{"id":19279,"date":"2024-09-25T15:46:54","date_gmt":"2024-09-25T13:46:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19279"},"modified":"2024-10-16T16:02:40","modified_gmt":"2024-10-16T14:02:40","slug":"schlachten-wie-frueher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19279","title":{"rendered":"Schlachten wie fr\u00fcher"},"content":{"rendered":"<p><em>B\u00e4uerliche Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb unterzeichnet Pachtvertrag mit Gemeinde Westerheim<\/em><\/p>\n<p>Ende April 2024 hat sich der Verein \u201eB\u00e4uerliche Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb e.V.\u201c gegr\u00fcndet. In den letzten Monaten wurde das Pachtverh\u00e4ltnis mit der Gemeinde Westerheim erarbeitet. Nun wurde der Pachtvertrag unterzeichnet. <!--more-->Die Schlachtgemeinschaft m\u00f6chte noch in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen und seinen Mitgliedern Schlachtungen in den Herkunftsbetrieben und im Schlachthaus anbieten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1296\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Schweine_Tier_84FB6.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Schweine_Tier_84FB6.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Schweine_Tier_84FB6-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Energie_Schweine_Tier_84FB6-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Am 17. September 2024 stimmte der Westerheimer Gemeinderat der Verpachtung des gemeindeeigenen Schlachthauses an die B\u00e4uerliche Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb e.V. zu. Daraufhin wurde am 23. September 2024 durch B\u00fcrgermeister Hartmut Walz und Vorstand Georg Baumeister sowie dem stellvertretenden Vorstand Daniel Armbruster der Pachtvertrag unterzeichnet. \u201eIch gratuliere der Schlachtgemeinschaft herzlich zum einstimmigen Gemeinderatsbeschluss und freue mich, dass der Verein nun in unserem Schlachthaus starten kann\u201c, so B\u00fcrgermeister Hartmut Walz.<\/p>\n<p>Auch Georg Baumeister mit seiner Schlachtgemeinschaft blickt positiv auf die nun kommenden Schritte: \u201eJetzt k\u00f6nnen wir mit der Sanierung des Schlachthauses beginnen, erste Investitionen und F\u00f6rderantr\u00e4ge f\u00fcr einen K\u00fchlanh\u00e4nger und einen mobilen Schlachtanh\u00e4nger umsetzen und noch in diesem Jahr den Betrieb im Schlachthaus aufnehmen.\u201c Dabei beabsichtigt die Schlachtgemeinschaft erstmalig in der Region auch die teilmobile Schlachtung im Herkunftsbetrieb anzubieten, bei dem die Tiere ohne Transport zur Schlachtst\u00e4tte in gewohnter Umgebung bet\u00e4ubt und entblutet werden.<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb sowie das beauftragte Ingenieurb\u00fcro Wanzel unterst\u00fctzen weiterhin das Vorhaben. Bis zum Projektabschluss Ende des Jahres \u00fcbernehmen diese die Projektleitung und die Vorbereitung des Schlachtbetriebs beispielsweise durch die Erarbeitung von Hygienekonzepten und der Biozertifizierung. \u201eGemeinsam k\u00f6nnen wir das Projekt zum Abschluss bringen und die Schlachtgemeinschaft auf ihrem Weg zur Aufnahme des Schlachtbetriebs unterst\u00fctzen\u201c, so Rainer Striebel von der Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb. \u201eF\u00fcr das Biosph\u00e4rengebiet ist das ein wichtiger Meilenstein im Erhalt und Ausbau der Wertsch\u00f6pfungsketten f\u00fcr regionale Produkte.\u201c<\/p>\n<p>Die Schlachtgemeinschaft steht weiteren Mitgliedern offen. Privatpersonen k\u00f6nnen den Erhalt einer kleinstrukturierten, regionalen Schlachtung unterst\u00fctzen, indem sie F\u00f6rdermitglied werden. Diese k\u00f6nnen jederzeit Auskunft dar\u00fcber erhalten, welche Tiere an welchen Tagen geschlachtet und wo deren Fleisch je nach Verf\u00fcgbarkeit bezogen werden kann. Konventionell sowie biologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe mit Interesse an Schlachtungen k\u00f6nnen eine Mitgliedschaft beantragen. R\u00fcckmeldungen von Betriebe au\u00dferhalb des Biosph\u00e4rengebiets Schw\u00e4bische Alb sind ebenfalls m\u00f6glich. F\u00fcr Betriebe ohne eigene Direktvermarktung schafft der Verein die M\u00f6glichkeit, die Infrastruktur f\u00fcr Notschlachtungen in Anspruch zu nehmen und daf\u00fcr einen reduzierten Grundbeitrag zu zahlen. Weitere Informationen, der Mitgliedsantrag sowie Kontaktm\u00f6glichkeiten zum Verein sind online unter <a href=\"https:\/\/www.biosphaerengebiet-alb.de\/projekte\/detail\/schlachtgemeinschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.biosphaerengebiet-alb.de\/projekte\/detail\/schlachtgemeinschaft<\/a> zu finden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Hintergrundinformationen:<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Wertsch\u00f6pfungskette zu regionalem Fleisch kann neben Tierhaltung, Tierwohl und Vermarktung das Thema ortsnahe Schlachtung nicht ausgeblendet werden. Aktuelle Entwicklungen und Erhebungen zeigen, dass in den kommenden Jahren viele der derzeit bestehenden selbstschlachtenden Metzgereien und Betriebe auf Grund des Personalmangels, des Strukturwandels oder fehlenden Investitionen wegfallen werden. Dies stellt die landwirtschaftlichen Betriebe und regionalen Wertsch\u00f6pfungsketten vor gro\u00dfe Herausforderungen. F\u00fcr die Strukturen im von der UNESCO ausgezeichneten Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb ist es daher au\u00dferordentlich wichtig, Schlachtst\u00e4tten f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe und Metzgereien zukunftsf\u00e4hig zu machen und sich auch mit dem Thema der mobilen Schlachtung am Hof auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>Die Gemeinde Westerheim m\u00f6chte gem\u00e4\u00df eines Gemeinderatsbeschlusses das gemeindeeigene Schlachthaus in ein Pachtverh\u00e4ltnis mit regionalen Nutzern bringen und hat dazu eine \u00dcbergangsfrist bis Ende 2024 eingerichtet. Nach einem Austausch zwischen der Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb und den bislang engagierten landwirtschaftlichen Betrieben war klar, dass derzeit noch keine Schlachtgemeinschaft in geeigneter Organisationsform f\u00fcr ein Pachtverh\u00e4ltnis absehbar und daher ein zielgerichteter Prozess notwendig ist.<\/p>\n<p>Im Juli 2023 wurde durch die Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb in Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren ein Projekt zum Aufbau einer Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet am Beispiel des Westerheimer Schlachthauses gestartet. Hierzu wurde Ende Juli 2023 das Ingenieurb\u00fcro Wanzel durch die Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet beauftragt. Das Projekt soll \u00fcbertragbare Erkenntnisse und Dokumente zum Thema regionale Schlachtung ergeben und m\u00f6chte die unterschiedlichen Interessenslagen der Region b\u00fcndeln. Ziel ist der Aufbau einer Schlachtgemeinschaft in geeigneter Organisationsform.<\/p>\n<p>Nach einer Auftaktveranstaltung im Oktober 2023 zum Aufbau einer Schlachtgemeinschaft erreichten rund 50 Interessensbekundungen die Gesch\u00e4ftsstelle Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb. In einem Treffen aller interessierten Betriebe und Personen im Dezember 2023 wurden erste Leitplanken zur Organisationsform, zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und zu finanziellen Rahmenbedingungen festgelegt. Auf dieser Basis wurde im ersten Quartal 2024 mit einer kleinen Gruppe aus engagierten Landwirtschaftsbetrieben und Privatpersonen die Vereinsgr\u00fcndung vorbereitet.<\/p>\n<p>Ende April 2024 wurde der Verein in Westerheim gegr\u00fcndet. Vorstand ist Georg Baumeister, Landwirt aus Westerheim und seit Beginn engagiert im Erhalt des ortsans\u00e4ssigen Schlachthauses. Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung wird Metzgermeister Paul Russ aus Bissingen an der Teck \u00fcbernehmen. Er wird die Verantwortung f\u00fcr den laufenden Betrieb der Schlachtgemeinschaft tragen und die Schlachtungen in den Herkunftsbetrieben und im Schlachthaus durchf\u00fchren. Weitere Mitglieder in Vorstandschaft sowie Beisitzer und Vereinsmitglieder sind landwirtschaftliche Betriebe vorwiegend mit Direktvermarktung sowie Privatpersonen, die ein Interesse an Tierwohl und Regionalit\u00e4t haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>WEBcode 243075<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00e4uerliche Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb unterzeichnet Pachtvertrag mit Gemeinde Westerheim Ende April 2024 hat sich der Verein \u201eB\u00e4uerliche Schlachtgemeinschaft im Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb e.V.\u201c gegr\u00fcndet. In den letzten Monaten wurde das Pachtverh\u00e4ltnis mit der Gemeinde Westerheim erarbeitet. 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