{"id":19860,"date":"2025-10-10T10:07:14","date_gmt":"2025-10-10T08:07:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19860"},"modified":"2025-10-22T10:29:14","modified_gmt":"2025-10-22T08:29:14","slug":"2026-rebhuhn-wird-vogel-des-jahres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=19860","title":{"rendered":"2026 Rebhuhn wird Vogel des Jahres"},"content":{"rendered":"<p><em>Das Rebhuhn belegt mit 44,5 Prozent der Stimmen Platz 1 bei NABU-Wahl<\/em><\/p>\n<p>184044 Naturfreunde stimmten ab. Einst h\u00e4ufig verbreitet in der Agrarlandschaft, ist sein Bestand zuletzt stark eingebrochen: <!--more-->ein Minus von 82 Prozent zwischen 1995 bis 2020 in einer Agrarlandschaft, in der fast jeder Quadratmeter als Anbaufl\u00e4che genutzt wird. Folge: Zu wenig Nistpl\u00e4tze, kaum Nahrung, fehlende Bl\u00fchfl\u00e4chen, aber viel sch\u00e4dliche Insektizide.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19861\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Rebhuhn-Hahn_NABU-BW-Michael-Eick.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Rebhuhn-Hahn_NABU-BW-Michael-Eick.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Rebhuhn-Hahn_NABU-BW-Michael-Eick-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Rebhuhn-Hahn_NABU-BW-Michael-Eick-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Rebhuhn-Hahn; Foto: NABU BW \/ Michael Eick<\/em><\/span><\/p>\n<p>Deutschland hat gew\u00e4hlt: Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026 und l\u00f6st damit den Hausrotschwanz ab. Bei der sechsten \u00f6ffentlichen Wahl des NABU und seines bayerischen Partners Landesbund f\u00fcr Vogel- und Naturschutz (LBV) haben insgesamt 184.044 Menschen mitgemacht \u2013 ein neuer Rekord. 81.855 (44,5 Prozent) der Stimmen entfielen dabei auf das Rebhuhn, 49.011 (26,8 Prozent) auf die Amsel, 23.352 (12,7 Prozent) auf die Waldohreule, 21.556 (11,7 Prozent) auf die Schleiereule und 8.270 (4,5 Prozent) auf den Zwergtaucher.<br \/>\n\u201eDas war eine Mega-Wahlbeteiligung! Wir freuen uns sehr, dass V\u00f6gel und die Natur so viele Menschen begeistern\u201c, sagt NABU-Vogelschutzexperte Stefan Bosch. \u201eMit dem Rebhuhn ist ein auch in Baden-W\u00fcrttemberg stark bedrohter Vogel gew\u00e4hlt worden, der es trotz hoher Sympathiewerte nach wie vor schwer hat\u201c, so Bosch.<br \/>\nBaden-W\u00fcrttemberg ist Rebhuhn-Erwartungsland<br \/>\nIn Baden-W\u00fcrttemberg setzt sich der NABU daher seit zwei Jahren im Rahmen des bundesweiten Projekts \u201eRebhuhn retten \u2013 Vielfalt f\u00f6rdern!\u201c daf\u00fcr ein, dem h\u00fcbschen H\u00fchnervogel wieder mehr zusammenh\u00e4ngende Lebensr\u00e4ume zu bieten. Wo es artenreiche Bl\u00fchbrachen oder lichte Ackerfl\u00e4chen, ausreichend breite Bl\u00fchstreifen, gut gepflegte Niederhecken sowie Kleinstrukturen wie Feldraine oder B\u00f6schungen gibt, ist das am Boden lebende Huhn zuhause. Das tolle an Rebhuhn-Ma\u00dfnahmen ist, dass auch viele andere Arten im Offenland profitieren, von der Wildbiene bis zum Feldhasen\u201c, betont NABU-Projektleiterin Dominique Aichele.<\/p>\n<p>Einst h\u00e4ufig und weit verbreitet in der Agrarlandschaft, ist sein Bestand zuletzt stark eingebrochen: ein Minus von gewaltigen 82 Prozent zwischen 1995 bis 2020 rechnet die Ornithologische Gesellschaft f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg vor. \u201eIn einer Agrarlandschaft, in der fast jeder Quadratmeter als Anbaufl\u00e4che genutzt wird und Kleinstrukturen oder extensiver genutzte Ackerfl\u00e4chen fehlen, findet das Rebhuhn zu wenig Nistpl\u00e4tze und kaum Nahrung. Besonders sch\u00e4dlich: Insektizide und fehlende Bl\u00fchfl\u00e4chen. Agrarfl\u00e4chen ohne Insekten sind tote Fl\u00e4chen f\u00fcr Rebhuhnk\u00fcken\u201c, erkl\u00e4rt Aichele. \u201eIm S\u00fcdwesten mit seiner kleinteiligeren Landwirtschaft sind die Voraussetzungen noch vorhanden, damit sich das Rebhuhn wieder ausbreiten kann\u201c, ist sie \u00fcberzeugt. Dies zeigen auch Fl\u00e4chen in den Modellregionen des Rebhuhnprojektes im Landkreis T\u00fcbingen und im Raum Fellbach.<\/p>\n<p><strong>Zehn Prozent Brachen f\u00fcr Feldv\u00f6gel<\/strong><br \/>\nDas bundesweite Rebhuhnmonitoring best\u00e4tigt die dramatische Situation im S\u00fcdwesten: \u201eAu\u00dferhalb der Projektgebiete sind viele Feldfluren im L\u00e4ndle aktuell noch rebhuhnfrei\u201c, so Aichele. Damit Rebh\u00fchner im S\u00fcdwesten wieder vermehrt eine Heimat finden, werben NABU und Landesjagdverband bei Landwirtinnen und Landwirten um mehr Vielfalt auf Wiesen und \u00c4ckern. <a href=\"https:\/\/blogs.nabu.de\/naturschaetze-retten\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2020\/10\/Pr%C3%A4sentation-Oppermann_2020-10-13.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studien zeigen<\/a>: W\u00fcrden zehn Prozent der \u00c4cker naturnah und pestizidfrei bewirtschaftet, w\u00fcrde die Vielfalt an Feldv\u00f6geln und anderen auch f\u00fcr die Landwirtschaft n\u00fctzlichen Tieren, wie best\u00e4ubenden Insekten, wieder steigen. Bleibt zu hoffen, dass die im Biodiversit\u00e4tsst\u00e4rkungsgesetz des Landes vorgesehenen zehn Prozent R\u00fcckzugsr\u00e4ume, sogenannte Refugialfl\u00e4chen, auch in Ackerlandschaften bald Realit\u00e4t werden. Dies w\u00fcrde auch der Rebhuhn-Population zugutekommen und die Art w\u00e4re in Baden-W\u00fcrttemberg nicht l\u00e4nger vom Aussterben bedroht.<\/p>\n<p><strong>Das Rebhuhn:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Rebh\u00fchner (Perdix perdix) geh\u00f6ren zu den H\u00fchnerv\u00f6geln, die ganzj\u00e4hrig bei uns leben. Auf dem R\u00fccken sind sie vorwiegend braungrau marmoriert, ihre Brust ist grau und das Gesicht orangebraun gef\u00e4rbt. Die m\u00e4nnlichen Rebh\u00fchner lassen in den fr\u00fchen Morgen- oder sp\u00e4ten Abendstunden ihren Revierruf h\u00f6ren, ein raues \u201ekirr\u00e4ck\u201c.<\/li>\n<li>Rebh\u00fchner br\u00fcten in dichtem Geb\u00fcsch und Hecken. Darum kann es schwierig sein, sie zu entdecken. Am besten sind sie an Feldr\u00e4ndern und -s\u00e4umen zu beobachten, da dort die Vegetation nicht zu hoch ist.<\/li>\n<li>Erwachsene Rebh\u00fchner ern\u00e4hren sich vorwiegend pflanzlich. So fressen sie gr\u00fcne Pflanzenteile, K\u00f6rner oder Samen, ab und zu auch kleinere Insekten. Jungtiere ern\u00e4hren sich in der ersten Zeit haupts\u00e4chlich tierisch.<\/li>\n<li>Der \u201eVogel des Jahres\u201c wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gek\u00fcrt. Seit 2021 wird er durch eine \u00f6ffentliche Wahl bestimmt. Wegen des starken R\u00fcckgangs k\u00fcrte der NABU das Rebhuhn bereits 1991 zum Vogel des Jahres.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Infos: <a href=\"http:\/\/www.vogeldesjahres.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vogeldesjahres.de<\/a><\/p>\n<p>Zum Rebhuhn-Schutzprojekt in Baden-W\u00fcrttemberg: <a href=\"http:\/\/www.NABU-BW.de\/rebhuhn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.NABU-BW.de\/rebhuhn<\/a><\/p>\n<p>Refugialfl\u00e4chen f\u00fcr Feldv\u00f6gel: Projekt <a href=\"https:\/\/baden-wuerttemberg.nabu.de\/natur-und-landschaft\/aktionen-und-projekte\/refugialflaechen-fuer-die-artenvielfalt\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landwirt-schaf(f)t Lebensraum<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 253065<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Rebhuhn belegt mit 44,5 Prozent der Stimmen Platz 1 bei NABU-Wahl 184044 Naturfreunde stimmten ab. 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