{"id":17915,"date":"2022-06-08T11:23:20","date_gmt":"2022-06-08T09:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17915"},"modified":"2022-06-29T11:57:39","modified_gmt":"2022-06-29T09:57:39","slug":"nationalpark-schwarzwald-soll-groesser-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=17915","title":{"rendered":"Nationalpark Schwarzwald w\u00e4chst?"},"content":{"rendered":"<p><em>Umfrage zur Nationalpark-Erweiterung ver\u00f6ffentlicht<\/em><\/p>\n<p>Die Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald wird von den Menschen in Baden-W\u00fcrttemberg und vor Ort als wichtige Chance f\u00fcr den Natur- und Umweltschutz gesehen. Das ist ein zentrales Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Umfrage <!--more-->des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag des Umweltministeriums. Vor allem die Menschen aus der Region sehen Chancen f\u00fcr den Tourismus. Und sie zeigen laut Umfrage ein gro\u00dfes Interesse daran, den Weiterentwicklungsprozess mitzugestalten. Insbesondere sind es j\u00fcngere Menschen, die sich hier engagieren m\u00f6chten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11132\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Umwelt-Staatssekret\u00e4r Andre Baumann sagt daher erfreut: \u201eDie Umfrage zeigt: Der Nationalpark ist in Baden-W\u00fcrttemberg angekommen. Ein Drittel der Menschen im Land hat das Schutzgebiet schon besucht; von den Menschen aus der Region sogar mehr als drei Viertel. Noch mehr freut mich, dass so viele Befragte <strong>in der Weiterentwicklung und Erweiterung dieses einzigartigen und wundersch\u00f6nen Naturschatzes eine Chance sehen<\/strong> \u2013 insbesondere f\u00fcr den Natur- und Umweltschutz und f\u00fcr den Tourismus.\u201c<\/p>\n<p>Baumann erkl\u00e4rt weiter: \u201eWir haben durch die Umfrage aber auch wertvolle Hinweise bekommen, auf was wir bei einer Weiterentwicklung besonders achten sollen. So gibt es etwa die Sorge vor Verkehrsproblemen oder vor nachteiligen Umweltver\u00e4nderungen. All das nehmen wir sehr ernst.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns, dass das Interesse vor allem in der Region und bei jungen Menschen sehr gro\u00df ist, sich am Prozess der inhaltlichen Weiterentwicklung zu beteiligen\u201c, betont Thomas Waldenspuhl, der Leiter des Nationalparks Schwarzwald. \u201eWir werden dem Wunsch der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger entsprechen und verschiedene M\u00f6glichkeiten anbieten, sich mit Ideen und Anregungen einzubringen.\u201c<br \/>\nGanz konkret k\u00f6nnen Interessierte aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg schon ab dem 10. Juni auf der Online-Plattform <a href=\"https:\/\/www.nationalpark-schwarzwald-im-dialog.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.nationalpark-schwarzwald-im-dialog.de<\/a> ihre Ideen und Ansichten einbringen. Au\u00dferdem findet am 9. Juli eine Informationsveranstaltung in der Murghalle in Forbach statt.<\/p>\n<p>Die bei der forsa-Umfrage genannten Chancen und Risiken flie\u00dfen als Themen in den Beteiligungsprozess ein und werden im B\u00fcrgerforum diskutiert. Basierend auf den Diskussionen werden Empfehlungen an die Landesregierung ausgearbeitet und im Fr\u00fchjahr 2023 \u00fcbergeben.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><\/h3>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11755\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Zu den Umfrageergebnissen<\/span><\/h3>\n<p>1000 Befragte aus den Anrainer-Gemeinden sowie etwas mehr als 1000 Befragte aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg brachten ihre Themen und Argumente ein. Anrainer-Gemeinden wurden definiert als Gemeinden, die im Nationalparkgebiet oder bis zu zehn Kilometer von der aktuellen Grenze des Nationalparks entfernt liegen.<\/p>\n<p><strong>Bekanntheit des Nationalparks und der Erweiterungspl\u00e4ne<\/strong><\/p>\n<p>Keine \u00dcberraschung: Die Menschen, die in der N\u00e4he des Nationalparks leben, haben vom Nationalpark schon geh\u00f6rt oder gelesen (95 Prozent); f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg allgemein trifft das auf 64 Prozent zu. W\u00e4hrend von den Baden-W\u00fcrttembergerinnen und Baden-W\u00fcrttembergern laut Befragung etwas mehr als jeder Dritte Kenntnis \u00fcber die Erweiterungspl\u00e4ne hat (37 Prozent), liegt der Anteil bei den Bewohnern der Anrainer-Gemeinden bei fast zwei Dritteln (61 Prozent). 77 Prozent der Menschen aus der Region und 31 Prozent der Baden-W\u00fcrttemberger haben den Nationalpark schon einmal besucht.<\/p>\n<p><strong>Chancen der Erweiterung und Weiterentwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Deutlich erkennbar: Die Bewohner der Anrainer-Gemeinden haben sich laut Umfrage aufgrund ihrer Betroffenheit intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt als der Rest von Baden-W\u00fcrttemberg. So ist der Anteil derer, die sich hinsichtlich m\u00f6glicher Chancen \u2013 noch \u2013 keine Gedanken gemacht haben, unter den Baden-W\u00fcrttembergern signifikant h\u00f6her (29 Prozent) als unter den Bewohnern der Anrainer-Gemeinden (12 Prozent).<\/p>\n<p>Ohne Antwortvorgabe wurde nach den Chancen einer Erweiterung und Weiterentwicklung gefragt. Am meisten genannt wird die Chance f\u00fcr mehr Natur- und Umweltschutz. Das sehen 42 Prozent der Baden-W\u00fcrttemberger so und 38 Prozent der Menschen aus den Anrainer-Gemeinden.<\/p>\n<p>Fast ein Drittel der Anrainer (31 Prozent) sehen durch die Weiterentwicklung Vorteile f\u00fcr den Tourismus, im Rest des Landes sind es 20 Prozent. Auch Chancen f\u00fcr den Schutz von Tieren wurden genannt: 15 Prozent der Baden-W\u00fcrttemberger und 18 Prozent der Menschen vor Ort.<\/p>\n<p><strong>Risiken der Erweiterung und Weiterentwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Der Anteil derer, die sich \u00fcber die Risiken einer Erweiterung und Weiterentwicklung (noch) kein Urteil gebildet haben, ist unter den Baden-W\u00fcrttembergern mit 34 Prozent deutlich h\u00f6her als bei den Menschen vor Ort (14 Prozent). Die unmittelbarere Betroffenheit der Bewohner der Anrainer-Gemeinden spiegelt sich auch in der Wahrnehmung der Risiken wider. Auch hier wurde ohne Antwortvorgabe abgefragt.<\/p>\n<p>Als Kehrseite der Medaille wird zunehmender Tourismus nicht nur als Chance, sondern auch als Risiko gesehen. Die Menschen aus den Anrainer-Gemeinden sehen dies doppelt so h\u00e4ufig als diejenigen aus Baden-W\u00fcrttemberg (21 Prozent vs. 10 Prozent). Das gilt auch f\u00fcr wachsende Verkehrsprobleme: Hierin sehen 12 Prozent der Menschen vor Ort ein Risiko und nur 2 Prozent der Baden-W\u00fcrttemberger insgesamt.<\/p>\n<p>11 Prozent der Menschen vor Ort \u00e4u\u00dferten zudem die Besorgnis, dass die Forstwirtschaft eingeschr\u00e4nkt werden k\u00f6nnte; 8 Prozent nannten die R\u00fcckkehr von Tierarten als Risiko.<\/p>\n<p>Keine Risiken sehen 21 Prozent der Baden-W\u00fcrttemberger und 23 Prozent der Bewohner der Anrainer-Gemeinden.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcnsche hinsichtlich der Weiterentwicklung und Erweiterung<\/strong><\/p>\n<p>Offen abgefragt wurden zudem m\u00f6gliche W\u00fcnsche bez\u00fcglich der Weiterentwicklung und Erweiterung. Fast die H\u00e4lfte der befragten Menschen im Land hat sich dar\u00fcber noch keine Gedanken gemacht. Anders als die Menschen vor Ort \u2013 hier sind es nur 19 Prozent, die sich laut Umfrage noch nicht mit dem Thema besch\u00e4ftigt haben.<\/p>\n<p>Die Bewohner der Anrainer-Gemeinden nennen als wichtiges Anliegen die<br \/>\nAchtung beziehungsweise Wahrung des Natur- und Umweltschutzes (34 Prozent vs. 26 Prozent). An zweiter Stelle folgt mit 12 Prozent die Wahrung des Schutzes der Tiere (9 Prozent Baden-W\u00fcrttemberg insgesamt).<\/p>\n<p>In etwa jeder Zehnte der Befragten aus der Region w\u00fcnscht sich eine Kompromissl\u00f6sung zwischen unterschiedlichen Interessen (Baden-W\u00fcrttemberg 5 Prozent).<\/p>\n<p>Die st\u00e4rkere Betroffenheit der Region spiegelt sich deutlich wider bei dem Wunsch nach Reduzieren m\u00f6glicher Verkehrsprobleme (9 Prozent vs. 2 Prozent); Vermeiden von Massentourismus (8 Prozent vs. 2 Prozent) sowie dem Wunsch nach verschiedenen Veranstaltungen (9 Prozent vs. 1 Prozent).<\/p>\n<p>Nur 5 Prozent der Befragten vor Ort w\u00fcnschen sich nach eigenen Angaben generell keine Weiterentwicklung des Nationalparks; im Land 1 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Bevorzugte Informationskan\u00e4le<\/strong><\/p>\n<p>Als Informationskan\u00e4le bevorzugen mit rund 70 Prozent die meisten der Befragten in Baden-W\u00fcrttemberg die klassischen Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen (Anrainer: 87 Prozent). Mit 69 Prozent liegt bei den Menschen vor Ort auch die Website des Nationalparks hoch im Kurs (Baden-W\u00fcrttemberg: 52 Prozent). Das gilt auch f\u00fcr Gemeindenachrichten oder Amtsbl\u00e4tter mit 66 Prozent (Baden-W\u00fcrttemberg: 38 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfes Interesse an Mitgestaltung<\/strong><\/p>\n<p>Der Umstand, dass die Bewohner der Anrainer-Gemeinden st\u00e4rker vom Erweiterungs- und Weiterentwicklungsvorhaben betroffen sind, f\u00fchrt ebenfalls dazu, dass der Wunsch nach Partizipation deutlich st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt ist: 32 Prozent sind daran interessiert, den Prozess mitzugestalten \u2013 fast doppelt so viel wie unter den Baden-W\u00fcrttembergern insgesamt (18 Prozent).<\/p>\n<p>Betrachtet man die Menschen, die Interesse an einer Mitgestaltung des Weiterentwicklungsprozesses haben, zeigt sich Folgendes:<br \/>\nMehr als 60 Prozent von ihnen kann sich die Teilnahme an Online-Beteiligungsveranstaltungen oder einer Online-Plattform vorstellen oder aber ihre Vorschl\u00e4ge \u00fcber E-Mail einzureichen.<br \/>\nGro\u00dfes Interesse \u2013 75 Prozent \u2013 zeigen die Menschen aus der Region an der Teilnahme an Beteiligungsverfahren in ihrer Gemeinde oder im Nationalpark (70 Prozent). Das Interesse der Menschen im Land liegt hier bei rund 50 Prozent.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Erg\u00e4nzende Informationen:<\/em><\/strong><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><br \/>\n<em>Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei Gruppen befragt: Zum einen 1008 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ab 14 Jahren aus Baden-W\u00fcrttemberg, zum anderen 1001 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ab 14 Jahren aus den Anrainer-Gemeinden des Nationalparks. Die Anrainer-Gemeinden wurden dabei ihrer Einwohnerzahl entsprechend in der Stichprobe ber\u00fccksichtigt. Alle befragten Personen wurden nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgew\u00e4hlt.<\/em><br \/>\n<em>Die Erhebung wurde vom 31. Januar bis zum 25. Februar 2022 mithilfe computergest\u00fctzter Telefoninterviews durchgef\u00fchrt.<\/em><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><br \/>\n<em>Insgesamt wurden zehn Fragen gestellt, davon drei \u201eoffen\u201c, also ohne Vorgaben:<\/em><br \/>\n<em>die Fragen nach den Chancen und den Risiken sowie die Frage nach den W\u00fcnschen hinsichtlich Weiterentwicklung und Erweiterung des Nationalparks.<\/em><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><br \/>\n<em>Befragt wurde zum einen landesweit (Baden-W\u00fcrttemberg) und zum anderen in den folgenden 36 St\u00e4dten und Gemeinden, deren Grenzen maximal zehn Kilometer vom Nationalpark entfernt sind (Anrainer):<\/em><br \/>\n<em>\u00a0<\/em><br \/>\n<em>Achern, Alpirsbach, Bad Peterstal-Griesbach, Bad Rippoldsau-Schapbach, Baden-Baden, Bad Wildbad im Schwarzwald, Baiersbronn, B\u00fchl, B\u00fchlertal, Dornstetten, Durbach, Enzkl\u00f6sterle, Forbach, Freudenstadt, Gaggenau, Gernsbach, Gr\u00f6mbach, Kappelrodeck, Lauf, Lautenbach, Lo\u00dfburg, Nordrach, Oberharmersbach, Oberkirch, Oppenau, Ottenh\u00f6fen im Schwarzwald, Ottersweier, Pfalzgrafenweiler, Renchen, Sasbach, Sasbachwalden, Seebach, Seewald, Simmersfeld, Sinzheim, Weisenbach.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>WEBcode #222072<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umfrage zur Nationalpark-Erweiterung ver\u00f6ffentlicht Die Weiterentwicklung des Nationalparks Schwarzwald wird von den Menschen in Baden-W\u00fcrttemberg und vor Ort als wichtige Chance f\u00fcr den Natur- und Umweltschutz gesehen. 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