{"id":13482,"date":"2018-07-04T12:22:25","date_gmt":"2018-07-04T10:22:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13482"},"modified":"2018-07-04T16:30:46","modified_gmt":"2018-07-04T14:30:46","slug":"13482","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13482","title":{"rendered":"160 Jahre Leben mit der Echaz"},"content":{"rendered":"<p><em>Neues Buch des Pfullinger Geschichtsvereins\u00a0erschienen<\/em><\/p>\n<p>\u201eHistorische Wasserwirtschaft der Echaz in Pfullingen\u201c hei\u00dft das Buchprojekt des Geschichtsvereins Pfullingen. Unter der Federf\u00fchrung der Vorsitzenden Prof. Waltraud Pustal entstand ein Werk, das historische Quellen aufarbeitet und f\u00fcr folgende Generationen konserviert.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Das Buch \u201eHistorische Wasserwirtschaft der Echaz in Pfullingen\u201c thematisiert\u00a0W\u00e4sserwiesen, M\u00fchlen, Brunnen, Natur, Landschaft, Stadt, Kultur, Geschichte, Kunst<\/strong><\/p>\n<p>10.- EUR,\u00a0ISSN 1436\u20138390, Februar 2018, 1. Auflage, 220 Seiten,\u00a0<span style=\"color: #808080;\">erh\u00e4ltlich im Buchhandel, im Stadtgeschichtlichen Museum Pfullingen, und beim Geschichtsverein Pfullingen: <a style=\"color: #808080;\" href=\"http:\/\/www.geschichtsverein-pfullingen.de\" target=\"_blank\">www.geschichtsverein-pfullingen.de<\/a><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13486\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen.jpg\" alt=\"Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen\" width=\"640\" height=\"523\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen-160x131.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen-392x320.jpg 392w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Gemaelde_Wilhelm_Kehrer_Waesserwiesen_Pfullingen-150x123.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Gem\u00e4lde: Wilhelm Kehrer, W\u00e4sserwiesen in Pfullingen (<span class=\"Apple-style-span\">Foto Burgemeister)<\/span><\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #800000;\"><strong>Zu diesem Buch<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Der Ausgangspunkt f\u00fcr dieses Buchprojekt ist die historische Nutzung der W\u00e4sserwiesen in der Pfullinger Echazaue. Dieses Thema nimmt daher eine zentrale Stellung ein. Diese Nutzungsart der weitl\u00e4ufigen fruchtbaren Wiesengr\u00fcnde in der Talsohle der Echaz sowohl im S\u00fcden bis zur Gemarkungsgrenze Unterhausen wie auch im Norden in Richtung Reutlingen bis zum Arbach endete circa 1965. Die Gesellschaft und die Arbeitsbedingungen hatten sich mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs grundlegend ge\u00e4ndert. Die Landwirtschaft war nicht mehr essentiell da-rauf angewiesen. Das Ende war schleichend und unspektakul\u00e4r und ein so selbstverst\u00e4ndlicher Teil des Fortschritts, dass kaum jemand auf die Idee kam, die letzten Zeugnisse dieser einst \u00fcber viele Jahrhunderte andauernden und da\u00adher allt\u00e4glichen, \u00fcber ein ausgekl\u00fcgeltes Grabensystem neben dem Hauptarm der Echaz funktionierenden und f\u00fcr die Landwirtschaft unverzichtbaren Art der Wiesennutzung in unserer Stadt zu dokumentieren. Die mit Bew\u00e4sserungsgr\u00e4ben durchzogene Streuobstwiesenlandschaft im Norden des Stadtgebiets wurde 1966 als neues Gewerbegebiet \u201eSteinge\u201c erschlossen. Ganz im Gegensatz dazu wurde die Echazaue im S\u00fcden des Stadtgebiets als Ergebnis jahrzehntelanger Aktivit\u00e4ten des \u00f6rtlichen NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) im Jahr 2005 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.<br \/>\nDie Echaz ist die historische Lebensader der Stadt. Die Siedlungsgeschichte begann in der Jungsteinzeit vor ca. 5.000 Jahren. In den Zeitraum 400 v. Chr. bis 100 n. Chr. lassen sich keltische Ausgrabungsfunde im Kalktuff am s\u00fcdlichen Stadtrand datieren. Um 450 n. Chr. lie\u00dfen sich Alemannen um ihren F\u00fcrsten Pfuhlo, dem Namensgeber Pfullingens, an der Echaz nieder. Die erste historische Erw\u00e4hnung Pfullingens basiert auf einer Urkunde durch Kaiser Otto I. im Jahre 937. Der Anlass war die Schenkung des Fischereirechtes entlang der Echaz durch Kaiser Otto I. an den Priester Hartbert.<br \/>\nAb Beginn des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung Pfullingens entlang der Echaz. Die einstigen mittelalterlichen M\u00fchlen und Triebwerke waren die Keimzelle f\u00fcr sp\u00e4teren Wohlstand und Arbeitspl\u00e4tze. Daneben spielten und spielen weitere Versorgungs- und Schutzfunktionen wichtige Rollen: Trinkwasserversorgung, Abwasser, Hochwasserschutz, Naturschutz und Erholung. Die Echaz verf\u00fcgt zudem \u00fcber eine ph\u00e4\u00adnomenale Eigenschaft: Sie stellt aus Wasser Stein und Sand her: Kalktuffstein und Kalktuffsand, qualitative Baumaterialen.<br \/>\nPfullingen ist seit seiner Gr\u00fcndung Mitglied des Biosph\u00e4rengebiets Schw\u00e4bische Alb und war auch an der Entstehung dieses gro\u00dfr\u00e4umigen Schutzgebiets von Beginn an beteiligt. Ein Projektziel des Biosph\u00e4rengebiets ist \u201edie Bewahrung des historisch-kulturellen Erbes\u201c. Dieses Ziel deckt sich mit den Aufgaben des Geschichtsvereins Pfullingen, \u201edas Geschichtsbewusstsein in der Bev\u00f6lkerung zu erhalten und zu f\u00f6rdern\u201c.<br \/>\nAm 31. Januar 2008 trat die Verordnung des Ministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und L\u00e4ndlichen Raum \u00fcber das Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb in Kraft. Seit dem 26. Mai 2009 ist das Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb auch als UNESCO-Biosph\u00e4renreservat anerkannt und wird somit als Zeugnis beeindruckender Artenvielfalt und eines unverwechselbaren Lebensraums f\u00fcr den Menschen in Einklang mit der Natur anerkannt. Diese hohe Bewertung hebt das Biosph\u00e4rengebiet in die Liga der weltweit bedeutendsten Kulturlandschaften, wie es der zum damaligen Zeitpunkt regierende Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther H. Oettinger formulierte.<br \/>\nDiese Publikation f\u00fchrt uns auf eine spannende Wanderung entlang der Echaz mit ihren Verzweigungen durch das Stadtgebiet. Folgt man diesen Pfaden, bieten sich Einblicke in ein vielf\u00e4ltiges Mosaik unterschiedlichster Nutzungen. Moderne und historische Wasserkraftnutzung stehen nebeneinander. Einzigartige geologische Formationen, unterschiedlichste Lebens- und Erlebnisr\u00e4ume laden jedermann ein, sich auf Spurensuche zu begeben oder zu verweilen und zu genie\u00dfen. Der Weg lohnt sich, f\u00fcr Spazierg\u00e4nger, Radfahrer, Schulklassen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13483\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Fuehrung.jpg\" alt=\"Echaz_Fuehrung\" width=\"320\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Fuehrung.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Fuehrung-160x104.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Fuehrung-150x97.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>F\u00fchrung WasserErlebnisPfad mit Waltraud Pustal (Harry Pokk)<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Dank<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dieser \u201eBeitrag 19 zur Pfullinger Geschichte\u201c f\u00fchrt Fachkenntnisse aus meinem Beruf als Landschaftsplanerin mit dem Interesse f\u00fcr eine ganzheitliche und nachhaltige Geschichtsbehandlung zusammen. Das Buch entstand dank der Unter\u00adst\u00fctzung vieler engagierter Personen.<br \/>\nDer besondere Dank gilt den Zeitzeugen f\u00fcr ihre ausf\u00fchrlichen Berichte und Erinnerungen in den Interviews sowie bei Ortsbegehungen, den sachkundigen Personen f\u00fcr Informationen und Hinweise, der Bereitstellung der <span class=\"Apple-style-span\">dokumentarischen Fotos,\u00a0in gro\u00dfem Umfang aus dem Archiv von Foto Burgemeister, Pfullingen\u00a0und der einzigartigen Naturaufnahmen<\/span>, der Bereitstellung der wundersch\u00f6nen und vor allem dokumentarischen Gem\u00e4lde, Zeichnungen, Linolschnittdrucke, der Zurverf\u00fcgungstellung von historischen Dokumenten, Karten und B\u00fcchern aus privaten und \u00f6ffentlichen Archiven, dem Stadtarchiv Pfullingen und der Stadtentw\u00e4sserung Reutlingen SER und den Mitautoren f\u00fcr Ihre sach- und fachkundigen Beitr\u00e4ge.<br \/>\nZu verdanken ist die Realisierung des Projektes der Unterst\u00fctzung durch das Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb.<\/p>\n<p><em>Prof. Waltraud Pustal, freie Landschaftsarchitektin, Vorsitzende Geschichtsverein Pfullingen<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<h2><span style=\"color: #800000;\"><strong>Inhalt<\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Der Inhalt des Buches f\u00fchrt die Leser durch die gesamte Thematik der Wasserwirtschaft einst und heute und kl\u00e4rt \u00fcber nat\u00fcrliche und kulturelle Zusammenh\u00e4nge und Hintergr\u00fcnde auf. Die Hauptkapitel sind: Geologie und Landschaft, Energiequelle, W\u00e4sserwiesen, Kan\u00e4le, Wasserversorgung, Abwasser, Sandabbau, Weitere Nutzungen, Hochwasser, Lebensraum, Die Echaz in Planwerken, Die Echaz in Kunst und Literatur. Die Kapitel sind wiederum in eine gro\u00dfe Zahl Unterkapitel gegliedert, denn der Aufbau des Buches ist so angelegt, dass ein Kapitel jeweils nur zwei Buchseiten in Anspruch nimmt. Das dient einer hohen Lesefreundlichkeit.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Geologie und Landschaft<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Echaz entspringt oberhalb von Honau mit einer starken Karstquelle an der \u00f6stlichen Talseite auf 577 m \u00fc. NN. Auf einer L\u00e4nge von 200 m Richtung Tal folgen mehrere weitere kr\u00e4ftige Austritte, die hydrologisch der Echazquelle zuzuord\u00adnen sind. Die Echaz hat sich in der j\u00fcngsten Erdgeschichte in die Festgesteine des Braunjuras eingetieft und die heuti\u00adge Talaue geformt. Das obere Echaztal ist vorwiegend von unterschiedlichen Kalktuff-Sedimenten gepr\u00e4gt: Kalkschluff, Kalktuffsand, teils mit \u201eKies\u201c-Ger\u00f6llen aus verfestigtem Kalktuff. Bachabw\u00e4rts sind es j\u00fcngere, kiesige Talf\u00fcllungen. Gro\u00dfe Teile der Stadt Pfullingen sind auf diesen Talkiesen gebaut. Als Grundwasserleiter wirken insbesondere die Kalktuffsedimente und die darunter folgenden schluffarmen, gut durchl\u00e4ssigen Talschotter.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Lebensraum<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In der Pfullinger Echazaue herrscht eine hohe biologische Vielfalt. Das wurde seit der Oberamtsbeschreibung von 1893 immer wieder best\u00e4tigt.<br \/>\nDie verschiedenen Biotope der Echazaue, wie z. B. Nasswiesen, Gew\u00e4sser, Hecken und R\u00f6hrichte bieten R\u00fcckzugsraum f\u00fcr Flora und Fauna. Der Einzug des Bibers ist ein Beleg f\u00fcr die hohe Naturn\u00e4he.<br \/>\n2005 wurde die Echazaue im S\u00fcden des Stadtgebiets als Naturschutzgebiet ausgewiesen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>W\u00e4sserwiesen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ein bedeutendes, weil inzwischen sehr selten gewordenes Zeugnis fr\u00fcherer b\u00e4uerlicher Bewirtschaftungsformen, sind die heute noch erhaltenen und als Naturschutzgebiet ausge\u00adwiesenen W\u00e4sserwiesen zwischen Pfullingen und Unterhausen. Das gleiche System existierte im Norden im Gewann Steinge. Die Bew\u00e4sserung der Wiesen im Echaztal erfolgte noch bis ca. 1965 \u00fcber das ausgedehnte Grabensystem. Die Verteilung des Wassers wurde \u00fcber verstellbare Fallen gere\u00adgelt. Die Bew\u00e4sserung f\u00fchrte zu erheblichen Ertragssteige\u00adrungen. Die Pfullinger W\u00e4sserwiesen erscheinen als \u201eWasserwiesen\u201c in schriftlichen Quellen bereits im Jahr 1289 in einem Dokument des Klosters Zwiefalten, dann 1382, als das Kloster den Hessenbr\u00fchl kaufte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13485\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Waesserungskanal.jpg\" alt=\"Echaz_Waesserungskanal\" width=\"320\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Waesserungskanal.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Waesserungskanal-160x103.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Waesserungskanal-150x97.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Gro\u00dfer W\u00e4sserungskanal in der Echazaue (Harry Pokk)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Sandabbau<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Am s\u00fcdlichen Ortsrand von Pfullingen, im Gewann \u201aHessenbr\u00fchl\u2018, befanden sich drei Tuffsandgruben, welche von den Firmen Friedrich List, Hermann Hettler und Karl Nonnenmacher betrieben wurden. Dort lagerten Tuffsandschichten von 10 \u2013 15 m M\u00e4chtigkeit, die an manchen Stellen von festen Tuffsteinbrocken durchsetzt waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13484\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Tuffsandsteingrube.jpg\" alt=\"Echaz_Tuffsandsteingrube\" width=\"320\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Tuffsandsteingrube.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Tuffsandsteingrube-107x160.jpg 107w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Tuffsandsteingrube-214x320.jpg 214w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Echaz_Tuffsandsteingrube-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Ehemalige Tuffsandgrube Fa. Nonnenmacher, 1968 (Ute Jaestedt)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Energiequelle<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Nutzung der Wasserkraft der Echaz als Standortfaktor f\u00fcr mittelalterliche M\u00fchlen und neuzeitliche Fabrikanlagen behielt ihre Bedeutung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Erst der Ausbau neuer Transportnetze f\u00fcr Kohle durch den Bau der Eisenbahnlinie Reutlingen \u2013 Honau (1892) und schlie\u00dflich der Durchbruch f\u00fcr die Nutzung des elektrischen Stroms in den 1920er-Jahren erm\u00f6glichte es, die Abh\u00e4ngigkeit von der Wasserkraft zu \u00fcberwinden. Durch ihre Topographie und ihr reichliches Wasserangebot ist die Echaz pr\u00e4destiniert als An\u00adtriebskraft von Wasserwerken: 34 Triebwerke waren es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im Pfullinger Stadtgebiet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Wasserversorgung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Um den Bewohnern Pfullingens einen leichteren und beque\u00admeren Zugang zum Wasser gew\u00e4hren zu k\u00f6nnen, das sie zum Trinken, Kochen, Waschen und zum Tr\u00e4nken ihres Viehs ben\u00f6tigten, leitete man das Wasser der Echaz in Flie\u00df- oder Laufbrunnen, welche man so im ganzen Ort verteilte, dass die meisten Pfullinger einen in nicht allzu weiter Entfernung von ihrer Wohnung erreichen konnten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Pfullinger Brunnennetz immer wieder erweitert, so dass man um 1900 schlie\u00dflich etwa 30 bis 35 \u00f6ffentliche und knapp 100 private Brunnen z\u00e4hlte. Am 14. September 1907 erfolgte nach l\u00e4ngeren Kontroversen schlie\u00dflich die Einweihung der Pfullinger Hochdruckwasserleitung mit einem \u201eWasserfest\u201c.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\"><strong>Die Echaz in Kunst und Literatur<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die k\u00fcnstlerische Auseinandersetzung mit der Echaz gibt der Nachwelt einzigartige Dokumente der Zeitgeschichte. In Pfullingen sind seit \u00fcber 100 Jahren verschiedenste K\u00fcnstler aktiv.<\/p>\n<hr \/>\n<blockquote><p>Neu: Beitrag 19 zur Pfullinger Geschichte (10,00 \u20ac)<br \/>\nHistorische Wasserwirtschaft der Echaz in Pfullingen<br \/>\nISSN 1436\u20138390, Februar 2018, 1. Auflage, 220 Seiten<\/p>\n<p>Erh\u00e4ltlich im Buchhandel, im Stadtgeschichtlichen Museum Pfullingen, und beim Geschichtsverein Pfullingen: <a href=\"http:\/\/www.geschichtsverein-pfullingen.de\" target=\"_blank\">www.geschichtsverein-pfullingen.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Gef\u00f6rdert von:\u00a0<strong>Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb<\/strong><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt von:\u00a0<strong>Pustal Landschafts\u00f6kologie und Planung<\/strong><br \/>\nProf. Waltraud Pustal<br \/>\nFreie Landschaftsarchitektin, Beratende Ingenieurin<br \/>\nHohe Stra\u00dfe 9\/1, 72793 Pfullingen<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode #182461<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Buch des Pfullinger Geschichtsvereins\u00a0erschienen \u201eHistorische Wasserwirtschaft der Echaz in Pfullingen\u201c hei\u00dft das Buchprojekt des Geschichtsvereins Pfullingen. 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