{"id":2367,"date":"2022-08-27T14:00:55","date_gmt":"2022-08-27T12:00:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2367"},"modified":"2022-08-17T09:03:41","modified_gmt":"2022-08-17T07:03:41","slug":"aufs-pferd-gesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2367","title":{"rendered":"Aufs Pferd gesetzt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2873 alignnone\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/><em>Tradition &amp; Handwerk: Auf der Suche nach den Wurzeln der Leidenschaft<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2372\" title=\"pferd_3BFW2954\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW2954.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW2954.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW2954-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW2954-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/> <\/em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Sphaere_Alb_Kutscher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Das Pferd geh\u00f6rt zum Biosph\u00e4rengebiet wie der Tropfstein zur H\u00f6hle. Familie Thumm-Wurster ergr\u00fcndet die historischen Tiefen dieser Tradition, um sie neu zu (er)leben.<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Warum soll ein Super-Biobauer nicht die Fr\u00fcchte seiner Arbeit dadurch veredeln, dass ein Pferdepflug die Furchen in den Albboden gr\u00e4bt und dass zu Pferd geerntet wird? Eine gewagte Vision? Nein, vielmehr sieht das pferdebegeisterte Duo aus Sonnenb\u00fchl-Willmandingen sogar die M\u00f6glichkeit, in Zukunft mit ihren Pferden im Dienst der Gemeinde zu arbeiten, etwa zum Holzr\u00fccken, M\u00e4hen oder Roden. So, wie es fr\u00fcher gang und g\u00e4be war.<\/p>\n<blockquote><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9290\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2367-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=2367-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"pferd_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p id=\"_mcePaste\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2371\" title=\"kutsche_pferd_IMG_4444\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kutsche_pferd_IMG_4444-160x106.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kutsche_pferd_IMG_4444-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kutsche_pferd_IMG_4444-140x93.jpg 140w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/kutsche_pferd_IMG_4444.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Heute, ganz real und vielseitig wirtschaftet die Familie als \u201eSonnenalb-Kutscher\u201c auf ihrem Hof in der Ortsmitte Willmandingens. Nebenberuflich stemmen die beiden Mittvierziger eine Wanderreitstation mit \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr sechs Personen und halten einen Pensionsstall f\u00fcr 12 Pferde bereit. Seit zwei Jahren erweitern sie mit Naturerlebnisfahrten im Planwagen ihr touristisches Angebot. Mit dem Haflinger-Zweiergespann unternehmen die Pferdekenner (im Foto links unten) mit ihren G\u00e4sten ganzt\u00e4gige oder stundenweise Erkundungstouren zu den Perlen der Alb: Burgruinen, H\u00f6hlen und Wacholderheiden. \u201eVon Mai bis August waren wir fast jedes Wochenende ausgebucht\u201c, belegt Uschi Wurster den Erfolg der durchorganisierten Kutschfahrten inklusive Verk\u00f6stigung und naturkundlicher F\u00fchrung f\u00fcr Geburtstagsgesellschaften oder Betriebsausfl\u00fcg\u00adler. \u201eWenn sich ein breites, wohliges Grinsen auf den Gesichtern unserer Kunden zeigt, wei\u00df ich, wir haben\u00b4s richtig gemacht\u201c, freut sich Partner Uli Thumm jedes Mal \u00fcber die stumme R\u00fcckmeldung als \u201eLohn\u201c f\u00fcr den professionellen Einsatz.<\/p>\n<p>Die beiden Wahl-Willmandinger haben den Nerv der Zeit getroffen. \u201eWanderreiten \u00fcber mehrere Tage von Hof zu Hof oder mit der Kutsche die Alblandschaft entdecken, entschleunigt ungemein\u201c, beschreibt die Teilzeit-Unternehmerin die positive Wirkung der Pferde auf sich selbst und ihre G\u00e4ste. Das spricht sich herum. Immer mehr Menschen entdecken die Schw\u00e4bische Alb als attraktive Reitregion. Darin liegt eine gro\u00dfe Chance, die die Familie Wurster-Thumm l\u00e4ngst ergriffen hat. Gast\u00adh\u00e4user und landwirtschaftliche Betriebe sp\u00fcren die Begeisterung der Pferdefans und bieten auf ihren H\u00f6fen vermehrt Platz als auch Service f\u00fcr Alb-Wanderreiter.<\/p>\n<p id=\"_mcePaste\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2370\" title=\"pferd_3BFW3016\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW3016-160x106.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"106\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW3016-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW3016-140x93.jpg 140w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/pferd_3BFW3016.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/>Die Anf\u00e4nge des \u201ePferdelands Schw\u00e4bische Alb\u201c liegen in dem von Herzog Ludwig von W\u00fcrttemberg 1573 gegr\u00fcndeten, \u00e4ltesten deutschen Staatsgest\u00fct. Das Haupt- und Landgest\u00fct Marbach mit seinen Gest\u00fctsh\u00f6fen sowie dem Reit- und Zuchtbetrieb lockt heute j\u00e4hrlich eine halbe Million Pferdebegeisterte zu Reitpferdeauktionen, Hengstparaden oder Turnieren. Es ist Ausbildungsbetrieb f\u00fcr den Beruf Pferdewirt und Sitz der Landesreit- und Fahrschule. Diese lange Tradition hat Spuren hinterlassen. Der jahrhundertelange Futter- und Weidebetrieb pr\u00e4gte und bestimmt immer noch das typische Landschaftsbild der St. Johanner Alb. Weitl\u00e4ufige Wirtschaftswiesen und saftig gr\u00fcne Weiden liegen idyllisch zwischen den Albgemeinden, dichte Buchenw\u00e4lder bilden ihren markanten Abschluss. Doch verleiht die Pferdehaltung diesem Teil der Alb nicht nur sein unverwechselbares Gesicht, sondern greift auch ein ins wirtschaftliche Gef\u00fcge. Drei bis vier Pferde finanzieren einen Arbeitsplatz, hat das Kompetenzzentrum Pferdezucht und Pferdehaltung Baden-W\u00fcrttemberg ermittelt. Bei gesch\u00e4tzten 100000 bis 120000 Pferden im L\u00e4ndle besch\u00e4ftigten sich 30000 bis 40000 Menschen beruflich direkt oder indirekt mit der Pferdehaltung. Etwa als Z\u00fcchter, im Pferdepensionsbetrieb, in der Futtermittelherstellung, als Ausr\u00fcster, Reitlehrer, Tierarzt, in der Tier\u00adarzneimittelindustrie, als Heilpraktiker oder im Touris\u00admus. Diesen florierenden Wirtschaftszweig hat auch die Hochschule f\u00fcr Wirtschaft und Umwelt in N\u00fcrtingen erkannt. Seit dem Wintersemester 2009 k\u00f6nnen dort junge Menschen den Studiengang Pferdewirtschaft belegen.<\/p>\n<p id=\"_mcePaste\">Jahrhundertelang rackerte das vierbeinige Kraftpaket fast ausschlie\u00dflich als Zugtier in der Landwirtschaft. 1912 z\u00e4hlte Baden-W\u00fcrttemberg knapp 200000 Pferde \u2013 H\u00f6chststand. Dampfmaschine und Dieselmotor setzten dieser Entwicklung ein j\u00e4hes Ende. So schrumpfte bis 1970 der Bestand auf magere 29000. Als sich dann das Arbeitstier zum Freizeitgef\u00e4hrten wandelte, ging es wieder bergauf. Die Faszination an den vielseitigen Tieren ging dabei nie verloren. \u201eBei der Arbeit mit den Pferden entwickelt sich ein blindes Verst\u00e4ndnis und tiefes Vertrauen\u201c, beschreiben die Sonnenalb-Kutscher unisono ihre Passion. \u201eT\u00e4glich fordern sie uns mit viel Charme heraus\u201c, lacht die zupackende Verwalterin. Mit ihren empfindsamen Wesen als gehegtes Kapital sowie vielen Ideen steuern die Willmandinger vielleicht schon bald auf einen Vollerwerbs-Pferdehof zu.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border: 0px initial initial;\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Sphaere_Alb_Kutscher.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2011, Seite 6-7<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tradition &#038; Handwerk: Auf der Suche nach den Wurzeln der Leidenschaft<\/p>\n<p>Das Pferd geh\u00f6rt zum Biosph\u00e4rengebiet wie der Tropfstein zur H\u00f6hle. 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