{"id":383,"date":"2017-11-22T13:40:02","date_gmt":"2017-11-22T12:40:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=383"},"modified":"2019-07-18T11:00:36","modified_gmt":"2019-07-18T09:00:36","slug":"eile-mit-weile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=383","title":{"rendered":"Eile mit Weile"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/>Tradition &amp; Handwerk: Schneckenzucht kehrt zur\u00fcck ins Lautertal<\/em><\/p>\n<p><strong>Manche Dinge dauern lange, kehren aber wieder \u2013 wie die Schneckenzucht zur\u00fcck ins Lautertal. Heften Sie sich an eine Kriechspur zum Erfolg.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6222\" title=\"Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394.jpg\" alt=\"\" width=\"512\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394-160x106.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394-479x320.jpg 479w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/Schneckenzucht_Aufmacher_IMG_4394-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/p>\n<p>Rita Goller lehnt am Rande eines eingez\u00e4unten kleinen Gartengrundst\u00fccks und guckt ins Gr\u00fcn. Was sich dort im Zeitlupentempo bewegt, sieht man kaum. Es bl\u00f6kt nicht, m\u00e4ht nicht, muht nicht und ist doch ein echtes Lebewesen. Gestatten: \u201eHelix pomatia&#8220;, landl\u00e4ufig \u201eWeinbergschnecke&#8220;; bei Kindern beliebt wegen des Aussehens, bei Feinschmeckern wegen des Geschmacks.<\/p>\n<blockquote><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3940\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-383-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=383-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"schnecke_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Sieben Jahre ist es her, da lie\u00df sich Rita Goller zum \u201eAlb-Guide&#8220; ausbilden. Seither f\u00fchrt die dreifache Mutter, die aus der Landwirtschaft stammt, naseweise Kinder- und Touristenscharen durch das Lautertal. \u201eBurgen und Schnecken&#8220; hei\u00dft ihre Marschroute. \u201eErst interessierten sich die Leute eher f\u00fcr die Burgen. Heute gilt die Aufmerksamkeit mehr den Schnecken&#8220;, strahlt die 48-j\u00e4hrige, die sich intensiv der in Vergessenheit geratenen, jahrhundertealten Tradition der Schneckenbauern verschrieben hat.<br \/>\n2002 traf Rita Goller Roman Lenz. Der Professor an der Fachhochschule N\u00fcrtingen war von den Schilderungen der Z\u00fcchterin begeistert. Also gr\u00fcndete er mit ihr zusammen das mit Plenum-Geldern gef\u00f6rderte \u201eAlbschneck-Projekt\u201c. Auch das Freilichtmuesum Beuren konnte man vor zwei Jahren f\u00fcr den Plan gewinnen. 84000 Besucher haben im letzten Jahr den dortigen Schneckengarten angeschaut.<\/p>\n<p>Wie viele Schnecken Rita Goller hegt, kann sie nur sch\u00e4tzen. \u201eEinige tausend wohl.&#8220; Das ist meilenweit entfernt von den riesigen Zuchten, von denen es mittlerweile wieder einige in Baden-W\u00fcrttemberg und im Elsass gibt. Doch von diesen Gro\u00dfbetrieben und ihrer Mast will sich Rita Goller bewusst unterscheiden. \u201eDer wirtschaftliche Erfolg ist uns zweitrangig&#8220;, sagt die Frau aus Weiler im Lautertal, einem Ortsteil von Hayingen, ehemalige Hochburg der Schneckenzucht. Die ganz Alten erinnern sich noch gut daran, wie ihre V\u00e4ter die Weinbergschnecken en gros zu den Gourmets nach Frankreich und \u00d6sterreich verkauften. M\u00f6nche hatten die Delikatesse einst zu z\u00fcchten begonnen und in der Fastenzeit als \u201eFleischersatz\u201c verspeist. W\u00e4hrend Schneckenz\u00fcchter meist im Fr\u00fchjahr zur \u201eErnte&#8220; schreiten, tut es Rita Goller ausschlie\u00dflich im Winter. Dann, wenn sich ihre Lieblinge zum Winterschlaf ins Schneckenhaus eingerollt und die Haust\u00fcr per Kalkdeckel verschlossen haben. \u201eWir w\u00fcrden doch auch am liebsten im Schlaf sterben, oder?&#8220;, schmunzelt die 48-j\u00e4hrige. Der pl\u00f6tzliche Schocktod im Kochwasser sei f\u00fcr die schlafende Schnecke viel humaner als sie im Sommer auszuhungern, damit sie ihren Darm entleert und Salz gegen ihren Schleim einzusetzen.<\/p>\n<p>Die Schnecken von Rita Goller und ihrem Bruder sind gefragt. Und sie sind von der italienischen Feinschmecker-Verbindung \u201eSlow food&#8220; (Wappentier Schnecke) bei einem Testessen geadelt worden. Das Hotel Graf Eberhardt in Bad Urach z\u00e4hlt zu den Abnehmern. Das Hotel Autenrieth in M\u00fcnsingen ebenso. Und Senior-Wirt Adolf Kloker vom \u201eHirsch&#8220; in Hayingen-Indelhausen hat sogar eine eigene Schneckenkarte aufgelegt. Schneckenspie\u00dfle und -suppe stehen darauf, au\u00dferdem Alblinsen und ein Salat, dem die nach zartem Kalbfleisch schmeckende Spezialit\u00e4t beigemengt ist. 16 Euro bezahlt der Gastronom f\u00fcrs Kilo Ware. Die naturnah gehaltene Alb-Schnecke mit Kr\u00e4uter(knoblauch)butter zu \u00fcberdecken, ist unn\u00f6tig. Anders als bei Massenware aus Polen, der T\u00fcrkei oder Asien, die es tiefgek\u00fchlt im Supermarkt gibt, leben Rita Gollers Sch\u00fctzlinge besser. \u201eKlar f\u00fcttern wir auch Salat oder Kraut zu&#8220;, sagt sie. Doch der Super-Geschmack entstehe dadurch, dass sich das Kriechtier an Wiesenkerbel, Thymian, wildem Dost und L\u00f6wenzahn laben kann. Altholz und Moos zieren das wilde Gehege. Versteckm\u00f6glichkeiten bietet es reichlich. Auch Steine sind darin, die zusammen mit dem kalkhaltigen Albboden den Grundstoff daf\u00fcr liefern, dass die Schnecke zum schw\u00e4bischen H\u00e4uslesbauer werden kann.<\/p>\n<p>Rita Gollers Schnecken d\u00fcrfen sich bis zur Geschlechtsreife dreieinhalb Jahre Zeit lassen. Und auch bei der Fortpflanzung gilt: Eile mit Weile. Deren kleine Farm ist ein Beitrag, dass die Schnecken nicht mehr als \u201eZubrot&#8220; oder zur Taschengeld-Aufbesserung der Natur geraubt werden. Bis vor ein paar Jahren war das noch erlaubt. So kommt die Weinbergschnecke vielleicht raus aus der Roten Liste gef\u00e4hrdeter Arten. \u201eIhr Bestand kann sich erholen&#8220;, lacht Rita Goller. Auch wenn das dauern wird. Der Fortschritt ist bekanntlich eine Schnecke.<\/p>\n<script type=\"text\/javascript\">\nvar flashvars1 ={\nautoplay:\"false\",\nflashId:\"1\",\nFKey:\"\",\nGalleryPath:\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/plugins\/oqey-gallery\",\nGalleryID:\"4-383\",\nFirstRun:\"1\"\n};\nvar params1     = {bgcolor:\"#ffffff\", allowFullScreen:\"true\", wMode:\"transparent\"};\nvar attributes1 = {id: \"oqeygallery1\"};\nswfobject.embedSWF(\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/oqey_gallery\/skins\/oqeymainsk\/oqeymainsk.swf\", \"flash_gal_1\", \"500\", \"300\", \"8.0.0\", \"\", flashvars1, params1, attributes1);\n<\/script>\n<div class=\"oqeytitle\">Tradition und Handwerk: Schneckenzucht im Lautertal<\/div><div id=\"flash_gal_1\" style=\"margin: 0 auto;\">\n<div class=\"oqeyslider\" style=\"background:#ffffff;border:thin solid #8dd3fb;\"><div class=\"oqey-slideshow cycle-slideshow1\"  data-cycle-loader=true data-cycle-progressive=\"#slides1\" data-cycle-manual-speed=\"500\" data-cycle-timeout=0 data-cycle-prev=\".prevControl1\" data-cycle-next=\".nextControl1\" data-cycle-slides=\">div,>img\"><span class=center><span class=\"prevControl prevControl1\"><\/span><span class=\"nextControl nextControl1\"><\/span><\/span><div class=\"oqeyincolumn\"><img decoding=\"async\" class=\"lazy1\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/oqey_gallery\/galleries\/tradition-und-handwerk-schneckenzucht-im-lautertal\/galimg\/schneckenzucht_img_4424.jpg\" title=\"\" style=\"max-width:100%;min-width:100%;height:auto;\"\/><\/div>\n<\/div><script id=\"slides1\" type=\"text\/cycle\" data-cycle-split=\"---\">\n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/oqey_gallery\/galleries\/tradition-und-handwerk-schneckenzucht-im-lautertal\/galimg\/schneckenzucht_img_4416.jpg\" title=\"\" style=\"max-width:100%;\"\/><\/div> --- \n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/oqey_gallery\/galleries\/tradition-und-handwerk-schneckenzucht-im-lautertal\/galimg\/schneckenzucht_84fb0896.jpg\" title=\"\" style=\"max-width:100%;\"\/><\/div> --- \n<div><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/oqey_gallery\/galleries\/tradition-und-handwerk-schneckenzucht-im-lautertal\/galimg\/schneckenzucht_84fb0898.jpg\" title=\"\" style=\"max-width:100%;\"\/><\/div> --- \n<\/script>\n<\/div>\n<\/div>\n<script type=\"text\/javascript\">\njQuery(document).ready(function(){\njQuery(\".cycle-slideshow1\").css(\"min-height\", (jQuery(\".cycle-slideshow1\").width()\/1.5));jQuery(\".cycle-slideshow1 div img\").css(\"max-height\", (jQuery(\".cycle-slideshow1\").width()\/1.5));jQuery(\".cycle-slideshow1\").cycle();\n});\njQuery(\".cycle-slideshow1\").on(\"cycle-before\", function( event, opts ) {\njQuery(\".cycle-slideshow1 div img\").css(\"max-height\", (jQuery(\".cycle-slideshow1\").width()\/1.5));});\n<\/script>\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/><em>PDF-Download: <\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/07_01_albschnecken.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 1\/2007, Seite 4-5<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tradition &#038; Handwerk: Schneckenzucht kehrt zur\u00fcck ins Lautertal<\/p>\n<p>Manche Dinge dauern lange, kehren aber wieder \u2013 wie die Schneckenzucht zur\u00fcck ins Lautertal. 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