{"id":17772,"date":"2022-03-10T14:03:03","date_gmt":"2022-03-10T13:03:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17772"},"modified":"2022-03-06T14:10:17","modified_gmt":"2022-03-06T13:10:17","slug":"papierpreise-massiv-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17772","title":{"rendered":"Papierpreise massiv gestiegen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><em>60,8 Prozent h\u00f6here Druckkosten f\u00fcrs Sph\u00e4re-Printmagazin<\/em><\/li>\n<li><em>Verlag h\u00e4lt Abo- und Anzeigenpreise\u00a0 dennoch stabil<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Seit der letzten Sph\u00e4re-Winterausgabe stieg der Druckpreis f\u00fcr das Magazin in nur drei Monaten um 60,8 Prozent. Die Portokosten f\u00fcr das Abo von 1,55 auf 1,60 EUR (+ 6.6 Prozent). Dennoch h\u00e4lt der Verlag Abo-Kosten und Anzeigenpreise stabil. Lieferkettenengp\u00e4sse und die Folgen der Coronakrise <!--more-->haben zu steigenden Preisen auf dem Papiermarkt gef\u00fchrt. Vor allem zur Papierherstellung notwendige Rohstoffe wie Altpapier oder Zellstoff haben sich \u00fcberdurchschnittlich verteuert, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. So haben sich die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr gemischtes Altpapier im September 2021 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat mehr als verdreifacht, plus 222,4 Prozent. Auch Holz- und Zellstoff, ebenfalls ein wichtiger Rohstoff zur Papierherstellung kostete bei Einfuhr im September 2021 deutlich mehr als im Vorjahresmonat, plus 45,7 Prozent.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-17774 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Titel_1_2022_schraeg.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Titel_1_2022_schraeg.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Titel_1_2022_schraeg-115x160.jpg 115w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Titel_1_2022_schraeg-230x320.jpg 230w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Titel_1_2022_schraeg-108x150.jpg 108w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Papier- und Pappereststoffe waren im Gro\u00dfhandel zuletzt um 147,0 % teurer. Aus dem Ausland importiertes Altpapier hat sich ebenfalls stark verteuert: Die Einfuhrpreise lagen im September 2021 um 75,0 % \u00fcber denen im September 2020.<\/p>\n<p><strong>Produktion von Druck-, Schreib- und Kopierpapier im Jahr 2020 deutlich eingebrochen<\/strong><\/p>\n<p>Ein Grund f\u00fcr den Mangel an hochwertigerem Altpapier, welches f\u00fcr bestimmte Druckerzeugnisse wie Zeitungen ben\u00f6tigt wird, ist die seit Jahren sinkende Produktion von Papier zum Bedrucken, Beschreiben und Kopieren \u2013 sogenanntem grafischem Papier. Wurden 2010 noch 6,62 Millionen Tonnen solcher Papiere in Deutschland hergestellt, waren es 2019 noch 5,07 Millionen Tonnen \u2013 ein R\u00fcckgang um 23,4\u00a0%.\u00a0 Nach Ausbruch der Corona-Pandemie, als kaum Veranstaltungsflyer ben\u00f6tigt wurden und Firmen weniger Werbematerialien drucken lie\u00dfen, ging die Produktion im Jahr 2020 noch einmal zur\u00fcck: um 11,5\u00a0% gegen\u00fcber dem Vorjahr auf 4,49 Millionen Tonnen. Insgesamt war das ein R\u00fcckgang binnen 10 Jahren um 32,2\u00a0%. Da Printverlage die Umf\u00e4nge von Zeitungen reduzierten, nahm auch die Produktion von Zeitungsdruckpapier ab: Mit 1,47 Millionen Tonnen wurde 2020 hierzulande 15,2\u00a0% weniger Zeitungsdruckpapier hergestellt als im Jahr zuvor und 42,6\u00a0% weniger als im Jahr 2010. Die Herstellung von Zeitungsdruckpapier brach auch europaweit ein: In den EU-27-Staaten wurde allein im Jahr 2020 mit 4,31 Millionen Tonnen <a class=\"RichTextExtLink ExternalLink\" title=\"Externer Link\u00a0Verkaufte Produktion, Exporte und Importe je PRODCOM Liste (NACE Rev. 2) (\u00d6ffnet\u00a0neues\u00a0Fenster)\" href=\"https:\/\/appsso.eurostat.ec.europa.eu\/nui\/show.do?query=BOOKMARK_DS-066341_QID_-6523FAD6_UID_-3F171EB0&amp;layout=INDICATORS,C,X,0;PERIOD,L,Y,0;PRCCODE,B,Z,0;DECL,L,Z,1;&amp;zSelection=DS-066341DECL,2027;DS-066341PRCCODE,17121100;&amp;rankName1=PRCCODE_1_2_-1_2&amp;rankName2=DECL_1_0_0_1&amp;rankName3=INDICATORS_1_2_0_0&amp;rankName4=PERIOD_1_0_0_1&amp;sortR=ASC_-1_FIRST&amp;rStp=&amp;cStp=&amp;rDCh=&amp;cDCh=&amp;rDM=true&amp;cDM=true&amp;footnes=false&amp;empty=false&amp;wai=false&amp;time_mode=NONE&amp;time_most_recent=false&amp;lang=DE&amp;cfo=%23%23%23%2C%23%23%23.%23%23%23\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">fast ein Viertel (22,2\u00a0%) weniger produziert<\/a> als im Jahr zuvor. Dieses Papier fehlt nun f\u00fcr die Wiederverwertung.<\/p>\n<p>Die Papierindustrie in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend von der Produktion grafischer Papiere hin zu Verpackungspapieren und -pappen orientiert. Beispielsweise wurden von dem sogenannten Wellenpapier, das aus Altpapier hergestellt und zur Polsterung von Verpackungen und Kartons genutzt wird, 2010 noch 1,61 Millionen Tonnen in Deutschland hergestellt. 2020 waren es bereits 4,36 Millionen Tonnen \u2013 ein Anstieg um 170,3\u00a0%.<\/p>\n<p><strong>Erzeugerpreise f\u00fcr einzelne Papierprodukte deutlich gestiegen<\/strong><\/p>\n<p>Steigende Rohstoffpreise und eine gewachsene Nachfrage vor allem nach Verpackungen und Kartonagen aus Papier und Pappe haben auch die Erzeugerpreise f\u00fcr bestimmte Papierprodukte deutlich steigen lassen. Besonders das sogenannte Wellenpapier, das aus Altpapier hergestellt und zur Polsterung von Verpackungen und Kartons genutzt wird, hat sich deutlich verteuert: +78,5\u00a0% im September 2021 gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat. F\u00fcr sogenannte Testliner \u2013 aus Altpapier hergestelltes Deckpapier f\u00fcr Wellpappe \u2013 erzielten die Hersteller im September 2021 um 56,5\u00a0% h\u00f6here Preise als ein Jahr zuvor. Dagegen fiel die Preissteigerung f\u00fcr grafisches Papier mit +5,3\u00a0% gegen\u00fcber dem September 2020 sowie f\u00fcr Zeitungspapier mit +13,3\u00a0% vergleichsweise gering aus.<\/p>\n<p>Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sind die deutlichen Preissteigerungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen bisher erst in vergleichsweise geringem Umfang angekommen. Papierprodukte wie Druckerpapier oder Schulhefte waren im September 2021 um 4,5\u00a0% teurer als im Vorjahresmonat. Die Verbraucherpreise insgesamt legten im selben Zeitraum um 4,1\u00a0% zu.<\/p>\n<p><strong>Mehr als 99\u00a0% des hierzulande eingesammelten Altpapiers werden stofflich verwertet<\/strong><\/p>\n<p>Die Bedeutung des Rohstoffs Altpapier wurde hierzulande bereits vor Jahren erkannt. Inzwischen werden 99,3\u00a0% der Papier-, Pappe- und Kartonage-Abf\u00e4lle, die bei den privaten Haushalten und im Gewerbe getrennt eingesammelt werden, stofflich wiederverwertet \u2013 beispielsweise f\u00fcr die Herstellung von neuem Papier. Insgesamt 6,98 Millionen Tonnen Altpapier-Abf\u00e4lle fielen im Jahr 2019 in Deutschland aus diesen Bereichen an, das waren 13,7 % weniger als zehn Jahre zuvor.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 221066<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>60,8 Prozent h\u00f6here Druckkosten f\u00fcrs Sph\u00e4re-Printmagazin Verlag h\u00e4lt Abo- und Anzeigenpreise\u00a0 dennoch stabil Seit der letzten Sph\u00e4re-Winterausgabe stieg der Druckpreis f\u00fcr das Magazin in nur drei Monaten um 60,8 Prozent. Die Portokosten f\u00fcr das Abo von 1,55 auf 1,60 EUR (+ 6.6 Prozent). Dennoch h\u00e4lt der Verlag Abo-Kosten und Anzeigenpreise stabil. 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