{"id":16319,"date":"2021-03-02T10:33:59","date_gmt":"2021-03-02T09:33:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=16319"},"modified":"2021-03-02T11:09:10","modified_gmt":"2021-03-02T10:09:10","slug":"klappern-gehoert-zum-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=16319","title":{"rendered":"Klappern geh\u00f6rt zum Handwerk"},"content":{"rendered":"<p><em>St\u00f6rche kommen zur\u00fcck an die Alb ins Donautal<\/em><\/p>\n<p>Jetzt kehren die ersten Wei\u00dfst\u00f6rche aus ihren Winterquartieren zur\u00fcck und bereiten ihre angestammte Wohnstatt f\u00fcr die Aufzucht der Jungen vor. Die ersten R\u00fcckkehrer klappern derzeit unterhalb der Schw\u00e4bischen Alb in den feuchten Donau-Auen<!--more-->zwischen Zwiefaltendorf und Riedlingen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-16320\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Weiss_Storch_Vogel_Nest-IMG_4028.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Weiss_Storch_Vogel_Nest-IMG_4028.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Weiss_Storch_Vogel_Nest-IMG_4028-160x123.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Weiss_Storch_Vogel_Nest-IMG_4028-417x320.jpg 417w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Weiss_Storch_Vogel_Nest-IMG_4028-150x115.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Wei\u00dfstorch mit Jungvogel im Horst: In Baden-W\u00fcrttemberg 2013 auf die Vorwarnliste gesetzt. Bundesweit allerdings als gef\u00e4hrdet (rot) eingestuft. Aktuell erholt sich der Bestand.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Meist kommen die M\u00e4nnchen zuerst an ihrem Stammhorst an, in etwa einem Drittel der F\u00e4lle sind die Weibchen schneller. \u201eBeim Wiedersehen gibt es dann gro\u00dfes Geklapper, und \u2013 sollte das Nest schon besetzt sein \u2013 mitunter heftigen Streit\u201c, sagt die Storchenexpertin Ute Reinhard. Bis die Jungst\u00f6rche schl\u00fcpfen, wird das Domizil in aussichtsreicher Lage frisch ausgepolstert. Als Brutpl\u00e4tze bevorzugen Wei\u00dfst\u00f6rche Hausd\u00e4cher, T\u00fcrme, Strommasten oder B\u00e4ume, wobei sie oft ihre Nester selbst ohne jegliche k\u00fcnstliche Nisthilfe bauen.<\/p>\n<p><strong>Ein Herz f\u00fcr St\u00f6rche<\/strong><br \/>\nDie Wei\u00dfst\u00f6rche im S\u00fcdwesten haben Aufwind, die Best\u00e4nde erholen sich seit einigen Jahren. Weil die Zahl der Horste zunimmt, sucht der NABU ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die als Fachleute vor Ort die Horste betreuen, Jungst\u00f6rche beringen und die Daten an Forschungsstellen und Beh\u00f6rden weitergeben. \u201eWir suchen dringend engagierte Ehrenamtliche mit einem Herz f\u00fcr die St\u00f6rche und wollen diese in einer Schulung auf ihre wichtigen Aufgaben vorbereiten\u201c, sagt Storchenexpertin Ute Reinhard. Aufgrund der Corona-Situation ist der Termin noch offen, Informationen zur Schulung gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.NABU-BW.de\/storchenschulung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.NABU-BW.de\/storchenschulung<\/a>. \u201eWir m\u00fcssen Entwicklungen dokumentieren und die Lebensr\u00e4ume des NABU-Wappentiers noch st\u00e4rker sch\u00fctzen, damit wir bisherige Erfolge f\u00fcr die Zukunft bewahren k\u00f6nnen. Vergangenes Jahr war \u2013 mit durchschnittlich 1,7 Jungtieren pro Paar \u2013 leider nur ein m\u00e4\u00dfig gutes Storchenjahr\u201c, sagt Reinhard.<\/p>\n<p><strong>Lebensr\u00e4ume bewahren und f\u00fcr Nahrung sorgen<\/strong><br \/>\nDamit die Storcheneltern bis zu ihrem R\u00fcckflug ins Winterquartier im Sp\u00e4tsommer gen\u00fcgend Nahrung f\u00fcr sich und den Nachwuchs finden, m\u00fcssen einige Bedingungen erf\u00fcllt sein. \u201eSt\u00f6rche ern\u00e4hren sich vorwiegend von kleinen S\u00e4ugetieren und Wirbellosen, wie M\u00e4use und Regenw\u00fcrmer, und fangen auch Amphibien, sofern sie noch welche finden\u201c, erkl\u00e4rt die Storchenfachfrau. Mit ihren langen roten Beinen schreiten sie an T\u00fcmpeln entlang, staksen \u00fcber Feuchtwiesen oder folgen bei der Wiesenmahd den Traktoren und lesen dort Insekten und andere Kleintiere auf. Der Tisch f\u00fcr den Storch bleibt aber nur gedeckt, wenn Beutetiere R\u00fcckzugsr\u00e4ume finden, in denen sie sich vermehren k\u00f6nnen. So sollten Wiesen beispielsweise immer zeitlich gestaffelt gem\u00e4ht. Sind diese l\u00fcckig und nicht zu intensiv genutzt oder werden beweidet, ist dies f\u00fcr St\u00f6rche optimal.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund zum Wei\u00dfstorch<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Lebensraum<\/strong>: Der Wei\u00dfstorch geh\u00f6rt zur Familie der St\u00f6rche und zur Ordnung der Schreitv\u00f6gel. Er lebt in offenen Landschaften, Feuchtgr\u00fcnland, Flussniederungen und -auen mit periodischen \u00dcberschwemmungen, sowie extensiv genutzten Wiesen und Weiden. Das Brutareal des Wei\u00dfstorchs umfasst Europa, Westasien und Nordafrika.<\/li>\n<li><strong>Aussehen<\/strong>: Das Gefieder des Wei\u00dfstorchs ist wei\u00df, nur Schwungfedern und Teile der Oberfl\u00fcgeldecken sind schwarz. Schnabel und die langen Beine sind rot gef\u00e4rbt. Die Geschlechter \u00e4hneln sich \u00e4u\u00dferlich, wobei der Schnabel des M\u00e4nnchens meist etwas l\u00e4nger und st\u00e4rker ist.<\/li>\n<li><strong>Langstreckenflieger<\/strong>: Die baden-w\u00fcrttembergischen Wei\u00dfst\u00f6rche fliegen \u00fcber die Westroute. Wer in Marokko oder gar Mali startet, legt bis zu 4.500 Kilometer zur\u00fcck, bis im M\u00e4rz das Ziel erreicht ist. Immer mehr St\u00f6rche \u00fcberwintern allerdings weiter n\u00f6rdlich in Spanien, wo sie auf offenen M\u00fcllkippen und in Reisfeldern reichlich Nahrung finden. Von dort fliegen sie im Fr\u00fchjahr an K\u00fcste und Alpenrand entlang gen Heimat. Im Flug streckt der Wei\u00dfstorch seinen Hals gerade nach vorn \u2013 im Unterschied zum Graureiher.<\/li>\n<li><strong>Nachwuchs<\/strong>: Die Brutzeit f\u00fcr die Jahresbrut beginnt Mitte M\u00e4rz und endet Anfang August. Das Gelege mit durchschnittlich drei bis f\u00fcnf Eiern wird von beiden Partnern 32 bis 33 Tage bebr\u00fctet. Nach etwa zwei Monaten verlassen die Jungv\u00f6gel das Nest. Die Jungv\u00f6gel sind noch einige Wochen durch ihre schw\u00e4rzliche Schnabelspitze von den Altv\u00f6geln zu unterscheiden.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00f6rche kommen zur\u00fcck an die Alb ins Donautal Jetzt kehren die ersten Wei\u00dfst\u00f6rche aus ihren Winterquartieren zur\u00fcck und bereiten ihre angestammte Wohnstatt f\u00fcr die Aufzucht der Jungen vor. 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