{"id":15378,"date":"2020-03-30T12:03:52","date_gmt":"2020-03-30T10:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15378"},"modified":"2020-04-01T17:16:38","modified_gmt":"2020-04-01T15:16:38","slug":"oeko-tipp-vielfalt-bewahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15378","title":{"rendered":"\u00d6ko-Tipp: Vielfalt bewahren"},"content":{"rendered":"<p><em>Saatgutkonzerne machen den Verbraucher abh\u00e4ngig<\/em><\/p>\n<p>Der Fr\u00fchling hat begonnen und somit auch die Gartenzeit. Die Setzlinge in Hochbeete oder Gew\u00e4chshaus haben Hobbyg\u00e4rtner meist schon gepflanzt.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Garten und Balkon: Bei der Aussaat samenfestes Saatgut verwenden<\/strong><\/p>\n<p>Nun ist es Zeit, Samen auf der Fensterbank vorzuziehen \u2013 beispielsweise von Gem\u00fcsepflanzen wie Tomaten, Zucchini oder K\u00fcrbis, von Kr\u00e4utern oder Sommerblumen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2393\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/blumenwiese_IMG_9900.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/blumenwiese_IMG_9900.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/blumenwiese_IMG_9900-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/blumenwiese_IMG_9900-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Doch wie unterscheidet sich das Saatgut eigentlich voneinander? \u2013 Abgesehen von den unterschiedlichen Pflanzen- oder Kr\u00e4utersorten? Warum verweist der Biohandel nachdr\u00fccklich auf \u201esamenfeste Sorten\u201c, w\u00e4hrend die konventionellen T\u00fctchen h\u00e4ufig den Aufdruck \u201eHybrid-Saatgut\u201c oder \u201eF1-Hybride\u201c tragen?<\/p>\n<p><strong>Samenfestes Saatgut vs. Hybridsaatgut<\/strong><\/p>\n<p>Kurz erkl\u00e4rt: Samenfestes Saatgut bildet auch in der n\u00e4chsten Generation, also im Folgejahr, \u00e4hnliche Merkmale aus wie die Mutterpflanze. Wer fr\u00fcher seinen Gro\u00dfeltern im Garten geholfen hat, erinnert sich bestimmt daran, dass es \u00fcblich war, von ausgereiften Pflanzen Samen abzunehmen, zu trocknen und im n\u00e4chsten Jahr neue Pflanzen daraus zu ziehen. So hat man es \u00fcber Jahrtausende gemacht und eine gro\u00dfe Vielfalt an unterschiedlichem samenfesten Saatgut genutzt. Das Saatgut konnte sich an die Standortbedingungen anpassen und dadurch immer robuster werden. Es ist eine unsch\u00e4tzbare Vielfalt von Kulturpflanzen entstanden.<\/p>\n<p>F1-Hybridsaatgut wurde dagegen \u00fcber einige Pflanzengenerationen gez\u00fcchtet und immer wieder mit sich selbst gekreuzt. Das wird so lange gemacht, bis die Pflanze nur noch einen ganz kleinen Genpool besitzt, was man \u201ereinerbig\u201c nennt. Dann wird sie k\u00fcnstlich mit einer reinerbigen Pflanze aus einer anderen Inzuchtlinie gekreuzt \u2013 inklusive der zugeh\u00f6rigen Behandlung mit Chemikalien, die im Labor n\u00f6tig ist. In der ersten Filial- beziehungsweise Folgegeneration (F1) \u2013 also den ersten Nachk\u00f6mmlingen der Ausgangspflanze \u2013 sind die Eigenschaften gut und es entstehen gro\u00df gewachsene robuste Pflanzen. Doch schon in der n\u00e4chsten Generation w\u00fcrden die Nachkommen in unterschiedliche Pflanzenformen \u201ezerfallen\u201c. Somit kann aus F1-Saatgut kein weiteres f\u00fcr die Folgegeneration gewonnen werden \u2013 es w\u00e4re f\u00fcr Landwirte und Z\u00fcchter auch schlicht weg nicht lohnend. <span style=\"color: #ff0000;\">Die Saatgutkonzerne machen den Verbraucher so abh\u00e4ngig und verdienen so ihr Geld.<\/span><\/p>\n<p><strong>Vielfalt der Kulturpflanzen erhalten und Bares sparen<\/strong><\/p>\n<p>Der Mensch hat seit Tausenden von Jahren Kulturpflanzen herangez\u00fcchtet, die eine gro\u00dfe Vielfalt und einen gro\u00dfen genetischen Pool gew\u00e4hrleisten. Dieses Prinzip wird nun in wenigen Generationen durch Hybrid-Saatgut und Sortenverarmung im Labor ausgehebelt. Mit Hybridsorten, die sich nicht mehr vermehren lassen, \u00fcberlassen wir unsere Lebensgrundlagen den Saatgutkonzernen. Verbraucher*innen k\u00f6nnen sich am Verkaufsregal f\u00fcr samenfester Sorten entscheiden und machen sich so von Konzernen unabh\u00e4ngig. Am Ende helfen Sie so die Vielfalt der Kulturpflanzen zu erhalten und Sie sparen durch die Aussaat eigener gesammelter Samen im Folgejahr bares Geld!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saatgutkonzerne machen den Verbraucher abh\u00e4ngig Der Fr\u00fchling hat begonnen und somit auch die Gartenzeit. 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