{"id":18912,"date":"2023-12-08T10:00:53","date_gmt":"2023-12-08T09:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18912"},"modified":"2026-02-11T17:41:24","modified_gmt":"2026-02-11T16:41:24","slug":"nie-mehr-krieg-sonderdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=18912","title":{"rendered":"Nie mehr Krieg (Sonderdruck)"},"content":{"rendered":"<p><em>R\u00fcckblick: Sonderver\u00f6ffentlichung 2014: anl\u00e4sslich 100 Jahre Erster Weltkrieg<\/em><\/p>\n<p>Die Zockermentalit\u00e4t der Staatsoberh\u00e4upter und vor allem deren Kleingeist riss den Globus vor exakt 100 Jahren in ein Massensterben. Der erste Weltkrieg <!--more-->entbrannte im Sommer 1914, ein hei\u00dfer Sommer, man ging baden, Kinder genossen die Ferien \u2013 auch auf der Alb.<\/p>\n<hr \/>\n<h3><\/h3>\n<h2><span style=\"color: #808000;\">Die Alb ein Ort, wo S\u00e4bel rasselten<br \/>\n<\/span><\/h2>\n<p>Um des Himmels willen, warum besitzen Menschen nicht einen Funken mehr Verstand \u2013 vor allem jene, die Kraft ihrer \u00c4mter mit dem Wohl von B\u00fcrgen, D\u00f6rfern, St\u00e4dten, Nationen, des gesamten Planeten spielen. Die Zockermentalit\u00e4t der Staatsoberh\u00e4upter und vor allem deren Kleingeist riss den Globus vor exakt 100 Jahren in ein Massensterben. Der erste Weltkrieg entbrannte im Sommer 1914, ein hei\u00dfer Sommer, man ging baden, Kinder genossen die Ferien \u2013 auch auf der Alb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18917\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg1-123x160.jpg\" alt=\"\" width=\"123\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg1-123x160.jpg 123w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg1-245x320.jpg 245w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg1-115x150.jpg 115w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg1.jpg 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 123px) 100vw, 123px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-275 size-full\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><\/span><span style=\"color: #ff0000;\">Sonderdruck als Print-PDF lesen: <a style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/100_Jahre_1_Weltkrieg.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Download &gt;&gt;<\/a><\/span><\/p>\n<p>Auch Kaiser Wilhlem II brach mit seiner Jacht Hohenzollern zur allj\u00e4hrlichen Nordlandurlaubsfahrt auf, obwohl die hohen Herren in Europa mit den S\u00e4bel rasselten. Die Er\u00admor\u00addung des \u00f6s\u00adter\u00adrei\u00adchi\u00adschen Thron\u00adfol\u00adgers Franz Fer\u00addi\u00adnand in Sa\u00adra\u00adje\u00advo be\u00aden\u00adde\u00adte j\u00e4h die Sommerfreuden des Mo\u00adnarchen. Er und die gesamte Welt\u00adpolitik verspielten in nur vier Jahren das Leben von 17 Millionen Menschen. Es folgte 1939 der 2. Weltkrieg mit unvorstellbaren 55,5 Millionen Opfern.<\/p>\n<p>Pazifismus machte sich in Deutschland breit: \u201eFrieden schaffen, ohne Waffen.\u201c Doch je weiter das Blut der Eltern in der Erinnerung verblasst, umso mutiger schlagen Politiker wieder militante T\u00f6ne an. Aber wie schon in der Monarchie: Den Kopf halten sie nie f\u00fcr ihre Entscheidungen hin, f\u00fcr die Folgen von Lieferungen an Waffen, f\u00fcr das Leid, das ein Einsatzbefehl bringt. Nein \u2013 bluten m\u00fcssen immer die B\u00fcrger, D\u00f6rfer, Nationen, der einfache Mensch.<\/p>\n<p>Gegen das Vergessen anschreiben will die Redaktion mit diesem Spezial. Es soll erinnern, wie sich Krieg anf\u00fchlt, wie H\u00e4user der Owener zerschossen wurden, Lenningen aber dank des mutigen Papierfabrikanten Karl-Erhard Scheufelen verschont blieb.<br \/>\nSo h\u00f6rt sich Krieg an: Sph\u00e4re hat einen Podcast des WDR aufgest\u00f6bert: Ist es eine Verherrlichung des Krieges? Oder am Ende in seiner Wirkung ein Antikriegsbuch? Ernst J\u00fcngers \u201eIn Stahlgewittern\u201c ist inzwischen vor allem eines: ein Mythos. Dieser akustische Beitrag sei allen Politikern ans Herz gelegt, die ihr Ego am Hindukusch verteidigen (siehe Linksammlung <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9868\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier &gt;&gt;<\/a>).<\/p>\n<p>Dann gibt es noch die vielen Albbewohner rund um die alten Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze, die \u00fcber 100 Jahre Kriegstraining hautnah erlebten. An das ritualisierte Donnergrollen und Explosionsgewitter auch nachts gew\u00f6hnte man sich, nicht aber an brandgeschossene Schulen und Rath\u00e4user. Engstingen gar befand sich ein Jahrzehnt im Brennpunkt: Das Albst\u00e4dtchen war in den 1980er-Jahren Ziel friedensbewegter Demonstranten. Und auch die Sowjets hatte die Alb im Visier. Denn: Die Amerikaner deponierten hier Atomwaffen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Geschichte: Der 2. Weltkrieg w\u00fctete auch auf der Schw\u00e4bischen Alb<\/em><\/p>\n<h2><span style=\"color: #808000;\">Kriegsende 1945<\/span><\/h2>\n<h3><span style=\"color: #808000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9870\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/soldaten_marsch_1010_triple.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/soldaten_marsch_1010_triple.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/soldaten_marsch_1010_triple-160x103.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/soldaten_marsch_1010_triple-150x97.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Papierfabrikant Karl-Erhard Scheufelen bewahrte das Lenninger Tal vor einer Katastrophe. Hochgiftige Chlorgastanks drohten zu explodieren. (Foto: ehem. Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen; TRAD.Gem.Tr\u00dcbPl.)<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p>Kein stilles Tal mehr war das Oberlenninger Tal in den Apriltagen des Jahres 1945. Von Karlsruhe und vom Schwarzwald her zog k\u00e4mpfend eine franz\u00f6sische Armee heran, aus der Richtung Crailsheim und Heilbronn waren amerikanische Panzerverb\u00e4nde gemeldet. Am Albrand zwischen Geislingen und Reutlingen hofften die deutschen Truppen eine Auffangstellung errichten zu k\u00f6nnen, einen letzten Sperrwall zum Schutz Oberschwabens und des s\u00fcdlichen Bayerns. Tag und Nacht dr\u00f6hnten die Motoren der amerikanischen Jagdbomber und Tiefflieger \u00fcber den stillen T\u00e4lern, auf deren Stra\u00dfen schlie\u00dflich die Trag\u00f6die einer Massenpanik sich abspielte. In allen D\u00f6rfern lagen Kampfeinheiten, deren Kommandanten, zumeist blutjunge Offiziere, Befehl hatten jedes Haus zu verteidigen und durch Panzersperren und Sprengungen die Stra\u00dfen und Steigen nach den H\u00f6hen unpassierbar zu machen. Das war zwar Wahnsinn angesichts der milit\u00e4rischen Gesamtlage, aber mit Methode.<br \/>\nOberlenningen war besonders gef\u00e4hrdet. Hier war der Kopfbahnhof der Kirchheimer Bahn. Hierher waren in der Nacht zum 20. April, jenem Freitag, an dem Kirchheim von den Amerikanern besetzt wurde, die Z\u00fcge mit dem Bahnpersonal und vielen anderen Beamten gefl\u00fcchtet, die dann im Fu\u00dfmarsch weitergehen durften; die Z\u00fcge lie\u00dfen sie einfach stehen. Dutzende von Lokomotiven, Schnellzugwagen, Verpflegungswagen, vollbeladenen G\u00fcterwagen blockierten die Geleise. Dieser Sammelhaufen rollenden Materials, begehrtes Ziel f\u00fcr Bomber, stand in unmittelbarer N\u00e4he der Papierfabrik. Der ganze Fabrikkomplex mit seinen massiven Geb\u00e4uden konnte einen fanatischen Kampfkommandanten als Festung, als Igelstellung schon reizen. Die Amerikaner waren, wie sie hinterher versicherten, darauf auch gefasst und h\u00e4tten durch einen Bombenteppich Fabrik und Dorf rasch aus der Welt geschafft. Am n\u00e4chsten Tag wurde das nur vier Kilometer entfernte St\u00e4dtchen Owen im Kampf genommen und infolge des sinnlosen Wi\u00adderstands teilweise zerst\u00f6rt. Von Nabern, Bissingen, vom Hohen Bol, aber auch schon von Schopf\u00adloch aus, wohin die Amerikaner durchgebrochen waren, kam Artilleriebeschuss, auch gegen Ober\u00adlenningen. Es konnte nur noch Stunden dauern, bis der Kampf um Fabrik und Dorf, dessen Ausgang kein vern\u00fcnftiger Mensch bezweifeln konnte, begann, bis die Exekution \u2013 denn das w\u00e4re es gewesen \u2013 vollzogen wurde.<\/p>\n<p>In jener Samstagnacht zum 22. April, da das Schicksal mit harten, krachenden Schl\u00e4gen an das Dorf im stillen Tal pochte, machte Karl-Erhard Scheufelen kurz nach Mitternacht einen Gang durch die Fabrik. Zu kontrollieren war ja nicht mehr viel, denn der Betrieb lag seit Wochen schon still. Aber der feindliche Beschuss hatte viele Zivil\u00adpersonen veranlasst in der Fabrik Schutz zu suchen. Bei dem Gedanken an Bomben, an etwas so Grauenvolles wie einen Bombenteppich, war er sich in pl\u00f6tzlicher Hellsicht klar dar\u00fcber, dass das niemals, niemals geschehen d\u00fcrfe. Nicht nur wegen der Fabrik und der darin stehenden gro\u00dfartigen Maschinen. Das alles war schlimmstenfalls ersetzlich. Aber wegen der Menschen in der Fabrik. Er stand vor den Kesseln mit Chlorgas, das zum Bleichen der Faserstoffe ben\u00f6tigt wird. Hier lagerten, gegen Gewalteinwirkungen von au\u00dfen v\u00f6llig ungesichert, 15000 Kilogramm dieses gr\u00fcnlichgelben Gases. Er wusste, dass bei Besch\u00e4digung der Kessel, das giftige Gas ausstr\u00f6men und im Nu alles Lebende grausam vernichten w\u00fcrde, Freund und Feind, Deutsche wie Amerikaner in kilometerweitem Umkreis. Eine Stunde sp\u00e4ter war Karl-Erhard Scheufelen, begleitet von Willi Streich und Eberhard Wiedersheim, in dem Dorf Brucken, wo der \u00f6rtliche Kampfkommandant seinen Gefechtsstand hatte. Der Hinweis auf das in der Oberlenninger Fabrik lagernde Chlorgas und die damit verbundenen Gefahren imponierte ihm nicht; er habe Befehl, die im Tal liegenden Ortschaften, koste es, was es wolle, zu verteidigen. Der Divisionsstab, der allein den Befehl widerrufen k\u00f6nne, liege in Grabenstetten. Die Funkverbindung dorthin sei gest\u00f6rt; ein Melder brauche hin und zur\u00fcck vier Stunden. Die Herren m\u00f6chten sich selbst nach Grabenstetten bem\u00fchen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-388\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Museum_Altes_Lager.gif\" alt=\"Museum Altes Lager\" width=\"236\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Museum_Altes_Lager.gif 236w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Museum_Altes_Lager-140x92.gif 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck nach Oberlenningen, und mit dem Wagen hinauf auf die Hochalb. Als Sachverst\u00e4ndiger ging diesmal auch Betriebsleiter Karl Keim mit, am Steuer sa\u00df Gottlieb Huber. Aber die Steige war nicht mehr befahrbar: Panzersperren und Sprengungen. Also weiter zu Fu\u00df. Es war stockdunkel. Taschenlampen zu ben\u00fctzen, war nicht ratsam, die Amerikaner nahmen von Schopfloch herab bei jedem Lichtschein die Steige unter Feuer, dass der Dreck nur so spritzte, und die ganze H\u00f6henstra\u00dfe wurde von Nabern her mit Granaten bestrichen. In Grabenstetten, das nachts um vier Uhr erreicht wurde, lagen mehrere Divisionsst\u00e4be. Hier war Sammelstelle f\u00fcr alle Truppenteile, die sich vom Feind abgesetzt hatten. In einem abseits gelegenen Bauernhaus wurde nach viel Fragerei der f\u00fcr das Lenninger Tal zust\u00e4ndige Stab der 47. Division ausfindig gemacht. Der IA, Major im Generalstab Wetzky, erkannte sofort, was auf dem Spiel stand: Giftgas in diesem Endstadium des Krieges konnte die schlimmsten internationalen Folgen haben. Da der kommandierende General nicht erreichbar war, verf\u00fcgte er in eigener Verantwortung, dass Oberlenningen im Umkreis von 500 Metern nicht verteidigt werden d\u00fcrfe. Aber die Amerikaner? Auch sie mussten von der Gefahr raschestens unterrichtet werden. Also warnender Funkspruch an die hier k\u00e4mpfende X. amerikanische Panzerdivision und an das aus dem Uracher Tal nachr\u00fcckende II. franz\u00f6sische Korps: Chlorgas f\u00fcr industrielle Zwecke in der Oberlenninger Papierfabrik! Keine K\u00e4mpfe! Wir verteidigen nicht. Sollte der Funkspruch nicht ankommen, w\u00fcrde ein Parlament\u00e4r mit Dolmetscher die Warnung \u00fcberbringen. Aber der Funkspruch wurde geh\u00f6rt und begriffen. Den wichtigen und gefahrvollen Auftrag, den Kampfkommandanten in Brucken zu verst\u00e4ndigen, \u00fcbernahm Eberhard Wiedersheim. Es war h\u00f6chs\u00adte Zeit. W\u00e4hrend er fr\u00fchmorgens in der Krone dem Hauptmann den Divisionsbefehl erl\u00e4uterte, begann auch schon der Kampf um Brucken. Panzergranaten und schwere MGs s\u00e4uberten den Ortsrand. W\u00e4hrend der Heimfahrt mit dem Fahrrad bot sich ihm das pittoresk grausige Schauspiel, wie Leuchtspurmunition niedrig \u00fcber die H\u00e4user hinweg und hinauf zum Brucker Felsen ihre farbigen Bahnen in den d\u00e4mmernden Himmel zeichnete: ein b\u00f6ser Feuerzauber. Mittlerweile waren in Oberlenningen, wie der Major geraten hatte, wei\u00dfe Fahnen mit eilig da\u00adrauf gespritzten gr\u00fcnen Kreuzen als Hinweis auf Giftgas auf dem Fabrikturm und am Lagergeb\u00e4ude ausgeh\u00e4ngt worden. Dann wurden, sehr zur Beruhigung der ganzen Bev\u00f6lkerung, die mitten im Ort errichteten Panzersperren entfernt. Der Gesch\u00fctzdonner r\u00fcckte n\u00e4her. Owen brannte noch, und jetzt stiegen auch in Brucken Rauchs\u00e4ulen hoch. Dort hatte die Panzersperre am Ortseingang bewirkt, dass von den H\u00e4usern in der Nachbarschaft kein Stein auf dem andern blieb. Auch nach Oberlenningen verirrten sich mehrere Panzergranaten, die an der Nordseite der Fabrik die Gleisbr\u00fccke mit dem Laufkran zerschmetterten und in die Schlosserei einschlugen. Karl-Erhard Scheufelen hatte schon am fr\u00fchen Vormittag zusammen mit Dr. Hans Blied und Max Fischer in der Portierloge Posten bezogen. Gegen elf Uhr marschierte die deutsche Truppe, die Brucken verteidigt hatte \u2013 etwa 160 Mann mit Panzerf\u00e4usten und Karabinern \u2013 durch Oberlenningen. Dabei stellte sich heraus, dass der Hauptmann die Spinnerei der Firma C. A. Leuze am Ortseingang von Unterlenningen mit der Oberlenninger Papierfabrik verwechselt und daher auch Unterlenningen gl\u00fccklicherweise nicht verteidigt hatte. Als er das Oberlenninger Werk in seiner ganzen Gr\u00f6\u00dfe bemerkte, rief er grimmig: \u201eNun muss ich also kampflos \u2013 leider kampflos \u2013 Ihre Fabrik unbesch\u00e4digt \u00fcbergeben. Aber sagen Sie den Herren (gemeint waren die Amerikaner), dass wir wiederkommen werden und wenn es zwei Jahre dauert.\u201c In Unterlenningen wurde mittlerweile noch gek\u00e4mpft. Einzelne versprengte Grenadiere mit Panzerf\u00e4usten hatten von dem R\u00fcckzugsbefehl nichts erfahren, ein amerikanischer Panzer war besch\u00e4digt worden, die Amerikaner s\u00e4uberten die Stra\u00dfen und G\u00e4rten. Dabei gingen etliche H\u00e4user in Flammen auf. Aber noch war eine Panzersperre geschlossen. Ob sie innerhalb der f\u00fcr K\u00e4mpfe verbotenen Zone von 500 Metern lag, war zweifelhaft. Karl-Erhard Scheufelen nahm es in eigener Verantwortung auf sich, dem in Unterlenningen befehligenden Offizier, der sich telefonisch erkundigte, zu erkl\u00e4ren, dass Unterlenningen nicht verteidigt werden d\u00fcrfe. So wurde die verh\u00e4ngnisvolle Sperre im allerletzten Augenblick beseitigt. Unterlenningen blieb dadurch von weiteren schlimmen Zerst\u00f6rungen verschont. Kurz nach dreizehn Uhr von Unterlenningen her rasselnder Motorenl\u00e4rm. Flankiert von einigen sichernden Infanteristen n\u00e4herte sich langsam und vorsichtig der erste amerikanische Panzerwagen. Ein Leutnant fragte, ob hier jemand Englisch spreche? Karl-Erhard Scheufelen trat vor. Ob deutsche Truppen im Ort seien, ob der Ort verteidigt werde? Nein, es sei Befehl, dass hier nicht gek\u00e4mpft werde. Ob er garantieren k\u00f6nne, dass in den Stra\u00dfen nicht geschossen werde? Garantieren k\u00f6nne er nicht. Dann die Drohung: \u201eWenn nur ein Schuss f\u00e4llt, wird der ganze Ort zerst\u00f6rt. Und Sie vier (Scheufelen, Dr. Blied, Fischer und Streich) bleiben hier stehen als Geiseln!\u201c Zwei Mann, das Gewehr im Anschlag, blieben als Wache zur\u00fcck. Es fiel gottlob kein Schuss. Dutzende von Panzern rollten vorbei. Die Spitze mus\u00adste das Dorf l\u00e4ngst wieder verlassen haben. Es begann zu regnen. Die Geiseln schie\u00adnen vergessen. Der eine Wach\u00admann hatte sich verzogen, der zweite gestattete schlie\u00dflich, dass die vier M\u00e4nner sich ins Pf\u00f6rt\u00adnerhaus setzten. Nach f\u00fcnfeinhalb Stunden ging auch er seines Wegs.<\/p>\n<p>Oberlenningen und die Fabrik waren gerettet. An der Grabenstettener Steige hatte der Bruckener Kampfkommandant sich mit seinen Leuten wieder festgesetzt. Die \u00dcbermacht verjagte ihn rasch. Von Schopfloch und vom Harpprechtshaus aus wurden die letzten Positionen in Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler immer heftiger unter Feuer genommen. Der Kampf donnerte \u00fcber die hinterste Schlucht des jetzt wieder friedlichen Tals hoch hinweg. Langsam wich die l\u00e4hmende Furcht von den Menschen. Sie atmeten auf, sie lebten noch, ihre H\u00e4user, die B\u00e4ume in den G\u00e4rten, ihr Hab und Gut waren ihnen erhalten geblieben, die Heimat war unversehrt und auch die Arbeitsst\u00e4tte, in der schon der Vater, der Gro\u00dfvater sein Brot verdient hatte, stand wie durch ein Wunder unbesch\u00e4digt da. Sie waren dankbar, und sie wussten auch, wem ihr Dank geb\u00fchrte. Was in diesen b\u00f6sen 24 Stunden geschehen war, da sie selbst ohnm\u00e4chtig vor einer h\u00f6heren Gewalt sich hatten ducken m\u00fcssen, das hatte sich rasch im Dorf und in der ganzen Nachbarschaft herumgesprochen. Einer der Herren Scheufelen war es, der stille, immer freundliche Karl-Erhard, der das Grauenhafte abzuwenden vermocht hatte, durch Besonnenheit und Zivilcourage, in der allerletzten, verworrendsten Etappe des Kriegs der erste, der mit k\u00fchlem Kopf f\u00fcr den Frieden etwas leistete. Er hatte es gewiss am wenigsten erwartet, dass man ihn darob r\u00fchmen werde. Aber r\u00fchrend mag es f\u00fcr ihn dann doch gewesen sein, als Leute auf der Stra\u00dfe, wo sie ihn zuf\u00e4llig trafen, M\u00fctter, V\u00e4ter, Kinder mit holprigen, verlegenen Worten, wie das so schw\u00e4bische Art ist, ihm dankten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Auszug aus: \u201eHundert Jahre Scheufelen in Oberlenningen&#8220;; Festschrift 1955<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen: Milit\u00e4r pr\u00e4gte die Alb<\/em><\/p>\n<h2><span style=\"color: #808000;\">Kriegsspiele<\/span><\/h2>\n<p><strong>R\u00fcstungswettlauf: Kaiser Wilhelm II legte viel Wert auf internationales Prestige. Diesen Anspruch untermauerte er mit milit\u00e4rischer Aufr\u00fcstung. Der Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen entstand. Bauernh\u00f6fe, ja ein ganzes Dorf verschwand \u2013 am Ende stand der Krieg.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4986\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/gruorn_3BFW8721.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/gruorn_3BFW8721.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/gruorn_3BFW8721-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/gruorn_3BFW8721-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em> Ehemaliger Truppen\u00fcbungsplatz M\u00fcnsingen: Das D\u00f6rflein Gruorn m\u00fcsste den Kriegsspielen weichen.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Beide Herrscher besiegelten Schicksale: Die Regentschaft von Kaiser Wilhelm II m\u00fcndete im Desaster des 1. Weltkriegs. Unter dem W\u00fcrttembergischen K\u00f6nig gleichen Namens verschwanden Hof und Dorf auf der Alb: Im M\u00fcnsinger Hardt entstand ein Soldaten-Trainingsplatz. Schon im Juni 1895 radierte man die vier Bauernh\u00f6fe Ludwigsburg, B\u00e4umlersburg, Achenbuch und Heroldstatt von der Landkarte. 4,9 Millionen Mark war K\u00f6nig Wilhelm II die Fl\u00e4che von 36 Quadratkilometern wert. Zum Vergleich: G\u00fcns\u00adtiger verkaufte Russland im Jahre 1867 das 1,5 Millionen Quadratkilometer gro\u00dfe Alaska an die USA f\u00fcr nur 7 Millionen Dollar.<\/p>\n<p>Den schauerlichsten Klageruf stie\u00dfen 1941 die Bewohner der Gemeinde Gruorn hinaus in die klare, k\u00fchle Luft der Schw\u00e4bischen Alb. Der Truppen\u00fcbungsplatz sollte im Bereich dieser Gemeinde vergr\u00f6\u00dfert werden. Ihr geliebtes Dorf stand als Bauernopfer f\u00fcr gro\u00dfe politische und milit\u00e4rische Winkelz\u00fcge zur Disposition. Schach matt \u2013 bereits zwei Jahre sp\u00e4ter mussten Bauern und Vieh weichen. 665 Einwohner verloren Haus und Hof. Kein Geld der Welt ersetzt ihnen Heimat und verlorene Wurzeln.<\/p>\n<p>Soldaten schossen nun durch die gem\u00fctlichen Stuben der 235 H\u00e4user. Sie setzten die Dachst\u00fchle in Brand (Foto). Selbst die Stephanus-Kirche hatte der Munitionshagel nicht verschont. Das Gotteshaus und Schulgeb\u00e4ude aber durfte der Gruorner Verein wieder aufbauen. Seit 1950 hob sich der lichte und gleichzeitig un\u00fcberwindlich dichte Vorhang um das M\u00fcnsinger Hardt j\u00e4hrlich f\u00fcr nur einen Tag. Erinnerungen erwachen beim traditionellen Treffen am Pfingstsonntag in Gruorn.<\/p>\n<p>Um das Milit\u00e4rgel\u00e4nde rankten sich Mythen wie Rosenhecken um Grimms Dornr\u00f6schen. Doch hier handelte es sich nicht um ein M\u00e4rchen, sondern f\u00fcr die Bewohner am Rande des Truppen\u00fcbungsplatzes um bittere Realit\u00e4t. Denn: Wie die spitzen Dornen in Grimms M\u00e4rchen hielten die Verbote und Schilder die \u00c4lbler \u00fcber 100 lange Jahre auf Distanz.<\/p>\n<p>Die Zeit blieb stehen f\u00fcr das M\u00fcnsinger Hardt. Zainingens alte Stra\u00dfe quer \u00fcber den Platz Richtung M\u00fcnsingen verschwand nur wenige hundert Meter nach dessen Ortsausgangsschild im Niemandsland. Wie aus einer fernen Welt drang die grollende Drohkulisse in die umliegenden D\u00f6rfer. Kanonengebr\u00fcll, Leuchtraketen, Flugzeugkreischen \u2013 in der hei\u00dfen Zeit des Kalten Krieges der 60er-Jahre hatten die Menschen an dieser Bedrohung zu knabbern.<\/p>\n<p>Bisweilen gar mussten sich die Anrainer auch f\u00fcrchten. Denn vor dem unsichtbaren Vorhang zwischen schwarzgelben Pfosten der Warnschilder machten die Menschen zwar halt, doch nicht immer die Geschosse. So krachte in den 50er-Jahren eine Granate in Zainingens Schulhaus hinein, erinnert sich ein Zeitzeuge. Auch berichtet er von Geschossdetonationen am Ortsrand dieser Albgemeinde jenseits der Bundesstra\u00dfe B28. Den Seeburgern steckt heute noch der Schreck in den Gliedern, als 1978 ein ungest\u00fcmer Kampfflieger \u00fcber das Ziel hinaus schoss, hinab ins Fischburgtal ins Dachgeb\u00e4lk des Rathauses.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><span style=\"color: #808000;\">Muna Haid<\/span><\/h2>\n<p><strong>Muna hei\u00dft Munitionsanstalt. Haid hei\u00dft heute ein Ortsteil Engstingens. Auf der \u201eMuna Haid\u201c lastet explosive Albgeschichte. Denn: Die Amerikaner versteckten hier ihre Atomsprengk\u00f6pfe.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-18916\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/CASTLE_ROMEO_ATOMBOMBE-127x160.jpg\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/CASTLE_ROMEO_ATOMBOMBE-127x160.jpg 127w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/CASTLE_ROMEO_ATOMBOMBE-255x320.jpg 255w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/CASTLE_ROMEO_ATOMBOMBE-119x150.jpg 119w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/CASTLE_ROMEO_ATOMBOMBE.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 127px) 100vw, 127px\" \/><\/p>\n<p>Die \u201eMuna&#8220; war perfekt getarnt, dank ihrer Lage im Wald. Erst Anfang 1945, als die Front der Alb schon nahe war, kam ihr die alliierte Luftaufkl\u00e4rung auf die Schliche. Jetzt entfaltete der Bombenkrieg auch auf der mittleren Alb seine unvorstellbare Schockwirkung. Bombergeschwader der US- Airforce steuerten die \u201eMuna&#8220; mehrmals an, den m\u00e4chtigsten Angriff mit 250 Fluzeugen in mehreren Wellen traf die Anlage am 8. April, einen Monat vor Kriegsende.<br \/>\nW\u00e4hrend der achtziger Jahre dann \u00fcberzog der Kalte Krieg auch die mittlere Alb. Ein Artikel im \u201eStern&#8220; enth\u00fcllte 1981, dass direkt neben der \u201eMuna&#8220;, im von den Amerikanern 1969 eingerichteten \u201eSonderlager Golf&#8220;, Atomsprengk\u00f6pfe lagerten. Jetzt war es mit der Ruhe endg\u00fcltig vorbei. Die Friedensbewegung war auf den Plan gerufen. Gewaltfrei, aber hei\u00df ging es her, zehn Jahre lang. Zehntausende Pazifisten demonstrierten im kleinen Engstingen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Foto: Atombombentest \u201eRomeo&#8220; (Sprengkraft 11 Megatonnen); Nevada Site Office Photo Library under number XX-33<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Weiterf\u00fchrende<\/span> <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=9868\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Linksammlung<\/a> <span style=\"color: #ff0000;\">des Sph\u00e4re-Spezials \u201eSonderver\u00f6ffentlichung: 100 Jahre Erster Weltkrieg 1914 \u2013 2014\u201c (Heft 3\/2014, Seite 23)<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>WEBcode 211114 \/ Printausgabe: Sph\u00e4re 3\/2014, Seite 26-31<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00fcckblick: Sonderver\u00f6ffentlichung 2014: anl\u00e4sslich 100 Jahre Erster Weltkrieg Die Zockermentalit\u00e4t der Staatsoberh\u00e4upter und vor allem deren Kleingeist riss den Globus vor exakt 100 Jahren in ein Massensterben. Der erste Weltkrieg<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1735,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,15,22,66,13],"tags":[],"class_list":["post-18912","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-pdf-shop","category-politik","category-printausgabe-archiv","category-qr-code-link","category-truppenubungsplatz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=18912"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20261,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/18912\/revisions\/20261"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=18912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=18912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=18912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}