{"id":18658,"date":"2023-10-05T12:54:13","date_gmt":"2023-10-05T10:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18658"},"modified":"2023-10-11T13:02:47","modified_gmt":"2023-10-11T11:02:47","slug":"der-kiebitz-ist-vogel-des-jahres-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18658","title":{"rendered":"Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2024"},"content":{"rendered":"<p><em>Der seltene Kiebitz kann die Aufmerksamkeit gut gebrauchen, nach Baden-W\u00fcrttemberg kehrt der Wiesenbr\u00fcter nur langsam zur\u00fcck<\/em><\/p>\n<p>Deutschland hat einen neuen Super-Vogel: 2024 ist der Kiebitz (Vanellus vanellus) Vogel des Jahres. <!--more-->Bei der vierten \u00f6ffentlichen Wahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund f\u00fcr Vogel- und Naturschutz (LBV), haben insgesamt 119.921 Menschen mitgemacht. 33.289 (27,8 Prozent) Stimmen entfielen dabei auf den Kiebitz, 27.404 (22,9 Prozent) auf den Steinkauz, 25.837 (21,5 Prozent) auf das Rebhuhn, 23.239 (19,4 Prozent) auf die Rauchschwalbe und 10.152 (8,5 Prozent) auf den Wespenbussard.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-18657\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Kibitz_Kathy-Buescher_NABU-Rinteln.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Kibitz_Kathy-Buescher_NABU-Rinteln.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Kibitz_Kathy-Buescher_NABU-Rinteln-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Kibitz_Kathy-Buescher_NABU-Rinteln-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #808080;\">Kibitz ist Vogel des Jahres 2024, (Foto: Kathy B\u00fcscher, NABU-Rinteln)<\/span><\/em><\/p>\n<p>\u201eKnapp 120.000 Menschen aus ganz Deutschland haben bei der \u00f6ffentlichen Vogelwahl des NABU abgestimmt. Das freut uns sehr und ist ein starkes Signal an die Politik, sich f\u00fcr den Vogelschutz im Land einzusetzen, etwa mit dem im Koalitionsvertrag angek\u00fcndigten Feldvogelprogramm\u201c, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Mit dem Kiebitz haben die Menschen einen Vogel gew\u00e4hlt, der durch die Trockenlegung von Feuchtwiesen und \u00c4ckern aus vielen Ecken des Landes verschwunden ist. Der neue Jahresvogel wird in der Roten Liste als stark gef\u00e4hrdet gef\u00fchrt, von ihm gibt es nur noch etwa 300 bis 400 Brutpaare im S\u00fcdwesten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Kiebitz-Schutz im S\u00fcdwesten wirkt<\/strong><\/span><br \/>\n\u201eDer seltene Wiesenbr\u00fcter mit der kecken Federholle auf dem Kopf hat den Titel Vogel des Jahres wahrlich verdient \u2013 und kann die Aufmerksamkeit gut gebrauchen\u201c, betont NABU-Vogelexpertin Alexandra Ickes. In Deutschland hat der Bestand von 1992 bis 2016 um 85 Prozent abgenommen*. Dieser Trend setzt sich leider fort. Heute ist der Kiebitz in Baden-W\u00fcrttemberg vom Aussterben bedroht. Doch vier Projekte in Baden-W\u00fcrttemberg zeigen: Kiebitzschutz wirkt: In den Regionen G\u00e4rtringen und T\u00fcbingen ist der Kiebitz, auch dank des ehrenamtlichen Engagements von NABU-Gruppen, wieder zur\u00fcckgekehrt: Vor 13 Jahren hat hier nur ein Paar gebr\u00fctet, aktuell sind es rund 45 Kiebitzpaare. \u201eDieser Erfolg zeigt: Wir wissen, wie Naturschutz funktioniert und er kann gelingen, wenn Kommunen und Politik sich ihrer Verantwortung stellen\u201c, erg\u00e4nzt Enssle.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Gaukler der L\u00fcfte liebt es feucht<\/strong><\/span><br \/>\n\u201eKie-wit\u201c: Der Ruf des Kiebitz hat ihm seinen Namen eingebracht. Der etwa taubengro\u00dfe Vogel ist mit den Regenpfeifern verwandt und hat ein im Licht metallisch gr\u00fcn oder violett gl\u00e4nzendes Gefieder. Auffallend sind auch die breiten gerundeten Fl\u00fcgel. Kiebitze konnte man urspr\u00fcnglich vor allem in Mooren und auf Feuchtwiesen finden. Ihr Nest besteht aus einer Bodenmulde, in die sie meist vier Eier legen. Kiebitze sind Teilzieher: Einige \u00fcberwintern bei milder Witterung in Deutschland und ein anderer Teil zieht in die Wintergebiete in Frankreich, Spanien, Gro\u00dfbritannien und den Niederlanden.<\/p>\n<p>Beeindruckend sind die Flugman\u00f6ver zur Balzzeit: Die \u201eGaukler der L\u00fcfte\u201c drehen Schleifen \u00fcber ihrem Revier, st\u00fcrzen sich in akrobatischen Flugman\u00f6vern gen Boden und rufen dabei weit h\u00f6rbar. Die Kiebitz-M\u00e4nnchen versuchen ihre Auserw\u00e4hlte au\u00dferdem mit sogenanntem \u201eScheinnisten\u201c von ihren Nestbau-Qualit\u00e4ten zu \u00fcberzeugen: Sie scharren kleine Mulden in den Boden und rupfen Gr\u00e4ser. Heute machen vor allem die Entw\u00e4sserung und der Verlust von Feuchtwiesen der Art schwer zu schaffen. Darum war der Slogan des Kiebitz bei der Wahl zum Vogel des Jahres: \u201eWasser marsch!\u201c Die Renaturierung von Feuchtwiesen und Mooren, wie im Neckartal, k\u00f6nnte den R\u00fcckgang der Art aufhalten. Helfen kann man dem Kiebitz auch, indem man \u00f6kologische und regionale Lebensmittel kauft und damit eine pestizidfreie, strukturreiche Landwirtschaft f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Als ersten \u201eVogel des Jahres\u201c k\u00fcrte der NABU in Deutschland 1971 den Wanderfalken, dessen Best\u00e4nde dramatisch eingebrochen waren. Schutzma\u00dfnahmen und das Verbot des Insektizids DDT schafften die Trendwende. Seit 2021 wird der NABU-Jahresvogel durch eine \u00f6ffentliche Wahl bestimmt. Der Kiebitz war bereits 1996 auf dem Siegerpodest.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 233064<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der seltene Kiebitz kann die Aufmerksamkeit gut gebrauchen, nach Baden-W\u00fcrttemberg kehrt der Wiesenbr\u00fcter nur langsam zur\u00fcck Deutschland hat einen neuen Super-Vogel: 2024 ist der Kiebitz (Vanellus vanellus) Vogel des Jahres.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18657,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-18658","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18658"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18658\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18663,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18658\/revisions\/18663"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/18657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}