{"id":1181,"date":"2013-01-24T05:55:23","date_gmt":"2013-01-24T04:55:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1181"},"modified":"2019-07-18T11:15:40","modified_gmt":"2019-07-18T09:15:40","slug":"feuer-im-herzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1181","title":{"rendered":"Feuer im Herzen"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/>Tradition &amp; Handwerk: Schw\u00e4bischer Whisky, mehr als guter Geschmack<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1163\" title=\"fink_brenner_whisky_keller_\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_brenner_whisky_keller_.jpg\" alt=\"Fink whisky keller f\u00e4sser Fass Aglishardt\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_brenner_whisky_keller_.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_brenner_whisky_keller_-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Whisky_Sphaere_09_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Versteckt liegt die Brennerei auf dem\u00a0 Hofgut Aglishardt im Herzen der Biosph\u00e4re.\u00a0Dessen Br\u00e4nde jedoch sind in der internationalen Genie\u00dfer-Szene wohl bekannt.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Tief h\u00e4ngen die schweren Wolken \u00fcber dem hohen Land. Der beigefarbene Tuffstein des herrschaftlichen Geb\u00e4udes leuchtet vor dieser d\u00fcsteren Wetterwand. Die Zeit steht still in Aglishardt \u2013 einem 827 Jahre alten Hofgut, das mit der herben Sch\u00f6nheit des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes als Kulisse Erinnerungen an das Schottische Hochland weckt.<\/p>\n<blockquote><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_201\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1181-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=1181-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"whisky_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1170\" title=\"fink_brenner_whisky_riechen\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_brenner_whisky_riechen-125x150.jpg\" alt=\"Fink Brenner Whiskey Riechen\" width=\"125\" height=\"150\" \/>Die Assoziation an die n\u00f6rdlichste der britischen Inseln gewinnt an Kontur, nicht nur weil unbeeindruckt vom scharfen Ostwind gedrungene, zottelige Highland Rinder das magere Albgras weiden. Die m\u00e4chtige H\u00f6rner dieses Urviehs wiegen im Takte der Schw\u00e4bischen Alb. Mehr noch, hier oben in der rauen Sch\u00f6nheit fast 800 Meter \u00fcber dem Meer weckt auch ein erlesener Geschmack Erinnerungen an die Urkraft von unber\u00fchrter Natur der Iren wach. So wie der Begriff Biosph\u00e4re ein Gef\u00fchl in uns weckt, erzeugt auch das schlichte Wort \u201eWhisky\u201c Emotionen. Vorausgesetzt: die erlesenste Form der Veredlung des heimischen Korns trifft den Nerv \u2013 oder besser gesagt den Geschmacksnerv.<\/p>\n<p>Und Hans-Gerhard Fink trifft \u2013 voll ins Schwarze. Der P\u00e4chter des Hofgutes bei B\u00f6hringen, nur einen Steinwurf vom Urwald im Brucktal entfernt, brennt Whisky in Vollendung. Zahlreich sind die Preise und Auszeichnungen, die Finks Kreationen pr\u00e4mieren. So klein der Keller mit seinen alten F\u00e4ssern aus pf\u00e4lzer- und amerikanischer Eiche auch sein mag, so gro\u00df ist darin der rauchig-torfige Geschmack.<\/p>\n<p>\u201eZweitbeste Deutsche Brennerei\u201c, so urteilten 2007 die Destillata-Juroren bei einer Art Geschmackswettkampf vergleichbar mit Weltmeisterschaften im Sport. Im Nationenvergleich belegt der gute Geschmack aus Aglishardt sogar Platz acht. Fink ist stolz \u2013 auch darauf, dass er hier oben auf der Alb der einzige Brenner sei. Die vielen Mitbewerber befinden sich traditionsgem\u00e4\u00df im Erms- und Lenninger Tal. Bei ihm also lagert ein echter Highland-Whisky im feuchten Gew\u00f6lbekeller.<\/p>\n<p>Whisky-Liebhaber bl\u00e4ttern bis zu 1000 Euro pro Flasche auf den Tisch. Finks edelste Tropfen kosten ab 25 Euro pro halben Liter. Ein anst\u00e4ndiger Whisky kann kein Blend sein. Blend bedeutet: Dies ist ein Verschnitt aus verschiedenen Brennereien. Single Barrel Whisky hingegen kommt aus einem Fass und einer Destillerie und ist damit reiner als der Blend. Entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t des Brandes sind die F\u00e4sser \u2013 sie m\u00fcssen aus Eichenholz gefertigt sein. Drei Jahre im Fass sollte ein Whisky mindestens lagern, erst dann gibt das Aroma der Eiche den mildw\u00fcrzigen Geschmack. Exklusive Tropfen reifen gar 50 Jahre zu einem unvergleichlichen Genuss. Ein wahres Vergn\u00fcgen, das bei diesem edlen Tropfen weniger im Herunterschlucken liegt, sondern vielmehr im Riechen und Kauen, kl\u00e4rt der diplomierte Landwirt auf. 80 Prozent der Geschmacksmerkmale eines Whiskys sind fl\u00fcchtig und kommen durch die Nase zur Geltung. Getrunken wird in Schlucken, die gerade die Zunge mit Fl\u00fcssigkeit bedecken.<\/p>\n<p>Doch wie bei jeder Erfolgsgeschichte ist der Weg dorthin meist nicht gerade. Ans hohe Ziel kommen nur die mit der meisten Energie. \u201eIch bin Getreide-Produzent. Was gibt es Sch\u00f6neres, als das eigene Produkt zu gestalten und zu vermarkten?\u201c, beschreibt Fink sein Erfolgsrezept. Deshalb kreierte er schon 1995 den Marketing-Begriff \u201eVollkorn-Schwein\u201c, ein Versuch die Fr\u00fcchte seiner \u00c4cker auf h\u00f6chstem Niveau zu veredeln. \u201eAuf dem freien Markt sieht er darin allerdings keine Chance, \u201eoder sehen Sie den Unterschied zwischen einem zwei Euro Fleisch und einem f\u00fcr zehn Euro pro Kilo?\u201c, stellt er die Frage. Deshalb gibt\u00b4s dieses M\u00fcsli-Schwein auch nur daheim, f\u00fcr die G\u00e4ste des Gasthofes Krone in Nellingen \u2013 das stets ausgebuchte Urlaubs- und Tagungshotel seiner Frau.<\/p>\n<p>Fink ist ein Naturmensch mit einer streitbaren \u00dcberzeugs- und Tatkraft: \u201eWelch ein Duft\u201c, schw\u00e4rmt er vom Wonnemonat Mai, wenn die goldenen Rapsfelder in seiner empfindlichen Nase gl\u00fchen. Fink riecht die Erde und liebt den Duft der reifen Frucht. Erntezeit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1164\" title=\"fink_highland_rind_aglishar\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_highland_rind_aglishar-150x150.jpg\" alt=\"Fink Highland Rind Weide Aglishardt\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_highland_rind_aglishar-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/fink_highland_rind_aglishar-92x92.jpg 92w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Wenn die M\u00e4hdrescher \u00fcber seine Felder ziehen, reifen in Finks Nase und Kopf wieder Kreationen f\u00fcr den guten Geschmack. 40000 Euro hat der ehrgeizige Quer\u00adeinsteiger in seine Brennerei am Standort Aglishardt 2003 investiert. Eine kleine Hausbrennerei im Nellinger Hotel dient nurmehr der Anschauung und dem Verkauf.<\/p>\n<p>Damit erf\u00fcllte er\u00a0 der Familie von Tessin, den Besitzern des Hofguts, einen dringlichen Wunsch. Vom Dornr\u00f6s\u00adchen-Schlaf solle Fink dieses Anwesen erwecken. An diesem sch\u00f6nen Winkel der Biosph\u00e4re soll er ein nachhaltiges Wirtschaftsleben etablieren. Mit Feuer im Herzen und seiner guten Nase gelingt das Fink bestimmt.<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Whisky_Sphaere_09_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2009, Seite 4-5<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tradition &#038; Handwerk: Schw\u00e4bischer Whisky, mehr als guter Geschmack<\/p>\n<p>Versteckt liegt die Brennerei auf dem  Hofgut Aglishardt im Herzen der Biosph\u00e4re. 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