{"id":3182,"date":"2011-07-18T15:43:06","date_gmt":"2011-07-18T13:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=3182"},"modified":"2011-07-18T15:49:12","modified_gmt":"2011-07-18T13:49:12","slug":"vampire-zum-anfassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=3182","title":{"rendered":"Vampire zum Anfassen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em>Erster Streuobstwiesentag in Kirchheim Teck:\u00a0Lebendiger Naturschutz<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch Tierschutz will gelernt sein: \u201eWenn ihr eine Fledermaus findet, h\u00fcllt sie in ein Tuch ein und haltet sie nicht mit blo\u00dfen Fingern, dann bei\u00dfen sie nicht. Und redet immer mit euren Tieren. Das m\u00f6gen sie\u201c, r\u00e4t Ilona Bausenwein. Die Fledermaussch\u00fctzerin aus T\u00fcbingen und ihre possierlichen Tierchen namens Madame N\u00e4schen,<!--more-->King Kong und Balou sind die tierischen Stars des Ersten Streuobstwiesentages in Kirchheim\/Teck. Etwa 90 Kinder und Erwachsene h\u00e4ngen an den Lippen der begeisterten Fledermausfrau und d\u00fcrfen die harmlosen Minivampire im leicht gruftigen Teckkeller streicheln, ihre faltbaren Fl\u00fcgel und messerscharfen Eckz\u00e4hne bewundern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3183 alignnone\" title=\"fledermaus_3BFW6500\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fledermaus_3BFW6500.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fledermaus_3BFW6500.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fledermaus_3BFW6500-160x129.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/fledermaus_3BFW6500-140x112.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Derweil bringt eine Kutsche mit zwei kr\u00e4ftigen Kaltbl\u00fctern die ersten G\u00e4ste in die Streuobstwiesen bei Kirchheim: \u201eBis Ende des 19. Jahrhunderts waren hier \u00fcberall Weinberge statt Wiesen. Aber der Wein war so schlecht, dass ihn nur die einfachen Leute getrunken haben. Die Obrigkeit lie\u00df ihren Rebensaft lieber aus dem Remstal kommen. Und 1740 gab die Reblaus den Weinbergen den Rest. Seitdem stehen hier Wiesen, die mit Gras und Fr\u00fcchten Mensch und Vieh ern\u00e4hren\u201c, erkl\u00e4rt Martin Kirschmann. Der Kutscher aus Jesingen hat mit 48 anderen naturbegeisterten Frauen und M\u00e4nnern bei der Stiftung Naturschutzfonds eine zehn Monate dauernde Ausbildung zum Obstler gemacht. \u201eUnsere Obstler sind so bunt und verschieden wie eine Streuobstwiese. Entsprechend vielf\u00e4ltig sind ihre Angebote an F\u00fchrungen, Aktionen, Events und Gruppenveranstaltungen. Das reicht vom M\u00e4rchenerz\u00e4hlen bis zur fachlichen Beratung im Sensenm\u00e4hen und Obstbaumschnitt oder im Steinkauzr\u00f6hrenbau. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt  auch in Bildungsveranstaltungen f\u00fcr Kinder und Jugendliche sowie regionalen Kostproben und &#8222;&#8220;Versucherla&#8220; von der Streuobstwiese. Allein 100 F\u00fchrungen haben unsere Obstler schon angeboten\u201c, erkl\u00e4rt Monika Baumhof-Pregitzer. Die Projektleiterin  der Stiftung Naturschutzfonds Baden-W\u00fcrttemberg freut sich nach mehr als sechsmonatiger Vorbereitung, dass die erste gemeinsame Veranstaltung mit den Obstlern in Kirchheim stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Stadt Kirchheim ist eine der Modellgemeinden im Gebiet des Life+-Projektes \u201eVogelschutz im Albvorland\u201c und verf\u00fcgt \u00fcber einen wundersch\u00f6nen Streuobstwieseng\u00fcrtel. \u201eKirchheim hat schon fr\u00fch die Wertigkeit dieser Landschaft entdeckt und m\u00f6chte die erhalten, um damit vor Ort Wertsch\u00f6pfung zu erreichen\u201c, sagt Oberb\u00fcrgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. Sie selbst geht mit gutem Beispiel voran und hat von \u00e4lteren Kirchheimern eine Wiese \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass mehr junge Menschen wieder die Streuobstwiesen f\u00fcr sich entdecken, hofft auch Ministerialdirigent Sven Hinterseh vom Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz. \u201eIm Life+-Antrag hei\u00dft es, \u2019wir wollen \u00fcber die Botschafter ihrer Heimat zur Bewusstseinsf\u00f6rderung und Akzeptanzsteigerung f\u00fcr Arten und Lebensr\u00e4ume von NATURA 2000 im Life+-Projekt einen Beitrag leisten\u2019. Genau dieses Ziel erf\u00fcllt der erste Streuobstwiesenaktionstag.\u201c Solche Aktionen macht das zu 50 Prozent von der EU finanzierte Naturschutzprojekt unter Federf\u00fchrung des Regierungspr\u00e4sidiums Stuttgart finanziell erst m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schade nur, dass es am Sonntag den ganzen Tag regnet. So dr\u00e4ngen sich die Besucher unter den \u00fcberdachten St\u00e4nden im Markt der Vielfalt im Garten des Gasthofs Teckkellers der Familie K\u00e4lberer. Nur die wirklich wetterfesten Menschen machen sich auf die Zick-Zack-Entdeckertour oder die Genie\u00dferf\u00fchrung. Auch Obstler Dieter B\u00e4ssler schaut sorgenvoll in den Himmel. Denn ihm ist es einfach wichtig, dass mehr Menschen wieder einen Blick daf\u00fcr bekommen, was im Lebensraum Streuobstwiese so alles kreucht und fleucht. Besser haben es die Kollegen Thomas Brischar und Bodo Kablau getroffen. Die Pfullinger bauen im Zelt mit Jung und Alt Holzh\u00e4user \u2013 nat\u00fcrlich f\u00fcr Flederm\u00e4use. Mit dem perfekt vorbereiteten Bausatz haben auch Kinderh\u00e4nde im Nu eine Wohnung f\u00fcr die magischen M\u00e4use fertig. Helen und Nikolai versprechen fest ihren Kasten Zuhause aufzuh\u00e4ngen. \u201eAber macht alle Ritzen zu. Denn Flederm\u00e4use hassen Zugluft\u201c, gibt ihnen Ilona Bausenwein mit auf den Heimweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr andere bleibende Erinnerungen an den ersten Streuobstwiesentag sorgt die sogenannte Obstlerbank. Diese massive Sitzgelegenheit enth\u00fcllt Oberb\u00fcrgermeistern Matt-Heidecker gemeinsam mit Anja I, der Blumenwiesenk\u00f6nigin von der Alb feierlich. Ihr wahrer Bestimmungsort ist der H\u00f6henweg in Kirchheim. \u201eM\u00f6ge die Bank die Spazierg\u00e4nger einen Moment innehalten lassen, um den Blick in die wundersch\u00f6ne Landschaft zu genie\u00dfen\u201c, hofft Ruth Wagner-Jung. Die Vorsitzende des Vereines Die Obstler e.V. verweist noch auf den n\u00e4chsten Aktionstag. Der findet im Remstal statt. Schlie\u00dflich m\u00fcssen auch dort die Streuobstwiesen aufbl\u00fchen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen<\/span><\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>LIFE+-Projekt \u201eVogelschutz in Streuobstwiesen des Mittleren Albvorlandes und des Mittleren Remstales\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit dem LIFE+-Projekt unter Federf\u00fchrung des Regierungspr\u00e4sidiums Stuttgart sollen die Lebensr\u00e4ume f\u00fcr zahlreiche gef\u00e4hrdeten Vogelarten deutlich verbessert und langfristig gesichert werden. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des Projektgebietes liegt am Nordrand der Schw\u00e4bischen Alb im EU-Vogelschutzgebiet des Natura 2000-Netzes. Es erstreckt sich von Geislingen an der Steige bis nach Reutlingen. Ein weiterer, kleinerer zusammenh\u00e4ngender Teil befindet sich im Remstal bei Schorndorf und n\u00f6rdlich davon im Wieslauftal. Insgesamt umfasst das Projektgebiet 450 km\u00b2, davon sind \u00fcber 150 km\u00b2 Streuobstwiesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erster Streuobstwiesentag in Kirchheim Teck:\u00a0Lebendiger Naturschutz Auch Tierschutz will gelernt sein: \u201eWenn ihr eine Fledermaus findet, h\u00fcllt sie in ein Tuch ein und haltet sie nicht mit blo\u00dfen Fingern, dann bei\u00dfen sie nicht. Und redet immer mit euren Tieren. Das m\u00f6gen sie\u201c, r\u00e4t Ilona Bausenwein. 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