{"id":3610,"date":"2011-10-12T06:46:54","date_gmt":"2011-10-12T04:46:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=3610"},"modified":"2011-10-12T10:00:21","modified_gmt":"2011-10-12T08:00:21","slug":"altester-bannwald-wird-100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=3610","title":{"rendered":"\u00c4ltester Bannwald wird 100"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em>Fachtagung: 100 Jahre Bannwald in Baden-W\u00fcrttemberg<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eWaldnaturschutz hat in Baden-W\u00fcrttemberg eine lange Tradition. Hier am Wilden See wird dies bereits seit 100 Jahren gelebt. \u00d6kologie und \u00d6konomie sind in einem modernen und nachhaltigen Forstbetrieb keine Gegens\u00e4tze.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3613\" title=\"baum_wald_IMG_2330\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_IMG_2330.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_IMG_2330.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_IMG_2330-160x120.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_IMG_2330-140x105.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">ForstBW beweist dies mit seinem strategischen Nachhaltigkeitsmanagement&#8220;, sagte der Ministerialdirektor im Ministerium f\u00fcr L\u00e4ndlichen Raum und Verbraucherschutz, Wolfgang Reimer, an-l\u00e4sslich der Fachtagung &#8218;100 Jahre Bannwald in Baden-W\u00fcrttemberg&#8216; in Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt). &#8222;P\u00fcnktlich zum Internationalen Jahr der W\u00e4lder feiern wir 2011 das hundertj\u00e4hrige Bestehen des \u00e4ltesten Bannwalds Baden-W\u00fcrttembergs, des Bannwalds Wilder See-Hornisgrinde&#8220;, f\u00fcgte Reimer hinzu und w\u00fcrdigte zugleich die vorbildliche Leistung der damaligen Forstverwaltung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7171.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3612\" title=\"baum_wald_3BFW7171\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7171.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7171.jpg 125w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7171-106x160.jpg 106w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7171-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/a>\u201eAuch die heutige Forstwirtschaft muss sich nicht verstecken. Seit der Einf\u00fchrung des Alt- und Totholzkonzeptes ist der Landesbetrieb ForstBW f\u00fchrend beim Schutz von Alt- und Totholz bewohnenden Arten in bewirtschafteten W\u00e4ldern. Zusammen mit den Waldschutzgebieten werden damit sieben bis acht Prozent der Waldfl\u00e4che dauerhaft aus der Nutzung genommen. Zus\u00e4tzlich hat die Landesregierung ForstBW beauftragt, eine Gesamtkonzeption f\u00fcr den Waldnaturschutz zu erstellen&#8220;, erkl\u00e4rte Reimer. Diese f\u00fchre die bestehenden Konzeptionen zusammen. Damit werde auch deutlich, dass das angestrebte Ziel der gr\u00fcn-roten Landesregierung, zehn Prozent des Staatswaldes aus der Nutzung zu nehmen, kein unerreichbares Ziel sei, sondern eine sinnvolle Weiterentwicklung. Die derzeit diskutierte Errichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald k\u00f6nne einen weiteren Beitrag hierzu liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">&#8222;Erfolgreiches Handeln und Engagement f\u00fcr den Naturschutz auch in Gro\u00dfschutzgebieten gehen bei einer verantwortungsvollen Forstpolitik Hand in Hand. F\u00fcr die Forstwirtschaft, vor 300 Jahren Erfinderin der Nachhaltigkeit, gilt dies ganz besonders. Der Landeswald nimmt dabei eine Vorbildfunktion ein. \u00d6kologische, \u00f6konomische und soziale Ziele sind gleichrangig&#8220; erg\u00e4nzte Reimer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #808000;\">Sph\u00e4re-Wissen:<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3611\" title=\"baum_wald_3BFW7280\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7280.jpg\" alt=\"\" width=\"125\" height=\"188\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7280.jpg 125w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7280-106x160.jpg 106w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/baum_wald_3BFW7280-93x140.jpg 93w\" sizes=\"auto, (max-width: 125px) 100vw, 125px\" \/><\/a>Industrialisierung, zunehmende Verst\u00e4dterung und Intensivierung der Bodennutzung und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen weckten ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Teilen der Bev\u00f6lkerung den Wunsch, die Natur zu sch\u00fctzen. Zum Ausdruck kam dies in den zahlreichen Gr\u00fcndungen von Natur- und Heimatschutzvereinen. Es ging zun\u00e4chst um den Schutz einzelner Tier- und Pflanzenarten, schlie\u00dflich aber auch um den Schutz gr\u00f6\u00dferer Gebiete. So forderte 1908 Christof Wagner, Professor f\u00fcr Forstwissenschaft an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, die Unterschutzstellung (Bannlegung) des Waldgebietes um den Wilden See. Im Jahr 1911 setzte die k\u00f6niglich-w\u00fcrttembergische Forstdirektion diesen Gedanken um. Der Bannwald &#8222;Wilder See&#8220; wurde als erster Bannwald in W\u00fcrttemberg ausgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Mit der Ausweisung im Jahr 1911 wurden insgesamt 84 Hektar aus der forstlichen Nutzung genommen. 1998 wurde der Bannwald auf 150 Hektar Fl\u00e4che erweitert. Au\u00dferdem wurden angrenzend an den Bannwald 677 Hektar Wald zu Schonwald erkl\u00e4rt. Beide Schutzgebiete bilden eine Einheit und werden seither als Bann- und Schonwaldgebiet &#8222;Wilder See-Hornisgrinde&#8220; bezeichnet. Im Bannwaldgebiet wurden unter anderem 113 Holzk\u00e4ferarten, 72 Spinnenarten, 31 Vogelarten, darunter der seltene Dreizehenspecht, der Sperlingskauz und das Auerhuhn sowie 120 Moosarten nachgewiesen. Viele dieser Arten sind auf absterbende B\u00e4ume und zerfallendes Holz angewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Bannw\u00e4lder bilden dar\u00fcber hinaus eine Grundlage f\u00fcr die Erforschung vom Menschen unbeeinflusster Wald\u00f6kosysteme. In Bannw\u00e4ldern steht der Schutz und die Beobachtung nat\u00fcrlicher Waldentwicklungsprozesse im Vordergrund. Aus den Erkenntnissen der Bannwaldforschung werden Empfehlungen f\u00fcr die naturnahe Waldbewirtschaftung abgeleitet. Die Bannwaldforschung wird durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg (FVA) im Rahmen des Wald-schutzgebietsprogramms von ForstBW koordiniert. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Untersuchungen zur Entwicklung der Vegetation und den Waldstrukturen von Bannw\u00e4ldern sowie vogel-, insekten-, pilz- und bodenkundliche Untersuchungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">Zu den Waldschutzgebieten z\u00e4hlen au\u00dfer den Bannw\u00e4ldern die Schonw\u00e4lder. Die Ausweisung, Aufnahme und wissenschaftliche Betreuung der Waldschutzgebiete er-folgt mit Unterst\u00fctzung der FVA. Sie f\u00fchrt das Verzeichnis aller Waldschutzgebiete. Aktuell gibt es in Baden-W\u00fcrttemberg 129 Bann- und 367 Schonw\u00e4lder. Die Bannw\u00e4lder haben zusammen rund 8.850 Hektar Fl\u00e4che (entspricht 0,64 Prozent der Gesamtwaldfl\u00e4che Baden-W\u00fcrttembergs) und die Schonw\u00e4lder rund 18.100 Hektar Fl\u00e4che. Auf rund 560 Hektar sind Neuausweisungen bzw. Erweiterungen bestehender Bannw\u00e4lder geplant. Die Bannw\u00e4lder liegen \u00fcberwiegend im \u00f6ffentlichen Wald (98 Prozent der Fl\u00e4che).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fachtagung: 100 Jahre Bannwald in Baden-W\u00fcrttemberg \u201eWaldnaturschutz hat in Baden-W\u00fcrttemberg eine lange Tradition. 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