{"id":11805,"date":"2016-07-07T09:54:41","date_gmt":"2016-07-07T07:54:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11805"},"modified":"2016-06-28T10:10:06","modified_gmt":"2016-06-28T08:10:06","slug":"104-neue-totholzkaefer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=11805","title":{"rendered":"104 neue Totholzk\u00e4fer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #333333;\"><em>104 neue Totholzk\u00e4ferarten im Bannwald \u201eHoher Ochsenkopf\u201c entdeckt<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Der Nationalpark Schwarzwald zeigt schon heute, wie es morgen in den noch jungen Kernzonen der Schw\u00e4bischen Alb aussehen kann. Es\u00a0konnte\u00a0eine\u00a0deutliche Steigerung der Artenvielfalt als Folge nat\u00fcrlicher Waldentwicklung nachgewiesen werden.<!--more--><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11806\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Totholzkaefer_Ochsenkopf_Jochen_Schuenemann.jpg\" alt=\"Totholzkaefer_Ochsenkopf_Jochen_Schuenemann\" width=\"320\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Totholzkaefer_Ochsenkopf_Jochen_Schuenemann.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Totholzkaefer_Ochsenkopf_Jochen_Schuenemann-160x85.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Totholzkaefer_Ochsenkopf_Jochen_Schuenemann-150x80.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Die boreo-montan verbreitete Art Phyllodrepa linearis wurde erstmals in Baden-W\u00fcrttemberg nachgewiesen. Sie lebt r\u00e4uberisch unter der Rinde von B\u00e4umen und ist bundesweit im Bestand stark gef\u00e4hrdet.\u00a0Foto: Jochen Sch\u00fcnemann, Freiburg.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Obwohl der Nationalpark erst seit 2014\u00a0besteht, existieren dort uralte Bannw\u00e4lder, die eine deutliche Steigerung der Artenvielfalt als Folge nat\u00fcrlicher Waldentwicklung nachweisen k\u00f6nnen. Laut aktueller Auswertungsergebnisse einer vom Nationalpark Schwarzwald initiierten Studie, sieht diese insbesondere f\u00fcr die totholzbewohnenden K\u00e4ferarten rosig aus. In den letzten zwei Jahren wurde die Bedeutung der nat\u00fcrlichen Waldentwicklung f\u00fcr die kleinen Waldbewohner im Bannwald hoher Ochsenkopf untersucht und eine bemerkenswerte Erh\u00f6hung der Artenzahl festgestellt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">\u201eWir konnten mit einem breiten methodischen Spektrum 187 holzbewohnende K\u00e4ferarten nachweisen, womit f\u00fcr den Bannwald Hoher Ochsenkopf insgesamt 206 Arten als belegt gelten\u201c, freut sich der Freiburger Biologe Jochen Sch\u00fcnemann, der vom Nationalpark mit der Durchf\u00fchrung der Studie betraut wurde. \u201eDas sind 104 mehr, als in der Erstuntersuchung im Jahr 1996\u201c, erg\u00e4nzt Sch\u00fcnemann. Auff\u00e4llig sei dabei nicht nur die Zunahme der Artenzahl in der seit 1970 ausgewiesenen Bannwaldfl\u00e4che, sondern gerade auch die deutliche Zunahme an bundesweit bedrohten K\u00e4ferarten. \u201eViele der Arten sind lediglich in diesem Naturraum innerhalb Baden-W\u00fcrttembergs anzutreffen, f\u00fcnf holzbewohnende K\u00e4ferarten konnten sogar erstmals in unserem Bundesland nachgewiesen werden\u201c, so Sch\u00fcnemann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Urw\u00e4lder und seit langer Zeit unbewirtschaftete Gebiete, wie sie auch in Bannw\u00e4ldern oder im Kerngebiet des Nationalparks anzutreffen sind, zeichnen sich im Vergleich zu intensiv bewirtschafteten Arealen durch eine besonders hohe Vielfalt an Totholzstrukturen, verbunden mit einer vielfach h\u00f6heren Totholzmenge aus. Diese Strukturen und die damit verbundenen Organismen sind f\u00fcr das \u00d6kosystem Wald und dessen N\u00e4hrstoffkreislauf von elementarer Bedeutung und sichern langfristig dessen Existenz. Dar\u00fcber hinaus dient das Totholz auch als Lebensraum f\u00fcr eine Vielzahl von V\u00f6geln, Insekten, Flechten und Moosen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #333333;\">Auch die Vegetation am Hohen Ochsenkopf ver\u00e4ndert sich durch die nat\u00fcrliche Waldentwicklung nachhaltig. Diese hat in der einst von Fichten dominierten Fl\u00e4che bereits zu einer Erh\u00f6hung des Eberesche- und Mehlbeeranteils gef\u00fchrt. Durch diese Entwicklung und den erh\u00f6hten Anteil liegenden sowie stehenden Totholzes stieg die \u00f6kologische Wertigkeit dieses wichtigen Bannwaldes innerhalb des Nationalpark Schwarzwald. Dr. J\u00f6rn Buse, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Erfassung und das Monitoring von Wirbellosen im Nationalpark, erkl\u00e4rt: \u201eDie Ergebnisse belegen sehr eindrucksvoll die positiven Auswirkungen von dynamischen Prozessen in W\u00e4ldern. Eine gro\u00dfe Zahl an Arten ist vor allem an absterbende B\u00e4ume gebunden, die in Wirtschaftsw\u00e4ldern nur \u00e4u\u00dferst selten vorkommen.\u201c Insgesamt sind die Ergebnisse der Untersuchung ein eindrucksvoller Beleg f\u00fcr die \u00fcberregionale Bedeutung des Gebiets am Hohen Ochsenkopf insbesondere f\u00fcr den Schutz der Biodiversit\u00e4t in hochmontanen Waldlebensr\u00e4umen.<\/span><\/p>\n<div>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4838\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/baum_totholz_IMG_0731.jpg\" alt=\"baum_totholz_IMG_0731\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/baum_totholz_IMG_0731.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/baum_totholz_IMG_0731-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/baum_totholz_IMG_0731-140x105.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/div>\n<blockquote><p>Biosph\u00e4renprojekt Totholz\u00a0auf der Schw\u00e4bischen Alb\u00a0f\u00fcr Alpenbock\u00a0am G\u00f6nninger Ro\u00dfberg <strong><span style=\"color: #ff9900;\"><a style=\"color: #ff9900;\" href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=419\" target=\"_blank\">zum Artikel &gt;&gt;<\/a><\/span><\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>WEBcode #162461<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>104 neue Totholzk\u00e4ferarten im Bannwald \u201eHoher Ochsenkopf\u201c entdeckt Der Nationalpark Schwarzwald zeigt schon heute, wie es morgen in den noch jungen Kernzonen der Schw\u00e4bischen Alb aussehen kann. 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