{"id":20413,"date":"2026-06-01T11:25:14","date_gmt":"2026-06-01T09:25:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=20413"},"modified":"2026-06-19T11:42:49","modified_gmt":"2026-06-19T09:42:49","slug":"goldschakal-fast-tier-des-jahres-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=20413","title":{"rendered":"Goldschakal, fast  Tier des Jahres 2026"},"content":{"rendered":"<p><em>Der Goldschakal durchstreift vermehrt Baden-W\u00fcrttemberg<\/em><\/p>\n<p>Ist es ein gro\u00dfer Fuchs, ein freilaufender Hund oder ein kleiner Wolf? Keines von allem. Seit einigen Jahren durchstreift der Goldschakal<!--more--> (Canis aureus) zunehmend Baden-W\u00fcrttemberg. Zum Internationalen Tag der Schakale am 19 April 2026, der extra f\u00fcr den Neuank\u00f6mmling ins Leben gerufen wurde, stellte nun der NABU das scheue Tier mit den spitzen Ohren und dem r\u00f6tlich bis gelblich-grauen Fell vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-20414\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Goldschakal_Foto-NABU-BW_Blickwinkel.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Goldschakal_Foto-NABU-BW_Blickwinkel.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Goldschakal_Foto-NABU-BW_Blickwinkel-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Goldschakal_Foto-NABU-BW_Blickwinkel-480x320.jpg 480w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Goldschakal_Foto-NABU-BW_Blickwinkel-150x100.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Foto: NABU BW \/ Blickwinkel \/Goldschakal<\/em><\/span><\/p>\n<p>Seit 1997 breitet er sich still und unauff\u00e4llig in Deutschland aus. Auch auf der Sschw\u00e4bischen Alb nahe des ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatzes ist er schon gesichtet worden. Fast zum Tier des Jahres 2026 gew\u00e4hlt, zeigt seine Entwicklung im S\u00fcdwesten: Es ist gut, sich auf ihn dauerhaft einzustellen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff6600;\">Goldschakale durchstreifen viele Landkreise im S\u00fcdwesten<\/span><\/strong><br \/>\nWie viele Goldschakale aktuell hier leben, l\u00e4sst sich nicht genau sagen. Zu wenig ist \u00fcber die Lebensweise der neuen Art hierzulande bekannt. Laut Monitoring der Forstlichen Versuchsanstalt (FVA) \u2013 basierend auf Fotos, Meldungen und genetischen Analysen \u2013 breitet sich der Goldschakal weiter in Baden-W\u00fcrttemberg aus. Einzelne Tiere wurden bereits in den Landkreisen <span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Alb-Donau<\/strong><\/span>, Biberach, B\u00f6blingen, Emmendingen, Enzkreis, Heilbronn, Karlsruhe, Neckar-Odenwald, Ortenau, Rastatt, Ravensburg, <span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Reutlingen<\/strong><\/span>, Rottweil, Sigmaringen, Tuttlingen und Waldshut gesichtet (<a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/top-meta-navigation\/fachabteilungen\/fva-wildtierinstitut\/luchs-wolf\/goldschakal\/monitoring-goldschakal\">Karte Goldschakal-Vorkommen<\/a>).<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren gab es im Schwarzwald-Baar-Kreis den ersten deutschen Nachwuchs, seitdem kamen dort j\u00e4hrlich einige Welpen zur Welt. Auch im Landkreis Konstanz hat sich ein Paar vor zwei Jahren angesiedelt und bekommt j\u00e4hrlich Ende April\/Anfang Mai Junge. Zwar ist die Sterblichkeit der Kleinen hoch, doch der Goldschakal wird im S\u00fcdwesten bleiben. Als selbst zugewanderte Art ist er hier heimisch und ganzj\u00e4hrig gesch\u00fctzt, er darf im S\u00fcdwesten nicht bejagt werden. Blickt man auf die Erfahrungen anderer Regionen Europas, k\u00f6nnte der Goldschakal in wenigen Jahrzehnten auch in gro\u00dfen Teilen Baden-W\u00fcrttembergs vorkommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Wie unterscheidet sich der Goldschakal von Fuchs, Hund und Wolf?<\/strong><\/span><br \/>\nDer aus S\u00fcdasien und S\u00fcdosteuropa eingewanderte Goldschakal hat kleine Ohren, einen kurzen buschigen Schwanz und einen kr\u00e4ftigen K\u00f6rper. Dabei sieht er W\u00f6lfen, gro\u00dfen Hunden und F\u00fcchsen \u00e4hnlich. Doch wie l\u00e4sst er sich eindeutig unterscheiden? \u201eDer Wolf ist gr\u00f6\u00dfer mit gerader Schnauze. Der Kopf des Goldschakals erinnert eher an den eines Rotfuchses statt eines Hundes, der Fuchs ist jedoch deutlich schlanker. Der Goldschakal ist eher gedrungen \u2013 hat man keinen direkten Vergleich, kann es aber schwer sein, den Goldschakal rein optisch direkt zu bestimmen\u201c, wei\u00df NABU-Artenschutzreferentin Alexandra Ickes.<\/p>\n<p>Der Stammbaum des Goldschakals zeigt: Sein engster Verwandter ist der Wolf (Canis lupus) und diesem \u00e4hnelt er auch im Aussehen am meisten. Doch mit dem Rotfuchs (Vulpes vulpes) teilt er viele Vorlieben was Nahrung und Lebensraum betrifft. Wo es W\u00f6lfe gibt, sucht man den bis zu einem Meter langen Goldschakal in der Regel vergebens, zugleich meiden die kleineren F\u00fcchse eher das neue S\u00e4ugetier. Er lebt im Familienverband, ern\u00e4hrt sich als Allesfresser flexibel jedoch vorwiegend von Kleins\u00e4ugern, gefolgt von Huftieren (meist Kadaver) und Pflanzen, und durchstreift auf Nahrungssuche ein Territorium von bis zu 30 Quadratkilometern. Dabei ist er bez\u00fcglich der Landschaft nicht w\u00e4hlerisch. Goldschakale sind sehr anpassungsf\u00e4hig und k\u00f6nnen mit diversen Umweltbedingungen klarkommen. Gibt es ausreichend Nahrung und R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten, haben sie alles, was sie brauchen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr den Menschen stellt der Goldschakal keine Gefahr dar. Als scheues Wildtier geht er dem Menschen so gut es geht aus dem Weg\u201c, stellt Ickes klar. Eine Begegnung ist ein seltenes Ereignis und kann als Gl\u00fccksfall gesehen werden. Ickes r\u00e4t: \u201eBei Wildtierbegegnungen sollte man dem Tier stets R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten geben und es nicht bedr\u00e4ngen. Anlocken durch F\u00fctterungen ist verboten.\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Daten &amp; Fakten:<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/baden-wuerttemberg.nabu.de\/tiere-und-pflanzen\/saeugetiere\/fuchsundgoldschakal\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Steckbrief Goldschakal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/top-meta-navigation\/fachabteilungen\/fva-wildtierinstitut\/luchs-wolf\/goldschakal\/monitoring-goldschakal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FVA-Karte zum Goldschakal-Vorkommen in BW<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>WEBcode 262065<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Goldschakal durchstreift vermehrt Baden-W\u00fcrttemberg Ist es ein gro\u00dfer Fuchs, ein freilaufender Hund oder ein kleiner Wolf? Keines von allem. 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