{"id":20278,"date":"2026-02-18T20:12:50","date_gmt":"2026-02-18T19:12:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=20278"},"modified":"2026-02-19T09:28:19","modified_gmt":"2026-02-19T08:28:19","slug":"handwerkliche-fehler-oder-selbstherrlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=20278","title":{"rendered":"Handwerkliche Fehler?"},"content":{"rendered":"<p><em>44 wertvolle Streuobstb\u00e4ume von Stadt Metzingen unerlaubt gef\u00e4llt?<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Der BUND Baden-W\u00fcrttemberg erstattet Anzeige gegen die Stadt Metzingen, wegen mutma\u00dflich verbotener F\u00e4llung.<!--more--><\/p>\n<blockquote><p><strong>\u00a018. Februar 2026:<\/strong> Erg\u00e4nzernder Leserbrief des BUND RV Neckar-Alb (siehe Kommentare unten)<\/p>\n<p><strong>13. Februar 2026:<\/strong> Erg\u00e4nzende Pressemitteilung der Stadt Metzingen (siehe Kommentare unten)<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4363\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/apfel_streuobstIMG_3134.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/apfel_streuobstIMG_3134.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/apfel_streuobstIMG_3134-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/apfel_streuobstIMG_3134-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #808080;\">Idyllische Streuobstwiese im Ermstal; Symbolfoto<\/span><\/em><\/p>\n<p><strong>12. Februar 2026 (Pressemitteilung des BUND):<\/strong> 44 B\u00e4ume einer hochwertigen Streuobstwiese hat die Stadt Metzingen am 11. Februar f\u00fcr den Sauna-Wellnessbereich eines geplanten \u201cGanzjahresbades\u201d gef\u00e4llt, obwohl sie dazu kein Recht hatte. Denn binnen weniger Minuten hatte der BUND bereits Widerspruch gegen die Genehmigung der Rodung eines gesetzlich gesch\u00fctzten, hochwertigen Streuobstbestandes im Gebiet Bongertwasen eingelegt. Dieser hat eine aufschiebende Wirkung \u2013 es d\u00fcrfen also keine B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, bis \u00fcber den Vorgang entschieden wurde.<\/p>\n<p>Sylvia Pilarsky-Grosch, BUND-Landesvorsitzende bedauert: \u201eErneut hat eine Kommune im Land f\u00fcr ein prestigetr\u00e4chtiges Bauprojekt im Hau-Ruck-Verfahren Fakten geschaffen und wertvolle Streuobstbest\u00e4nde vernichtet. Besonders entsetzt sind wir in diesem Fall \u00fcber das skrupellose Vorgehen. Die Zust\u00e4ndigen bei der Stadt Metzingen waren \u00fcber unseren geplanten Widerspruch informiert. Dieser ging nur wenige Minuten nach Genehmigung der Rodung an alle Beteiligten. Jeder Baum, der danach fiel, wurde also rechtswidrig entfernt. Eine solche geplante Ignoranz gegen\u00fcber Recht und Gesetz ist ein weiterer Tiefpunkt im Umgang von Kommunen mit dem Schutz unserer nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen.\u201c<\/p>\n<p>Der BUND hat deshalb Anzeige erstattet und verlangt von der Stadt eine umfassende Aufkl\u00e4rung. Sie muss au\u00dferdem daf\u00fcr sorgen, dass keine weiteren Arbeiten auf der Streuobstwiese stattfinden und die Ma\u00dfnahmen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden. F\u00fcr die Ehrenamtlichen des BUND, die sich vor Ort engagierten, sei das Vorgehen der Stadt ein Schlag ins Gesicht. Sie forderten von der Stadt stets eine alternative fl\u00e4chenschonende Planung, um ein neues Schwimmbad f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung mit dem Natur- und Artenschutz zu vereinbaren.<\/p>\n<p>Barbara Lupp, BUND-Regionalgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Neckar-Alb merkt entt\u00e4uscht an: \u201eObwohl Metzingen sich gerne mal mit dem Titel Biosph\u00e4ren- und Naturwaldgemeinde schm\u00fcckt, zeigen die Verantwortlichen hier ihr wahres Gesicht. Im Angesicht des Wunsches nach einer \u00fcberdimensionierten Badelandschaft, die gro\u00dfz\u00fcgig Fl\u00e4che f\u00fcr Wellness, Gastronomie und Parkpl\u00e4tze \u00fcberbaut, z\u00e4hlen Gesetze zum Natur- und Artenschutz und fl\u00e4chensparende Alternativen nicht. Wer solch ein fragw\u00fcrdiges Rechtsverst\u00e4ndnis an den Tag legt, muss sich \u00fcber Politikverdrossenheit und Frust engagierter Menschen nicht wundern.\u201c<\/p>\n<blockquote><p><strong>Hintergrund:<\/strong> Im Mai 2018 hatte der Metzinger Gemeinderat entschieden, ein neues Ganzjahresbad auf dem Gebiet Bongertwasen zu bauen. Die Ortsverb\u00e4nde von BUND und NABU kritisierten die Pl\u00e4ne von Beginn an mit einem Appell sowie einer Stellungnahme zum Bebauungsplan im April 2025. Dabei forderten sie Alternativen, bei denen die Streuobstwiesen auf dem Bongertwasen nicht \u00fcberbaut werden m\u00fcssten. Denn die dortigen Streuobstb\u00e4ume sind wichtige Lebensr\u00e4ume f\u00fcr gesch\u00fctzte V\u00f6gel wie Goldammer und Halsbandschn\u00e4pper, Insekten wie den marmorierten Goldk\u00e4fer und viele Wildbienen-Arten sowie f\u00fcr Flederm\u00e4use. Nach baden-w\u00fcrttembergischen Naturschutzgesetz (\u00a7 33a NatSchG) d\u00fcrfen Streuobstwiesen von mehr als 1.500 Quadratmetern nur mit beh\u00f6rdlicher Genehmigung gerodet werden. Liegt ein \u00fcberwiegendes \u00f6ffentliches Interesse vor oder ist der Streuobstbestand wichtig f\u00fcr den Naturhaushalt oder die Artenvielfalt, darf es keine \u00c4nderung der Nutzung geben.<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #808080;\">WEBcode 261074<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>44 wertvolle Streuobstb\u00e4ume von Stadt Metzingen unerlaubt gef\u00e4llt? Der BUND Baden-W\u00fcrttemberg erstattet Anzeige gegen die Stadt Metzingen, wegen mutma\u00dflich verbotener F\u00e4llung.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4358,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-20278","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20278"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20295,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/20278\/revisions\/20295"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=20278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=20278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}