ist der Bestand der drei h\u00e4ufigsten Feldvogelarten Goldammer, Feldsperling und Feldlerche zwischen 1999 und 2012 deutlich zur\u00fcckgegangen. \u201eDer negative Trend f\u00fcr diese Arten sowohl auf Ebene der EU als auch des Bundes hat sich somit leider auch in Baden-W\u00fcrttemberg fortgesetzt\u201c, sagte LUBW-Pr\u00e4sidentin Barth.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">\u201eDie Bilanz in Sachen Luftqualit\u00e4t f\u00e4llt gemischt aus\u201c<\/span><\/strong>, erkl\u00e4rte Margareta Barth weiter. So haben sich die gemessenen Konzentrationen bei den klassischen Luftverunreinigungen Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Benzol und Blei in den letzten 20 Jahren stetig verbessert und liegen in ganz Baden-W\u00fcrttemberg weit unterhalb der vom Gesetzgeber festgelegten Grenzwerte. Die Stickstoffoxidemissionen in Baden-W\u00fcrttemberg sind zwischen 1994 und 2012 um fast die H\u00e4lfte (49 Prozent) zur\u00fcckgegangen. An fast allen verkehrsnahen Messstationen lagen jedoch die gemessenen Konzentrationen der Immissionen von Stickstoffdioxid im Jahr 2014 zum Teil erheblich \u00fcber dem Immissionsgrenzwert von 40 \u00b5g\/m\u00b3.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Der \u00f6kologische Zustand der Flie\u00dfgew\u00e4sser im Land zeigt den aktuellen Umweltdaten zufolge weiterhin Defizite auf<\/strong><\/span>. Naturferne Gew\u00e4sserstrukturen der seit \u00fcber hundert Jahre zum Teil intensiv genutzten Fl\u00fcsse, zum Beispiel aufgrund von Flussbegradigungen, und Wanderungshindernisse wie Wehre haben ihre Spuren hinterlassen und st\u00f6ren die im Gew\u00e4sser lebenden Tiere. Hohe Phosphor-Konzentrationen in Fl\u00fcssen und Seen f\u00f6rdern das Pflanzenwachstum in Gew\u00e4ssern und k\u00f6nnen damit indirekt zur erheblichen Belastung des Sauerstoffhaushaltes beitragen. Besonders gef\u00e4hrdet sind dabei langsam flie\u00dfende Gew\u00e4sserabschnitte wie die gestauten Bereiche von Neckar und Donau.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Spurenstoffe wie Arzneimittelr\u00fcckst\u00e4nde werden in Flie\u00dfgew\u00e4ssern zum Teil in deutlich messbaren Konzentrationen vorgefunden.<\/strong><\/span> An wasserwirtschaftlich sensiblen Standorten werden daher ausgesuchte Kl\u00e4ranlagen mit finanzieller Unterst\u00fctzung des Landes mit einer speziellen Stufe zur Elimination insbesondere von Arzneimittelr\u00fcckst\u00e4nden und Haushalts-Chemikalien ausgebaut. \u201eWichtig ist, dass schon m\u00f6glichst wenig dieser Stoffe im Abwasser landen\u201c, betonte Umweltminister Untersteller. So sollten zum Beispiel nicht ben\u00f6tigte Arzneimittel einzig und allein \u00fcber die Restm\u00fclltonne entsorgt werden.<\/p>\n<p>In Baden-W\u00fcrttemberg ist das <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Grundwasser gro\u00dffl\u00e4chig durch Nitrat aus stickstoffhaltigen D\u00fcngemitteln belastet<\/strong><\/span>. Landwirtschaftliche Ma\u00dfnahmen und Programme haben in den letzten 20 Jahren zu einer Abnahme der Nitratbelastung um 20 Prozent gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Umweltdaten belegen auch, dass sich der <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Trend zu einer Erw\u00e4rmung des Klimas in Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong> <\/span>fortgesetzt hat. \u201eSeit Beginn des letzten Jahrhunderts hat die Jahresmitteltemperatur um circa 1,1 \u00b0C zugenommen\u201c, erl\u00e4uterte Margareta Barth. Im Jahre 2014 wurde ein neuer Temperaturrekord erreicht. Es war weltweit und in Deutschland das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn fl\u00e4chendeckender Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881. Auch das Jahr 2015 befindet sich mit dem zweithei\u00dfesten Sommer nach dem Jahrhundertsommer 2003 auf Rekordkurs. Absch\u00e4tzungen der zuk\u00fcnftigen Klimaentwicklung gehen im Landesdurchschnitt von einer deutlichen Zunahme der Anzahl der Sommertage, also der Tage mit einem Temperaturmaximum von mindestens 25 \u00b0C, aus. Derzeit liegt die Zahl der Sommertage bei 30 Tagen. F\u00fcr die nahe Zukunft (Zeitraum 2021 bis 2050) wird mit einer Zunahme in einer Bandbreite von 4 bis 18 Tagen gerechnet, in der fernen Zukunft k\u00f6nnte die Anzahl der Sommertage sogar auf \u00fcber 70 Tage steigen.<\/p>\n<p>\u201eDie \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Umweltdaten tragen dazu bei, Diskussionen \u00fcber das Ausma\u00df und die Folgen von Umweltbeeintr\u00e4chtigungen zu versachlichen\u201c, sagte Umweltminister Franz Untersteller weiter. \u201eSie schaffen Transparenz und sie f\u00f6rdern die Akzeptanz f\u00fcr notwendige Schutzma\u00dfnahmen.\u201c Mit der Verabschiedung des Umweltverwaltungsgesetzes im November 2014 wurde die Erstellung eines Berichtes \u00fcber den Zustand von Umwelt und Natur daher auch gesetzlich festgeschrieben.<\/p>\n<p>Die Umweltdaten 2015 sind im Internet <a href=\"http:\/\/www.lubw.baden-wuerttemberg.de\/servlet\/is\/255315\/\" target=\"_blank\">erh\u00e4ltlich &gt;&gt;<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">WEBcode #16113<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltdaten 2015 \u00a0f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg vorgestellt Die \u201eUmweltdaten 2015\u201c f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg haben\u00a0Umweltminister Franz Untersteller und<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4234,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-11207","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11207"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11600,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11207\/revisions\/11600"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}