{"id":11617,"date":"2018-12-28T05:25:02","date_gmt":"2018-12-28T04:25:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11617"},"modified":"2021-03-10T10:23:51","modified_gmt":"2021-03-10T09:23:51","slug":"biosphaerenreservat-mont-ventoux","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11617","title":{"rendered":"Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux"},"content":{"rendered":"<p><em>Portrait: Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux, Frankreich<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Mont Ventoux ist nicht hoch, aber gewaltig. Seine karge Erscheinung, seine Mythen und Geschichten faszinieren. Ob Wanderer oder Radfahrer, ob das Peloton der Tour de France oder der Erstbesteiger und Philosoph Francesco Petrarca \u2013 alle erliegen der normwidrigen Gestalt dieses kahlen Sporns. Seine 1909 Meter wollen nicht zur Vorstellung von einem martialischen Gipfel passen. Ebenso wie Petrarca nicht dem Bild eines Kletterk\u00f6nigs entspricht. Der Philosoph brach vor 700 Jahren ein Tabu und erklomm einfach aus Neugierde, aus Freude an der Bewegung den h\u00f6chsten Berg der Provence.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bisophaere_Mont_Ventoux_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><!--more--><\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11621\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_034.jpg\" alt=\"Mont_Ventoux_034\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_034.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_034-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_034-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<h2><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #ff6600;\">Gigant der Provence <\/span><\/h2>\n<p><i>Der Mont Ventoux ist nicht hoch, aber gewaltig. Seine karge Erscheinung, seine Mythen und Geschichten faszinieren. Ob Wanderer oder Radfahrer, ob das Peloton der Tour de France oder der Erstbesteiger und Philosoph Francesco Petrarca \u2013 alle erliegen der normwidrigen Gestalt dieses kahlen Sporns. Seine 1909 Meter wollen nicht zur Vorstellung von einem martialischen Gipfel passen. Ebenso wie Petrarca nicht dem Bild eines Kletterk\u00f6nigs entspricht. Der Philosoph brach vor 700 Jahren ein Tabu und erklomm einfach aus Neugierde, aus Freude an der Bewegung den h\u00f6chsten Berg der Provence.<\/i><\/p>\n<p>Stelle dir vor, du kannst dich befreien aus der Flut von Reizen unserer hektischen Zeit und sorgf\u00e4ltig, ja ruhig zum Horizont schauen. So wie es dem Menschen eigentlich gegeben ist. Aus Blickrichtung des Stuttgarter Unterlands w\u00fcrde dich alsbald die blaue Kette von Bergen im S\u00fcden faszinieren \u2013 die Schw\u00e4bische Alb.<\/p>\n<p><strong>Fotos &amp; Text von Marco Heinz<\/strong><\/p>\n<p>Ein wunderbares urmenschliches Gef\u00fchl rufen diese erhabenen Landschaften hervor: Neugierde, Entdeckerlust. Sobald dich deine Schritte wirklich hinauf f\u00fchren, wirst du belohnt mit Blicken weit hinein ins H\u00e4usermeer. Deine Gedanken werden hier so frei sein, wie der Flug eines Milan hoch \u00fcber den steinigen Feldern der Alb.<\/p>\n<p>Noch anderes aber erblickt der Wanderer von exponierter Stelle aus: die fernen Zinnen der Alpen. Schon erwacht erneut die Entdeckerlust. Hat der Neugierige dann auch die Freude erfahren, durch Europas m\u00e4chtigstes Gebirge zu streifen, f\u00e4llt ihm vielleicht noch etwas ein, wohin er die Schritte einmal lenken k\u00f6nnte. Es gibt einen Berg, der geographisch noch zu den Alpen z\u00e4hlt, aber einem verlorenen Sohne gleich weit westw\u00e4rts von ihnen steht. Der Mont Ventoux in Frankreich. Er ragt fast 2000 Meter in den Himmel, direkt aus den Obst- und Kr\u00e4uterteppichen der Provence entwachsen \u2013 ein grandioses Spiel der Natur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11622\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_005.jpg\" alt=\"Mont_Ventoux_005\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_005.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_005-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_005-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Gewerbeg\u00fcrtel bei Avignon: Profan \u2013 aber da schon lockt die blaue Bergesferne des Mont Ventoux im Hintergrund, analog zum Blick von den Fildern und dem Echterdinger Flughafen auf die Blaue Mauer der Schw\u00e4bischen Alb.<\/span><\/em><\/p>\n<p>Wer belesen ist, st\u00f6bert auch gern in B\u00fcchern. Und da steht es geschrieben: Im Angesicht des Ventoux empfand schon vor 700 Jahren einer genau das, was heute die Schwaben beim Anblick der Alb erf\u00fcllt \u2013 Neugierde und Entdeckerlust. Der 1304 in Arezzo bei Florenz geborene Philosoph und Dichter Francesco Petrarca wuchs auf im Schatten des Mont Ventoux in den Gassen und Vororten von Avignon. Wozu ihn das verf\u00fchrte, als er 32 Jahre alt war, beschreibt der Literat mit folgenden Worten: \u201eDen h\u00f6chsten Berg dieser Gegend, den man nicht zu unrecht \u201eVentosus&#8220;, den Windigen, nennt, habe ich heute bestiegen, allein vom Drang beseelt, den au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Ort zu sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Wenn wir heute auf die Alb steigen, finden wir viele Gleichgesinnte und jeder wird uns verstehen. Im Jahre 1336 war dies anders. Petrarcas Worte bargen Z\u00fcndstoff. Noch war das Mittelalter nicht vorbei, die Natur galt den geistlichen und weltlichen F\u00fchrern als Material ohne inneren Wert, auch der einfache Mensch z\u00e4hlte kaum. Sein Platz war das tiefe Tal, er hatte zu buckeln und zu schuften, eigenes Denken war verboten. Da kam dieser Petrarca und stieg auf einen Berg. Er tat es nicht, um strategischen Blick \u00fcber ein Kriegsgebiet zu erlangen \u2013 nicht, um Rohstoffe zu finden, was damals die einzigen von den Obrigkeiten vorstellbaren Gr\u00fcnde daf\u00fcr gewesen sein k\u00f6nnten. Er stieg aus eigenem Antrieb, weil ihn interessierte, wie sch\u00f6n es da oben ist. Er brach ein Tabu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11624\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_008.jpg\" alt=\"Mont_Ventoux_008\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_008.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_008-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_008-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Mont Ventoux, auch gesch\u00e4lter Berg genannt.<\/span><\/em><\/p>\n<p>Wagt es der Wanderer wirklich Petrarcas Weg nachzuvollziehen, merkt er, was auch der Mensch des Mittelalters schon leistete. Petrarca ging mit seinem Bruder und Dienern an einem Tag von Avignon bis Malauc\u00e8ne am Fu\u00dfe des Berges. Das sind harte 50 Kilometer. Aber das Gef\u00fchl im herrlich duftenden Land der Provence zu wandern, ist trotz der Andersartigkeit der Umgebung ein aus der Heimat vertrautes: Immer wieder ist da eine blaue Bergesferne, die dich lockt, so wie sonst die Alb. Jetzt ist es der Ventoux, wenngleich er nat\u00fcrlich viel m\u00e4chtigere Dimensionen besitzt. Einen Tag lang steht dir seine pyramidenf\u00f6rmige Silhouette vor Augen. Am n\u00e4chs\u00adten Morgen im Anstieg von Malauc\u00e8ne ist sie aber verschwunden, versteckt von vorgeschobenen Felsnasen und dem dichten Wald. Die wenig befahrene Bergstra\u00dfe, die der Wanderer mit Radsportlern und Bergjoggern teilt, f\u00fchrt zielsicher hinauf. Wie aber in aller Welt fand Petrarca in der Wildnis des Mittelalters nach oben? Der Dichter schreibt, ein uralter Hirte habe den Weg gewiesen, aber auch gewarnt: Man bringe nur zerrissene Kleider und geschundene Haut da herunter.<\/p>\n<p>Der tiefe Wald am Ventoux verbindet die Fauna und Flora des Mittelmeerraumes mit jener des Nordens, ein seltener Mix. Deshalb ist sein Massiv \u2013 hier finden wir die Parallele zur Alb \u2013 anerkanntes UNESCO Biosph\u00e4renreservat schon seit 1990.<\/p>\n<p>Du steigst scheinbar Ewigkeiten durch den Wald und denkst: \u201eMein Gott, jetzt kommt noch die Mondlandschaft.&#8220; Der schaurige Gedanke ist den TV-\u00dcbertragungen von den bislang 15 Tour de France-Etappen am Mont Ventoux geschuldet. Du siehst vor dem geistigen Auge die Fahrer, die sich \u00fcber 21 Kilometer mehr als 1600 H\u00f6henmeter durch eine schattenlose Steinwelt qu\u00e4len. Du erinnerst dich an den englischen Radprofi Tom Simpson, der 1967 eineinhalb Kilometer vor dem Gipfel ersch\u00f6pft zusammenbrach und verstarb. Die Tour aber kommt immer von B\u00e9doin im S\u00fcden zum Ventoux. An der Nordrampe von Malauc\u00e8ne weicht der schattenspendende Wald erst nach 18 Kilometern Anstieg ab einer H\u00f6he von 1700 zur\u00fcck. Nun endlich wird der Blick auf die Antenne des Observatoriums und die Wetterstation am 1909 Meter hohen Gipfel frei. Die restlichen drei Kilometer f\u00fchren in Serpentinen tats\u00e4chlich \u00fcber den kahlen Schotterhaufen, den Radlern als gef\u00fcrchteter Kalkberg bekannt. Dennoch wachsen hier vereinzelt d\u00fcrre B\u00fcsche und Pinien.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11623\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_022.jpg\" alt=\"Mont_Ventoux_022\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_022.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_022-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Mont_Ventoux_022-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Observatorium auf dem Mont Ventoux<\/span><\/em><\/p>\n<p>Der 1909 Meter hohe Gipfel vereinigt alle Horizonte. Des Menschen Fl\u00fcgel \u2013 seine Beine \u2013 haben ihn \u00fcber die Wolken getragen. Das Himmelsblau taucht in der Unsch\u00e4rfe ab in die Gischt des Mittelmeers. Im Gegenblick sind die wilden Zinnen der Alpen klar zu sehen. Und die Alpen aus anderer Richtung erblicktest du einst von der heimatlichen Alb.\u00a0Weht auf der Alb oft der k\u00fchle Nordwind, erfasst dich am Ventoux fast immer als Gru\u00df des Meeres der Mistral, der in dieser H\u00f6he ein gar herber Bursche ist.<\/p>\n<p>Petrarca aber erwischte am 26. April 1336 einen F\u00f6hn. Dieser Tag \u00fcbrigens gilt bei den Alpinisten als Geburtsstunde des Bergsteigens. Petrarca sah die Alpen bis Italien hin\u00fcber, die K\u00fcste um Marseilles und die Lagunen bei Montpellier. F\u00fcr einige Zeit f\u00fchlte er sich \u201eeinem Bet\u00e4ubten gleich&#8220;, ob dieser Sch\u00f6nheit. Doch dann bekam er Angst vor der eigenen Courage. Das Erleben auf dem Berg empfand er als \u00e4u\u00dfersten Sinnengenuss und ein solcher \u2013 seine mittelalterlichen Lehrer bl\u00e4uten es ihm ein \u2013 war des Teufels.<\/p>\n<p>Und doch: Er stellte es in die Welt, was er erlebt hatte. In einem Brief an seinen Freund Francesco Diogini, Professor an der Pariser Sorbonne, schrieb er im sch\u00f6nsten Latein, wie intensiv er diesen Aufstieg empfand, wie sehr der Blick vom Berg ihn faszinierte. Jener Brief z\u00e4hlt noch heute zu den Monumenten gro\u00dfer Literatur. Petrarcas Gipfelgang am Ventoux wird zu den Wurzeln eines beginnenden Zeitalters gez\u00e4hlt, das Kraft und Kunst des Menschen wieder adelte &#8211; die Renaissance.<\/p>\n<p>Heute wissen wir, genussvoll Bergwandern ist keineswegs Teufelszeug. Vielmehr lernen wir daraus, dass es Grund zur Dankbarkeit gibt, in solch einer grandiosen Welt zu leben. Wir gewinnen Sensibilit\u00e4t, in dieser Welt gut miteinander umzugehen und sehen, dass es wichtig ist, die Sch\u00f6pfung zu erhalten. Hier liefern die Biosph\u00e4renreservate sowohl auf der Alb als auch am Mont Ventoux einen wertvollen Beitrag. Beide Gebirge sind einmalige Natursch\u00f6nheiten und h\u00e4tte ein Schicksal Petrarca in die Gegend um Stuttgart statt nach Avignon verschlagen &#8211; er w\u00e4re auch auf die Alb gestiegen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11625\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Tour_de_france_IMG_1954.jpg\" alt=\"Tour_de_france_IMG_1954\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Tour_de_france_IMG_1954.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Tour_de_france_IMG_1954-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Tour_de_france_IMG_1954-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Pr\u00fcfstein: Schon 15-mal stellte der gef\u00fcrchtete Koloss Mont Ventoux die Tour de France-Radsportler auf eine harte Probe.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">\u00dcbersichtskarte<\/span><\/h3>\n\t\t<div id=\"maps-marker-pro-d139588a\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-d139588a\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-d139588a\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-d139588a\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<blockquote>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">H\u00f6henrausch: Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<p><strong>UNESCO Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux:<\/strong> Der Gipfel liegt 1909 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel zwischen den Alpen im Norden und dem Mittelmeermassiv. Dieser Berg pr\u00e4sentiert ein abwechslungsreiches Mosaik an Mikroklimata und Lebensr\u00e4umen von mediterran bis hochalpin. Kein Wunder, dass hier etwa sechzig seltene Pflanzenarten gedeihen. Vorherrschend sind Buchen, Eichen, Eiben, Kiefern und Wacholder. Sogar Tr\u00fcffel gibt\u00b4s hier reichlich. Die floristische Vielfalt lockt Dutzende von Brutv\u00f6geln an wie die Heidelerche. Raubv\u00f6gel umkreisen den Gipfel wie der Habicht, s\u00fcdlich des Mont Ventoux an der Nesque-Schlucht hausen Steinadler und Geier. Sie jagen gern Reptilien wie die heimische Vipernatter.<\/p>\n<p>Im Juli 1990 adelte die UNESCO den Mont Ventoux zum Biosph\u00e4renreservat. \u00dcber 45000 Menschen leben hier auf rund 900 Quadratkilometern. Etwa 600000 Menschen j\u00e4hrlich besuchen den Gipfel, den Petrarca als erster vor 700 Jahren bestieg.<\/p>\n<p>Wie die Schw\u00e4bische Alb besteht der Berg \u00fcberwiegend aus Kalkstein. Entsprechend wenig B\u00e4che entw\u00e4ssern die Hanglagen. Der Niederschlag verschwindet in Kl\u00fcften und Spalten.<\/p>\n<p>Mehr noch als die UNESCO machte wohl die Tour de France den Mont Ventoux ber\u00fchmt und ber\u00fcchtigt: Am 13. Juli 1967 brach der englische Radprofi Tom Simpson eineinhalb Kilometer vor dem Gipfel ersch\u00f6pft zusammen und starb. Es stellte sich heraus, dass Simpson eine hohe Dosis von Amphetaminen und wohl auch Alkohol zu sich genommen hatte. Ein Gedenkstein erinnert an das Drama.<\/p>\n<p>Insgesamt gibt es drei Passauffahrten. Die schwerste von B\u00e9doin hinauf \u00fcberwindet auf 21 Kilometern \u00fcber 1600 H\u00f6henmeter. Die leichteste ab Sault im Osten schl\u00e4ngelt sich 26 Kilometer rund 1150 Meter hinauf.<\/p>\n<p><span style=\"color: #808000;\">UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux (www.smaemv.fr):\u00a0H\u00f6he: 1909 m; Tallage ab 200 m; Fl\u00e4che: 34 Gemeinden, 900 km2 (Vergleich Biosph\u00e4re Schw\u00e4bische Alb: Fl\u00e4che: 853 km2)<\/span><\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #808000;\"><b><\/b><br \/>\n<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #888888;\">WEBcode #16135<\/span><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bisophaere_Mont_Ventoux_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>PDF-Download: <\/em><em>Print-Artikel runterladen<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2016, Seite\u00a032-35<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Portrait: Biosph\u00e4renreservat Mont Ventoux, Frankreich<\/p>\n<p>Der Mont Ventoux ist nicht hoch, aber gewaltig. 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Der Philosoph brach vor 700 Jahren ein Tabu und erklomm einfach aus Neugierde, aus Freude an der Bewegung den h\u00f6chsten Berg der Provence.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11621,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[64,22,66,61],"tags":[],"class_list":["post-11617","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nationalpark-portrait","category-printausgabe-archiv","category-qr-code-link","category-tipps-urlaubsreisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11617"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16495,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11617\/revisions\/16495"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11621"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}