{"id":13128,"date":"2018-04-27T12:13:14","date_gmt":"2018-04-27T10:13:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13128"},"modified":"2018-05-02T09:01:43","modified_gmt":"2018-05-02T07:01:43","slug":"keine-angst-vor-woelfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13128","title":{"rendered":"Keine Angst vor W\u00f6lfen"},"content":{"rendered":"<p><em>Baden-W\u00fcrttemberg hat ein Herz f\u00fcr den Wolf<\/em><\/p>\n<p>NABU legt Umfrageergebnisse zum Tag des Wolfes am 30.\u00a0April\u00a0vor. Gro\u00dfes Interesse und Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung.<!--more--><\/p>\n<p>Den Tag des Wolfes am 30. April nimmt der NABU Baden-W\u00fcrttemberg zum Anlass, die Ergebnisse einer bundesweiten Studie zur Akzeptanz des Wolfes f\u00fcr den S\u00fcdwesten vorzustellen. \u201eDie gro\u00dfe Mehrheit der Badener und Schwaben ist offenbar sehr naturverbunden und hat ein Herz f\u00fcr den Wolf. <strong>74 Prozent finden es erfreulich, dass der Wolf in den S\u00fcdwesten zur\u00fcckkehrt<\/strong>\u201c, fasst der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle zusammen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>W\u00f6lfe geh\u00f6ren genauso wie F\u00fcchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft und sollten hier leben k\u00f6nnen, auch falls dies Probleme verursacht \u2013 das sagen sogar 76 Prozent der Befragten im Land<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>53 Prozent verbinden mit dem Wolf positive Gef\u00fchle, nur zw\u00f6lf Prozent negative.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>In den bundesweiten Zahlen gibt es bei der hohen Zustimmung zum Wolf keinen Unterschied zwischen Stadt- und Landbev\u00f6lkerung. Das sind Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Bev\u00f6lkerungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des NABU zum Tag des Wolfes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6175\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg\" alt=\"wolf_3BFW4507\" width=\"320\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-160x116.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/wolf_3BFW4507-140x101.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ergebnisse sind nahezu identisch mit denen der Umfrage 2015 mit gleicher Fragestellung. \u201eDie Baden-W\u00fcrttemberger stehen der R\u00fcckkehr des Wolfes nach wie vor positiv gegen\u00fcber \u2013 trotz einiger Wolfsrisse im Land und der Panikmache einiger Landespolitiker\u201c, sagt Enssle. \u201eDas freut uns, denn es zeigt: Viele Menschen f\u00fchlen sich diesem beeindruckenden Tier verbunden. Wir m\u00fcssen schlicht wieder lernen mit dem Wolf zu leben. Dazu sind Information und Aufkl\u00e4rung n\u00f6tig, aber auch die finanzielle Unterst\u00fctzung und Beratung f\u00fcr Nutztierhalterinnen und -halter beim Herdenschutz.\u201c<\/p>\n<p>Der europaweit streng gesch\u00fctzte Wolf lebt seit 18 Jahren wieder in einigen Teilen Deutschlands. Von Osten her breitet er sich in den letzten Jahren weiter aus und ist inzwischen auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein wieder heimisch. Insgesamt 60 Wolfsrudel, 16 Paare und zwei territoriale Einzeltiere z\u00e4hlt das bundesweite Wolfsmonitoring f\u00fcr das aktuelle Jahr. Vereinzelt sind in den letzten Jahren auch W\u00f6lfe durch Baden-W\u00fcrttemberg gestreift. Davor kannten auch die Baden-W\u00fcrttemberger den Wolf rund 150 Jahre lang nur aus B\u00fcchern. \u201eLeider schwirrt immer noch die M\u00e4rchendarstellung des Wolfs als aggressiver, hinterh\u00e4ltiger \u00dcbelt\u00e4ter herum, der die sieben Gei\u00dflein und Kinder wie das Rotk\u00e4ppchen frisst\u201c, so der NABU-Landeschef. \u201eDas ist durchaus nachvollziehbar, denn die M\u00e4rchen der Gebr\u00fcder Grimm haben sich tief in unsere Seele eingebrannt.\u201c Das zeigt auch die Umfrage, <strong>bei der 28 Prozent der Befragten aus Baden-W\u00fcrttemberg angaben, dass sie Angst h\u00e4tten, in einem Gebiet mit Wolfsvorkommen in den Wald zu gehen.<\/strong> \u201eZum Gl\u00fcck hat das Wolfsbild der Gebr\u00fcder Grimm nichts mit unserer heutigen Realit\u00e4t zu tun\u201c, betont Enssle. Dennoch sei es wichtig, die Sorgen und \u00c4ngste der Menschen ernst zu nehmen und entsprechende Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten.<\/p>\n<p>Eine klare Absage erteilt der NABU Forderungen, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. \u201eDer Wolf ist durch internationales und nationales Recht gesch\u00fctzt\u201c, stellt Enssle klar. Dies bekr\u00e4ftigte auch die EU-Kommission k\u00fcrzlich erneut, der strenge Schutzstatus solle nicht gelockert werden. \u201eObwohl sich im S\u00fcdwesten noch kein einziger Wolf angesiedelt hat, rufen einige fast schon reflexhaft nach Pulver und Blei. Klar ist: Baden-W\u00fcrttemberg ist auch jetzt schon gut vorbereitet, um im Umgang mit W\u00f6lfen, die auff\u00e4lliges Verhalten zeigen, zurechtzukommen. Dazu braucht es keine Aufnahme ins Jagdgesetz\u201c, erg\u00e4nzt NABU-Artenschutzreferentin Felicitas Rechtenwald.<\/p>\n<p>Statt mit Scheindebatten die \u00d6ffentlichkeit zu verunsichern, sollten Kritiker und Kritikerinnen helfen, wirksame Ma\u00dfnahmen zum Herdenschutz voranzubringen. Im S\u00fcdwesten werden Landesschafzuchtverband und NABU in K\u00fcrze ein zweites, vom Umweltministerium gef\u00f6rdertes Projekt zum Herdenschutz beginnen. \u201eFunktionierender Herdenschutz ist wichtig, nicht nur f\u00fcr Weidetierhalterinnen und -halter, sondern auch f\u00fcr den Wolf. Wenn W\u00f6lfe lernen, dass Schafe und Ziegen keine leichte Beute sind, halten sie sich von ihnen fern\u201c, wei\u00df Rechtenwald.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Zur forsa-Umfrage:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Befragung wurde im Auftrag des NABU von der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH durchgef\u00fchrt. Hierzu wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 4. M\u00e4rz 2018 mittels des bev\u00f6lkerungsrepr\u00e4sentativen Befragungspanels forsa.omninet 2.009 Bundesb\u00fcrger\/-innen ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse weisen eine Fehlertoleranz von \u00b1 2,5 Prozent auf.<\/p>\n<p>Die Umfrage-Ergebnisse im Detail:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.NABU.de\/wolfsumfrage-2018\" target=\"_blank\">www.NABU.de\/wolfsumfrage-2018<\/a><\/p>\n<p>Weitere Infos zum Wolf\u00a0unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.NABU.de\/wolfsumfrage-2018\" target=\"_blank\">www.NABU-BW.de\/wolf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Die Ergebnisse f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg in der \u00dcbersicht:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>74 % der Befragten finden es erfreulich, dass der Wolf wieder unsere Landschaft bereichert. 76 % sind der Meinung, dass W\u00f6lfe genauso wie z. B. F\u00fcchse, Rehe oder Biber in unsere Landschaft geh\u00f6ren.<\/li>\n<li>76 % meinen zudem, W\u00f6lfe sollten in Deutschland leben k\u00f6nnen, auch falls es teilweise zu Problemen kommt.<\/li>\n<li>74 % sind der Auffassung, dass die von W\u00f6lfen ausgehenden Risiken in den Medien \u00fcbertrieben dargestellt werden.<\/li>\n<li>Zwei Drittel (65 %) teilen die Einsch\u00e4tzung, dass einzelne W\u00f6lfe, die Probleme verursachen, notfalls get\u00f6tet werden m\u00fcssen.<\/li>\n<li>28 % sagen aber auch, dass sie in einem Gebiet mit Wolfsvorkommen Angst h\u00e4tten, in den Wald zu gehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Zum Tag des Wolfes:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der NABU hat den Tag des Wolfes 2013 ins Leben gerufen, um \u00fcber die Tiere zu informieren und Bedenken zu begegnen. Seitdem finden an diesem Datum zahlreiche Veranstaltungen in ganz Deutschland und Baden-W\u00fcrttemberg statt. Das Datum wurde so gew\u00e4hlt, da am 30. April das j\u00e4hrliche Monitoring abgeschlossen wird. Die Wolfwelpen verlassen meist Ende April erstmals ihre H\u00f6hle und werden dann auch offiziell gez\u00e4hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baden-W\u00fcrttemberg hat ein Herz f\u00fcr den Wolf NABU legt Umfrageergebnisse zum Tag des Wolfes am 30.\u00a0April\u00a0vor. 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