{"id":15293,"date":"2020-03-05T11:52:35","date_gmt":"2020-03-05T10:52:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15293"},"modified":"2020-03-05T12:09:02","modified_gmt":"2020-03-05T11:09:02","slug":"spiel-mit-dem-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15293","title":{"rendered":"Spiel mit dem Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eKeep Cool&#8220; &#8211; ein Gesellschaftsbrettspiel zum Klimawandel<\/em><\/p>\n<p>Alle sprechen \u00fcber den Klimawandel und die Notwendigkeit des Handelns. Doch die Interessen sind h\u00e4ufig sehr gegens\u00e4tzlich. Genau diese Diskrepanz zwischen den Zielen der L\u00e4nder zeichnet das Brettspiel &#8222;Keep Cool&#8220; von Spieltrieb \u00fcberspitzt nach. <!--more-->Ganz ohne erhobenen Zeigefinger bietet der Verlag 3 &#8211; 6 Personen oder Gruppen ab 12 Jahren rund 90 Minuten die Aufgabe, durch geschicktes Verhandeln und taktisch kluges Bauen von Fabriken die Partie f\u00fcr sich zu entscheiden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15294\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Spiel_keepcool_Klimawandel.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Spiel_keepcool_Klimawandel.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Spiel_keepcool_Klimawandel-160x121.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Spiel_keepcool_Klimawandel-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Entwickelt haben diesen Titel die beiden Wissenschaftler Klaus Eisenack und Gerhard Petschel Held (\u2020) w\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit f\u00fcr das Potsdamer Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung. Das Brettspiel &#8222;Keep Cool&#8220; ist ein Ansatz, die aktuelle Diskussion aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen und spielerisch nachzuvollziehen. Das Wichtigste jedoch: &#8222;Keep Cool&#8220; macht Spa\u00df!<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Keep Cool&#8220;: spannende Darstellung der Klimaproblematik<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die beiden Inhaber von Spieltrieb, Till Meyer und Nicole Stiehl, freuen sich, dass ihr Produkt inzwischen in der vierten Auflage erfolgreich ist. Das Thema, so beide, sei aktueller denn je. Da ein Spielmechanismus dieses nur verk\u00fcrzt darstellen kann, liegt dem Titel ein Heft bei, das Grundwissen \u00fcber den Klimawandel vermittelt und die eingebauten Bez\u00fcge zwischen Spiel und Realit\u00e4t erl\u00e4utert.<\/p>\n<p>Till Meyer beschreibt den Ansatz von &#8222;Keep Cool&#8220;, dem Verhandlungsspiel rund um Klimapolitik und Energieerzeugung: &#8222;Die Spieler m\u00f6chten mit ihrer L\u00e4ndergruppe erfolgreich sein und ihre wirtschaftliche Zielsetzung erf\u00fcllen. &#8218;Schmutzige&#8216; Fabriken sind dabei billiger, verpesten aber die Umwelt. &#8218;Gr\u00fcne&#8216; Fabriken sind klimaneutral, aber teuer. Der Clou ist jedoch, dass jeder ein geheimes politisches Ziel verfolgt. Das wirtschaftliche Ziel k\u00f6nnen die L\u00e4ndergruppen oft im Alleingang erreichen, das politische Ziel l\u00e4sst sich jedoch &#8211; wie in der Realit\u00e4t &#8211; nur gemeinsam mit anderen umsetzen. Dadurch entstehen spannende Verhandlungen. Denn jeder darf seinen Kontrahenten Geld oder Unterst\u00fctzung anbieten, damit diese bestimmte Aktionen ausf\u00fchren oder nicht. Das erinnert &#8211; sehr \u00fcberspitzt gesagt &#8211; an das Geschehen auf dem Weltklimagipfel. Am Ende gibt es nur einen Sieger oder alle verlieren gemeinsam den Kampf gegen den Klimawandel.&#8220;<\/p>\n<p>Nicole Stiehl f\u00fchrt aus: &#8222;Die geheimen Ziele bringen die W\u00fcrze in die Partie: So kann eine L\u00e4ndergruppe anstreben, dass die Weltgemeinschaft m\u00f6glichst viele klimasch\u00e4dliche Bauten errichtet. Andere jedoch wollen vielleicht die Umweltverschmutzung reduzieren. Um ihr geheimes Ziel zu erreichen, m\u00fcssen die L\u00e4ndergruppen miteinander kooperieren und den einen oder anderen halbgaren Kompromiss schlie\u00dfen. Da bleibt selbst ein Kuhhandel mit dem &#8218;Erzfeind&#8216; nicht aus. Diese grundlegenden Mechanismen finden sich leider auch in der realen Wirtschaft und Politik. Aber statt Frust \u00fcber den fehlenden Fortschritt bei nachhaltiger Klimapolitik kommen am Spieltisch alle miteinander ins Gespr\u00e4ch und haben viel Spa\u00df an diesem Thema.&#8220;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Keep Cool&#8220; ist ein knallhartes Verhandlungsspiel<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der grundlegende Ablauf von &#8222;Keep Cool&#8220; ist einfach und befeuert offene Verhandlungen. Je nach Gruppe kommt es zu einem mehr oder weniger intensiven Kommunikationserlebnis. Dabei f\u00fchrt jeder eine Staatengemeinschaft und versucht, sein offenes wirtschaftliches sowie ein geheimes politisches Ziel zu erreichen. Nach und nach erwerben die Kontrahenten schmutzige oder gr\u00fcne Fabriken, um damit ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. W\u00e4hrend der Fortschritt der wirtschaftlichen Ziele dabei auf dem Brett ablesbar ist, wei\u00df niemand um den Fortschritt der Kontrahenten bei den geheimen politischen Zielen.<\/p>\n<p>Wer am Zug ist, f\u00fchrt vier Aktionen aus. Zun\u00e4chst pr\u00fcft er, ob eine oder mehrere L\u00e4ndergruppen einer klimabedingten Katastrophe begegnen m\u00fcssen. Die entsprechenden Kosten sind zu begleichen. Danach erh\u00e4lt der Aktive sein Rundeneinkommen. Dieses kommt je nach Fabrikart entweder klimaneutral aus dem Vorrat oder er muss es mit \u00c4nderung der Welttemperatur aus der &#8222;Gemeinschaftskasse&#8220;, vom sogenannten Karbometer, nehmen. Das Karbometer ist ein Gradmesser f\u00fcr das globale Klima. Mit seinem Einkommen darf der Aktive nun schwarze (schmutzige) oder gr\u00fcne (saubere) Fabriken bauen, Schutzsteine erwerben, die Katastrophen abmildern k\u00f6nnen, oder in Innovationen investieren. So erreicht er Schritt f\u00fcr Schritt seine Ziele.<\/p>\n<p>Aus diesem \u00fcbersichtlichen Ablauf entwickelt sich je nach Kommunikationslust der Beteiligten ein knallhartes Verhandlungsspiel. Denn w\u00e4hrend des Zuges darf der Aktive mit allen anderen verhandeln. Erlaubt ist es, f\u00fcr bestimmte Aktionen um Geld zu bitten oder Schulden zu erlassen. Aber jeder darf auch das Umsetzen von Bauten versprechen oder sich von anderen beim Bew\u00e4ltigen von Katastrophen helfen lassen sowie gemeinsam Forschung mit anderen betreiben, was den Bau von Fabriken billiger werden l\u00e4sst. Sieger ist, wer zuerst sein wirtschaftliches und sein politisches Ziel erf\u00fcllt. Allerdings verlieren alle gemeinsam, wenn der Klimawandel zu rasant voranschreitet.<\/p>\n<p>&#8222;Keep Cool&#8220; ist direkt beim Verlag oder im gut sortierten Fachhandel erh\u00e4ltlich. Mehrere Institutionen wie das Potsdamer Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung, Germanwatch, die Deutsche Umweltstiftung und andere haben die Realisierung unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiele-entwickler-spieltrieb.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #ff6600;\">https:\/\/www.spiele-entwickler-spieltrieb.de<\/span><\/a><\/p>\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\">Produktinfos<br \/>Titel: Keep Cool<br \/>Verlag: Meyer &amp; Stiehl GbR Spieltrieb<br \/>Autoren: Klaus Eisenack und Gerhard Petschel-Held<br \/>Spielerzahl: 3 &#8211; 6 Personen\/Gruppen<br \/>Alter: ab 12 Jahre<br \/>Dauer: ca. 60 &#8211; 120 Minuten<br \/>Preis: ca. 30 Euro<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-color has-cyan-bluish-gray-color\">WEBcode 201475<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKeep Cool&#8220; &#8211; ein Gesellschaftsbrettspiel zum Klimawandel Alle sprechen \u00fcber den Klimawandel und die Notwendigkeit des Handelns. 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