{"id":19670,"date":"2025-04-01T14:45:57","date_gmt":"2025-04-01T12:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19670"},"modified":"2025-10-23T08:52:18","modified_gmt":"2025-10-23T06:52:18","slug":"licht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19670","title":{"rendered":"Licht aus"},"content":{"rendered":"<p><em>Beleuchtungsverbot: Ab April gilt: Licht aus an Geb\u00e4uden<\/em><\/p>\n<p>Die Menschen machen die Nacht zum Tag. Ob Sie darunter leiden, ist wissenschaftlich nicht gekl\u00e4rt. Doch der Tod von Millionen Zugv\u00f6geln und Abermilliarden Insekten geht nachweislich auf das Konto der Lichtverschmutzung. Die Alb gilt als letztes Refugium der tiefreinen Nacht.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15048\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ulm_Nacht_lichtverschmutzung_IMG_0335.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ulm_Nacht_lichtverschmutzung_IMG_0335.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ulm_Nacht_lichtverschmutzung_IMG_0335-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ulm_Nacht_lichtverschmutzung_IMG_0335-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Ulm_Nacht_lichtverschmutzung_IMG_0335-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Foto: Ulmer M\u00fcnster, Hans-Peter Eppler<\/em><\/span><\/p>\n<p>Ab dem 1. April gilt wieder ein ganzt\u00e4giges Beleuchtungsverbot f\u00fcr Fassaden aller baulichen Anlagen. Diese Vorgabe des Naturschutzgesetzes Baden-W\u00fcrttembergs wird allerdings landesweit zu wenig beachtet. Denn seit 2023 gilt das Verbot nicht mehr nur f\u00fcr Geb\u00e4ude in \u00f6ffentlicher Hand, sondern auch f\u00fcr gewerbliche und private Geb\u00e4ude sowie Kirchen. Von 1. April bis 30. September d\u00fcrfen also alle Geb\u00e4ude im Land nicht mehr rund um die Uhr beleuchtet werden.<\/p>\n<ul>\n<li>\n<blockquote><p>Beleuchtungsverbot gilt f\u00fcr alle ab April bis September<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li>\n<blockquote><p>Auch Privatpersonen und Unternehmen d\u00fcrfen Fassaden nicht mehr beleuchten<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Brigitte Heinz, Leiterin Projekt Nachtretter beim BUND Baden-W\u00fcrttemberg erl\u00e4utert: \u201eViele scheinen das Gesetz f\u00fcr einen Aprilscherz zu halten. Das Verbot gilt aber f\u00fcr alle, so weit keine Sicherheitsgr\u00fcnde oder Rechtsvorschriften dagegensprechen. Indem man nachts unn\u00f6tige Beleuchtung ausschaltet, leistet man einen gro\u00dfen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz und spart sogar noch Geld \u2013 also viele gute Gr\u00fcnde f\u00fcr alle, sich an die Vorschrift zu halten.\u201c<\/p>\n<p>Immerhin gilt Kunstlicht je nach Art und Ausma\u00df seit 2011 als sch\u00e4dliche Umwelteinwirkung. Zurecht: Denn zu viel k\u00fcnstliche Beleuchtung hat gro\u00dfen Einfluss auf die Artenvielfalt, \u00d6kosysteme und auf die Gesundheit von Menschen.<\/p>\n<p>Brigitte Heinz erkl\u00e4rt weiter: \u201eDas betrifft ausnahmslos alle Arten. Nachtaktiven Tieren, wie Nachtfaltern, Flederm\u00e4usen oder Igeln, stehlen wir Lebensraum. Den tagaktiven Arten, wie etwa Singv\u00f6geln, nehmen wir die Ruhephasen und R\u00fcckzugsorte.\u201c Denn alles Leben auf diesem Planeten hat sich an den Tag-Nacht-Rhythmus angepasst. Keine andere Umweltbedingung war \u00fcber Jahrmillionen der Evolution so unver\u00e4ndert berechenbar in ihrem Rhythmus. Mit dem \u00dcberfluss an k\u00fcnstlichem Licht hat der Mensch das geh\u00f6rig durcheinandergebracht. Au\u00dferdem wird durch \u00fcberfl\u00fcssige Beleuchtung immens viel Energie vergeudet \u2013 auch in Zeiten der LEDs.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong><span style=\"color: #ff6600;\">Sph\u00e4re-Wissen<\/span><\/strong><\/h3>\n<p>Seit der Verabschiedung des Biodiversit\u00e4tsst\u00e4rkungsgesetzes im Juli 2020 gibt es Vorschriften zur Beleuchtung von Geb\u00e4uden der \u00f6ffentlichen Hand. Im Februar 2023 wurde mit dem baden-w\u00fcrttembergischen Klimagesetz der \u00a7 21 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) noch einmal versch\u00e4rft. Das Beleuchtungsverbot gilt nun f\u00fcr Fassaden aller baulichen Anlagen, nicht nur die der \u00f6ffentlichen Hand. Leider scheinen die Vorgaben bisher nicht dazu zu f\u00fchren, dass Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen den Schalter ihrer Fassadenbeleuchtung umlegen und so die Lichtverschmutzung und den Energieverbrauch reduzieren. Die Zielsetzung, das Artensterben zu stoppen, wird so verfehlt.<\/p>\n<blockquote><p><strong>BUND-Nachtretter*innen im Einsatz<\/strong><br \/>\nSeit einigen Jahren sind deswegen auch die BUND-Nachtretter*innen im Einsatz. Ins Leben gerufen hat das Projekt Brigitte Heinz zun\u00e4chst in ihrer Heimatregion Rhein-Neckar-Odenwald. Inzwischen sind auch landesweit zahlreiche BUND-Aktive als Nachtretter*innen unterwegs mit dem Ziel, die Lichtverschmutzung durch unn\u00f6tige n\u00e4chtliche Beleuchtungen zu reduzieren. Sie kl\u00e4ren \u00fcber Gefahren durch die Lichtverschmutzung auf, weisen Verantwortliche auf unn\u00f6tig angestrahlte Geb\u00e4ude, nach Ladenschluss beleuchtete Parkpl\u00e4tze oder zu helle Stra\u00dfenbeleuchtung hin, beraten und geben Tipps, wie man es besser machen kann.<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>WEBcode 252065<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beleuchtungsverbot: Ab April gilt: Licht aus an Geb\u00e4uden Die Menschen machen die Nacht zum Tag. Ob Sie darunter leiden, ist wissenschaftlich nicht gekl\u00e4rt. Doch der Tod von Millionen Zugv\u00f6geln und Abermilliarden Insekten geht nachweislich auf das Konto der Lichtverschmutzung. 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