{"id":15608,"date":"2020-07-30T07:01:59","date_gmt":"2020-07-30T05:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15608"},"modified":"2020-09-28T11:36:56","modified_gmt":"2020-09-28T09:36:56","slug":"gruss-aus-dem-weltraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=15608","title":{"rendered":"Gru\u00df aus dem Weltraum"},"content":{"rendered":"<p><em>Schwerster Steinmeteorit Deutschlands bei Blaubeuren gefunden<\/em><\/p>\n<p>Der Himmelsk\u00f6rper wird bis zum 25. Oktober 2020 im Urgeschichtlichen Museum ausgestellt.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15609\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren\u00a9urmu-2020.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"170\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren\u00a9urmu-2020.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren\u00a9urmu-2020-160x85.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren\u00a9urmu-2020-150x80.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Wer in Blaubeuren in der Erde gr\u00e4bt, kann spannende Sachen finden: \u201eDas einmalige weit verzweigte H\u00f6hlensystem unter dem Blautopf und die \u00e4ltesten Kunstwerke der Welt haben wir in unserer Region schon entdeckt\u201c, sagt Blaubeurens B\u00fcrgermeister J\u00f6rg Seibold. \u201eUnd jetzt dieses Geschenk des Himmels!\u201c Gemeint ist der schwerste Steinmeteorit Deutschlands. 1989 von einem Blaubeurer in seinem Garten beim Ausheben eines Kabelgrabens gefunden, dann Jahrzehnte lang unerkannt herumgelegen und erst k\u00fcrzlich als gr\u00f6\u00dfter je in Deutschland gefundener Steinmeteorit der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Von 30. Juli bis 25. Oktober dieses Jahres wird der Rekord-Meteorit nun im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren (urmu) ausgestellt. Das verk\u00fcndete Seibold am Mittwoch, 29. Juli, auf einer Pressekonferenz.<\/p>\n<p>Der Stein, der aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems stammt, ist viereinhalb Milliarden Jahre alt, vermutlich schon vor mehreren hundert Jahren vom Himmel gefallen und seitdem weitgehend der Verwitterung ausgesetzt gewesen. \u201eBei der ersten Begutachtung des Steins tippte ich auf Eisenerz\u201c, sagt Dieter Heinlein, Astrophysiker und Meteoritenexperte beim Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR). Er hat den Fund als erster Fachmann analysiert: \u201eDoch dann griff ich zur Diamants\u00e4ge. Und in den geschnittenen St\u00fccken erblickte ich die f\u00fcr Steinmeteorite typische Matrix aus Millimeter kleinen Chondren. K\u00fcgelchen, die bei der Entstehung des Sonnensystems entstanden und die Urbausteine aller Planeten darstellen.\u201c Au\u00dferdem entdeckte Heinlein typische Einschl\u00fcsse von Eisen und Nickel. Damit war gesichert, dass es sich bei dem Fund um einen Stein aus dem Weltall handelte. Und mit 30 Kilogramm Gewicht um den schwersten seiner Art in Deutschland.<\/p>\n<p>Der Meteorit kann besonders mit seinen inneren Werten beeindrucken: Wenn etwa die nur wenige tausendstel Millimeter dicken D\u00fcnnschliffe unter dem Mikroskop liegen, leuchten mal runde, mal l\u00e4ngliche Einschl\u00fcsse in allen erdenklichen Farben wie in einem modernen Kunstwerk. Das zu entschl\u00fcsseln ist die jetzt anstehende Aufgabe f\u00fcr Heinlein: \u201eDerzeit laufen viele Untersuchungen, was die Mineralzusammensetzung oder die Isotopen in dem St\u00fcck angeht, um noch mehr von der kosmischen Herkunft und Geschichte des Gesteins zu erfahren.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15610\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren_Duennschliffe\u00a9DLR.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren_Duennschliffe\u00a9DLR.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren_Duennschliffe\u00a9DLR-160x119.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Meteorit_Blaubeuren_Duennschliffe\u00a9DLR-150x112.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>\u201aBlau\u00adbe\u00adu\u00adren\u2018 ent\u00adh\u00e4lt zahl\u00adrei\u00adche aus\u00adkris\u00adtal\u00adli\u00adsier\u00adte Schmelz\u00adtr\u00f6pf\u00adchen mit run\u00adden Um\u00adris\u00adsen, die so\u00adge\u00adnann\u00adten Chond\u00adren. In die\u00adser Ab\u00adbil\u00addung sind drei korn\u00adf\u00f6r\u00admi\u00adge oli\u00advin- und mehr leis\u00adten\u00adf\u00f6r\u00admi\u00adge py\u00adro\u00adxen\u00adf\u00fch\u00adren\u00adde, por\u00adphy\u00adri\u00adsche Chond\u00adren und ei\u00adne Ra\u00addi\u00adal\u00adpy\u00adro\u00adxen-Chond\u00adre (un\u00adten rechts) ab\u00adge\u00adbil\u00addet. Oli\u00advin und Py\u00adro\u00adxen sind ty\u00adpi\u00adsche, weit ver\u00adbrei\u00adte\u00adte ge\u00adsteins\u00adbil\u00adden\u00adde Mi\u00adne\u00adra\u00adle in mag\u00adma\u00adti\u00adschen Ge\u00adstei\u00adnen \u2013 alu\u00admi\u00adni\u00adum\u00adhal\u00adti\u00adge Si\u00adli\u00adka\u00adte mit ho\u00adhen An\u00adtei\u00adlen an Ei\u00adsen und Ma\u00adgne\u00adsi\u00adum. Po\u00adla\u00adri\u00adsa\u00adti\u00adons\u00admi\u00adkro\u00adsko\u00adpi\u00adsche Auf\u00adnah\u00admen mit ge\u00adkreuz\u00adten Po\u00adla\u00adri\u00adsa\u00adto\u00adren.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Steine, die aus dem Weltall auf die Erde fallen, haben keine Vorbesitzer. Wer sie findet, darf sie behalten und \u00fcber sie bestimmen. So verh\u00e4lt es sich auch mit dem neuen Sensationsfund, dem Meteoriten, der offiziell den Namen \u201eBlaubeuren\u201c tr\u00e4gt. \u201eAls Stadt sind wir dem Finder, Herrn Hansj\u00f6rg Bayer, sehr dankbar f\u00fcr seine Aufmerksamkeit und Umsichtigkeit\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Seibold. Der Finder, der in j\u00fcngster Zeit einen wahren Medienrummel erlebt hat, m\u00f6chte dass die Aufmerksamkeit k\u00fcnftig dem Meteoriten zukommt. Dazu solle er dauerhaft in einem Museum ausgestellt werden. \u201eNat\u00fcrlich hat die Stadt ein Interesse an einer dauerhaften Pr\u00e4sentation des Meteoriten \u201eBlaubeuren\u201c. Die Entscheidung liegt aber beim Eigent\u00fcmer und wird respektiert\u201c, sagte Seibold, \u201ewir sind jetzt erst mal froh, dass wir den Meteoriten bei uns im Urgeschichtlichen Museum zeigen k\u00f6nnen und die erste Neugier nach seinem pl\u00f6tzlichen Ber\u00fchmtwerden stillen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen \u00fcber den Sensationsfund auf der Internetseite<br \/>\ndes Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt: <a href=\"https:\/\/www.dlr.de\/content\/de\/artikel\/news\/2020\/03\/20200715_groesster-deutscher-steinmeteorit-in-blaubeuren-gefunden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.dlr.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>WEBcode #203314<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwerster Steinmeteorit Deutschlands bei Blaubeuren gefunden Der Himmelsk\u00f6rper wird bis zum 25. 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