{"id":13863,"date":"2019-01-08T09:10:21","date_gmt":"2019-01-08T08:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13863"},"modified":"2020-09-25T15:47:18","modified_gmt":"2020-09-25T13:47:18","slug":"streusalz-ist-schaedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=13863","title":{"rendered":"Streusalz ist sch\u00e4dlich"},"content":{"rendered":"<p><em>Streusalz sch\u00e4digt Pflanzen, Tierpfoten und Gew\u00e4sser<\/em><\/p>\n<p>Schmuddelwetter und K\u00e4lte k\u00f6nnen Stra\u00dfen und Wege in Rutschbahnen verwandeln. Die Stra\u00dfenmeistereien haben ihre Salzlager gef\u00fcllt. Beim t\u00e4glichen Winterdienst<!--more--> greifen auch Privatleute gern mal zu Streusalz, damit eigene und \u00f6ffentliche Wege unfallfrei begehbar sind. Dabei ist f\u00fcr sie in vielen St\u00e4dten Baden-W\u00fcrttembergs <strong>das Streuen mit Salz\u00a0grunds\u00e4tzlich verboten<\/strong> \u2013 mit wenigen Ausnahmen wie im Fall von Eisregen. Dies gilt etwa in der Landeshauptstadt oder in Esslingen am Neckar \u2013 und das seit Jahren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4575 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/winter_truppenplatz_IMG_241.jpg\" alt=\"winter_truppenplatz_IMG_241\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/winter_truppenplatz_IMG_241.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/winter_truppenplatz_IMG_241-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/winter_truppenplatz_IMG_241-140x105.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Die negativen Auswirkungen von Streusalz sind vielf\u00e4ltig. \u201eDas Salz versickert mit dem Schmelzwasser im Boden und sch\u00e4digt die Wurzeln von B\u00e4umen und Str\u00e4uchern am Stra\u00dfenrand. Dadurch wird deren N\u00e4hrstoffhaushalt gest\u00f6rt und sie werden anf\u00e4lliger f\u00fcr Sch\u00e4dlinge und Krankheiten\u201c, sagt Claudia Wild vom NABU Baden-W\u00fcrttemberg. Die Folgen zeigten sich oft erst im Fr\u00fchjahr und Sommer, wenn salzgesch\u00e4digte Stra\u00dfenb\u00e4ume trotz ausreichender Niederschl\u00e4ge allm\u00e4hlich vertrocknen. \u201e\u00dcber die Kanalisation gelangt die Salzbr\u00fche auch in die B\u00e4che und Fl\u00fcsse und kann dort S\u00fc\u00dfwasserfische und Kleintiere schw\u00e4chen\u201c, erkl\u00e4rt die NABU-Sprecherin. Zudem versickert sie ins Grundwasser. Bei Haustieren kann das Salz am Boden zu wunden Pfoten f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>NABU empfiehlt alternative Streumittel<\/strong><br \/>\nNeben den \u00f6kologischen Folgen verursacht Streusalz \u00f6konomische Sch\u00e4den wie die Korrosion an Br\u00fccken und Fahrzeugen. Auch wenn der Griff zum Streusalz verlockend einfach ist und das Streuen mit Sand oder Split beim Fegen im Anschluss etwas mehr Arbeit macht \u2013 besser f\u00fcr Natur und Tiere sind salzfreie Streumittel wie Split, Sand, Asche oder Kies. Statt Schnee und Eis durch Salz abzuschmelzen, sorgen sie f\u00fcr besseren Grip. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt getestete Produkte, die mit dem Umweltzeichen \u201eDer Blaue Engel \u2013 weil salzfrei\u201c versehen sind. Wer das Streugut nach dem Einsatz zusammenkehrt und f\u00fcr den n\u00e4chsten Einsatz aufbewahrt, schont auch noch den eigenen Geldbeutel und spart den erneuten Weg zum Super- oder Baumarkt.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #33cccc;\">Salz geh\u00f6rt in die Suppe<\/span><\/h3>\n<blockquote><p>\u00d6koTipp des BUND: Umweltfreundlich gegen Schnee und Gl\u00e4tte<\/p>\n<p>Bei Schnee und Gl\u00e4tte greift die Streupflicht: Doch salzhaltige Taumittel sind sch\u00e4dlich f\u00fcr Boden, Pflanzen und Gew\u00e4sser. Gehwege besser mit der Schneeschaufel r\u00e4umen.<br \/>\nDer Winter kommt nun auch zu uns in den S\u00fcdwesten. Ab Mitte der Woche soll es fl\u00e4chendeckend in Baden-W\u00fcrttemberg schneien. Eis und Schnee machen den Gang zur Arbeit, B\u00e4cker oder Arbeit zur Rutschpartie. Es greift die Streupflicht: Vor dem eigenen Grundst\u00fcck muss ger\u00e4umt werden. Salzhaltige Taumittel sind aber sehr sch\u00e4dlich f\u00fcr Boden, Pflanzen und Gew\u00e4sser. Es gibt umweltfreundliche Alternativen. Der BUND Baden-W\u00fcrttemberg bittet die B\u00fcrger*innen, beim Schneer\u00e4umen an Pflanzen und Tiere zu denken und g\u00e4nzlich auf Streusalz zu verzichten.<\/p>\n<p>\u201eJedes Jahr werden Unmengen Streusalz eingesetzt und B\u00e4ume am Stra\u00dfenrand oder im Garten schwer gesch\u00e4digt. Auch Haustiere, die mal raus m\u00fcssen, haben mit der scharfen Salzl\u00f6sung zu k\u00e4mpfen. Bitte beachten Sie die Streusalzverbote und greifen Sie zu umweltfreundlicheren Mitteln\u201c, sagt Fritz Mielert, Umweltschutzreferent beim BUND Baden-W\u00fcrttemberg. J\u00e4hrlich kommen nach Angaben des Umweltbundesamts bundesweit 1,5 Millionen Tonnen Streusalz zum Einsatz. In harten Wintern kann die Menge auf \u00fcber vier Millionen Tonnen steigen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Sch\u00e4den durch Streusalz<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Sch\u00e4den an B\u00e4umen und Str\u00e4uchern zeigen sich vor allem in den Sommermonaten. Korrosionssch\u00e4den an Fahrzeugen, Br\u00fccken und Oberfl\u00e4chen von Geb\u00e4uden oder Baudenkm\u00e4lern gehen h\u00e4ufig auf das Konto von Streusalz. Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Am besten verzichtet man g\u00e4nzlich auf Streusalze, auch dann, wenn der Einsatz am eigenen Wohnort eigentlich erlaubt ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Einsatz in den meisten Kommunen verboten<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die Verwendung von Streusalz ist in den meisten Kommunen verboten und mit einem Bu\u00dfgeld belegt. Nicht immer wird das Salzverbot kontrolliert oder geahndet. Auch andere Streumittel sollten nur sparsam verwendet werden, da diese ebenfalls die Umwelt belasten. Um abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Kies herzustellen, auszubringen und wieder einzusammeln, braucht es Energie, besonders, wenn daf\u00fcr Streu- und Kehrfahrzeuge eingesetzt werden. Zudem k\u00f6nnen Splitt und Granulat giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Schaufel, Kies, Sand: umweltfreundliche Alternativen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dabei gibt es umweltfreundliche Alternativen. Fritz Mielert: \u201eSalz geh\u00f6rt in die Suppe und nicht in die Natur und Umwelt. Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gr\u00fcndlich und fr\u00fchzeitig mit Schippen und Besen zu r\u00e4umen. Bei Eis und erh\u00f6hter Gl\u00e4ttegefahr bieten sich Sand, Kies oder S\u00e4gesp\u00e4ne als Streumittel an.\u201c Auch Streumittel mit dem Umweltzeichen \u201eDer Blaue Engel\u201c sind geeignet und weitgehend frei von umweltsch\u00e4dlichen Stoffen. Gebrauchtes Streugut geh\u00f6rt weder in die M\u00fclltonne noch in die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt und fachgerecht aufgearbeitet werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg e. V.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">WEBcode 203302<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Streusalz sch\u00e4digt Pflanzen, Tierpfoten und Gew\u00e4sser Schmuddelwetter und K\u00e4lte k\u00f6nnen Stra\u00dfen und Wege in Rutschbahnen verwandeln. Die Stra\u00dfenmeistereien haben ihre Salzlager gef\u00fcllt. Beim t\u00e4glichen Winterdienst<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5722,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-13863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13863"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15635,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13863\/revisions\/15635"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/5722"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}