{"id":12309,"date":"2020-12-21T10:47:16","date_gmt":"2020-12-21T09:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=12309"},"modified":"2021-03-10T10:25:21","modified_gmt":"2021-03-10T09:25:21","slug":"naturpark-tiroler-lech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=12309","title":{"rendered":"Naturpark Tiroler Lech"},"content":{"rendered":"<p><em><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" \/>\u00a0Nationale Landschaft: Naturpark Tiroler Lech \u2013 Europas letzter Wildfluss bleibt ungez\u00e4hmt<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Stoff, aus dem Tr\u00e4ume sind. Die Wannenspitze thront auf 2363 Meter Meeresh\u00f6he \u00fcber dem wilden Lech. Hier wanderte schon Anna, alias Geierwally, vor 160 Jahren \u2013 lange bevor das Rendezvous der Lechtalerin mit dem Adlernest den Stoff f\u00fcr zwei B\u00fccher und f\u00fcnf Verfilmungen lieferte.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Naturpark_Tiroler_Lech_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><!--more--><\/em><\/p>\n<blockquote><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7223\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-12309-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=12309-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"Lechtal_Nationale_Landschaften_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12317\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513.jpg\" alt=\"lechtal_berg_IMG_8513\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<h2><span class=\"Apple-style-span\" style=\"color: #ff6600;\">Europas wildes Tal<\/span><\/h2>\n<p><i>Ein Stoff, aus dem Tr\u00e4ume sind. Die Wannenspitze thront auf 2363 Meter Meeresh\u00f6he \u00fcber dem wilden Lech. Hier wanderte schon Anna, alias Geierwally, vor 160 Jahren \u2013 lange bevor das Rendezvous der Lechtalerin mit dem Adlernest den Stoff f\u00fcr zwei B\u00fccher und f\u00fcnf Verfilmungen lieferte.<\/i><\/p>\n<p>Oben in Adlersh\u00f6he, am schwindelnden Abhang stand eine M\u00e4dchengestalt, von der Tiefe heraufgesehen nicht gr\u00f6\u00dfer als eine Alpenrose, aber doch scharf sich abzeichnend vom lichtblauen Himmel und den leuchtenden Eisspitzen der Ferner. Fest und ruhig stand sie da, wie auch der H\u00f6henwind an ihr riss und zerrte, und schaute nieder schwindellos in die Tiefe.\u201c Mit diesem Szenenbild aus dem Jahre 1875 skizziert Wilhelmine von Hillern in ihrem Bestseller \u201eDie Geierwally\u201c ein St\u00fcck Lechtal, das Literatur- und noch mehr Filmgeschichte schreiben sollte.<\/p>\n<p><strong>Fotos &amp; Text Sph\u00e4re-Verlag<\/strong><\/p>\n<p>Thema: Eine emanzipierte junge Frau nimmt mutig ein Adlernest aus, weil sich die M\u00e4nner im Tal nicht trauten. Die Geschichte ist wahr, die Abenteuerin hei\u00dft Anna und erblickte hier in Elbigenalp das Licht der Welt. 1858 seilte sie tats\u00e4chlich zu einem Adlernest ab, einen Bergr\u00fccken entfernt, an dem dieses Foto oben entstand.<\/p>\n<p>Insgesamt f\u00fcnf Kinostreifen drehen sich um das tierische Abenteuer der Anna vor bald 160 Jahren. 1921 noch als Stummfilm, zuletzt 2005 als moderne Fernsehproduktion gesendet von der ARD. Doch bis auf die Kletterpartie, nachweislich ohne den inszenierten Adlerkampf, hatte das Leben der echten Geierwally mit der landl\u00e4ufigen Heimatschnulzerei wenig zu tun. Sie studierte Kunst, lebte gut von ihrer Malerei (gestorben\u00a01915). Von wegen Drama, aber emanzipiert war sie schon, die Lechtalerin.<\/p>\n<p>So wie auch der Fluss vor ihrer Haust\u00fcr damals wie heute ein wildes, selbstbestimmtes Dasein genie\u00dft, irgendwie besonders, aber doch unauff\u00e4llig normal. Wenig Showbiz, wenig Publikum. Zum Gl\u00fcck. Trotz Geierwally-Hype blieb bis heute das Lechtal vom Ansturm der Sommerfrischler und Skipistenhelden verschont. Der Grund: Die Bestsellerautorin von Hillern verlegte die Originalhandlung aus dem einsamen Lechtal ins renommiertere \u00d6tztal. Darum urlauben die Liebhaber hier unter sich. Entweder sie pedalieren einsam \u00fcber den traumhaften Radweg durchs Tal oder wandern auf einem der flankierenden Halbh\u00f6hentrails. Ambitionierte Tourengeher suchen eher wie einst Geierwally die Einsamkeit zwischen den Felsw\u00e4nden im Schatten der m\u00e4chtigen Zweieinhalbtausender.<\/p>\n<p>So gr\u00e4bt sich der Lech mal tosend, mal gem\u00e4chlich durch eine angenehm ruhige Zeit. Er darf noch flie\u00dfen, wohin ihn die Schwerkraft treibt. 1000 Jahre links herum, dann m\u00e4andriert er pl\u00f6tzlich nach rechts. Die zu B\u00f6schungen angewachsenen Kiesb\u00e4nke am Fu\u00dfe der malerischen Seitent\u00e4ler wachsen best\u00e4ndig. Es ist erst wenige Erdenleben her, dass die Menschen auf diesen Anh\u00f6hen siedelten. Sie mieden die Talsohlen. Denn sie wussten: Die Natur entfesselt bisweilen Kraft \u2013 Hochwasserkraft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12317\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513.jpg\" alt=\"lechtal_berg_IMG_8513\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_berg_IMG_8513-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>\u00a0Gratwanderung \u2013 wandeln auf Geierwallys Spuren.<\/em><\/span><\/p>\n<p>1910 beispielsweise: In Geierwallys Bergen glei\u00dften die Gipfel im Sommer immer noch winterlich wei\u00df. Am Schicksalstag, den 14. Juni allerdings schmolz die wei\u00dfe Pracht im Sturm zahlreicher Wolkenbr\u00fcche dahin. Der Lech schwoll zu einem rei\u00dfenden Strom. Sieben Br\u00fccken im Tal riss er fort. Zahlreiche Triftklausen und Sperren verschwanden in den Fluten. Bei Steeg f\u00fchrte der Lech fast 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde statt gew\u00f6hnlich nur 12. Im Jahre 2005 wiederholte sich das Schauspiel. Eine Katastrophe f\u00fcr den Mensch, eine Episode f\u00fcr Mutter Natur.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12314\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_Bruecke_wandern_IMG_8551.jpg\" alt=\"lechtal_Bruecke_wandern_IMG_8551\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_Bruecke_wandern_IMG_8551.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_Bruecke_wandern_IMG_8551-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_Bruecke_wandern_IMG_8551-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #808080;\">Schweben wie Geierwallys Adlerlegende Seit 2011 erleben Lechweg-Wanderer bei Holzgau exklusive Perspektiven. 105 Meter l\u00e4sst das Gitterrost der 200 Meter langen Seilh\u00e4ngebr\u00fccke in die Tiefe blicken. <\/span><\/em><\/p>\n<p>Denn Leben ist Ver\u00e4nderung. So eine Flutwelle gibt dem Lech wom\u00f6glich einen neuen Kurs. Die schwungvollen, trockengefallenen ehemaligen Uferb\u00f6schungen in unterschiedlichen H\u00f6henebenen geschichtet, bezeugen die Best\u00e4ndigkeit der Launen. Jahr um Jahr gr\u00e4bt sich der Lech tiefer in die Talsohle ein. Aktuell betr\u00e4gt die Meeresh\u00f6he 855 bei Reutte und 40 Kilometer s\u00fcdlich im Gebirge bei Steeg rund 1128 Meter. Der Lech entspringt auf 1840 Meter H\u00f6he.<\/p>\n<p>Lag hier nicht letztes Jahr eine Schotterbank? Stattdessen staut sich eine Biegung weiter pl\u00f6tzlich Treibholz massiv. Ger\u00f6ll verf\u00e4ngt sich. Bald \u00fcberragt eine Insel den Wasserspiegel. Ein Samen f\u00e4llt, Pioniergr\u00e4ser bl\u00fchen. Schlie\u00dflich trotzt sogar eine kleine Kiefer auf diesem jungen Biotop erfolgreich dem Schmelzwasser.<\/p>\n<p>Weniger effektiv allerdings stellt sich bisweilen die Natur banalen Wirtschaftsinteressen entgegen. Staustufen, Talsperren \u2013 der Mensch bewegte in k\u00fcrzester Zeit katastrophal viel Erde, dirigierte Fl\u00fcsse um, staute mehr Wasser, als es Lawinen und Muren vermochten. Auch das Lechtal hatten Energiekonzerne im Visier. Doch B\u00fcrger begehrten auf. Nun spannt sich statt einer Stau\u00adstufe eine wundersame Holzbr\u00fccke \u00fcber den Lech \u2013 das Naturparkhaus (Foto Kasten). Es kr\u00f6nt symboltr\u00e4chtig Europas wilden Fluss, so wie in wohl auch Geierwally gesehen haben mag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12318\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_fluss_kies_IMG_0059.jpg\" alt=\"lechtal_fluss_kies_IMG_0059\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_fluss_kies_IMG_0059.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_fluss_kies_IMG_0059-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_fluss_kies_IMG_0059-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">\u00dcbersichtskarte<\/span><\/h3>\n\t\t<div id=\"maps-marker-pro-a8c5e69d\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-a8c5e69d\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-a8c5e69d\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-a8c5e69d\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<blockquote>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Flie\u00dfen, wohin die Schwerkraft treibt<br \/>\n<\/span><\/h3>\n<div id=\"attachment_12315\" style=\"width: 330px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12315\" class=\"wp-image-12315 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_IMG_3311.jpg\" alt=\"lechtal_IMG_3311\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_IMG_3311.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_IMG_3311-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_IMG_3311-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><p id=\"caption-attachment-12315\" class=\"wp-caption-text\">Monumental: Das Naturparkhaus thront auf einer Br\u00fcckenkonstruktion \u00fcber dem Lech.<\/p><\/div>\n<p><strong>Naturpark Tiroler Lech:<\/strong> 2014 erhielt der Lech das Pr\u00e4dikat \u201eNaturpark\u201c. Seit 2000 bereits geh\u00f6rt dieser Fluss dem europaweiten Schutzgebietsnetz Natura 2000 an, deren Flora-Fauna-Habitat- und Vogelschutzrichtlinie die Verhaltensgrundlage f\u00fcr dieses \u00d6kosystem bilden.<\/p>\n<p>Geierwallys Heldentat, ein Adlernest zu pl\u00fcndern, weil diese Raubv\u00f6gel die L\u00e4mmer im Tal bedrohen, w\u00e4re heute also undenkbar. \u201eEcological correctness\u201c aber wird salonf\u00e4hig, weshalb die moderne Film-Wally in der 2005er-Produktion nicht das Nest pl\u00fcndert, sondern nur ein verlassenes Adler-Junges rettet.<\/p>\n<p>Diesem Bewusstseinswandel schlie\u00dflich ist auch der Schutz dieser einmaligen Flussauen geschuldet. Sie gelten als \u201eDschungel Mitteleuropas\u201c, weil vergleichsweise artenreich. Ein Drittel (1116 Arten) aller in Tirol heimischen Pflanzen wachsen hier. Davon sind 392 Arten sehr wertvoll und als gef\u00e4hrdet eingestuft. Der Lech dient als Verbreitungsachse, entlang dem nicht nur der Wind die Pflanzensamen transportiert, sondern auch das Wasser.<\/p>\n<p>Das Schutzgebiet umfasst den Wildfluss Lech mit angrenzenden \u00dcberflutungszonen und Auw\u00e4ldern, die wichtigsten Seitenzubringer sowie Teile von Bergmischw\u00e4ldern. Der Naturpark Tiroler Lech ist somit das gr\u00f6\u00dfte zusammenh\u00e4ngende Schutzgebiet im Talbereich Tirols. Der Lech flie\u00dft \u00fcber 62 Kilometer in einer West-Nordost-Ausrichtung durch den Naturpark, bis er an der s\u00fcddeutschen Staatsgrenze n\u00f6rdlich von Reutte bei Vils\/Pinswang \u00d6sterreich verl\u00e4sst.<\/p>\n<p><span style=\"color: #808000;\">Naturpark Tiroler Lech: 4138 Hektar \/ H\u00f6he: 800 bis 1380 m. Vergleich: Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb 85300 Hektar, Ehemaliger Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen 3700 Hektar.<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><em><span style=\"color: #808080;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12319\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_gebirge_IMG_8496.jpg\" alt=\"lechtal_gebirge_IMG_8496\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_gebirge_IMG_8496.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_gebirge_IMG_8496-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/lechtal_gebirge_IMG_8496-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #808080;\">\u00a0Freiheit \u2013 flie\u00dfen, wohin die Schwerkraft treibt.\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #888888;\">WEBcode #17135<\/span><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Naturpark_Tiroler_Lech_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>PDF-Download: <\/em><em>Print-Artikel runterladen<\/em><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2017, Seite\u00a032-35<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Nationale Landschaft: Naturpark Tiroler Lech \u2013 Europas letzter Wildfluss bleibt ungez\u00e4hmt<\/p>\n<p>Ein Stoff, aus dem Tr\u00e4ume sind. Die Wannenspitze thront auf 2363 Meter Meeresh\u00f6he \u00fcber dem wilden Lech. Hier wanderte schon Anna, alias Geierwally, vor 160 Jahren \u2013 lange bevor das Rendezvous der Lechtalerin mit dem Adlernest den Stoff f\u00fcr zwei B\u00fccher und f\u00fcnf Verfilmungen lieferte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12313,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[64,12,22,66,61],"tags":[],"class_list":["post-12309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nationalpark-portrait","category-podcast","category-printausgabe-archiv","category-qr-code-link","category-tipps-urlaubsreisen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12309"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16502,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12309\/revisions\/16502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12313"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}