{"id":14723,"date":"2018-07-01T18:19:01","date_gmt":"2018-07-01T16:19:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=14723"},"modified":"2021-03-10T10:35:43","modified_gmt":"2021-03-10T09:35:43","slug":"ortsportrait-muensingen-biosphaerenhauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=14723","title":{"rendered":"Ortsportrait M\u00fcnsingen \u2013 Biosph\u00e4renhauptstadt"},"content":{"rendered":"<p><!--more-->\t\t<div id=\"maps-marker-pro-5c2b5cd8\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-5c2b5cd8\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-5c2b5cd8\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-5c2b5cd8\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #808000;\">Im Herzen der Alb<br \/>\n<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Das Leben war nicht leicht auf M\u00fcnsingens karger Alb. Doch weil die Stadt ihre Nachteile sportlich meisterte, ist sie heute bestens in Form.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ortsportrait_Muensingen_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14724\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Marktplatz.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Marktplatz.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Marktplatz-160x104.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Marktplatz-493x320.jpg 493w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Marktplatz-150x97.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So wie eine wundersame Verwandlung die gefr\u00e4\u00dfige Raupe in einen bunt-fr\u00f6hlichen Schmetterling verzaubert, durchlebte auch das St\u00e4dtchen M\u00fcnsingen eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Metamorphose: Noch vor 300 Jahren galt die hinter Gr\u00e4ben und Mauern verschanzte Ansammlung von H\u00e4usern rund um die schon 804 erstmals erw\u00e4hnte St. Martin Kirche als eine \u201eder schmutzigsten und tr\u00fcbseligsten Land\u00adst\u00e4dtchen\u201c, notierte die Oberamtsbeschreibung aus dem Jahre 1825.<br \/>\nHeute dagegen erstrahlt der zwischen satten Feldern und dunklen Buchenw\u00e4ldern eingebettete Ort als touristisches Leuchtturmprojekt. Dessen Strahlkraft als Mittelpunkt des Biosph\u00e4rengebietes speist sich aus der Kreativit\u00e4t und dem Aktivismus in den Amtsstuben des Rathauses: Wohnen, wo andere Urlaub machen. Mike M\u00fcnzing hei\u00dft der B\u00fcrgermeister, der seit der Schlie\u00dfung des Truppen\u00fcbungsplatzes 2006 st\u00e4ndig Visionen ins Reich der Realit\u00e4ten hievt. Er verwandelte die Garnisonsstadt in eine Biosph\u00e4renstadt. Das Ringen um den Standort f\u00fcr das Zentrum des Gro\u00dfschutzgebietes konnte M\u00fcnsingen f\u00fcr sich entscheiden. Heute laufen im Alten Lager bei Auingen die F\u00e4den der ersten Modellregion Baden-W\u00fcrttembergs zusammen.<\/p>\n<p>Raupe? Schmetterling? Eine Metamor\u00adphose im Tierreich beschreibt nicht nur einen radikalen Umbruch, was die \u00e4u\u00dfere Erscheinung betrifft. Auch der Lebensraum und die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten stehen nach der Verpuppung pl\u00f6tzlich Kopf. Eine Raupe kann als Sch\u00e4dling ganze W\u00e4lder vernichten, als Schmetterling befl\u00fcgelt dieser Best\u00e4uber den Fortbestand der Pflanzen in der Natur. Analog dazu mutierte der Truppen\u00fcbungsplatz \u2013 ehemals als Keimzelle f\u00fcr Krieg und Tod \u2013 in eine Oase des Friedens und Lebens.<\/p>\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-11287\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Muensingen_bahnhof_IMG_5915.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Muensingen_bahnhof_IMG_5915.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Muensingen_bahnhof_IMG_5915-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Muensingen_bahnhof_IMG_5915-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>M\u00fcnsingen dreht am gro\u00dfen Rad.: Nicht nur mit seinem Mobilit\u00e4tszentrum am Bahnhof (Footo oben) radelt der Tourismus als sachkundiger E-Bike-Pionier seinen Mitbewerbern davon. Auch als UNESCO Geopark, als Standort des UNESCO Biosph\u00e4rengebietszentrums (Foto unten) und als Wettbewerbssieger \u201eNachhaltige Tourismusdestinationen Deutschland 2016\/2017\u201c bringt die Stadt im Herzen der Alb die gesamte Gebirgsregion in Schwung.<\/em><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14727\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Biosphaerenzentrum.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Biosphaerenzentrum.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Biosphaerenzentrum-160x89.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Muensingen_Biosphaerenzentrum-150x83.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p><\/blockquote>\n<p>M\u00fcnsingen lebte einst auch von der Kaufkraft der Soldaten, heute bringen Touristen das auf der kargen Alb wichtige Geld. Beispiel Gastgewerbe: Nach der UNESCO-Anerkennung der Schw\u00e4bischen Alb als Biosph\u00e4renreservat im Jahre 2009 stieg die Zahl der \u00dcbernachtungen in nur sieben Jahren um 268 Prozent. Die Zahl der Ank\u00fcnfte steigerte sich um 275 Prozent. 2018 war f\u00fcr die Stadt M\u00fcnsingen bislang das erfolgreichste Jahr. Niemals zuvor konnte die Statistik so viele \u00dcbernachtungen verzeichnen. 93332-mal erwachten Fremde in einem G\u00e4stebett, was einem Plus zum ebenfalls starken Vorjahreszeitraum von 16,6 Prozent entspricht. Der landesweite Zuwachs betrug 2018 lediglich 3,6 Prozent, im Landkreis Reutlingen 5,5 Prozent, auf der Schw\u00e4bischen Alb als Ganzes 3,8 Prozent.<\/p>\n<p>Ein kleiner Anteil am Erfolg geht auch auf die Kappe der Hofguts Hopfenburg \u2013 ein Renommierprojekt der Stadt. Dem Namen nach firmiert das einst verlassene Geh\u00f6ft als Campingplatz. Dem Rufe nach aber avanciert das Freiluftareal zum au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Urlaubs\u00fcbernachtungserlebnis der gesamten Biosph\u00e4re: Ob Original-Tipis von den Blackfoot-Indianern aus Nordamerika, kasachische Jurten per Auto eingef\u00fchrt, auch Zirkuswagen und Sch\u00e4ferkarren stehen auf dem zehn Hektar-Gel\u00e4nde unterhalb des Beutenlays, M\u00fcnsingens Naherholungsberg.<br \/>\nBeutenlay? Dieses kleine Naturreservat ist eine Reise wert. Auf engstem Raum konzentriert es die typische Albvegetation. Nicht nur Schmetterlinge erfreuen sich an der Bl\u00fctenpracht der Enzianwiese oder flattern durch L\u00fcfte und D\u00fcfte der Wacholderheiden. Auch Geschichtsfreunde staunen: Die modellhaft angelegte Dreifelderwirtschaft \u00f6ffnet ein Fenster zu Zeiten, als M\u00fcnsingen hinter Gr\u00e4ben und Mauern noch ein armseliges Albst\u00e4dtchen war.<\/p>\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3139\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hopfenburg3BFW6434.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hopfenburg3BFW6434.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hopfenburg3BFW6434-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/hopfenburg3BFW6434-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Hodgut Hopfenburg:<br \/>\nSch\u00e4ferkarren warten auf den Camping-Urlauber, inklusive K\u00fcche, Heizung und Strom. Selbst das fingerdicke Woll\u00advlies einer kasachischen Jurte l\u00e4sst das Wetter drau\u00dfen, die Tr\u00e4ume aber drinnen. Im Duft gefilzter Schafwolle schwelen Sehns\u00fcchte unbekannter Hirten \u2013 ob von der Alb oder aus dem Nirgendwo zwischen China und Russland.<\/em><\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14726\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Beutenlay_Muensingen_84FB4392.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Beutenlay_Muensingen_84FB4392.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Beutenlay_Muensingen_84FB4392-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Beutenlay_Muensingen_84FB4392-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Beutenlay: Landschaftsbilder der Alb erleben in nur zwei Stunden. M\u00fcnsingens Hausberg konzentriert Stimmungen, Tiere und Pflanzen typisch f\u00fcr die Biosph\u00e4re. \u201ehochgehh\u00fctet\u201c hei\u00dft dessen 4-Kilometer-Rundweg, er z\u00e4hlt zu den urspr\u00fcnglichsten seiner Art.<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download: <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Ortsportrait_Muensingen_Sphaere_Verlag.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 2\/2019, Seite 18-19<\/em><\/p>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herzen der Alb<\/p>\n<p>Das Leben war nicht leicht auf M\u00fcnsingens karger Alb. 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