{"id":17871,"date":"2021-07-13T12:51:09","date_gmt":"2021-07-13T10:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17871"},"modified":"2022-06-27T12:57:36","modified_gmt":"2022-06-27T10:57:36","slug":"17871","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17871","title":{"rendered":"Von 1 Euro bleiben nur 47,1 Cent"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.steuerzahler.de\/fileadmin\/user_upload\/Steuerzahlergedenktag_M%C3%BCnze_2021.png\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" \/><\/p>\n<p><strong>Am Dienstag, 13. Juli, ist der Steuerzahlergedenktag 2021 \/ Appell an die Politik: Belastungen senken statt erh\u00f6hen!<\/strong><\/p>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/www.steuerzahler.de\/steuerzahlergedenktag\/\">Steuerzahlergedenktag 2021<\/a> ist am Dienstag, den 13. Juli. Ab 6:20 Uhr arbeiten die B\u00fcrger wieder f\u00fcr ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde \u2013 rein rechnerisch \u2013 durch Steuern und Abgaben an \u00f6ffentliche Kassen abgef\u00fchrt. Damit liegt die Einkommensbelastungsquote f\u00fcr einen durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalt in diesem Jahr bei voraussichtlich 52,9 Prozent. Diese Prognose hat das Deutsche Steuerzahlerinstitut (DSi) auf Basis repr\u00e4sentativer Haushaltsumfragen des Statistischen Bundesamts vorgelegt. Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 47,1 Cent zur freien Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Demnach ist die Belastung im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte gestiegen \u2013 der Steuerzahlergedenktag liegt vier Tage sp\u00e4ter als 2020. Dies liegt vor allem daran, dass seit Jahresbeginn wieder die Umsatzsteuers\u00e4tze von 19 bzw. 7 Prozent gelten, nachdem sie im zweiten Halbjahr 2020 als Konjunkturma\u00dfnahme gesenkt worden waren. Eine neue Belastung ist die seit Jahresbeginn f\u00e4llige CO2-Abgabe: Sie wird auf Kraft- und Heizstoffe erhoben. Dadurch steigen die Preise f\u00fcr Benzin und Diesel an der Tankstelle sowie die Preise f\u00fcr Erdgas und Heiz\u00f6l \u2013 also die Wohnkosten. Im Bereich der Sozialversicherungen ist ein leichter Anstieg der S\u00e4tze gegen\u00fcber 2020 zu verzeichnen. Vor allem der Zusatzbeitragssatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung ist im Vorjahres-Vergleich gestiegen.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Belastung von Arbeitnehmer-Haushalten in Deutschland auch im europ\u00e4ischen Vergleich sehr hoch. Laut OECD-Datenbank \u201eTaxing Wages\u201c f\u00e4llt sie nur in Belgien noch h\u00f6her aus.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einzelne Berechnungen: <\/strong><\/p>\n<p><strong>So hoch ist die Belastung f\u00fcr Singles und Familien<\/strong><\/p>\n<p>Die von uns prognostizierte Einkommensbelastungsquote von 52,9 Prozent bezieht sich auf den Durchschnitt aller Arbeitnehmer-Haushalte in Deutschland. Das umfasst alle Haushaltskonstellationen von Singles \u00fcber Alleinerziehende und kinderlose Paare bis hin zu Paaren mit Kindern und sonstigen Mehr-Personen-Haushalten. Wie sieht es hier im Einzelnen aus? Bei den Singles ist die Belastung h\u00f6her: Im Durchschnitt werden sie mit 53,6 Prozent belastet \u2013 ihr Steuerzahlergedenktag f\u00e4llt auf Donnerstag, den 15. Juli. Der Steuerzahlergedenktag f\u00fcr Mehr-Personen-Haushalte ist bereits am heutigen Montag, 12. Juli \u2013 hier liegt die Belastungsquote bei 52,6 Prozent. Auch diesen Gruppen bleibt weniger als die H\u00e4lfte des Einkommens zur freien Verf\u00fcgung. Deshalb ist unsere Forderung eindeutig: Mit dem Steuerzahlergedenktag appellieren wir an die Politik, die B\u00fcrger sp\u00fcrbarer zu entlasten. Die Einkommensbelastungsquote muss unter die 50-Prozent-Marke fallen!<\/p>\n<p><strong>Unser 3-Punkte-Plan: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Das fordert BdSt-Pr\u00e4sident Reiner Holznagel von der Bundesregierung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\u201eDie Mittelschicht in Deutschland ist durch die Einkommensteuer sehr hoch belastet. Es ist indiskutabel, dass selbst Durchschnittsverdiener knapp unter dem Spitzensteuersatz liegen. Deshalb schlagen wir als Bund der Steuerzahler eine grundlegende Reform f\u00fcr den Einkommensteuertarif mit einem sp\u00e4ter greifenden Spitzensteuersatz vor.\u201c<\/li>\n<li>\u201eSchluss mit den leidigen Diskussionen um eine Verm\u00f6gensteuer, die gravierende Nachteile h\u00e4tte! Erstens sind die Verwaltungskosten einer Verm\u00f6gensteuer viel h\u00f6her als bei anderen Steuern. Und zweitens droht dem Fiskus unterm Strich sogar ein Minusgesch\u00e4ft: Verm\u00f6gensteuern bedeuten weniger Investitionen, weniger Wirtschaftswachstum und weniger Besch\u00e4ftigung \u2013 also eine schrumpfende Besteuerungsbasis f\u00fcr den Fiskus insgesamt. Verm\u00f6gensteuereinnahmen w\u00fcrden dann konterkariert durch R\u00fcckg\u00e4nge bei Einkommen-, Mehrwert- und anderen Steuern!\u201c<\/li>\n<li>\u201eIm Zuge der Lohn- und Einkommensteuerveranlagung ist der Solidarit\u00e4tszuschlag zwar seit Jahresanfang entfallen, dennoch bleibt diese Erg\u00e4nzungsabgabe eine erhebliche Belastung. Denn Sparer, der Mittelstand und Betriebe zahlen den Soli weiter \u2013 deshalb werden in diesem Jahr gut 10 Milliarden Euro eingenommen. Das ist gut die H\u00e4lfte des ehemaligen Aufkommens.\u00a0Der Soli muss f\u00fcr alle abgeschafft werden!\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zum Steuerzahlergedenktag stellt BdSt-Pr\u00e4sident Holznagel klar:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMit Steuern, Abgaben und Zwangsbeitr\u00e4gen werden wichtige Leistungen f\u00fcr die B\u00fcrger finanziert \u2013 selbstverst\u00e4ndlich haben sie in der ersten Jahresh\u00e4lfte nicht umsonst gearbeitet! Dennoch wollen wir deutlich machen, wie viel die Menschen leisten, um ihre Verpflichtungen gegen\u00fcber den Finanz\u00e4mtern, der Arbeitslosenversicherung, den Renten- und Krankenkassen sowie dem \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu erf\u00fcllen. Deshalb fordern wir eine Diskussion dar\u00fcber, ob diese hohe Belastung der B\u00fcrger gerechtfertigt ist und ob die zahlreichen Leistungen sowie die Systeme selbst effizient und nachhaltig sind. Hier sehen wir viel Potenzial, um die Einkommensbelastung zu senken, damit die Menschen mehr Geld zur freien Verf\u00fcgung haben.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich machen wir mit dem Steuerzahlergedenktag transparent, wie hoch die staatlichen Kosten f\u00fcr die Menschen sind. Was der Staat von der privaten Wirtschaft zu Recht einfordert, muss auch f\u00fcr ihn selbst gelten. Deshalb stellen wir mit dem Steuerzahlergedenktag die gesamte Belastung offen und nachvollziehbar dar.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund: Der Steuerzahlergedenktag<\/strong><\/p>\n<p>Im Rahmen der \u201eLaufenden Wirtschaftsrechnungen\u201c erhebt das Statistische Bundesamt regelm\u00e4\u00dfig, detailliert und anonymisiert die Einnahmen und Ausgaben ausgew\u00e4hlter Privathaushalte. Die amtlichen Hochrechnungen dieser Daten liefern ein umfassendes und repr\u00e4sentatives Bild der wirtschaftlichen Situation der B\u00fcrger. Wie in den Vorjahren hat das Bundesamt unserem Deutschen Steuerzahlerinstitut einen vertieften Zugang zu den Ergebnissen gew\u00e4hrt. Die j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Daten beziehen sich auf das Jahr 2019 \u2013 auf dieser soliden Basis hat unser Institut Hochrechnungen f\u00fcr das Jahr 2021 erstellt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>WEBcode 222063<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Dienstag, 13. 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