{"id":19005,"date":"2024-02-15T09:48:10","date_gmt":"2024-02-15T08:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19005"},"modified":"2024-02-15T10:23:42","modified_gmt":"2024-02-15T09:23:42","slug":"ueberlebenskuenstler-im-erdreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19005","title":{"rendered":"\u00dcberlebensk\u00fcnstler im Erdreich"},"content":{"rendered":"<p><em>Tag des Regenwurms: Der 15. Februar r\u00fcckt \u00dcberlebensk\u00fcnstler in den Focus<\/em><\/p>\n<p>Sie sind nahezu blind, taub und stumm, haben weder Beine noch Arme \u2013 trotzdem <!--more-->bew\u00e4ltigen Regenw\u00fcrmer geschickt die Herausforderungen des Lebens unter der Erde. Und nicht nur das: Sie verdienen sich den Titel \u201eGartenmitarbeiter des Monats\u201c, da sie die Erde d\u00fcngen und auflockern. Anl\u00e4sslich des \u201eTags des Regenwurms\u201c am 15. Februar beantwortet NABU-Landwirtschaftsreferent Jochen Goedecke drei Fragen zu diesem faszinierenden Bodenbewohner.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19012\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regenwurm_NABU_Andreas-Hurtig.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regenwurm_NABU_Andreas-Hurtig.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regenwurm_NABU_Andreas-Hurtig-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Regenwurm_NABU_Andreas-Hurtig-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><span style=\"color: #808080;\"><em> Tauwurm (Lumbricus terrest), \u00a9 NABU, Andreas Hurtig<\/em><\/span><\/p>\n<p><strong>Wof\u00fcr sind Regenw\u00fcrmer gut?\u2028<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin Regenwurm ist Tag und Nacht im Einsatz\u201c, erkl\u00e4rt Jochen Goedecke. \u201eEr vertilgt pro Tag etwa die H\u00e4lfte seines Eigengewichts und hinterl\u00e4sst dabei Koth\u00e4ufchen. Diese enthalten wichtige Pflanzenn\u00e4hrstoffe, wie Stickstoff, Phosphor und Kalk, und dienen als hochwirksamer, hochkonzentrierter Gartend\u00fcnger.\u201c Gleichzeitig durchzieht, lockert und durchl\u00fcftet sein Kanalsystem den Boden, was Pflanzenwurzeln und anderen Bodenorganismen zugutekommt.<\/p>\n<p><strong>Was brauchen Regenw\u00fcrmer f\u00fcr ein gutes Leben?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn einem luftigen, feuchten Boden f\u00fchlen sich Regenw\u00fcrmer am wohlsten. Werden B\u00f6den durch schwere Maschinen stark verdichtet, suchen sie das Weite\u201c, sagt der NABU-Experte. \u201eAuf ihrem Speiseplan stehen Bl\u00e4tter, abgestorbene Pflanzenreste und Mikroorganismen.\u201c Daher ist auch eine ganzj\u00e4hrige Bodenbedeckung sehr wichtig. Diese durchwurzelt den Boden zus\u00e4tzlich und stellt Schatten und Nahrung f\u00fcr die Regenw\u00fcrmer zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Was wurmt den Regenwurm?<\/strong><\/p>\n<p>Ob es Regenw\u00fcrmern im Boden gut geht, h\u00e4ngt von Faktoren wie Niederschlagsmenge, Bodenart und Vegetation ab. Wie sich der Klimawandel auf die Population der Regenw\u00fcrmer auswirkt, ist noch offen. Extreme Wetterereignisse, wie Starkregen und Trockenheit, stellen f\u00fcr Regenw\u00fcrmer zunehmend eine Herausforderung dar. \u201eNeueste Forschungen zeigen, dass Regenw\u00fcrmer grunds\u00e4tzlich in gefluteten G\u00e4ngen \u00fcberleben k\u00f6nnen. H\u00f6here Temperaturen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass die W\u00fcrmer fr\u00fcher im Jahr aktiv werden und l\u00e4nger im Winter graben und fressen k\u00f6nnen. Trockene Sommer mit ausgetrockneten B\u00f6den machen ihnen jedoch das Leben und \u00dcberleben schwer, weil die notwendige Umgebungsfeuchtigkeit fehlt und sie schlechter Nahrung finden&#8220;, sagt Goedecke.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Hintergrund: Wurm ist nicht gleich Wurm<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li>\n<blockquote><p>In Deutschland kommen 46 Regenwurmarten vor, 31 davon sind auch f\u00fcr den S\u00fcdwesten nachgewiesen. Am bekanntesten bei uns sind der Gemeine Regenwurm, auch Tauwurm genannt, sowie der Kompostwurm.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Der Tauwurm (Lumbricus terrestris) ist 12 bis 30 Zentimeter lang, hat ein r\u00f6tlich gef\u00e4rbtes Vorderende und ein blasses Hinterteil. Er lebt in Wiesen, G\u00e4rten und Obstanlagen, gr\u00e4bt bis zu drei Meter tiefe G\u00e4nge und durchw\u00fchlt den Boden sehr intensiv.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Der rote Kompost- oder Mistwurm (Eisenia foetida) mit gelblichem K\u00f6rperring ist mit vier bis 14 Zentimetern etwas k\u00fcrzer. Vor allem ihm haben wir es zu verdanken, wenn im Kompost aus K\u00fcchenabf\u00e4llen fruchtbare Erde wird.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Der Badische Riesenregenwurm (Lumbricus badensis) kommt nur in den Fichtenw\u00e4ldern des Hochschwarzwalds rund um den Feldberg vor und ist mit bis zu 60 Zentimetern L\u00e4nge und einem Alter von bis zu 20 Jahren wohl der Superlativ aller heimischen Regenw\u00fcrmer. Seine F\u00e4rbung ist dunkelviolett bis dunkelrotbraun.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>WEBcode 241052<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag des Regenwurms: Der 15. Februar r\u00fcckt \u00dcberlebensk\u00fcnstler in den Focus Sie sind nahezu blind, taub und stumm, haben weder Beine noch Arme \u2013 trotzdem<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19012,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-19005","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19005"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19005\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19014,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19005\/revisions\/19014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}