{"id":16347,"date":"2021-03-25T13:06:32","date_gmt":"2021-03-25T12:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=16347"},"modified":"2021-03-29T11:49:11","modified_gmt":"2021-03-29T09:49:11","slug":"apfel-als-artenschuetzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=16347","title":{"rendered":"Apfel als Artensch\u00fctzer"},"content":{"rendered":"<p><em>Streuobst soll UNESCO-Status erhalten<\/em><\/p>\n<p>Der bundesweite Antrag zur Aufnahme der Streuobstkultur auf die Liste \u201eImmaterielles Kulturerbe\u201c bei der UNESCO l\u00e4uft bereits.<!--more--><\/p>\n<p>Naturschutzverb\u00e4nde im Land unterst\u00fctzen Anerkennung von Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1402\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/streuobst_apfel_baum.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"245\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/streuobst_apfel_baum.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/streuobst_apfel_baum-160x122.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/streuobst_apfel_baum-140x107.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Die drei Umwelt- und Naturschutzverb\u00e4nde LNV, NABU und BUND in Baden-W\u00fcrttemberg unterst\u00fctzen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Die drei Verb\u00e4nde sind Mitglieder bei Hochstamm Deutschland. Das Land Baden-W\u00fcrttemberg hat den Antrag auf Anerkennung im April 2020 bereits bef\u00fcrwortet. Als n\u00e4chster Schritt steht nun auf Bundesebene die Entscheidung der <span style=\"color: #ff0000;\">Kultusministerkonferenz<\/span> im M\u00e4rz an (ENTSCHEIDUNG SEIT 25. M\u00c4RZ BEKANNT, SIEHE GANZ UNTEN). Gleichzeitig sehen die Verb\u00e4nde die Streuobstbest\u00e4nde im Land aufgrund sinkender Preise f\u00fcr Bio-Mostobst weiter gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>\u201eNachdem die Preise f\u00fcr Bio-Mostobst aus Streuobst in Deutschland dramatisch sinken, wird es immer wichtiger, den Mehrwert von Obst aus Streuobstwiesen herauszustellen. Ein Baustein daf\u00fcr ist die Anerkennung des Streuobstanbaus als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO\u201c, betont Martin Engelhardt, Streuobstexperte beim Landesnaturschutzverband (LNV). Derzeit k\u00fcndigen Keltereien reihenweise ihre Vertr\u00e4ge mit Bio-Streuobsterzeugern. Die Abnehmerpreise haben sich fast halbiert. Hintergrund ist der seit 2014 ausgeweitete Anbau von Bio-Obst in Plantagen im europ\u00e4ischen Ausland und am Bodensee. Die Plantagen kommen jetzt in die Ertragsphase und liefern billiges Plantagen-Bioobst.<\/p>\n<p><strong>Bio-Obstplantagen weiterer Sargnagel f\u00fcrs Streuobst<\/strong><br \/>\nDer LNV sieht darin einen weiteren Sargnagel f\u00fcr die ohnehin hoch gef\u00e4hrdeten Streuobstbest\u00e4nde im Land. Die Streuobstbest\u00e4nde gehen landesweit weiterhin dramatisch zur\u00fcck. Wenn sich der Trend fortsetzt, ist Baden-W\u00fcrttemberg in etwa 30 Jahren ohne nennenswerte Streuobstbest\u00e4nde und hat seine europaweit bedeutsamen Hotspots der Artenvielfalt f\u00fcr immer verloren, f\u00fcrchtet der LNV.<\/p>\n<p><strong>Zukunft von Streuobst sichern<\/strong><br \/>\nDer NABU sieht auch die Landesregierung in der Pflicht, um den Streuobstanbau in eine gesicherte Zukunft zu f\u00fchren: \u201eBaden-W\u00fcrttemberg ist Streuobstland Nummer eins \u2013 nicht nur bundesweit, sondern in ganz Europa. Doch vor allem Hochst\u00e4mme sind von \u00dcberalterung und mangelnder Pflege bedroht. Gerade die Hochstamm-Obstbaumwiesen sind aufgrund ihres Artenreichtums f\u00fcr den Erhalt der biologischen Vielfalt von immenser Bedeutung. Damit Streuobstwiesen weiter bl\u00fchen k\u00f6nnen und als artenreiche Kulturlandschaft erhalten und gepflegt werden, brauchen ihre Besitzerinnen und Besitzer mehr Unterst\u00fctzung von der Landesregierung\u201c, sagt Ingrid Eberhardt-Schad, Streuobstexpertin beim NABU Baden-W\u00fcrttemberg. \u201eDie Baumschnittpr\u00e4mie ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Dennoch braucht es weitere Anstrengungen, um diesen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000;\">Update: Kulturministerkonferenz<\/span> beschlie\u00dft die Aufnahme des \u201eStreuobstanbaus\u201c ins nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.<\/em><\/p>\n<p><strong>NABU, BUND und LNV in Baden-W\u00fcrttemberg werten dies als Startsignal f\u00fcr st\u00e4rkeres Engagement im Land.<\/strong><\/p>\n<p>Die Umwelt- und Naturschutzverb\u00e4nde NABU, BUND und LNV in Baden-W\u00fcrttemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland \u00fcber die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. \u201eDie W\u00fcrdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg f\u00fcr alle 1,3 Millionen Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer des Antrags und eine Steilvorlage f\u00fcr die k\u00fcnftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen\u201c, sind sich die drei Verb\u00e4nde einig.<\/p>\n<p>Mit dem Gesetz zur St\u00e4rkung der Biodiversit\u00e4t hat sich Baden-W\u00fcrttemberg verpflichtet, die Streuobstbest\u00e4nde zu erhalten, ihre wirtschaftliche Nutzung finanziell zu f\u00f6rdern und die Pflege der artenreichen Fl\u00e4chen besser zu unterst\u00fctzen. Zahlreiche \u00f6rtliche Gruppen und Aktive von BUND, NABU und LNV engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich f\u00fcr die Streuobstwiesen im Land. Sie schneiden Obstb\u00e4ume und Hecken, leiten p\u00e4dagogische Projekte, pflanzen junge B\u00e4ume nach, h\u00e4ngen Nistk\u00e4sten auf und f\u00f6rdern die Insektenvielfalt durch eine naturschutzfachliche Mahd oder Beweidung.<\/p>\n<p>\u201eDer Mehrwert von Obst aus Streuobstwiesen liegt nicht nur im vielf\u00e4ltigen Geschmack. Der Lebensraum Streuobstwiese ist ein typisches Beispiel daf\u00fcr, wie erfolgreich das gute Zusammenspiel von Menschen und Natur sein kann. Die Streuobstwiesen im Land sind ein Tausendsassa, weil sie einer der artenreichsten Lebensr\u00e4ume sind, die Bindung der Menschen an ihre Heimat st\u00e4rken und f\u00fcr den naturnahen Tourismus einen wichtigen Beitrag leisten. Das Land muss sich aber noch st\u00e4rker engagieren, mit F\u00f6rderanreizen f\u00fcr alle Besitzerinnen und Besitzern von Streuobstwiesen, damit das immaterielle Kulturerbe eine gute Zukunft hat\u201c, fordert NABU-Naturschutzexpertin Ingrid Eberhardt-Schad.<\/p>\n<p>\u201eLandwirtinnen und Landwirte stehen uns beim Streuobstschutz h\u00e4ufig als kompetente Partner zur Seite. Doch Streuobstwiesen haben nur eine Zukunft, wenn sich ihre Pflege wieder lohnt. Daf\u00fcr braucht es deutlich mehr Einsatz der neuen Landesregierung f\u00fcr Streuobstprodukte und ihre Vermarktung\u201c, erkl\u00e4rt Martin Engelhardt, Streuobstexperte beim Landesnaturschutzverband (LNV). Die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe sei daf\u00fcr ein wichtiger Baustein.<\/p>\n<p>\u201eDie Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe ist eine wichtige Anerkennung f\u00fcr alle Menschen, die sich im Streuobstbau engagieren. Doch auch die Wiesen unter den B\u00e4umen sollten so bewirtschaftet werden, dass sich artenreiches Gr\u00fcnland als Lebensraum f\u00fcr viele Insektenarten, wie Wildbienen und Schmetterlinge, entwickelt. Dazu muss die Mahd von Streuobstwiesen sowohl f\u00fcr Landwirtinnen und Landwirte, als auch f\u00fcr St\u00fccklesbesitzende besser gef\u00f6rdert werden\u201c, erg\u00e4nzt Almut Sattelberger, Streuobstexpertin des BUND Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>WEBcode #211042<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Streuobst soll UNESCO-Status erhalten<\/p>\n<p>Der bundesweite Antrag zur Aufnahme der Streuobstkultur auf die Liste \u201eImmaterielles Kulturerbe\u201c bei der UNESCO l\u00e4uft bereits.<\/p>\n<p>Naturschutzverb\u00e4nde im Land unterst\u00fctzen Anerkennung von Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1402,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-16347","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16347"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16347\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16540,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16347\/revisions\/16540"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}