{"id":2120,"date":"2011-03-02T10:10:50","date_gmt":"2011-03-02T09:10:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2120"},"modified":"2011-03-02T10:12:21","modified_gmt":"2011-03-02T09:12:21","slug":"greifvogelvergiftungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2120","title":{"rendered":"Greifvogelvergiftungen"},"content":{"rendered":"<p><em>Umwelt: Betroffenheit \u00fcber die Greifvogelvergiftungen in Baden-W\u00fcrttemberg.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1406\" title=\"roter_MIlan\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/roter_MIlan.gif\" alt=\"\" width=\"121\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/roter_MIlan.gif 121w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/roter_MIlan-112x140.gif 112w\" sizes=\"auto, (max-width: 121px) 100vw, 121px\" \/>Ministerien und Verb\u00e4nde zeigten sich tief betroffen \u00fcber die Greifvogelvergiftungen in den letzten Wochen im Land: \u201eAuch wenn nicht in allen F\u00e4llen der Ende Januar 2011 in Rheinstetten, Rauenberg und Iffezheim tot aufgefundenen Greifv\u00f6gel eine Vergiftung oder anderweitige Nachstellung als Todesursache nachgewiesen wurde, geben die inzwischen amtlich festgestellten Greifvogelvergiftungen <!--more-->durch Carbofuran in Rheinstetten und Pentobarbital in Iffezheim Anlass zu gro\u00dfer Sorge. Sie erzeugen eine tiefe Betroffenheit bei Natursch\u00fctzern, Tiersch\u00fctzern und J\u00e4gern, aber auch bei den zust\u00e4ndigen Ministerien, den betroffenen Verwaltungen und in der \u00d6ffentlichkeit in Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Bereits in fr\u00fcheren Jahren gab es im Land immer wieder F\u00e4lle vergifteter Greifv\u00f6gel. Die grausamen Funde vom Januar 2011 stellen jedoch eine neue Dimension solcher Straftaten dar, denen rasch und entschieden entgegengetreten werden muss.\u201c<\/p>\n<p>Daher haben sich die beiden Minister Tanja G\u00f6nner und Rudolf K\u00f6berle im Schulterschluss mit den Vorst\u00e4nden, Vorsitzenden beziehungsweise Pr\u00e4sidenten der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz J\u00fcrgen Becht, des BUND Baden-W\u00fcrttemberg Dr. Brigitte Dahlbender, des Deutschen Falkenordens &#8211; Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg Elmar Raithel, des Landesjagdverbands Baden-W\u00fcrttemberg Dr. Dieter Deuschle, des Landestierschutzverbands Herbert Lawo, des Landesnaturschutzverbands Rainer Ehret, des NABU Baden-W\u00fcrttemberg Dr. Andr\u00e9 Baumann, des \u00d6kologischen Jagdvereins Baden-W\u00fcrttemberg Prof. Dr. Rainer Wagelaar, der Ornithologischen Gesellschaft Baden-W\u00fcrttemberg Dr. Martin Boschert, Dr. Jochen H\u00f6lzinger und Dr. Ulrich M\u00e4ck sowie des Verbands Deutscher Falkner, Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg Daniel Georg M\u00fcller mit einem gemeinsam unterzeichneten Memorandum gegen solche illegale Aktionen gewandt.<\/p>\n<p>\u201eLange Zeit wurden Greifv\u00f6gel f\u00e4lschlicherweise als \u201aSch\u00e4dlinge\u2018 betrachtet und verfolgt. Heute wissen wir, dass Greifv\u00f6gel ein Teil der biologischen Vielfalt in Baden-W\u00fcrttemberg und wichtige Glieder im Naturhaushalt sind. Es m\u00fcssen daher alle Anstrengungen unternommen werden, um die Greifvogelfauna in Baden-W\u00fcrttemberg zu erhalten und zu st\u00e4rken. Greifv\u00f6gel sollen erfolgreich leben, jagen und br\u00fcten k\u00f6nnen. Wenn diese Bem\u00fchungen zunichte gemacht und Arten illegal verfolgt werden, ist dies nicht hinnehmbar. Wer gesch\u00fctzte Tiere, wie Wanderfalken, Rot- und Schwarzmilane oder M\u00e4usebussarde vergiftet, abschie\u00dft oder anderweitig verfolgt, begeht eine Straftat. Die T\u00e4ter m\u00fcssen mit allen Mitteln ermittelt werden, ihr Handeln wird von uns nicht akzeptiert und von der Gesellschaft ge\u00e4chtet\u201c, begr\u00fcndeten die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner den ungew\u00f6hnlichen Schritt. Sie waren sich einig, dass illegalen Verfolgungsaktivit\u00e4ten mit aller Kraft entgegengewirkt werden m\u00fcsse. Es werde nicht geduldet, dass die Arbeit der vielen haupt- und ehrenamtlichen Greifvogelsch\u00fctzer und die Hegebem\u00fchungen der J\u00e4gerschaft durch kriminelle Machenschaften zunichte gemacht werden.<\/p>\n<p>\u201eUnbelehrbare Einzelt\u00e4ter wissen sp\u00e4testens seit heute, dass Beh\u00f6rden, Verb\u00e4nde und Ehrenamtliche eng zusammenarbeiten und illegale Aktivit\u00e4ten umgehend zur Anzeige bringen. Auch die \u00d6ffentlichkeit billigt solche Machenschaften nicht, denn sie gef\u00e4hrden neben der heimischen Artenvielfalt auch Menschen und Haustiere\u201c, machten die Vertreter der Ministerien, der Verwaltungen und der Verb\u00e4nde mit dem Memorandum unmissverst\u00e4ndlich deutlich.<\/p>\n<p><strong>Sph\u00e4re-Wissen:<\/strong><\/p>\n<p>Carbofuran geh\u00f6rt zur Gruppe der Carbamat-Insektizide und war in Deutschland als Wirkstoff in einigen Pflanzenschutzmittel-Handelspr\u00e4paraten (zum Beispiel Carbosip, Cabosip blau, Curaterr) enthalten. Die Zulassung des Wirkstoffs wurde im Juni 2007 EU-weit widerrufen (Entscheidung 2007\/416\/EG). Die letzten Aufbrauchfristen endeten im Dezember 2008. Carbofuran weist auch f\u00fcr S\u00e4ugetiere, f\u00fcr V\u00f6gel und f\u00fcr den Menschen eine hohe Giftigkeit auf.<\/p>\n<p>Pentobarbital geh\u00f6rt in die Gruppe der Barbiturate und wird unter anderem bei S\u00e4ugetieren f\u00fcr die Narkose oder Euthanasie und beim Gefl\u00fcgel f\u00fcr die Euthanasie verwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umwelt: Betroffenheit \u00fcber die Greifvogelvergiftungen in Baden-W\u00fcrttemberg. 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