{"id":13525,"date":"2018-09-04T16:32:28","date_gmt":"2018-09-04T14:32:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13525"},"modified":"2019-01-28T14:53:24","modified_gmt":"2019-01-28T13:53:24","slug":"erfolgsprojekt-bienestrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13525","title":{"rendered":"Erfolgsprojekt Bienenstrom"},"content":{"rendered":"<p><em>Bl\u00fchpflanzen statt Energiemais<\/em><\/p>\n<p>Elf Landwirte setzen sich gegen das Insektensterben und f\u00fcr bl\u00fchende Landschaften auf der Schw\u00e4bischen Alb ein. M\u00f6glich wird dies durch das Kooperationsprojekt \u201eBienenstrom\u201c. Die ersten Erfolge<!--more--> des Bl\u00fchfl\u00e4chenanbaus skizzieren\u00a0ein zuversichtlicher Blick in eine artenreiche Zukunft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3023\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/stromstecker84FB6124.jpg\" alt=\"stromstecker84FB6124\" width=\"320\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/stromstecker84FB6124.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/stromstecker84FB6124-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/09\/stromstecker84FB6124-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>\u201eEinfach Strom einschalten. So direkt und vor Ort zur biologischen Vielfalt beitragen wie mit dem Bezug von Bienenstrom, k\u00f6nnen die Verbraucherinnen und Verbraucher nur noch im eigenen Garten\u201c, so der Regierungspr\u00e4sident von T\u00fcbingen, Klaus Tappeser, \u00fcber das Projekt \u201eBienenstrom\u201c. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke N\u00fcrtingen GmbH, Oberb\u00fcrgermeister Otmar Heirich beschrieb \u201eBienenstrom\u201c als \u201eein innovatives Projekt zum Arten- und Naturschutz, mit dem die Verbraucherinnen und Verbraucher die Vielfalt unserer Natur vor der eigenen Haust\u00fcr auf einfache Weise neu beleben k\u00f6nnen\u201c. Seit der Ansaat im Fr\u00fchjahr dieses Jahres wuchsen auf der Schw\u00e4bischen Alb 14 Hektar Bl\u00fchfl\u00e4chen zu Insektenparadiesen heran, erkl\u00e4ren die Kooperationspartner des Biosph\u00e4rengebiets Schw\u00e4bische Alb und der Stadtwerke N\u00fcrtingen GmbH. Weitere, zus\u00e4tzliche ca. 3 Hektar Bl\u00fchfl\u00e4chen seien bereits f\u00fcr 2019 unter Vertrag genommen.<\/p>\n<p>Die beteiligten Landwirte ersetzen dabei den Anbau von Energiemais durch eine vielf\u00e4ltige Bl\u00fchmischung, so schaffen sie Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Bienen und andere Insekten. Der Stand der Pflanzen war durch die gro\u00dfe Trockenheit unter der erwarteten H\u00f6he geblieben, dennoch bl\u00fchten sie im Sommer mit voller Kraft. Im Herbst werden die meisten Felder abgeerntet und die Pflanzen in Biogasanlagen zu Strom weiterverarbeitet. Der Ertrag ist dabei geringer als bei Mais, deshalb unterst\u00fctzt die Stadtwerke N\u00fcrtingen GmbH die Landwirte finanziell durch den Verkauf von \u00d6kostrom &#8211; dem sogenannten \u201eBienenstrom\u201c.<\/p>\n<p>Die Felder der elf Landwirte werden die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre durch verschiedenste Blumen und Gr\u00e4ser Nahrung f\u00fcr Insekten bieten.<\/p>\n<p>Bienenstrom ist ein \u00d6kostromprodukt aus alpiner Wasserkraft mit einem Kostenzuschlag von einem Cent je Kilowattstunde \u2013 dem Bl\u00fchhilfe-Beitrag. Bienenstrom wird \u00fcber www.bienenstrom.de deutschlandweit vertrieben. Der gesamte Bl\u00fchhilfe-Beitrag wird ohne Abz\u00fcge den beteiligten Landwirten zur Verf\u00fcgung gestellt, um damit den finanziellen Ausfall beim Wechseln von z. B. Mais- auf Bl\u00fchfl\u00e4chen auszugleichen. So finden Bienen und andere Insekten wieder mehr Lebensraum vor. Ob mit eigenem Garten oder ohne, jeder kann als Bienenstrom-Kunde etwas f\u00fcr die biologische Vielfalt tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sph\u00e4re-Wissen\u00a0zur verwendeten Bl\u00fchpflanzenmischung:<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes gibt die Stadtwerke N\u00fcrtingen GmbH den beteiligten Landwirten die zur Verwendung kommende Bl\u00fchmischung bzw. deren Zusammensetzung vor, die zuvor von den Projektpartnern gemeinsam ausgew\u00e4hlt wurde. In dieser Bl\u00fchmischung enthalten sind die heimischen Pflanzen Steinklee, Buchweizen, Malve, Eibisch, Flockenblume, Rainfarn und weitere: insgesamt besteht die Mischung aus mehr als 20 verschiedenen Pflanzensorten, die zus\u00e4tzlichen Lebensraum f\u00fcr Wildtiere schaffen sollen. Durch die Mischung von ein- und mehrj\u00e4hrigen Pflanzen in der gew\u00e4hlten Zusammenstellung wird sich der optische Eindruck der Bl\u00fchfl\u00e4chen von Jahr zu Jahr ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Mit Hilfe der ausgesuchten Arten werden Ertr\u00e4ge bei der Biogasgewinnung erwartet, die abh\u00e4ngig von einigen Einflussfaktoren, wie z. B. der Witterung, im Bereich um die H\u00e4lfte des m\u00f6glichen Ertrags pro Hektar im Vergleich zu Mais liegen k\u00f6nnten. Aufgrund der relativ tiefen Durchwurzelung der vom Hersteller Saaten Zeller verwendeten Mischung BG 70 werden Wasser und N\u00e4hrstoffreserven auch in tiefen Bodenlagen f\u00fcr die Bestandsentwicklung nutzbar. Die Mehrj\u00e4hrigkeit macht den Bestand wesentlich witterungsunempfindlicher.<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13607\" target=\"_blank\">Querverweis:<\/a>\u00a0Energieversorger\u00a0k\u00fcmmert\u00a0sich seit Jahren erfolgreich f\u00fcr Wildbiene und Co.\u00a0\u201eInitiative ProNatur\u201c der Erdgas S\u00fcdwest in Oberschwaben.\u00a0<\/em><\/p>\n<div style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.saaten-zeller.de\/rel\/images\/biogas_erstes_jahr.jpg\" width=\"600\" height=\"800\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Blumenwald: Erstes Jahr nach der Aussaat. Foto: Saaten Zeller GmbH &amp; Co. KG<\/p><\/div>\n<div style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.saaten-zeller.de\/rel\/images\/biogas_folgejahre.jpg\" alt=\"Bl\u00fchpflanzenmischung statt Mais: So sehen die Felder des Bienstrom-Projekts auf der Schw\u00e4bischen Alb ab dem Jahr 2020 aus.\" width=\"600\" height=\"800\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Bl\u00fchpflanzenmischung statt Mais: So sehen die Felder des Bienstrom-Projekts auf der Schw\u00e4bischen Alb ab dem Jahr 2020 aus. Foto: Saaten Zeller GmbH &amp; Co. KG<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode #182471<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">WEBcode #183474<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bl\u00fchpflanzen statt Energiemais Elf Landwirte setzen sich gegen das Insektensterben und f\u00fcr bl\u00fchende Landschaften auf der Schw\u00e4bischen Alb ein. 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