{"id":19547,"date":"2025-02-24T19:29:53","date_gmt":"2025-02-24T18:29:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19547"},"modified":"2025-02-25T11:03:58","modified_gmt":"2025-02-25T10:03:58","slug":"deutschland-soll-wilder-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19547","title":{"rendered":"Deutschland soll wilder werden"},"content":{"rendered":"<p><em>61 Prozent der Deutschen w\u00fcnschen sich mehr Wildnis<\/em><\/p>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz untersucht die Einstellung der Menschen zu Natur, Naturschutz und biologischer Vielfalt. Die seit 2009 alle zwei Jahre verfassten Studien zeigen<!--more--> einen klaren Trend: Der Wunsch nach Wildnis w\u00e4chst von 42 Prozent der Befragten in 2013 auf 61 in 2023. 24 Prozent finden den Bestand an Wildnisgebieten gut so wie er ist, nur zwei Prozent pl\u00e4dieren f\u00fcr weniger Wildnis in der Bundesrepublik. Die \u00fcbrigen 13 Prozent \u00e4u\u00dfern keine Meinung oder trauen sich keine Beurteilung zu. Die 135-seitige Studie gibt\u00b4s <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/broschuere\/naturbewusstsein-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kostenlos als PDF<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11755\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/schwarzwald_3BFW6532-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Interessant dabei ist, dass das Alter der Befragten eine gro\u00dfe Rolle spielt. Die soziodemographische Analyse deckt auf, dass der Anteil derer, die mehr Wildnis in Deutschland begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrden, in der \u00e4ltesten Befragtengruppe am geringsten ausf\u00e4llt: Nur 49 Prozent der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen w\u00fcnschen sich mehr Wildnis. 70 Prozent der jungen Erwachsenen von18 bis 29 Jahren wollen mehr wilde Fl\u00e4chen, Jugendliche (14- bis 17-J\u00e4hrige) immer hin noch 66 Prozent.<\/p>\n<p>In der Bev\u00f6lkerung wird auch zunehmend eine Verschlechterung des Zustands von Natur und Landschaft in Deutschland wahrgenommen.<br \/>\nIm Zeitvergleich ist festzustellen: In der Naturbewusstseinsstudie 2011 waren es 27 Prozent, die angaben, in den letzten 20 Jahren eine Verschlechterung im Zustand von Natur und Landschaft bemerkt zu haben. In der Erhebung von 2021 stieg dieser Anteil deutlich auf 50 Prozent an. In der aktuellen Erhebung von 2023 liegt er sogar bei 53 Prozent.<\/p>\n<p>In der Umfrage 2023 also glauben 53 Prozent der befragten Erwachsenen, der Zustand von Natur und Landschaft habe sich in den letzten 20 Jahren verschlechtert, w\u00e4hrend vier Prozent eher eine Verbesserung wahrnehmen. Keine wesentlichen Ver\u00e4nderungen sehen 32 Prozent, weitere elf Prozent k\u00f6nnen keine Angabe machen.<\/p>\n<blockquote><p>Die 135-seitige Studie gibt\u00b4s <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/publikationen\/broschuere\/naturbewusstsein-2023\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kostenlos als PDF<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Baden-W\u00fcrttemberg muss noch wilder werden<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>NABU bem\u00e4ngelt: Im S\u00fcdwesten gibt es mit dem Nationalpark nur ein gro\u00dfes Wildnisgebiet<\/em><\/p>\n<p>Es gibt sie, die Wildnisgebiete. Doch lediglich auf 0,62 Prozent der Fl\u00e4chen in Deutschland. Mehr als zwei Prozent k\u00f6nnten es sein. Das ist das Ergebnis der ersten bundesweiten Wildnisbilanzierung, die die Heinz Sielmann Stiftung, die Naturstiftung David und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt heute ver\u00f6ffentlicht haben. Als Teil der Initiative \u201eWildnis in Deutschland\u201d betont der NABU die besondere Bedeutung von Wildnisgebieten f\u00fcr Mensch, Natur und Wissenschaft.<\/p>\n<p><strong>Nur zwei Wildnisgebiete im S\u00fcdwesten <\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11132\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schwarzwald_nationalpark_Schild-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Selbst im dichtbesiedelten Baden-W\u00fcrttemberg finden sich, dank des Nationalparks und eines knapp 500 Hektar gro\u00dfen Bannwaldgebietes im Biosph\u00e4rengebiet Schwarzwald, gr\u00f6\u00dfere unzerschnittene Wildnisgebiete. Doch diese zwei Diamanten sind aktuell die einzigen. F\u00fcr NABU-Naturschutzexpertin Ingrid Eberhardt-Schad zeigt die Bilanz, wie dringlich der Zusammenschluss der beiden Nationalparkh\u00e4lften ben\u00f6tigt wird: \u201eIn Wildnisgebieten wie dem Nationalpark Schwarzwald hat die Natur wieder Raum und Zeit, sich aus eigener Kraft zu entwickeln. Eine gro\u00dfe Mehrheit der Menschen in unserem Land w\u00fcnscht sich mehr Wildnis vor der eigenen Haust\u00fcr. Sie ist nicht nur ein Ort f\u00fcr Naherholung und Naturerlebnisse, sondern kann auch dem nat\u00fcrlichen Wasserhaushalt und als Kohlenstoffspeicher im Kampf gegen die Klimakrise dienen. Nicht zuletzt ist sie f\u00fcr Forschung und Wissenschaft ein spannendes Echtzeit-Labor, das zeigt, wie sich Natur unter den aktuellen Bedingungen ohne menschliche Steuerung entwickelt.\u201d<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sph\u00e4re-Wissen<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11134\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Naturpark-Schwarzwald-Mitte.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Naturpark-Schwarzwald-Mitte.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Naturpark-Schwarzwald-Mitte-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Naturpark-Schwarzwald-Mitte-150x99.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Die Bundesregierung m\u00f6chte in ihrer Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt auf mindestens zwei Prozent der Landfl\u00e4che Deutschlands Wildnis entstehen lassen. Laut NABU tragen Bund und L\u00e4nder daher eine besondere Verantwortung, das Potenzial ihrer eigenen Fl\u00e4chen zu nutzen. Neben den Kernzonen von Nationalparken und einigen gro\u00dfen Naturschutzgebieten ist Wildnis mittlerweile auch auf Fl\u00e4chen der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe zu finden. Die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe setzt sich aktiv f\u00fcr mehr Wildnis in Deutschland ein, indem sie Fl\u00e4chen f\u00fcr die nat\u00fcrliche Entwicklung sichert. <a href=\"https:\/\/315471.eu2.cleverreach.com\/c\/101697778\/fca3d09c16d-so83x3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Informationen<\/a><\/p>\n<p>Wildnisgebiete sind ausreichend gro\u00dfe und weitgehend unzerschnittene, dauerhaft nutzungsfreie Gebiete. Neben nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4umen kann Wildnis auch auf stark vom Menschen gepr\u00e4gten Fl\u00e4chen entstehen \u2013 wie beispielsweise ehemaligen Bergbau- und Milit\u00e4rfl\u00e4chen. Damit sich nat\u00fcrliche Prozesse in ihren vielf\u00e4ltigen Auspr\u00e4gungen wirksam entfalten k\u00f6nnen und Konflikte mit der angrenzenden Kulturlandschaft minimiert werden, bedarf es m\u00f6glichst gro\u00dfer und zusammenh\u00e4ngender Gebiete. Als Untergrenze f\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige Wildnisgebiete haben Bund und L\u00e4nder einen Fl\u00e4chenumfang von 1.000 Hektar definiert (500 Hektar bei Auen, Mooren, K\u00fcsten und Seen).<br \/>\nWeitere Infos zur Initiative \u201eWildnis in Deutschland\u201c (<a href=\"https:\/\/wildnisindeutschland.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/wildnisindeutschland.de<\/a>) und zur Studie (<a href=\"https:\/\/wildnisindeutschland.de\/wildnisbilanzierungsstudie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/wildnisindeutschland.de\/wildnisbilanzierungsstudie\/<\/a>).<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 251065<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>61 Prozent der Deutschen w\u00fcnschen sich mehr Wildnis Das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz untersucht die Einstellung der Menschen zu Natur, Naturschutz und biologischer Vielfalt. 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