{"id":14941,"date":"2019-10-07T12:13:59","date_gmt":"2019-10-07T10:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=14941"},"modified":"2019-10-08T12:23:58","modified_gmt":"2019-10-08T10:23:58","slug":"14941","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=14941","title":{"rendered":"Lebensraum in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p><em>Arten und Lebensr\u00e4ume im L\u00e4ndle nach wie vor in kritischem Zustand<\/em><\/p>\n<p>Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie an die Europ\u00e4ische Kommission zeichnet ein d\u00fcsteres Bild: 33 Prozent der rund 200 untersuchten Arten<!--more--> und 37 Prozent der untersuchten Lebensr\u00e4ume befinden sich in einem schlechten Erhaltungszustand. Lediglich einem Viertel der Arten und knapp einem Drittel der Lebensr\u00e4ume wird ein g\u00fcnstiger Zustand attestiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-14665 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hechingen_Wacholderheide_Jungingen.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hechingen_Wacholderheide_Jungingen.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hechingen_Wacholderheide_Jungingen-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/Hechingen_Wacholderheide_Jungingen-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Mit Blick auf die von einer extensiven Nutzung abh\u00e4ngigen Lebensr\u00e4ume wie die Flachland-M\u00e4hwiesen und Kalk-Magerrasen zeigte sich Franz Untersteller dagegen besorgt.<\/em> <\/span><\/p>\n<p>\u201eLeider ist auch die Situation im Land wenig erfreulich\u201c, bedauerte Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller. Wie er heute (07.10.) bekannt gab, sei der Erhaltungszustand der in Baden-W\u00fcrttemberg vorkommenden Arten und Lebensr\u00e4ume zwar im Schnitt besser als auf nationaler Ebene. \u201eDas darf jedoch nicht unser Ma\u00dfstab sein. Wir wollen die Vorgaben der EU erf\u00fcllen und alle hier heimischen Arten und Lebensraumtypen in einen g\u00fcnstigen Erhaltungszustand bringen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller: \u201eUnsere Aktivit\u00e4ten zeigen zwar erste Erfolge, von einem g\u00fcnstigen Erhaltungszustand sind wir jedoch noch weit entfernt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>In Baden-W\u00fcrttemberg befinden sich vor allem die nat\u00fcrlichen und naturnahen Lebensraumtypen in einem g\u00fcnstigen Zustand. Bei acht Lebensraumtypen hat sich der Erhaltungszustand im Land seit 2013 im Schnitt leicht verbessert. \u201eDas haben wir unseren vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten im Naturschutz zu verdanken\u201c, freute sich der Minister. Beispielweise haben sich die Zukunftsaussichten f\u00fcr \u201eNaturnahe Hochmoore\u201c vor dem Hintergrund der Moorschutzkonzeption verbessert. Dies gilt auch f\u00fcr die Lebensraumtypen der \u201eBinnend\u00fcnen\u201c und die \u201eBrenndoldenwiesen\u201c, die im Rahmen von Renaturierungsprojekten gezielt vom Land gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die von einer extensiven Nutzung abh\u00e4ngigen Lebensr\u00e4ume wie die Flachland-M\u00e4hwiesen und Kalk-Magerrasen zeigte sich Franz Untersteller dagegen besorgt: \u201e\u00dcber die H\u00e4lfte dieser Lebensr\u00e4ume hierzulande weist einen ung\u00fcnstigen Erhaltungszustand auf.\u201c Auch die Erhaltungszust\u00e4nde der in Baden-W\u00fcrttemberg heimischen Arten g\u00e4ben Grund zur Sorge, berichtete der Minister. \u201eBei zehn Arten hat sich der Erhaltungszustand gegen\u00fcber dem Jahr 2013 verschlechtert. Nur bei vier Arten k\u00f6nnen wir eine Verbesserung feststellen.\u201c So konnte zum Beispiel das Verbreitungsgebiet der \u201eSand-Silberscharte\u201c durch gezielte Wiederansiedlungsma\u00dfnahmen und Biotoppflege vergr\u00f6\u00dfert werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Franz Untersteller steht fest, dass das Land auf einem guten Weg ist. So zeigen die Verdopplung der Naturschutzmittel in den letzten Jahren und die Arbeit der fl\u00e4chendeckend eingerichteten Landschaftserhaltungsverb\u00e4nde erste Erfolge. Dennoch muss der Naturschutz in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickelt werden. Es gelte, die Landschaftspflege im Land weiter zu intensivieren und der Aufgabe extensiver Fl\u00e4chennutzungen entgegenzuwirken. In Richtung Br\u00fcssel sagte der Minister: \u201eUm dem Verlust der Artenvielfalt wirkungsvoll zu begegnen, muss es der EU-Kommission gelingen, die Gemeinsame Agrarpolitik viel st\u00e4rker an Umweltzielen auszurichten. Die EU-Mittel f\u00fcr den Naturschutz m\u00fcssen deutlich erh\u00f6ht werden, statt die n\u00f6tigen Einsparungen im EU-Haushalt \u00fcberproportional bei den Agrar- und Umweltma\u00dfnahmen zu erbringen.\u201c<\/p>\n<p><em>Ausf\u00fchrliche Informationen zum Thema finden Sie auf der Internetseite der LUBW Landesanstalt f\u00fcr Umwelt Baden-W\u00fcrttemberg unter <a href=\"http:\/\/www.lubw.baden-wuerttemberg.de\/natur-und-landschaft\/ffh-richtlinie1470126185389-0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.lubw.baden-wuerttemberg.de\/natur-und-landschaft\/ffh-richtlinie1470126185389-0<\/a>. Dort sind auch die Bewertungen der Erhaltungszust\u00e4nde der Lebensraumtypen und Arten auf der Ebene Baden-W\u00fcrttembergs eingestellt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arten und Lebensr\u00e4ume im L\u00e4ndle nach wie vor in kritischem Zustand Der aktuelle Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie an die Europ\u00e4ische Kommission zeichnet ein d\u00fcsteres Bild: 33 Prozent der rund 200 untersuchten Arten<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9550,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14941","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14941"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14941\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14944,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14941\/revisions\/14944"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/9550"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}