{"id":1183,"date":"2011-01-26T05:17:22","date_gmt":"2011-01-26T04:17:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1183"},"modified":"2019-07-18T11:06:59","modified_gmt":"2019-07-18T09:06:59","slug":"reich-der-dufte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=1183","title":{"rendered":"Reich der D\u00fcfte"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/>Tradition &amp; Handwerk: Das Seifensiederhandwerk ist auf der Alb lebendig<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1189\" title=\"seifensieder3BFW7558\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7558.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7558.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7558-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7558-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Seifensieder_Sphaere_09_02.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das Flair und den Wohlgeruch der Schw\u00e4bischen Alb packt Seifensiederin Bruni Kazmaier in handgerechte St\u00fccke. Der Duft von Thymian oder Wacholder bet\u00f6rt die Sinne.<\/strong><\/span><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Hauch von herb w\u00fcrzigem Albwacholder erf\u00fcllt den kleinen Raum. Er l\u00e4sst das typische Landschaftsbild der Schw\u00e4bischen Alb mit seinen lieblichen Wacholderheiden vor das geistige Auge treten. In diesen Genuss kommt, wer das Gl\u00fcck hat, Bruni Kazmaier direkt beim Seifensieden in ihrem Gesch\u00e4ft im St\u00e4dtchen Hayingen hoch droben auf dem Dach der Alb zu beobachten.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3937\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-1183-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/seife_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/seife_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/seife_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/seife_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=1183-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/seife_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"seife_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1185\" title=\"seifensieder_3BFW7582\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder_3BFW7582-160x106.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder_3BFW7582-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder_3BFW7582-140x93.jpg 140w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder_3BFW7582.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Schon den Sumerern stand der Sinn nach Sauberkeit \u2013 das Bed\u00fcrfnis nach Wohlgeruch musste allerdings warten. Vor 4500 Jahren ritzten sie das erste Seifenrezept in eine noch weiche Tontafel. Pottasche aus verbrannten H\u00f6lzern und Pflanzen sollte mit \u00d6len verkocht werden. Von Duft keine Spur. Im siebten Jahrhundert setzten die Araber der Seife Aromen zu, erste Handels\u00adzentren f\u00fcr das Luxusgut entstanden. Durch die Kreuzz\u00fcge nach Europa eingef\u00fchrt, konnte im 19. Jahrhundert die handwerkliche Herstellung die Nachfrage nicht mehr decken. Moderne Chemie und industrielle Fertigung ersetz\u00adten die Handarbeit. Statt Pottasche verwendete man Soda, pflanzliche Fette l\u00f6sten den Rindertalg ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1184\" title=\"seifensieder3BFW7545\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7545.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7545.jpg 125w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7545-106x160.jpg 106w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7545-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/>Bruni Kazmaier hingegen dreht das Rad zur\u00fcck und liegt gerade deshalb im Trend. Nie verarbeitet die 45-j\u00e4hrige Hayingerin mehr als 20 St\u00fcck Seife auf einmal und das selbstverst\u00e4ndlich von Hand. Sie setzt auf regionale Inhaltsstoffe, saisonale Kr\u00e4uter und Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau. Sie schmilzt die festen pflanzlichen Fette wie beispielsweise Kokos- oder Palmfett schonend ohne Kochen. So bleiben die wertvollen Vitamine erhalten. \u201eMeine Seifen sind kalt ger\u00fchrt\u201c, betont die Kennerin dieses traditionellen Handwerks. Sie vermengt nach selbst ausget\u00fcftelten Rezepten pflanzliches Fett, Kr\u00e4uter, Natronlauge zusammen mit Wasser und Duft\u00f6len ganz bed\u00e4chtig und langsam bis die Masse die Konsistenz eines Puddings erreicht. Eingestreute Pigmente der Tonerde oder getroc\u00adk\u00adnete und gemahlene Brennesselbl\u00e4tter ergeben die Farbnuance. Vor der sechsw\u00f6chigen Reifezeit reicht sie kein St\u00fcck Seife \u00fcber den Ladentisch. Erst dann ist der Reifeprozess komplett abgeschlossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abgeschlossen hat die Naturliebhaberin ihre langj\u00e4hrige Erfahrungssammlung noch lange nicht. Stets sucht sie nach neuen Kr\u00e4utern, Duftstoffen, testet nat\u00fcrliche Farbstoffe \u2013 das Sortiment erweitert sich st\u00e4ndig. Diese Experimentierfreude weckte damals ihre Mutter. \u201eMit ihr habe ich als Kind schon Thymian gesammelt oder Tee aus Ringelblumen gekocht\u201c, erinnert sich die Hayingerin. Mit 16 Jahren deckte sich die Teenagerin mit B\u00fcchern ein zur Seifen-, Tee-, Salbenherstellung. Sie mixte und probierte. Diese Leidenschaft sollte sie das ganze Leben begleiten. So richtete sie sich neben ihrem sp\u00e4teren Beruf als Drucktechnikerin in ihrem Wohnzimmer einen Verkaufsraum ein. \u201eWir erstickten an Seife\u201c, lacht Kazmaier bei dem Gedanken an die ersten Vermarktungsversuche vor sechs Jahren. Bald merkte sie, dass Beruf und Berufung nicht unter einen Hut passten. So meldete die angehende Gesch\u00e4ftsfrau vor f\u00fcnf Jahren ein Gewerbe an, 2006 h\u00e4ngte sie ihren Beruf als Drucktechnikerin an den Nagel und er\u00f6ffnete den 40 Quadratmeter gro\u00dfen Laden im St\u00e4dtchen Hayingen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1186\" title=\"seifensieder3BFW7567\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7567-160x106.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7567-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7567-140x93.jpg 140w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/seifensieder3BFW7567.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Den besuchen die Hayinger gern\u201c, freut sich Kazmaier \u00fcber den Zuspruch nicht nur aus der Heimat. Gerne kaufen auch Touristen nach Alb duftende Mitbringsel. Au\u00dferdem bietet sie auf Kunsthandwerkerm\u00e4rkten und \u00fcber ihre Homepage Produkte an (www.stebruka.de). Das Angebot reicht von Duft-, Kr\u00e4uter-, Bioseifen, Cremes und Bade\u00f6len bis hin zu regionalen K\u00f6rbchen, die sie mit Wacholderr\u00e4uchersp\u00e4nen, Linsen, Schnaps und\u00a0 Marmelade f\u00fcllt. Ein gro\u00dfes Sortiment an Edelsteinen\u00a0 dient freilich nicht allein der Zierde. Ausger\u00fcstet mit einer Zusatzausbildung in Steinheilkunde versorgt die Allrounderin ihre Kunden mit Wissen \u00fcber die positive Ausstrahlung der Steine f\u00fcr K\u00f6rper und Geist. \u201eF\u00fcr jede Person gibt es den passenden Stein\u201c, wei\u00df Kazmaier. Oft greifen ihre Kunden intuitiv nach dem Stein, den sie gerade brauchen. \u201eBruni, es hat gewirkt\u201c, rief es einmal durch die T\u00fcr \u2013 rumms, war sie wieder zu. \u201eSo etwas ist der sch\u00f6nste Lohn\u201c, l\u00e4chelt die quirlige Mittvierzigerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gelohnt hat sich auch ihr waches Auge. \u201eMit meinem Seifenblick wandere ich durch die Natur und entdecke Neues\u201c, beschreibt Kazmaier ihr Erfolgsrezept. So reifte\u00a0 vor drei Jahren die Idee, nicht nur die Milch von Schafen und Ziegen in der Seife zu verarbeiten, sondern auch die besonders fetthaltige der Albb\u00fcffel. Satte 25 Prozent macht der Milchgehalt schlie\u00dflich aus. Nicht nur deshalb trocknen die edlen St\u00fccke die Haut nicht aus. Die duftenden Kazmaier-Seifen wirken r\u00fcckfettend. Sie pflegen nicht nur die Haut, sondern auch die Seele.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Seifensieder_Sphaere_09_02.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 2\/2009, Seite 4-5<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tradition &#038; Handwerk: Das Seifensiederhandwerk ist auf der Alb lebendig<\/p>\n<p>Das Flair und den Wohlgeruch der Schw\u00e4bischen Alb packt Seifensiederin Bruni Kazmaier in handgerechte St\u00fccke. 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