{"id":15394,"date":"2020-04-21T15:38:20","date_gmt":"2020-04-21T13:38:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15394"},"modified":"2020-04-21T15:41:18","modified_gmt":"2020-04-21T13:41:18","slug":"warmer-winter-heisser-fruehling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15394","title":{"rendered":"Warmer Winter, hei\u00dfer Fr\u00fchling"},"content":{"rendered":"<p><em>April hei\u00df und trocken wie ein\u00a0 Fr\u00fchsommer<\/em><\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr gibt es keinen Fr\u00fchling, der mit frischen Niederschl\u00e4gen und langsam steigenden Temperaturen das Wachstum beg\u00fcnstigt. Momentan erleben wir im April stattdessen eine extrem verdichtete Bl\u00fctezeit der Pflanzen, <!--more-->nebeneinander statt nacheinander. Kaum war der erste farbenfrohe Fr\u00fchjahrsgru\u00df der Forsythie und Magnolien abgebl\u00fcht, schienen die Geh\u00f6lze alle gleichzeitig bl\u00fchen zu wollen. Kirsche, Birne, Apfel und Flieder stehen gemeinsam in Vollbl\u00fcte und Wei\u00dfdorn und Ro\u00dfkastanie befinden sich im Aufbruch.<\/p>\n<blockquote><p>LESETIPP<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15362\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Aufmacher_1_2020.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Aufmacher_1_2020.jpg 500w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Aufmacher_1_2020-160x104.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Aufmacher_1_2020-491x320.jpg 491w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Aufmacher_1_2020-150x98.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Themenmagazin: Das Klima spielt verr\u00fcckt, der Wald kommt in Not<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15358\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Inhalt Themenmagazin&gt;&gt;<\/a> Heft 1\/2020 (ab 1. 4. 2020 erh\u00e4ltlich)<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Ursache<\/strong><br \/>\nNeben den ungew\u00f6hnlich milden Temperaturen und der hohen Sonnenscheindauer steht dahinter die au\u00dfergew\u00f6hnliche Trockenheit. Nach den vorangegangenen D\u00fcrrephasen der Vorjahre hat es der winterliche Niederschlag kaum geschafft, die Grundwasservorr\u00e4te aufzuf\u00fcllen. Besonders der Februar und M\u00e4rz diesen Jahres brachten ergiebigen Regen. Doch seit dem ersten April wurde an der Wetterstation Metzingen kein Regen mehr aufgezeichnet. Kein einziger Liter pro Quadratmeter, kein Millimeter Niederschlag ist im April gefallen. In den letzten 10 Jahren haben wir im April Regenmengen zwischen 14 und 70 mm verzeichnet. Und das langj\u00e4hrige Mittel an der Station Metzingen seit 1995 liegt bei durchschnittlich 33 mm Niederschlag pro Jahr.<\/p>\n<p><strong>Folgen<\/strong><br \/>\nDiese Trockenheit wird verst\u00e4rkt durch die Verdunstungwirkung von Sonne und Wind. So ger\u00e4t der Austrieb des frischen Laubes nun ins Stocken und die notwendige Energiegewinnung f\u00fcr gesundes Wachstum wird gleich gebremst. Das ist besonders schlecht f\u00fcr Jungb\u00e4ume, frisch gepflanzte Geh\u00f6lze, gekeimte Aussaten und die immergr\u00fcnen Geh\u00f6lze, die auch im Winter bereits viel Wasser verbraucht haben, geraten in Not. In unseren lehmigen B\u00f6den zeigen sich tiefreichende Schrumpfrisse, die in den betroffenen Bodenregionen Feinwurzeln abrei\u00dfen. Doch die Wasseraufnahme findet vornehmlich an diesen Feinwurzeln statt &#8211; diese befinden sich bei B\u00e4umen etwa im Traufbereich der Kronen, also auf H\u00f6he der \u00e4u\u00dfersten Astspitzen.<\/p>\n<p><strong>Was ist zu tun?<\/strong><br \/>\nBesonders f\u00fcr frisch gepflanzte Geh\u00f6lze ist eine Bew\u00e4sserung unumg\u00e4nglich. Bei Jungb\u00e4umen in den ersten Standjahren sollten es zwischen 20 und 40 Liter sein, dieser Vorrat sollte dann auch bis zum n\u00e4chsten Regengu\u00df bzw. f\u00fcr weitere ein bis zwei Wochen sonnigen und windigen Wetters reichen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich brauchen auch die frisch aufgelaufenen Saaten und die Immergr\u00fcnen Geh\u00f6lze nun Wasser um Sch\u00e4den abzuwenden. Immergr\u00fcnen Geh\u00f6lzen wie Thuja, Buchs oder Eiben helfen einige 10-Liter Gie\u00dfkannen pro Geh\u00f6lz oder Laufmeter Hecke auch schon weiter. Bei Geh\u00f6lzen ist es besser seltener, aber dann mehr Wasser zu liefern. Bei fl\u00e4chigen Saaten und im Gem\u00fcsebeet sollte die Wassergabe jeden Morgen erfolgen. Hier gilt es zwar t\u00e4glich, aber wenig Wasser auszubringen, damit die jungen Pflanzen ihr erstes Laub sicher entwickeln k\u00f6nnen und gefordert sind, ihre Wurzeln auszustrecken.<\/p>\n<p>Doch der ausgetrocknete lehmig-tonige Boden vermag kaum Wasser aufzunehmen &#8211; daher erinnert die richtige Vorgehensweise an althergebrachte Kaffeebereitung im Filteraufgu\u00df: erst mal quellen lassen! Die einzelnen Pflanzen sollten ihre Wassermenge also nicht in einem gro\u00dfen Schwall erhalten.<\/p>\n<p>G\u00fcnstig zum Gie\u00dfen sind immer die Morgenstunden, wenn durch den Tau bereits etwas Feuchtigkeit vorhanden ist. Abendliches Gie\u00dfen ist dagegen tendenziell sch\u00e4dlich &#8211; nutzt die n\u00e4chtliche N\u00e4sse doch vor allem dem Wachstum von Pilzkrankheiten auf den Pflanzen.<br \/>\nDie Situation zeigt deutlich: Wo wir g\u00e4rtnern wollen, m\u00fcssen wir auch Wasser bereithalten k\u00f6nnen. Mit Trockenheits- beziehungsweise D\u00fcrrephasen im Fr\u00fchjahr ist k\u00fcnftig regelm\u00e4\u00dfig zu rechnen.<\/p>\n<p>Fragen beantwortet die Gr\u00fcnfl\u00e4chenberatung des Landkreises Reutlingen unter der Nummer 07121 480 3327 oder per E-Mail unter gruenflaechenberatung@kreis-reutlingen.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>April hei\u00df und trocken wie ein\u00a0 Fr\u00fchsommer Auch in diesem Jahr gibt es keinen Fr\u00fchling, der mit frischen Niederschl\u00e4gen und langsam steigenden Temperaturen das Wachstum beg\u00fcnstigt. 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