{"id":18692,"date":"2023-10-13T15:12:10","date_gmt":"2023-10-13T13:12:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18692"},"modified":"2023-10-13T15:12:10","modified_gmt":"2023-10-13T13:12:10","slug":"spinnen-dulden-oder-raussetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18692","title":{"rendered":"Spinnen dulden oder raussetzen?"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Herbst verirren sich mehr Spinnen ins Haus<\/em><\/p>\n<p>Nach der Paarungszeit suchen der diesj\u00e4hrige Spinnennachwuchs und viele erwachsene Exemplare nach einem sicheren Winterquartier. Dann verirren sie sich \u00f6fters in Keller, Wohnzimmer und<!--more--> Garagen. Typische \u201eHausspinnen\u201c, wie Zitterspinne und Hauswinkelspinne, sind das ganze Jahr im Haus und an Geb\u00e4uden aktiv. Sollte man die Achtbeiner dulden, wenn sie bei uns unterschl\u00fcpfen?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-18693\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/spinnennetz-IMG_5323.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/spinnennetz-IMG_5323.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/spinnennetz-IMG_5323-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/spinnennetz-IMG_5323-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>NABU-Experte Robert Pfeifle begegnet seinen Mitbewohnern mit Gelassenheit und Neugier. Denn sie haben eindeutige Vorteile: \u201eSpinnen im Haus helfen uns als flei\u00dfige Insektenf\u00e4nger. Ihre Haare dienen ihnen dabei als Sinnesorgane, mit denen sie Ersch\u00fctterungen und Schwingungen wahrnehmen und auf Beute reagieren k\u00f6nnen. So geraten neben l\u00e4stigen Stechm\u00fccken, Motten und Fliegen auch kleinere Spinnen in die F\u00e4nge gr\u00f6\u00dferer Verwandter.\u201c<\/p>\n<p>Spinnen verspeisen Insekten in Haus und Garten<br \/>\nSpinnen leisten in der Natur einen wichtigen Beitrag f\u00fcr ein \u00f6kologisches Gleichgewicht. Im Laufe eines Jahres fressen sie das mehrfache ihres eigenen K\u00f6rpergewichts, dienen zugleich aber auch vielen Tieren, wie V\u00f6geln, Schlupfwespen oder Eidechsen, als Nahrung. Als wechselwarme Tiere passen sich die Achtbeiner der Au\u00dfentemperatur an. Sobald der Herbst Einzug h\u00e4lt, verkriechen sie sich an einen sicheren, frostfreien Ort im Boden, unter einem Laub- oder Holzhaufen und zwischen Steinen. W\u00e4hrend Spinnen drau\u00dfen in eine K\u00e4ltestarre fallen, sind typische Hausspinnen ganzj\u00e4hrig aktiv und vertilgen flei\u00dfig ihre Beute.<\/p>\n<p>H\u00e4ufige haarige Hausg\u00e4ste: Winkel- und Zitterspinnen<br \/>\nIn Baden-W\u00fcrttemberg leben 738 Arten von Spinnen* aus 38 verschiedenen Familien, darunter einige mit phantasievollen Namen, wie Baldachin- oder Asselj\u00e4ger-, Spring-, Wolfs- und Krabbenspinnen. Manche Arten, wie die stark behaarte Hauswinkelspinne oder die langbeinige Zitterspinne, haben sich ganzj\u00e4hrig in unseren Wohnungen, Kellern oder Dachr\u00e4umen eingerichtet. In attraktiven Ecken mit viel Flugverkehr bauen sie ihre Netze oder legen sich in Bodenn\u00e4he auf die Lauer.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe und Kleine Winkelspinne und die Waldwinkelspinne geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten Besuchern in unseren Wohnungen, Kellern und Schuppen. Die Tiere sind recht gro\u00df, dunkel, langbeinig und behaart. Tags\u00fcber hocken sie oft regungslos in der Wohnr\u00f6hre ihres trichterf\u00f6rmigen Netzes. Sie ern\u00e4hren sich von Fluginsekten, Asseln und Tausendf\u00fc\u00dflern. Eher zart gebaut ist die Gro\u00dfe Zitterspinne mit ihren grazilen Beinen und dem kleinen K\u00f6rper. Trotzdem ist sie bei der Jagd recht erfolgreich, weil sie potenzielle Beute schnell erreicht und einspinnt. Sie kann bis zu drei Jahre alt werden und ist ganzj\u00e4hrig im Haus vertreten. Im Gegensatz zu Weberknechten haben Zitterspinnen, wie alle Spinnen, einen zweigeteilten K\u00f6rper. Kommt man einer Zitterspinne zu nahe, schwingt sie in ihrem Netz stark hin und her, um potentielle Feinde zu irritieren. Sie webt deckenartige Gespinste, die vor allem auffallen, wenn sie verlassen und verstaubt sind. Die \u00e4hnlich langbeinigen Weberknechte haben dagegen keine Spinndr\u00fcsen und k\u00f6nnen keine Netze bauen. Auch Fett- und Finsterspinnen sind h\u00e4ufige Hausg\u00e4ste.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Ist Nosferatu unter uns?<\/strong><\/span><br \/>\nErstmals 2005 in Freiburg im Breisgau entdeckt, hat sich die aus dem Mittelmeerraum stammende Nosferatu-Spinne im S\u00fcdwesten fast fl\u00e4chendeckend etabliert. Sie geh\u00f6rt zur Familie der Kr\u00e4useljagdspinnen und kommt als w\u00e4rmeliebende Art fast nur in und an Geb\u00e4uden vor. Mit einer K\u00f6rperl\u00e4nge von ein bis zwei und einer Beinspannweite von etwa f\u00fcnf Zentimetern z\u00e4hlt sie neben der Hauswinkelspinne zu den gr\u00f6\u00dften achtbeinigen Hausbewohnern. Ihren Namen verdankt sie einer R\u00fcckenzeichnung, die an die gleichnamige Filmfigur erinnert. Sie kann sp\u00fcrbar zubei\u00dfen, tut das aber nur sehr selten bei direkter Bedrohung. Die Folgen eines Bisses f\u00fcr den Menschen sind in der Regel, wenn keine Allergie vorliegt, \u00e4hnlich wie bei einem Bienen- oder Wespenstich. Als n\u00e4chtlicher J\u00e4ger h\u00e4lt sie im Haus den Bestand an Fliegen und anderen Insekten klein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Spinnen einfangen und an die Luft setzen<\/strong><\/span><br \/>\nWeil Spinnen in beheizten R\u00e4umen mit niedriger Luftfeuchtigkeit zu vertrocknen drohen, sollte man sie vorsichtig einfangen und rasch ins Freie setzen. \u201eAus Ecken kann man sie mit einem Staubwedel herunterholen. An W\u00e4nden lassen sie sich mit einem Schraubglas gut einfangen und nach drau\u00dfen setzen. Bitte nicht einsaugen oder erschlagen, denn Spinnen erf\u00fcllen eine unersetzliche Funktion in der Natur\u201c, sagt Robert Pfeifle vom NABU Baden-W\u00fcrttemberg. Eine gute Abwehr gegen zu viel Spinnenbesuch sind Fliegengitter an den Fenstern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">* Quelle: LUBW<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 223075<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Herbst verirren sich mehr Spinnen ins Haus Nach der Paarungszeit suchen der diesj\u00e4hrige Spinnennachwuchs und viele erwachsene Exemplare nach einem sicheren Winterquartier. 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