{"id":18885,"date":"2013-12-06T11:52:31","date_gmt":"2013-12-06T10:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18885"},"modified":"2025-09-23T10:35:45","modified_gmt":"2025-09-23T08:35:45","slug":"18885","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18885","title":{"rendered":"R\u00f6merstra\u00dfe (Ausz\u00fcge Oberamtsbeschreibung M\u00fcnsingen)"},"content":{"rendered":"<div>\n<blockquote>\n<div><\/div>\n<\/blockquote>\n<div>\n<blockquote>\n<div>Weiterf\u00fchrende Informationen zu Sph\u00e4re-Magazin Ausgabe 1\/2024, Seite 13\/15, WEBcode 241132 \/ WEBcode 241132<\/div>\n<div>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2<\/a><\/div>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div><strong>\u00a0<\/strong><\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<div><strong>2. R\u00f6mische Alterth\u00fcmer<\/strong><\/div>\n<p>Es ist schon in der Oberamtsbeschreibung von Reutlingen bemerkt worden, da\u00df die R\u00f6mer auch auf der Alp festen Fu\u00df gefa\u00dft haben. Ihre Spuren finden sich auch in dem M\u00fcnsinger Oberamt, und w\u00e4hrend uns die geschriebene Geschichte sagt, da\u00df Probus (r\u00f6mischer Kaiser von 276\u2013282) die Deutschen \u00fcber den Neckar und die Alp zur\u00fcckgeschlagen und auf barbarischem Boden r\u00f6mische Festungen angelegt habe, zeigen uns Denkm\u00e4ler, die vielleicht noch \u00e4lter, als jene Begebenheiten sind, eine dauerhafte Verbindung der R\u00f6mer von dieser Seite zwischen dem Rhein und der Donau an. Sie sind:<\/p>\n<p><i>Stra\u00dfen<\/i> \u2013 an mehreren Orten. Eine Hochstra\u00dfe von r\u00f6mischer Bauart, die mit dem durch den \u00f6stlichen Theil des Oberamts Blaubeuren ziehenden sogenannten <i>Hochstr\u00e4\u00df<\/i> nicht zu verwechseln ist, wurde i. J. 1777 bey Feldstetten an dem sogenannten Hohenwang entdeckt<sup id=\"cite_ref-11\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-11\">[11]<\/a><\/sup> und neuerlich in ihrem Zuge weiter verfolgt. Sie zieht durch die n\u00f6rdliche Spitze des Oberamts, zwischen Laichingen und Westerheim, also nicht weit von Oberdrachenstein, wo die Reichartische Karte <tt>Dracuina<\/tt> ansetzt,<sup id=\"cite_ref-12\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-12\">[12]<\/a><\/sup> in das Oberamt herein, l\u00e4uft von da durch die Feldstetter Mark nach Zainingen hin, dessen Kirchthurm darauf stehen soll, sodann zwischen Gruorn und dem<\/p>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen014.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen014.png\">[14]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_14\" class=\"PageNumber\">|<\/span> Hardt durch, an den Ruinen von Reichenau, wo vielleicht einst ein r\u00f6mischer Wachtthurm gestanden hat, und nahe an M\u00fcnsingen vorbey, durch das Dottinger Ackerfeld und an Steingebronn vor\u00fcber und durch die Gomadinger Markung weiter. Im Laichinger Felde hat man an mehreren Stellen gemauerte Grundlagen davon aufgegraben. Auf Feldstetter Markung erscheint sie noch vollkommen gew\u00f6lbt und mit Rasen \u00fcberwachsen; in dem Orte Feldstetten selbst und in Steingebronn wird sie <i>Hochstr\u00e4\u00df,<\/i> in Dottingen <i>die gemauerte Stra\u00dfe,<\/i> und in M\u00fcnsingen noch <i>die R\u00f6merstra\u00dfe<\/i> genannt. Da\u00df sie die\u00df auch wirklich und keine sp\u00e4tere Anlage sey, davon liegt der Beweis theils in ihrer Bauart, theils darin, da\u00df sie die Orte meist auf der Seite l\u00e4\u00dft und somit wohl \u00e4lter als diese ist.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren wurde auch ein St\u00fcck einer gepflasterten Stra\u00dfe von dem Grafen von Normann bei Alt-Ehrenfels ausgegraben: ob aber die\u00df ein Theil der vorigen Stra\u00dfe, ob es \u00fcberhaupt r\u00f6misch und nicht vielmehr, wie vielleicht manche andere, f\u00fcr r\u00f6mische gehaltene, Stra\u00dfen altdeutsch ist? wollen wir hier nicht entscheiden; denn bekannt ist, da\u00df auch von den Deutschen unter Karl dem Gro\u00dfen die Bauart der r\u00f6mischen Stra\u00dfen nachgeahmt wurde. So viel scheint gewi\u00df zu seyn, da\u00df die alte N\u00fcrnberger Handelsstra\u00dfe aus Italien \u00fcber Constanz und sp\u00e4ter \u00fcber Lindau durch das Oberamt, und, wie man noch jetzt wei\u00df, bis ins 16te Jahrhundert \u00fcber M\u00fcnsingen und durch das Ulmer und Heidenheimer Gebiet zog.<\/p>\n<p>Aber nicht blos in Stra\u00dfen, auch in andern \u00dcberresten findet man die Spuren der R\u00f6mer. Wir \u00fcbergehen die r\u00f6mischen <i>M\u00fcnzen<\/i>, welche an verschiedenen Orten, wie auf dem Sternenberg bey Offenhausen, zu Gomadingen, Dottingen, M\u00fcnsingen, Feldstetten etc. gefunden worden, als Beweise f\u00fcr das Daseyn der R\u00f6mer und richten unsere Aufmerksamkeit auf andere, weniger zweydeutige \u00dcberreste, namentlich auf die<\/p>\n<p><i>\u00dcberreste von festen Pl\u00e4tzen,<\/i> welche das Gepr\u00e4ge r\u00f6mischen Ursprungs tragen, wie sie haupts\u00e4chlich noch<\/p>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen015.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen015.png\">[15]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_15\" class=\"PageNumber\">|<\/span> im Lauterthale gefunden werden. <i>Buchner,<\/i> in seinen Reisen auf der Teufelsmauer ist der Meinung,<sup id=\"cite_ref-13\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-13\">[13]<\/a><\/sup> da\u00df die r\u00f6mischen <tt>Castra Clarenna<\/tt> \u00fcber das Lauterthal in dem M\u00fcnsinger Oberamt sich erstreckt, ja sogar davon ihren Namen haben. \u201eDer Alemanne, sagt er, nannte die Fl\u00fcsse Lauter wegen des lautern Wassers; wegen derselben Eigenschaften der Lateiner sie ganz gewi\u00df <tt>Clara, Clarenna.<\/tt>\u201c Er f\u00fchrt zum Belege seiner Vermuthung eine Reihe alter Burgen an, welche sich in dem M\u00fcnsinger Lauterthale befinden, und wirklich findet man an denselben auch viele \u00dcberreste, welche an r\u00f6mische Zeiten und Bauart erinnern. Ein Hauptpunkt ist aber der Beobachtung Herrn Buchners entgangen, es ist die\u00df: Die <i>Burghalde.<\/i> Sie liegt auf dem rechten Ufer der Lauter, zwischen Indelhausen und Maisenburg und ist ein durch die Lauter und eine enge Thalschlucht halbinselartig abgesonderter Felsenberg, auf dessen H\u00f6he ein Forchenwald steht. Bey seiner Lage konnte diese, mit so leichter M\u00fche zu einem festen Platze umzuschaffende Berg, in fr\u00fchern Zeiten f\u00fcr diesen Zweck nicht unbeachtet bleiben, und wirklich trifft man auch auf seiner ganzen obern Fl\u00e4che, besonders aber rings am Rande derselben, die merkw\u00fcrdigsten Spuren fr\u00fcherer Befestigung an. Gegen Norden und Osten ziehen sich am Rande des Abhangs hohe und breite W\u00e4lle hin, und an und auf ihnen trifft man, haupts\u00e4chlich bey bedeutenden Wendungen, gro\u00dfe kegelf\u00f6rmige Erh\u00f6hungen (wahrscheinlich die Rudera eingest\u00fcrzter Th\u00fcrme) an. Gegen Westen, wo der Berg mit den H\u00f6hen von Hayingen zusammenh\u00e4ngt, und wo er am zug\u00e4nglichsten ist, deckten dreyfache W\u00e4lle und Gr\u00e4ben, parallel unter sich, und 500 Schritte weit in schnurgerader Linie gegen Maisenburg hinlaufend, diesen, allem Anschein nach, <i>sehr festen Platz.<\/i> Die W\u00e4lle sind an einigen Orten noch 8 Fu\u00df hoch \u00fcber dem Boden und ungef\u00e4hr 10 Fu\u00df breit, und an dem letztgenannten<\/p>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen016.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen016.png\">[16]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_16\" class=\"PageNumber\">|<\/span> dreyfachen Walle gegen Westen bemerkt man noch deutlich die ehemaligen Thore und Ausg\u00e4nge. Die ganze Anlage dieses Platzes erinnert an ein r\u00f6misches Castell. Es wird zwar bey Hayingen bemerkt werden, da\u00df auf dem Berge der Sage nach das alte Hayingen, vermuthlich die Burg der Hayinger Mark (s. o.) gestanden habe. Aber die\u00df hindert nicht, anzunehmen, da\u00df die erste Befestigung von den R\u00f6mern herr\u00fchre, um so weniger, als die zerst\u00f6rten r\u00f6mischen Castelle in der Folge h\u00e4ufig die Grundlage von deutschen Burgen wurden. Wir bemerken weiter<\/p>\n<p>eine <i>Wasserleitung,<\/i> und zwar von th\u00f6nernen Teicheln, ganz so wie die anderw\u00e4rts aufgefundenen r\u00f6mischen Wasserleitungen sind; sie f\u00fchrte von dem Sternenberg, wo, wie schon bemerkt worden, auch r\u00f6mische M\u00fcnzen gefunden worden sind, nach dem Kloster Offenhausen herunter. Sie wurde vor etlichen Jahren an verschiedenen Stellen aufgefunden.<\/p>\n<p><i>Ger\u00e4thschaften.<\/i> Hieher z\u00e4hlen wir einen merkw\u00fcrdigen Fund, der erst k\u00fcrzlich auf den hohen Alp gmacht worden ist. Als n\u00e4mlich im vorigen Sommer von einem Bremelauer B\u00fcrger ein auf einer Anh\u00f6he, an dem Fahrwege von Bremelau nach Bichishausen, auf den Langenheck\u00e4ckern befindlicher H\u00fcgel (Stein-Rigel) ausgegraben werden wollte, um den Platz urbar zu machen, gerieth man auf eine H\u00f6hlung und fand darin den Kopf von einem Menschen, mit einem ziemlich vermoderten Gerippe und mehreren zierlich gearbeiteten Ringen und St\u00e4bchen, und darunter schwarze, mit Kohlen vermischte Erde. Ringe und St\u00e4bchen oder St\u00e4ngchen waren, erstere von der Art der Amuletringe, wie man sie in dem Grabh\u00fcgel auf dem Rotenberge fand,<sup id=\"cite_ref-14\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-14\">[14]<\/a><\/sup> letztere ungef\u00e4hr von derselben Form, wie man die Griffel bey Montfaucon abgebildet findet, jedoch zu lang, (2 Schuh) als da\u00df man sie daf\u00fcr halten k\u00f6nnte; beyde aber von der eigenth\u00fcmlichen Composition der r\u00f6mischen M\u00fcnzen von Erz.<\/p>\n<p>Angenommen aber, da\u00df diese Alterth\u00fcmer alle keine r\u00f6mischen Denkm\u00e4ler seyn, so ist es desto gewisser<\/p>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen017.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen017.png\">[17]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_17\" class=\"PageNumber\">|<\/span> Ein <i>R\u00f6mischer Denkstein,<\/i> der schon seit Jahrhunderten zu Zwiefalten aufbewahrt<sup id=\"cite_ref-15\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-15\">[15]<\/a><\/sup> und gegenw\u00e4rtig in der Gartenmauer neben der K. Kameralverwaltung eingemauert ist. Er enth\u00e4lt folgende Inschrift:<tt><\/tt><\/p>\n<dl>\n<dd><center><b>DEO. INVICTO.<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>SOLI. TEMPLUM.<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>A SOLO. RESTITU-<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>IT. VALERIUS.<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>VENUSTUS. V.P.P.<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>P.R. SICUTI. VOTO.<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>AC. MENTE. CON-<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>CEPERAT. RED-<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>DITUS. SANITA-<\/b><\/center><\/dd>\n<dd><center><b>TI. V. S. L. L. M. <\/b><\/center><\/dd>\n<\/dl>\n<p><tt>Deo invicto Soli templum a solo restituit Valerius Venustus, sicuti voto ac mente conceperat redditus Sanitati. Votum Solvit libens, lubens, merito.<\/tt><\/p>\n<p>Somit enth\u00e4lt der Stein eigentlich die Inschrift eines, dem Sonnengotte von einem Vicepr\u00e4fect, Namens Valerius Venustus, aus Dankbarkeit f\u00fcr seine wiedererlangte Gesundheit erbauten, oder wieder hergestellten Tempels. Die Buchstaben <tt><b>V. P. P. P. R.<\/b><\/tt> lesen wir: <tt><b>Vice Praefectus Praetorio Provinciae Rhaetiarum<\/b>,<\/tt> und bemerken noch, da\u00df zu <tt>Rhaetia secunda<\/tt> auch ein St\u00fcck des linken Donauufers geh\u00f6rte, und da\u00df der benachbarte Ort <i>Zell<\/i> noch im 9ten Jahrhundert <i>Romanesau, R\u00f6merau<\/i> hie\u00df.<\/p>\n<p>Es ist also wohl nicht zu zweifeln, da\u00df die R\u00f6mer auch in unserm Oberamtsbezirke festen Fu\u00df gefa\u00dft haben, und ein Blick in die allgemeine Geschichte best\u00e4tigt die\u00df noch mehr. Lange Zeit war die Donau die Gr\u00e4nze zwischen R\u00f6mern und Deutschen; jene hielten das rechte Ufer besetzt, diese hatten das linke inne und fanden den besten Schutz auf dem angr\u00e4nzenden Alpgebirge. Endlich \u00fcberschritten die R\u00f6mer jene Gr\u00e4nze \u2013 nach allen Umst\u00e4nden unter Tiberius \u2013 und legten<\/p>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen018.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen018.png\">[18]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_18\" class=\"PageNumber\">|<\/span> auch auf dem linken Donauufer und auf der Alp feste Pl\u00e4tze und Stra\u00dfen an. Diese wurden zwar in der Folge von den Deutschen \u00fcberw\u00e4ltigt, von den R\u00f6mern aber neuerdings in Besitz genommen, wiederhergestellt und erweitert, bis endlich die R\u00f6mer ganz vertrieben und ihre Werke zerst\u00f6rt wurden. Bey dieser Zerst\u00f6rung m\u00f6gen sich \u00fcbrigens manche Anlagen, insbesondere die festen und weniger beachteten Wachtth\u00fcrme erhalten haben, welche sp\u00e4ter von den vornehmen Deutschen zu Wohnsitzen eingerichtet wurden; und merkw\u00fcrdig ist, da\u00df manche Ritterschl\u00f6sser, wie z. B. Bichishausen, lange Zeit blos der <i>Thurm <\/i>genannt wurden.<\/p>\n<div>b. Deutsche Alterth\u00fcmer.<\/div>\n<p><i>Burgen und Burgruinen:<\/i> Ihre Zahl ist sehr gro\u00df, insbesondere in dem Lauterthale; <sup id=\"cite_ref-16\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-16\">[16]<\/a><\/sup> man findet<\/p>\n<div>a) noch bewohnte oder benutzte Burgen und Schl\u00f6sser \u2013 10.<\/div>\n<table align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"170\">M\u00fcnsingen,<\/td>\n<td width=\"110\"><\/td>\n<td width=\"170\">Buttenhausen 2,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Grafeneck,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Schiltzburg,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Justingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Hayingen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Eglingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Ehrenfels.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ehestetten,<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div>b) Ruinen, zum Theil nur noch in einzelnen Grundmauern vorhanden \u2013 25.<\/div>\n<table align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"170\">Steingebronn,<\/td>\n<td width=\"110\"><\/td>\n<td width=\"170\">Monsberg,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Blankenstein, bey Tapfen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Alt-Ehrenfels im Glasthal,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Buttenhausen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Hohenstein, bey Oberstetten,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hundersingen 2,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>\u00d6denburg, ebendaselbst,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bichishausen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Burg, bey Bernloch,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Hohengundelfingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Aichstetten, im Tiefenthal,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Niedergundelfingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Reichenau, bey Auingen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Derneck,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Hohenloch, bey B\u00f6ttingen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Weiler,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Magolsheim,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Althayingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Enabeuren, Schlo\u00dfberg,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Maisenburg,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Hohenrein, bey Sontheim,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wartstein,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Nattenbuch bey Feldstetten;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div class=\"PageNumber\"><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen019.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen019.png\">[19]<\/a><\/div>\n<p><span id=\"Seite_19\" class=\"PageNumber\">|<\/span><\/p>\n<div>c) nur noch in geschichtlichen Denkm\u00e4lern und Sagen \u00fcbrig \u2013 8.<\/div>\n<table align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"170\">Egelsee, bey Feldstetten,<\/td>\n<td width=\"110\"><\/td>\n<td width=\"170\">Sunderbuch,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Enabeuren, im Dorf,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Zwiefalten,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gomadingen, \u2013<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Bach,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Kernberg, bey Wilsingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td>Riedt;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<dl>\n<dd>\n<dl>\n<dd>\n<dl>\n<dd>zusammen also nicht weniger als \u2013 43.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Noch mehrere lassen uns die Edelleute, welche in dem Oberamte angesessen waren, und nach ihrem Sitze sich nannten, wie man bey der Beschreibung der einzelnen Orte finden wird, vermuthen, wiewohl zu bemerken ist, da\u00df Edelleute, welche keine Burgen hatten, sich h\u00e4ufig nach dem Orte, worin sie, oft in geringen H\u00e4usern, wohnten, geschrieben haben.<\/p>\n<p><i>D\u00f6rfer und Weiler<\/i>. M\u00e4chtig wird man auch bey n\u00e4herer Pr\u00fcfung der topographischen Geschichte durch die Namen vieler untergegangener kleineren D\u00f6rfer und Weiler, welche sich theils noch in den Benennungen von Markungsbezirken, theils in schriftlichen und andern Denkm\u00e4lern erhalten haben, an vergangene Zeiten und Sitten erinnert. Wir bemerken hier:<\/p>\n<table align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"250\"><i>Breitenfeld<\/i> und <i>Steingart<\/i>, bey Bach,<\/td>\n<td width=\"50\"><\/td>\n<td width=\"250\"><i>Fainhausen<\/i> bey Ober-Wilzingen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Wimsheim<\/i> bey Ehrenfels,<sup id=\"cite_ref-17\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2#cite_note-17\">[17]<\/a><\/sup><\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Maisenburg<\/i> bey Maisenburg,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Z\u00fczelhausen<\/i>, oder <i>Zizelhausen<\/i>, zwischen Gomadingen und G\u00e4chingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Altmanshausen<\/i> bei Erbstetten,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Echenhausen<\/i> bey Grafeneck,<\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Lindau<\/i> bey Emeringen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Schwarzach<\/i> bey Gomadingen,<\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Raunstetten<\/i> bey Gundershofen,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Weidenthal<\/i> bey Ma\u00dfhaldersbuch,<\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Heroldstatt<\/i> bey Enabeuren,<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><i>Heudenheim<\/i> bey Pfronstetten,<\/td>\n<td><\/td>\n<td><i>Weichstetten<\/i> bey Laichingen u. m. a.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div class=\"PageNumber\" style=\"text-align: right;\">\n<p><a class=\"prp-pagequality-4\" title=\"Seite:OAM\u00fcnsingen020.png\" href=\"https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Seite:OAM%C3%BCnsingen020.png\">[20]<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>WEBcode 253154<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weiterf\u00fchrende Informationen zu Sph\u00e4re-Magazin Ausgabe 1\/2024, Seite 13\/15, WEBcode 241132 \/ WEBcode 241132 Quelle: https:\/\/de.wikisource.org\/wiki\/Beschreibung_des_Oberamts_M%C3%BCnsingen\/Kapitel_A_2 \u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-18885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18885"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19825,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18885\/revisions\/19825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}