{"id":2870,"date":"2011-06-27T10:41:58","date_gmt":"2011-06-27T08:41:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2870"},"modified":"2019-07-18T11:54:42","modified_gmt":"2019-07-18T09:54:42","slug":"40-jahre-bioland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=2870","title":{"rendered":"40 Jahre Bioland"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2873 alignnone\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/>Bioland ist ein Lebensgef\u00fchl<\/em><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-201\" title=\"bioland_3BFW6479\" src=\"http:\/\/www.qrcode.ialb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/bioland_3BFW6479.jpg\" alt=\"\" width=\"290\" height=\"146\" \/><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bioland wird 40. Was kaum einer wei\u00df: Die Wiege der Offensive f\u00fcr mehr Gesundheit und heimischen Geschmack liegt am Fu\u00dfe der Schw\u00e4bischen Alb, im Biosph\u00e4rengebiet \u2013 genauer in Pfullingen Honau. Diese als Gegenbewegung<!--more--> zur Industriealisierung der Landwirtschaft in den Aufbruchsjahren nach dem 2. Weltkrieg initiierte Engagement ist heute \u201emitten in der Gesellschaft angekommen\u201c, zieht Christian Eichert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bioland Baden-W\u00fcrttemberg, sein positives Fazit. So geh\u00f6ren heute beispielsweise stolze 5,7 Prozent der Ackerfl\u00e4chen im Landkreis Reutlingen dem \u00f6kologischen Landwirtschaft, berichtete Landrat Thomas Reumann, der bei der Bioland-Gebutstagsfeier in \u00d6denwaldstetten auf dem Biolandhof und K\u00e4serei Rauscher diese Entwicklung begr\u00fc\u00dfte. Ziel k\u00f6nnte sein: \u00a0Gerade in Zeiten von Lebensmittelskandalen verzeichnen Bioland-Produkte eine verst\u00e4rkte Nachfra ge. Zwar seien diese Produkte rund 15 Prozent teurer als vergleichbare Standardware. Jedoch, so zeigen Untersuchungen, leben Bioland-Konsumenten unterm Strich billiger. Wie das denn? Ganz einfach. Wer sich gesund ern\u00e4hrt, isst weniger Fleisch, mehr Gem\u00fcse und garantiert nie doppelt zu viel. Das spart Geld und strapazieren keineswegs unser kollabierendes Gesundheitssystem.\u00a0\u201eBioland\u201c &#8211; sei ein Lebensgef\u00fchl, dass den Konsumenten mit einer grunds\u00e4tzliche positiven Sicht der Welt belohnt.<\/p>\n<p>Ganz wichtig sei auch der soziale Aspekt. Bioland-Wirte besch\u00e4ftigen rund 20 Prozent mehr Personal auf ihren H\u00f6fen als Bauern, die agrarindustriell wirtschaften.<\/p>\n<p>In Honau bei Pfullingen, hat im April 1971 alles angefangen: Zw\u00f6lf engagierte Frauen und M\u00e4nner gr\u00fcndeten den Vorl\u00e4ufer von Bioland, den \u201ebio gem\u00fcse e.V.\u201c Heute ist Bioland mit bundesweit \u00fcber 5500 Bio-Bauern \u2013 \u00fcber 1100 davon in Baden-W\u00fcrttemberg \u2013 der gr\u00f6\u00dfte \u00d6ko-Anbauverband in Deutschland. Das ist ein guter Grund zum Feiern. Daher hatte die Bioland-Gruppe Reutlinger Alb am 26. Juni 2011 ein buntes Programm vorbereitet: Ein bunter Bauermarkt mit Bioprodukten verkostete die zahlreichen Besucher, bei F\u00fchrungen konnten sich Jung und Alt \u00fcber Alb-B\u00fcffel, Alb-Linsen informieren oder bei einer von Alb-Guides organisierten E-Bike-Tour den sommerlich hei\u00dfen Albwind um die Nase wehen lassen. Insgesamt 15 Bioland-Betriebe servierten allerlei Bio-Spezialit\u00e4ten von Apfelmost \u00fcber Grillw\u00fcrste bis hin zum Ziegenk\u00e4se. Nat\u00fcrlich war auch f\u00fcr Familien mit Kindern einiges geboten: eine Strohh\u00fcpfburg, ein Spielmobil und Bienenschautafeln luden ein zum Toben und Mitmachen.<\/p>\n<p>Der in Sumatra als Sohn eines Teepflanzers geborene Helmut Gundert hatte am Nachmittag aus seiner soeben erschienenen Biografie vorlesen. Der ehemalige Bioland-Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer war zeitlebens ein Pionier und widerst\u00e4ndiger K\u00e4mpfer f\u00fcr eine gerechte Welt und beschreibt sehr anschaulich, was \u00d6kolandbau bei uns mit weltweiter Ern\u00e4hrungssicherheit zu tun hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2873 alignnone\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 13.3333px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-200\" title=\"bioland_Christian_Eichert_3\" src=\"http:\/\/www.qrcode.ialb.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/bioland_Christian_Eichert_3-102x160.jpg\" alt=\"\" width=\"102\" height=\"160\" \/> Interview: Christian Eichert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bioland Baden-W\u00fcrttemberg.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Bioland versteht sich seit seiner Gr\u00fcndung als Wertegemeinschaft engagierter Menschen mit der Vision einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zum Wohle der Biosph\u00e4re und kommender Generationen. \u201eDer Biolandbau ist die Landwirtschaft der Zukunft. Bioland stellt sich den gesellschaftlichen Herausforderungen im Klimaschutz, Boden- und Wasserschutz, Tierschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt\u201c, bekr\u00e4ftigt Christian Eichert, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Bioland Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #808000;\">Etappen der Bioland-Geschichte <\/span><\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li><strong>vor 1951<\/strong> Maria und Dr. Hans M\u00fcller entwickeln in Zusammenarbeit mit Dr. Hans Peter Rusch die organisch-biologische Anbaumethode.<\/li>\n<li><strong>ab<\/strong> <strong>1951<\/strong> Es entwickeln sich Kontakte der sp\u00e4teren Gr\u00fcnderfamilien Scharpf, Colsman, Sippel, Rinklin, Wenz, M\u00fcller, Teschemacher, Hoops zu Dr. M\u00fcller bei Tagungen und Besuchen auf dem M\u00f6schberg (Schweiz).<\/li>\n<li><strong>1971<\/strong> Nach einem Vortrag von Dr. Rusch gr\u00fcnden zw\u00f6lf Frauen und M\u00e4nner den \u201ebio gem\u00fcse e.V.\u201c in Honau bei Reutlingen.<\/li>\n<li><strong>1972<\/strong> Erste Ver\u00f6ffentlichung des \u00d6ko-Rundbriefes \u201ebio-gem\u00fcse\u201c.<\/li>\n<li><strong>1974<\/strong> \u201eDr. M\u00fcller bio gem\u00fcse\u201c wird als Warenzeichen der \u201eF\u00f6rdergemeinschaft organisch-biologischer Landbau e.V.\u201c, Heiningen, eingetragen. Die F\u00f6rdergemeinschaft umfasst: 91 Mitglieder, davon 48 Erzeuger mit 873 ha<\/li>\n<li><strong>1978<\/strong> \u201eBioland\u201c wird als Warenzeichen eingetragen.<\/li>\n<li><strong>1979<\/strong> Der Vorstand beschlie\u00dft, zuk\u00fcnftig \u201eBioland\u201c als Vereinsnamen zu nutzen und verabschiedet gemeinsam mit den Gruppenvertretern die Erzeugerrichtlinien.<\/li>\n<li><strong>1982<\/strong> Gr\u00fcndung des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen<\/li>\n<li><strong>1986<\/strong> Gr\u00fcndung der Landesverb\u00e4nde Bayern, Rheinland-Pfalz\/Saarland, Hessen und Niedersachsen<\/li>\n<li><strong>1987<\/strong> Mit der neuen Satzung gibt es den \u201eBioland Verband f\u00fcr organisch-biologischen Landbau e.V.\u201c Gr\u00fcndung des Landesverbandes Schleswig-Holstein\/ Hamburg<\/li>\n<li><strong>1988<\/strong> Bioland gr\u00fcndet mit f\u00fcnf weiteren \u00d6koverb\u00e4nden die \u201eArbeitsgemeinschaft \u00d6kologischer Landbau\u201c, in Bonn.<\/li>\n<li><strong>1991<\/strong> Tritt die EG-\u00d6ko-Verordnung f\u00fcr pflanzliche Lebensmittel in Kraft. Die EU-Verordnung \u00d6kologischer Landbau sch\u00fctzt gesetzlich die &#8222;Bio-Produktion&#8220;.<\/li>\n<li><strong>1992<\/strong> Gr\u00fcndung des Landesverbandes Brandenburg.<\/li>\n<li><strong>1993<\/strong> Auf Bundesebene werden die Ressorts \u201eLandbau\u201c, &#8222;Verarbeitung und Warenzeichen\u201c, \u201eVerwaltung, Finanzen und Recht\u201c und \u201e\u00d6ffentlichkeitsarbeit\u201c eingerichtet.<\/li>\n<li><strong>1998<\/strong> Gr\u00fcndung der Bioland Verlags GmbH, die seitdem neben der Fachzeitschrift \u201ebioland\u201c zahlreiche Fachb\u00fccher und Infobl\u00e4tter ver\u00f6ffentlicht.\u00a0 Gr\u00fcndung der Bio Service GmbH, die die Marketingaktivit\u00e4ten des Verbands koordiniert. Der Landesverband Hessen erweitert sich zum Landesverband Hessen, Sachsen-Anhalt und Th\u00fcringen.<\/li>\n<li><strong>2000<\/strong> Auch der tierischen Bereich wird in der EG-\u00d6ko-Verordnung geregelt.<\/li>\n<li><strong>2001<\/strong> Bioland tritt aus der AG\u00d6L aus und setzt sich f\u00fcr eine direkte Zusammenarbeit der \u00d6koverb\u00e4nde ein.<\/li>\n<li><strong>2002<\/strong> Bioland wird durch die IFOAM akkreditiert.\u00a0 Gr\u00fcndung der ersten Bioland-Regionalgruppe in Sachsen. Bioland gr\u00fcndet mit 11 weiteren Partnern den \u201eBund \u00d6kologische Lebensmittelwirtschaft\u201c (B\u00d6LW).<\/li>\n<li><strong>2006<\/strong> Gr\u00fcndung des Regionalb\u00fcros Mecklenburg-Vorpommern.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #808000;\">Entwicklung Biolandbetriebe in Baden-W\u00fcrttemberg<\/span><\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" width=\"351\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\"><strong>01.01.2010<\/strong><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\"><strong>01.01.2011<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\">Bioland-Betriebe BaW\u00fc<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\"><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\"><strong>Vertragsbetriebe (Erzeuger)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">1118<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">1163<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\">Anstieg zum Vorjahr (in %)<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">6,07<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">4,03<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\"><strong>Vertragsfl\u00e4che in ha<\/strong><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">44.370<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">46.491<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\">Anstieg zum Vorjahr (in %)<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">2,27<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">4,78<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\"><strong>Verarbeiter (Vertragspartner)<\/strong><\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">296<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">308<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"bottom\" width=\"191\" height=\"32\">Anstieg zum Vorjahr (in %)<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">2,78<\/td>\n<td valign=\"bottom\" width=\"80\" height=\"32\">4,05<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #808000;\">Bioland-Verkaufsstellen in Ihrer Region<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aufstellungen aller Bioland-Betriebe (sortiert nach Bereichen wie Betriebe mit Hofl\u00e4den, Winzer etc.) jeweils nach PLZ sortiert:\u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bioland-bw.de\/verbraucher\/adressen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.bioland-bw.de\/verbraucher\/adressen.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">40-JAHRE BIOLAND:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.bioland-bw.de\/landesverband\/40-jahre-bioland.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.bioland-bw.de\/landesverband\/40-jahre-bioland.html<\/a><\/p>\n<h2><span style=\"color: #808000;\">Bio ist Wirtschaftsfaktor<\/span><\/h2>\n<p><em>Landwirtschaftsminister Alexander Bonde: \u201eBio ist Wirtschaftsfaktor: Wer die Marktchance ergreifen m\u00f6chte, wird vom Land dabei unterst\u00fctzt-&#8222;<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1049\" title=\"regiomarkt3BFW2879\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2879.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"125\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2879.jpg 125w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2879-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/p>\n<p>\u201e67 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Baden-W\u00fcrttemberg kaufen regelm\u00e4\u00dfig Produkte aus \u00f6kologischem Anbau, 80 Prozent w\u00fcrden gerne mehr Bioprodukte aus der Region kaufen wollen. Die Nachfrage steigt aber st\u00e4rker als das regionale Angebot. Damit bietet sich vielen landwirtschaftlichen Betrieb in Baden-W\u00fcrttemberg eine gro\u00dfe Marktchance. Wer diese ergreifen m\u00f6chte, den unterst\u00fctzt das Land. Das ist ein Angebot an alle B\u00e4uerinnen und Bauern, die ihre Chance im \u00d6kolandbau sehen&#8220;, sagte der Minister f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Mittwoch (13. Juli 2011) in Stuttgart. Gerade f\u00fcr kleine und mittelgro\u00dfe Betriebe biete die Qualit\u00e4tsproduktion im Biobereich erhebliches wirtschaftliches Potential. Der \u00f6kologische Landbau erbringe zudem auch gesellschaftliche Leistungen, insbesondere im Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz, und biete transparente Produktionsprozesse. Mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern sei Baden-W\u00fcrttemberg bislang eine der Importregionen f\u00fcr \u00d6koprodukte in Europa. Die baden-w\u00fcrttembergischen Verbraucherinnen und Verbraucher sollten in Zukunft mehr hochwertige Qualit\u00e4tsprodukte aus heimischer Erzeugung erwerben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In Anbetracht des kontinuierlichen, aber z\u00f6gerlichen Wachstums im \u00d6kobereich in den vergangenen Jahren habe die fr\u00fchere Landesregierung nicht genug getan, um die vorhandenen Potentiale sowohl auf der Erzeuger- als auch auf der Marktseite zu erschlie\u00dfen. &#8222;Gerade \u00d6kobetriebe brauchen in der schwierigen Umstellungsphase Verl\u00e4sslichkeit und Kontinuit\u00e4t in der F\u00f6rderung. Der Zickzack-Kurs der fr\u00fcheren Landesregierung hat die Landwirte verunsichert und sich negativ ausgewirkt&#8220;, so Bonde. Die gr\u00fcn-rote Landesregierung werde die von der alten Landesregierung gestoppten F\u00f6rdermittel f\u00fcr die Umstellung der Betriebe von konventionellem auf \u00f6kologischen Landbau wieder zur Verf\u00fcgung stellen und korrigiere damit deren Fehleinsch\u00e4tzung. &#8222;Bio ist heute ganz klar ein Wirtschaftsfaktor. Baden-W\u00fcrttemberg kann es sich nicht leisten, den B\u00e4uerinnen und Bauern diese Chance auf Weiterentwicklung ihrer Betriebe vorzuenthalten&#8220;, betonte Bonde. &#8222;Wenn jede zweite Bio-M\u00f6hre aus dem Ausland importiert werden muss, um die Nachfrage zu decken, dann l\u00e4uft etwas falsch.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Handels- und Vermarktungsstrukturen unterst\u00fctzen<\/strong><\/p>\n<p>Das Land unterst\u00fctze dar\u00fcber hinaus die Vermarktung von Biolebensmitteln aus der Region durch das Biozeichen Baden W\u00fcrttemberg. &#8222;Bio und regional passen gut zusammen, weil beide Aspekte f\u00fcr das Vertrauen der Verbraucher wichtig sind&#8220;, so Bonde. Eine zentrale Frage sei, wie die Ware vom Erzeuger in den Handel komme und wie Regionalit\u00e4t in bestehende Absatzstrukturen integriert werden k\u00f6nne. &#8222;Wir wollen die Vermarktung und den Zugang zum Handel verbessern&#8220;, sagte Bonde. In diesen Themen sei das Ministerium bereits mit den Verb\u00e4nden im Gespr\u00e4ch. Dies alles seien wichtige Bausteine, um den \u00d6kolandbau zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>\u00d6konomie und \u00d6kologie in der Landwirtschaft besser zusammenbringen<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die gro\u00dfen Herausforderungen an die Landwirtschaft der Zukunft liegen nicht in der Frage bio versus konventionell. Es ist Ziel der Landesregierung, alle landwirtschaftlichen Betriebe bei der nachhaltigen und umweltgerechten Bewirtschaftung zu unterst\u00fctzen. Der \u00d6kolandbau ist dabei eine Produktionsrichtung, in der sich \u00d6konomie und \u00d6kologie besonders gut erg\u00e4nzen. Unabh\u00e4ngig davon bin ich davon \u00fcberzeugt, dass wir \u00d6konomie und \u00d6kologie in der gesamten Landwirtschaft noch besser zusammenbringen, wenn wir es schaffen, den Verbrauchern mehr Qualit\u00e4t und mehr Regionalit\u00e4t zu bieten&#8220;, unterstrich der Minister.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1045\" title=\"regiomarkt3BFW2876\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876.jpg\" alt=\"Regionalmarkt (Artiekel: Nur vom Bauer)\" width=\"160\" height=\"107\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/regiomarkt3BFW2876-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/p>\n<p>&#8211; Die \u00f6kologisch bewirtschaftete Fl\u00e4che ist in dieser Zeit von 73.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fl\u00e4che (LF) auf 107.000 Hektar angestiegen, bei einer Anbaufl\u00e4che von 1,4 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fl\u00e4che insgesamt. Damit werden 7,5 Prozent der LF \u00f6kologisch bewirtschaftet. In \u00d6sterreich hingegen wurden im Jahr 2009 bereits knapp 20 Prozent der Fl\u00e4che \u00f6kologisch bewirtschaftet.<\/p>\n<p>&#8211; Der Umsatz mit \u00f6kologisch erzeugten Lebensmitteln hat in Deutschland kontinuierlich zugenommen, er ist von 2000 bis 2010 um das Dreifache gestiegen. Der \u00d6komarkt ist somit einer der wenigen Wachstumssegmente im deutschen Lebensmittelmarkt. In 2010 hat sich vor allem der Absatz von Milch, Gem\u00fcse, Kartoffeln und Obst positiv entwickelt.<\/p>\n<p>&#8211; Entsprechend ist auch der Import von Bioprodukten ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen: In den vergangenen Jahren hat sich dieser fast verdoppelt.<\/p>\n<p>&#8211; Die wichtigste Produktkategorie im \u00d6komarkt sind Obst und Gem\u00fcse. Nachfrage besteht in Deutschland v.a. nach Bio-M\u00f6hren &#8211; die H\u00e4lfte des gekauften Bio-Gem\u00fcses sind M\u00f6hren. Fast jede zweite Bio-M\u00f6hre wird importiert. Zusammen mit Kartoffeln und Eiern sind M\u00f6hren die Bio-Leitartikel der Discounter.<\/p>\n<p>&#8211; Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fchrt als einziges Bundesland ein spezielles Untersuchungsprogramm f\u00fcr Lebensmittel aus \u00f6kologischem Landbau durch, das &#8222;\u00d6ko-Monitoring&#8220;. Auch f\u00fcr den Jahresbericht 2009, der vor kurzem vorgestellt wurde, gilt: Bio \u00fcberzeugt. Zwei Drittel der Proben waren vollst\u00e4ndig r\u00fcckstandsfrei, bei Obst und Gem\u00fcse wurden 100 mal geringere Pflanzenschutzmittel-R\u00fcckst\u00e4nde als in konventioneller Ware festgestellt. 97 Prozent der untersuchten Stichproben bei Obst und Gem\u00fcse tragen das Biosiegel zurecht, das hei\u00dft: Wo \u00d6ko drauf steht, ist auch \u00d6ko drin.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 2\/2011, Seite 31<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bioland ist ein Lebensgef\u00fchl Bioland wird 40. 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