{"id":19318,"date":"2023-10-18T11:05:38","date_gmt":"2023-10-18T09:05:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19318"},"modified":"2024-10-18T15:04:17","modified_gmt":"2024-10-18T13:04:17","slug":"flach-etappe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19318","title":{"rendered":"Flach-Etappe"},"content":{"rendered":"<p><em>Winterportr\u00e4t: Radweg entlang des italienischen Parco Naturale Valle Ticino<\/em><\/p>\r\n<p>100 Kilometer radeln durch eine der einsamsten Flusslandschaften Europas. An die Ufer des wasserreichen Fiume Ticino haben sich die H\u00e4uslebauer nicht hinunter getraut. Mussten sie auch nicht, denn die endlos flache Tiefebene ringsum bot gen\u00fcgend Platz f\u00fcr St\u00e4dte, kleine D\u00f6rfer und ihre Geh\u00f6fte. <br \/>Die Weltabgeschiedenheit wird w\u00e4hrend der Wintermonate noch um ein Vielfaches verst\u00e4rkt, da alles, was nach Urlaubszielen sucht, sich an den skialpinen Hotspots der Hochgebirge orientiert.<!--more--><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Naturportrait_Winter_Valle-di-Ticino-Pavia_Sesto-Calende.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><\/em><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19331\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Valle_Ticino.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Valle_Ticino.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Valle_Ticino-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Valle_Ticino-427x320.jpg 427w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Valle_Ticino-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\r\n<h2><span style=\"color: #008080;\">Flach-Etappe<\/span><\/h2>\r\n<p><i>100 Kilometer radeln durch eine der einsamsten Flusslandschaften Europas. An die Ufer des wasserreichen Fiume Ticino haben sich die H\u00e4uslebauer nicht hinunter getraut. Mussten sie auch nicht, denn die endlos flache Tiefebene ringsum bot gen\u00fcgend Platz f\u00fcr St\u00e4dte, kleine D\u00f6rfer und ihre Geh\u00f6fte. <br \/>Die Weltabgeschiedenheit wird w\u00e4hrend der Wintermonate noch um ein Vielfaches verst\u00e4rkt, da alles, was nach Urlaubszielen sucht, sich an den skialpinen Hotspots der Hochgebirge orientiert.<\/i><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19329\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Ticino-IMG_1691.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Ticino-IMG_1691.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Ticino-IMG_1691-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Fluss_Ticino-IMG_1691-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Abbiategrasso \u2013 ab hier flie\u00dft der Ticino breit.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p>Der Winterhimmel steht Kopf. Scharf spiegelt sich der Monte Rosa im Wasser des Ticino. Der schneewei\u00dfe Horizont des ausgedehnten Gebirgsmassivs mit seiner 4634 Meter hohen Dufourspitze markiert die Grenze zwischen Italien und der Schweiz. Ebenso wie der Lago Maggiore. Im Norden geh\u00f6rt er den Eidgenossen, hier aber im S\u00fcden bei Sesto Calende den Italienern.<\/p>\r\n<p>Mit dieser Alpenkulisse im R\u00fccken beginnt nun eine 100 Kilometer lange Radwanderung nach Pavia durch ein Biosph\u00e4renreservat, dessen Urspr\u00fcnglichkeit die Anerkennung der UNESCO wirklich verdient: Doch bevor der \u201eParco Naturale Valle Ticino\u201c den Radler in absolute Ruhe und Einsamkeit verh\u00fcllt, aktiviert ein Espresso in einer der belebten Bars an der Uferpromenade zuerst die Beine. Die Sonne flimmert, tr\u00e4ge schiebt sich das Wasser des hier zum Fiume Ticino verj\u00fcngten Lago. Weihnachtsgeb\u00e4ck duftet, Tannenschmuck glitzert. Irgendwie will das Christenfest so gar nicht zu den s\u00fcdl\u00e4ndischen H\u00e4userfassaden passen, die Temperaturen aber schon: F\u00fcnf Grad Celsius zeigt das Thermometer. Doch das schreckt die entspannt flanierenden Italiener kaum: glamour\u00f6se W\u00e4rme in elegant grauen Wollm\u00e4nteln, hier und da flattern handgefertigte Seidenschals aus Milano im Wind. \u201eModa all\u2019italiana\u201c setzt optische Akzente zu jeder Jahreszeit. Doch nur hier, denn von nun an bestimmt \u201eNatura dell&#8217;Italia\u201c die visuellen Eindr\u00fccke. Schon f\u00fcnf Kilometer weiter in das Flusstal des Ticino hinein sind Armani, Versace, \u00adGucci und Prada zu einem unscharfen Nachhall der Zivilisation verblasst. Das flache Sonnenlicht als Modesch\u00f6pfer erhellt die wintermatte Flusslandschaft zu einem bunten Leuchtfeuer, das dann am Abend zu milden Pas\u00adtellt\u00f6nen verglimmt.<\/p>\r\n<p>Zu dem Naturpark geh\u00f6ren nicht nur die \u00fcppige Vegetation im Feuchtgebiet des Flusstals, auch mehrere H\u00fcgel, bew\u00e4sserte landwirtschaftliche Gebiete sowie eine trockene Hochebene geh\u00f6ren dazu. Kleine Ortschaften und St\u00e4dte gliedern diese flache, endlose Weite. Das Tal selbst dagegen blieb unbesiedelt als Refugium f\u00fcr die 50 teils vom Aussterben bedrohten Tierarten. In diesem ersten Abschnitt des Radwegs hat die Natur das Sagen. Die Strecke schl\u00e4ngelt sich durch die typische Voralpenlandschaft zwischen Kastanien-, Eichen- und Kiefernw\u00e4ldern. Am Fluss finden sich Silber-, Grau- und Seidenreiher ein sowie Stock\u00adenten und Wasserh\u00fchner.<\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19330\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Stadt_Casorate_Primo-IMG_1699.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Stadt_Casorate_Primo-IMG_1699.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Stadt_Casorate_Primo-IMG_1699-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Stadt_Casorate_Primo-IMG_1699-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Casorate Primo \u2013 Abstecher ins Flachland.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p>W\u00e4hrend des Winters bleibt man mit der Tierwelt allein. Hin und wieder spazieren Einheimische. Mehr noch wird man im Land der Tifosi Rennradfahrer treffen. Sie drehen vor Sonnenuntergang still ihre Feierabendrunden. Im Sommer wiederum locken die fast steigungsfreien Kilometer unterschiedlichste Freizeitmobilisten aus ganz Italien an: auf dem Pferd, in einer Kutsche, mit Inline-Skates, einem Kanu und nat\u00fcrlich viele mit Fahrr\u00e4dern, mit und ohne E-Motor.<br \/>Der 248 Kilometer lange Ticino (deutsch Tessin) entspringt beim Nufenenpass in der Schweiz, flie\u00dft in den Lago Maggiore, verl\u00e4sst den See bei Sesto Calende, um entlang einer der sch\u00f6nsten Radrouten bei Pavia in den Po zu m\u00fcnden. Hier in Pavia dampft dann wieder unser hei\u00dfer Espresso. Im Unterschied zum beschaulichen Ambiente von Sesto Calende, dem Start dieser Tour, pulsiert im historischen Pavia das Leben \u2013 das Studentenleben. Die Universit\u00e4t wurde bereits im Jahr 1361 gegr\u00fcndet. Sie z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Fakult\u00e4ten Europas. Rund 24000 Studenten sind hier eingeschrieben, was das Stadtleben jung und dynamisch pr\u00e4gt.<\/p>\r\n<p>Alt und ehrw\u00fcrdig indessen thront die zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernte gigantische Klosteranlage \u201eCertosa di Pavia\u201c. Die Bauzeit der Renaissancefassade alleine erforderte 150 Jahre (bis 1549). An diesem Monument der Kunst und Kultur findet diese Wintertour ihren kr\u00f6nenden Abschluss zur\u00fcck aus der Natur.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19324\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Sonnenuntergang-Winter-IMG_1700.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Sonnenuntergang-Winter-IMG_1700.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Sonnenuntergang-Winter-IMG_1700-160x80.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Sonnenuntergang-Winter-IMG_1700-638x320.jpg 638w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Sonnenuntergang-Winter-IMG_1700-150x75.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em> Inversionswetterlage \u2013 kalte Gebirgsluft schiebt sich unter leichtere Warmluft in die Po-Ebene. Folge: Dunst am Abend und viele Nebeltage.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19325\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Bike-Radweg-Winter-Schatten-IMG_1695.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Bike-Radweg-Winter-Schatten-IMG_1695.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Bike-Radweg-Winter-Schatten-IMG_1695-130x160.jpg 130w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Bike-Radweg-Winter-Schatten-IMG_1695-261x320.jpg 261w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Bike-Radweg-Winter-Schatten-IMG_1695-122x150.jpg 122w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Endlos bis zum Horizont: <br \/>Nicht nur auf dem Meer wirkt der Erdball flach wie eine Scheibe. Auch schon wenige 30 Meter \u00fcber dem Talrand des Fiume Ticino begrenzt nur die Erdkr\u00fcmmung den weitl\u00e4ufigen Rundumblick..<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19326\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_4889.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_4889.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_4889-120x160.jpg 120w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_4889-240x320.jpg 240w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_4889-112x150.jpg 112w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Madonna delle Grazie: Die Marmor-Fassade dieser Kirche ist ber\u00fchmt. Seine Reliefs und Statuen verk\u00f6rpern den Gipfel in der Bildhauerkunst.<\/em><\/span><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<h3>\u00a0<\/h3>\r\n<h3><span style=\"color: #808000;\">\u00dcbersichtskarte<\/span><\/h3>\r\n\t\t<div id=\"maps-marker-pro-c333ca30\" class=\"maps-marker-pro\" style=\"width: 100%;\">\n\t\t\t<div id=\"mmp-map-wrap-c333ca30\" class=\"mmp-map-wrap\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-panel-c333ca30\" class=\"mmp-panel\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-map-c333ca30\" class=\"mmp-map\" style=\"height: 400px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"mmp-chart-wrap-c333ca30\" class=\"mmp-gpx-chart-wrap\" style=\"height: 120px;\"><\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\r\n<hr \/>\r\n<blockquote>\r\n<h3>\u00a0<\/h3>\r\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Dauernebel: Vorweihnacht im italienischen Pavia<br \/><\/span><\/h3>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19334\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Fluss-Ticino-Bruecke-IMG_1702.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Fluss-Ticino-Bruecke-IMG_1702.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Fluss-Ticino-Bruecke-IMG_1702-160x109.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Pavia-Fluss-Ticino-Bruecke-IMG_1702-150x102.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><em><span style=\"color: #808080;\"> Pavia \u2013 im Herbst und Winter oft unter Nebel versteckt.<\/span><br \/><\/em><\/p>\r\n<p>Die Wintertour beginnt bei Sonnenschein am Fu\u00df der Alpen und endet im kalten Nebel von Pavia. F\u00fcr die St\u00e4dte in der Po-Ebene ist dies grauer Alltag. Kalte Luftmassen gleiten aus den Alpen in die gerade mal 77 Meter \u00fcberm Meer liegende Studentenstadt hinab, dar\u00fcber riegelt Warmluft wie ein Deckel die Kessellage ab. Folge: Nebel verh\u00fcllt die \u201ePonte Coperto\u201c (Foto oben), hinter ihr die malerische Altstadt und autofreien Stra\u00dfen in tristes Grau. Doch hindert das die Bewohner nicht, ihre wundersch\u00f6ne Stadt tagt\u00e4glich zu zelebrieren, gerade zur Weihnachtszeit.<\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<hr \/>\r\n<blockquote>\r\n<h3>\u00a0<\/h3>\r\n<h3><span style=\"color: #808000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-19327 size-large\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_1722-240x320.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_1722-240x320.jpg 240w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_1722-120x160.jpg 120w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_1722-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Kloster_Kunst-Certosa-di-Pavia-IMG_1722.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/>Gigantische Baukunst: Kloster Certosa di Pavia<\/span><\/h3>\r\n<p>Ob filigrane Figuren kaum gr\u00f6\u00dfer als eine Hand oder mannshohe Sch\u00f6pfungen, der Detailreichtum der unendlich vielen Marmorfiguren an der Fassade der Kirche \u201eMadonna delle Grazie\u201c besch\u00e4ftigt das Auge theoretisch tagelang. Doch auch das Innere, der Prunk im gotischen Kirchenschiff und seiner Fresken l\u00e4sst sich kaum erfassen.<\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<hr \/>\r\n<blockquote>\r\n<h3>\u00a0<\/h3>\r\n<h3><span style=\"color: #808000;\">Biosph\u00e4renreservat: Parco Naturale Valle Ticino<br \/><\/span><\/h3>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19328\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/See-Lago_Magiore_Sesto_Calende-IMG_4868.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/See-Lago_Magiore_Sesto_Calende-IMG_4868.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/See-Lago_Magiore_Sesto_Calende-IMG_4868-160x96.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/See-Lago_Magiore_Sesto_Calende-IMG_4868-150x90.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Tourstart: Sesto Calende, am s\u00fcdlichen Zipfel des Lago Maggiore.<\/em><\/span>.<\/p>\r\n<p>Der Parco Naturale del Ticino sch\u00fctzt seit 2022 als anerkanntes UNESCO-Biosph\u00e4renreservat fast den ganzen Flusslauf \u00fcber rund 100 Kilometer vom s\u00fcdlichen Ende des Lago Maggiore bei Sesto Calende bis Pavia. Ein Radweg f\u00fchrt durch die urspr\u00fcnglich erhaltenen Flusslandschaften des Ticino.<\/p>\r\n<p>Dieses UNESCO-Biosph\u00e4renreservat besteht aus zwei Teilen: N\u00f6rdlich, im Piemont gelegen (6561 Hektar, 1978 gegr\u00fcndet) und s\u00fcdlich in der Lombardei (91410 Hektar, seit 1974). Somit steht nun fast das gesamte Tal des Fiume Ticino unter Schutz, seine komplexen Naturlandschaften, Feuchtgebiete, Landwirtschaftsfl\u00e4chen, Heiden, W\u00e4lder und Wasserl\u00e4ufe.<\/p>\r\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Biosph\u00e4renreservat Valle Ticino: 914 Quadratkilometer \/ H\u00f6he: 56 bis 206 Meter.<\/em><\/span><br \/><span style=\"color: #808080;\"><em>Zum Vergleich: Biosph\u00e4rengebiet Schw\u00e4bische Alb: 853 Quadratkilometer.<\/em><\/span><\/p>\r\n<\/blockquote>\r\n<hr \/>\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Naturportrait_Winter_Valle-di-Ticino-Pavia_Sesto-Calende.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>PDF-Download: <\/em><em>Print-Artikel runterladen<\/em><\/a><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>Printausgabe: Sph\u00e4re 3\/2024, Seite 30-33<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em>WEBcode #24333<\/em><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winterportr\u00e4t: Radweg entlang des italienischen Parco Naturale Valle Ticino 100 Kilometer radeln durch eine der einsamsten Flusslandschaften Europas. 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