{"id":13596,"date":"2018-10-08T08:00:50","date_gmt":"2018-10-08T06:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13596"},"modified":"2018-10-19T08:30:44","modified_gmt":"2018-10-19T06:30:44","slug":"20-jahre-nabu-naturwaldgemeinde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13596","title":{"rendered":"20 Jahre NABU-Naturwaldgemeinde"},"content":{"rendered":"<p><em>Pfullingen feiert\u00a0vorbildliche\u00a0Waldwirtschaft<\/em><\/p>\n<p>Naturnahe Bewirtschaftung auf 1.200 Hektar f\u00fcr gesundes Waldklima und Artenreichtum.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1403 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Baum_Hangschluchtwald.jpg\" alt=\"Biosph\u00e4renreservat Schw\u00e4bische Alb \" width=\"320\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Baum_Hangschluchtwald.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Baum_Hangschluchtwald-160x118.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Baum_Hangschluchtwald-140x103.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Pfullingen\u00a0im UNESCO\u00a0Biosph\u00e4renreservat Schw\u00e4bische Alb<\/p>\n<p>Seit mehr als zwanzig Jahren entwickelt sich der Pfullinger Wald vom reinen Wirtschaftswald zum abwechslungsreichen Mischwald, der f\u00fcr eine Vielzahl an Tieren, Pflanzen und auch Menschen attraktiv ist. Der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle \u00fcberreichte heute die Urkunde zum 20. Jubil\u00e4um der NABU-Naturwaldgemeinde an Pfullingens B\u00fcrgermeister Michael Schrenk und Forstbetriebsleiter Bernd Mair. Er gratulierte zur erfolgreichen Arbeit und bedankte sich f\u00fcr das jahrzehntelange Engagement:<\/p>\n<blockquote><p>Fast zehn Prozent des Stadtwalds werden nicht bewirtschaftet, hier darf sich die Natur v\u00f6llig frei entwickeln \u2013 das freut mich ganz besonders, denn hier entstehen die Urw\u00e4lder von morgen. Bedrohte Arten finden so einen R\u00fcckzugsort, der in vielen anderen W\u00e4ldern und in Siedlungsgebieten leider oft verloren gegangen ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Pfullingen tr\u00e4gt das erneut verliehene Pr\u00e4dikat als NABU-Naturwaldgemeinde f\u00fcr weitere zehn Jahre.<\/p>\n<p>Auf einem Waldbegang mit Revierf\u00f6rster Bernd Mair und B\u00fcrgermeister Michael Schrenk machte sich Enssle ein Bild, wie sich die Ertragslage, der Naturschutz und das Jagdkonzept seit 1998 entwickelt haben. \u201eWir f\u00e4llen nur einzelne B\u00e4ume und lassen besonders sch\u00fctzenswerte stehen, statt alle \u00e4lteren B\u00e4ume auf einen Ruck abzuholzen und anschlie\u00dfend Jungb\u00e4ume anzupflanzen. So verj\u00fcngt sich der Wald auf nat\u00fcrliche Weise und es entsteht ein naturnaher Mischwald. Gef\u00e4hrdete Arten wie der Alpenbock oder die Bechsteinfledermaus f\u00fchlen sich in unserem Wald wohl. Viele Tiere finden hier Unterschlupf in zahlreichen alten knorrigen B\u00e4umen und Totholz\u201c, erl\u00e4uterte der Forstbetriebsleiter. Wie alle NABU-Naturwaldgemeinden verzichtet auch Pfullingen auf Pestizide, Insekten- oder M\u00e4usegifte und auf D\u00fcngemittel.<\/p>\n<p>Die Jagd im Wald der Gemeinde tr\u00e4gt ebenfalls dazu bei, dass seltenere Baumarten wie Elsbeere, Kirsche oder Ahorn ungest\u00f6rt wachsen k\u00f6nnen. Daf\u00fcr muss der Wildbestand in einem vertr\u00e4glichen Rahmen gehalten werden, sagte Mair und stellte das moderne Jagdkonzept vor, das in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Hochschule Rottenburg entwickelt wurde. \u201eNaturnahe W\u00e4lder sind auch f\u00fcr die B\u00fcrger ein Erlebnis: Pr\u00e4chtige alte B\u00e4ume, neues Leben in Feuchtbiotopen und seltene V\u00f6gel in naturbelassenen W\u00e4ldern \u2013 all das k\u00f6nnen Waldbesucher hier erleben\u201c, freute sich Enssle.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Schrenk betonte, dass sich der naturnahe Waldbetrieb auch finanziell lohnt: \u201eWir setzen auf die Kr\u00e4fte der Natur und lassen sie f\u00fcr uns arbeiten, statt intensiv einzugreifen.\u201c F\u00fcr Schrenk zeigt dies beispielhaft: \u00d6kologie und \u00d6konomie lassen sich gerade im Wald optimal miteinander verbinden. \u201eAls Gemeinde stehen wir voll hinter dem Konzept. Deshalb setzt Pfullingen auf schonende Betriebstechniken und h\u00e4lt daf\u00fcr eigene Waldarbeiter und spezielle Forstmaschinen vor\u201c, erg\u00e4nzte der B\u00fcrgermeister. So k\u00f6nnen die Arbeitseins\u00e4tze optimal an die jahreszeitlichen Witterungsbedingungen angepasst werden. Das ist ein gro\u00dfer Vorteil gegen\u00fcber vielen anderen kommunalen Forstbetrieben. Forstbetriebsleiter Mair und seine Kollegen achten streng darauf, die von ihnen geschaffenen Lebensr\u00e4ume zu erhalten. Dazu erfassen sie B\u00e4ume mit Schwarzspechth\u00f6hlen per GPS. \u201eDer Schwarzspecht ist der Zimmermann des Waldes, seine H\u00f6hlen werden von zahlreichen andere Tierarten als Nachmieter genutzt\u201c, erl\u00e4uterte Mair.<\/p>\n<p>Pfullingen ist seit 1998 eine der ersten NABU-Naturwaldgemeinden und bewirtschaftet den st\u00e4dtischen Wald bereits seit 1994 naturnah. Dieser besteht zu 92 Prozent aus Laubholz und zu acht Prozent aus Nadelholz. Der Wald ist nach den Regeln zweier Siegel zur nachhaltigen Forstwirtschaft zertifiziert, FSC und PEFC. In Baden-W\u00fcrttemberg gibt es insgesamt sieben Forstbetriebe, die das Pr\u00e4dikat \u201eNABU-Naturwaldbetrieb\u201c oder \u201eNABU-Naturwaldgemeinde\u201c erhalten haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Sph\u00e4re-Wissen:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Zu den NABU-Naturwaldgemeinden: <a href=\"http:\/\/www.NABU-BW.de\/naturwaldbetrieb\" target=\"_blank\">www.NABU-BW.de\/naturwaldbetrieb<\/a><\/li>\n<li>Zur Gemeinde Pfullingen: <a href=\"http:\/\/www.pfullingen.de\/de\/Unsere-Stadt\/Natur-und-Landschaft\/Naturwald\" target=\"_blank\">www.pfullingen.de\/de\/Unsere-Stadt\/Natur-und-Landschaft\/Naturwald<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Die NABU-Kriterien f\u00fcr naturnahe Waldbewirtschaftung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Vollst\u00e4ndiger Verzicht auf Kahlschlag<\/li>\n<li>Naturverj\u00fcngung des standortangepassten Waldes hat absoluten Vorrang<\/li>\n<li>Verzicht auf Chemieeinsatz (Pestizide, Insekten- oder M\u00e4usegifte) und D\u00fcngemittel<\/li>\n<li>Einsatz von bodenschonenden, wald- und menschenfreundlichen Betriebstechniken<\/li>\n<li>Aktiver Waldnaturschutz durch naturnahe Waldwirtschaft und gezielte Ma\u00dfnahmen des Biotop- und Artenschutzes<\/li>\n<li>Die Jagd richtet sich am Ziel waldvertr\u00e4glicher Wildbest\u00e4nde aus<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>WEBcode #183473<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfullingen feiert\u00a0vorbildliche\u00a0Waldwirtschaft Naturnahe Bewirtschaftung auf 1.200 Hektar f\u00fcr gesundes Waldklima und Artenreichtum.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8124,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-13596","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13596"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13596\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13600,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13596\/revisions\/13600"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}