{"id":4126,"date":"2019-05-03T09:14:26","date_gmt":"2019-05-03T07:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=4126"},"modified":"2019-07-18T10:39:28","modified_gmt":"2019-07-18T08:39:28","slug":"sind-kuhe-glucklich-auf-der-alb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?p=4126","title":{"rendered":"Sind K\u00fche gl\u00fccklich auf der Alb?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Podcast_radio_logo\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Podcast_radio_logo.gif\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"30\" \/>Architektur &amp; Landwirtschaft<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Warum weiden hier die K\u00fche nicht im Freien, aber im Allg\u00e4u? Wie haben die Tiere fr\u00fcher ihr Dasein gefristet, wie leben sie heute?\u00a0Geben moderne Stallungen biosph\u00e4rengerechten\u00a0Bewegungsspielraum? Sph\u00e4re kl\u00e4rt auf.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/glueckliche_kuehe_sphaere.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6808\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lindemann_stallzeichnung_640px.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"828\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lindemann_stallzeichnung_640px.jpg 640w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lindemann_stallzeichnung_640px-123x160.jpg 123w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lindemann_stallzeichnung_640px-247x320.jpg 247w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Lindemann_stallzeichnung_640px-108x140.jpg 108w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nummer 72204 ist zufrieden. 72204 steht am Futtertrog und frisst gem\u00e4chlich ohne Eile eine gute Morgenportion Raufutter in sich rein. Sie braucht sich auch nicht zu beeilen. Futter ist immer vorhanden dort am Trog an der Futterdurchfahrt, und auch Platz genug, sich dort einzureihen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\"><em><strong>Zeichnung &amp; Text von Christoph Lindemann<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>Dort wo 72204 zu Hause ist, haben die K\u00fche noch Namen. Alma vielleicht oder Frieda. Das ist nicht \u00fcberall mehr so, weil dort, wo die Herden gr\u00f6\u00dfer sind, gibt es meist nur noch die Nummern f\u00fcr die Tiere. Weil der Wechsel im Kuhstall so kurzlebig geworden ist, weil es sowieso staatlich angeordnete Nummern-Verzeichnisse gibt und die Tiere in vielen St\u00e4llen elektronisch \u00fcberwacht werden, gen\u00fcgt eine Nummer f\u00fcr die Unterscheidung der Tiere. Eine Marke mit genau dieser Nummer tr\u00e4gt 72204 seit ihrer Geburt in jedem Ohr.<\/p>\n<blockquote><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8697\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-4126-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3\">http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?powerpress_pinw=4126-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"Glueckliche_Kuehe_SPHAERE_VERLAG.mp3\">Download<\/a><\/p><p class=\"powerpress_links powerpress_subscribe_links\">Subscribe: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/?feed=podcast\" class=\"powerpress_link_subscribe powerpress_link_subscribe_rss\" target=\"_blank\" title=\"Subscribe via RSS\" rel=\"nofollow\">RSS<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>72204, nennen wir sie hier ruhig Alma, ist eine dreij\u00e4hrige Milchkuh der rotbunten Rasse \u201eDeutsches Fleckvieh\u201c. Das ist eine bei uns noch weit verbreitete Rasse, die als Zwei-Nutzungsrind einen guten Milch- und Fleischertrag liefert. Sie lebt in einem Laufstall. In dem kann sie sich frei und nach Belieben unter Dach oder drau\u00dfen bewegen. Ihre Vorfahren lebten auf der Alb ihr ganzes Rinderleben lang oft in kleinen, feuchten St\u00e4llen und waren angebunden, fast ohne Bewegung \u2013 jahrein, jahraus. Sp\u00e4ter wurden diese Anbindest\u00e4lle gr\u00f6\u00dfer, luftiger, aber die Tiere waren immer noch auf den Standpl\u00e4tzen angebunden, wurden dort gef\u00fcttert, getr\u00e4nkt und gemolken. Anfangs noch per Hand, sp\u00e4ter mit Melkmaschinen, die von Tier zu Tier weitergetragen werden mussten.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfe Umbruch kam mit der Erkenntnis, dass es viel praktischer sei, die Tiere selber zu diesen Verrichtungen, zu den Liegepl\u00e4tzen, Tr\u00f6gen, Tr\u00e4nken hinwandern zu lassen. Fortan konnte auch das Melken an zentraler Stelle in reinlichen, gefliesten R\u00e4umen mit ortsfester Melkeinrichtung geschehen; was auch den immer strenger werdenden Hygienevorschriften entgegenkam. Laufst\u00e4lle hie\u00dfen diese neuen St\u00e4lle und, als man zus\u00e4tzlich erkannte, dass Rinder keine Wohnzimmertemperatur brauchen, wurden diese Hallen ge\u00f6ffnet oder von vornherein in halb offene, aber zugfreie Hallen und Au\u00dfenfl\u00e4chen unterteilt.<\/p>\n<p>Jetzt sprach man von Au\u00dfenklima-St\u00e4llen, und inzwischen sind fast alle neuen St\u00e4lle Anlagen dieses Typs. Das Anbinden von Tieren ist \u00fcbrigens ab 2013 gesetzlich verboten.<\/p>\n<div id=\"attachment_4132\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4132\" class=\"size-thumbnail wp-image-4132\" title=\"Kuh_stall_8IMG184\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_8IMG184-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-4132\" class=\"wp-caption-text\">Fr\u00fcher: Anbindestall \u2013 so haben kleinb\u00e4uerliche Betriebe vor noch nicht allzulanger Zeit Milchk\u00fche gehalten.<\/p><\/div>\n<p>Alma, immer noch am Trog, h\u00f6rt ein bekanntes rutschendes Ger\u00e4usch. Sie hebt gem\u00e4chlich ein Bein nach dem anderen, als der Faltschieber unter ihr hindurchzieht. Der schiebt von Zeit zu Zeit alles, was Alma auf dem Laufgang fallen l\u00e4sst, den Gang entlang, bis an dessen Ende. Dort f\u00e4llt es durch Bodenschlitze in die gro\u00dfe unterirdische G\u00fcllegrube aus Beton. In der muss die G\u00fclle einer ganzen Winterzeit Platz haben, weil es Landwirten untersagt ist, G\u00fclle au\u00dferhalb der Vegetationszeit auf die Felder auszubringen. Die war im Bau recht teuer und deshalb und auch wegen der vielen mechanischen und elektronischen Installationen kosten St\u00e4lle dieses Typs trotz der recht preiswerten Geb\u00e4ude heute ungef\u00e4hr 8000 bis 10000 Euro pro Tierplatz mit allem Drum und Dran.<\/p>\n<p>Unsere Alma versp\u00fcrt inzwischen Durst und wandert zu der n\u00e4chstgelegenen Tr\u00e4nke. Die ist winters elektrisch beheizt, damit das Trinkwasser nicht gefriert. Auf dem Weg dorthin steht ihr der Sinn nach ein wenig K\u00f6rperpflege, denn sie kommt an der Kuhb\u00fcrste vorbei. Sieht aus wie Teile einer Autowaschanlage und Alma l\u00e4sst sich von den rotierenden B\u00fcrsten, die bei Ihrer Ann\u00e4herung automatisch angesprungen sind, eine Weile den R\u00fccken kraulen. Danach nimmt sie sich aus dem n\u00e4chstgelegenen Futterautomaten noch ein paar M\u00e4uler Kraftfutter. Das sind Pellets aus einer besonderen Futtermischung. Ohne die, und nur vom Heu, k\u00f6nnte Alma nie und nimmer ihr Milchsoll erf\u00fcllen. Der dort angebrachte Sensor hat die Marke an Almas Halsband geortet. Gemessen an ihrer Milchleistung erkennt er, dass Alma heute Morgen noch eine gute Portion zusteht und streut die in den dort angebrachten Futternapf.<\/p>\n<div id=\"attachment_4133\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4133\" class=\"size-thumbnail wp-image-4133\" title=\"Kuh_stall_8IMG187\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_8IMG187-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-4133\" class=\"wp-caption-text\">Heute: In einem neuzeitlichen Au\u00dfenklima-Laufstall d\u00fcrfen sich die Tiere in einer gro\u00dfen Halle frei bewegen.<\/p><\/div>\n<p>Jetzt m\u00f6chte Alma sich ausruhen und betritt ihre trocken unter Dach gelegene Liegebox. Die ist so breit bemessen, dass Alma sich bequem niederlassen kann und so lang, dass Almas Hinterteil ein wenig auf den Gang herausragt und dorthin fallen kann, was fallen muss, wenn Alma zu diesem \u201eGesch\u00e4ft\u201c aufsteht.<\/p>\n<p>Zweimal am Tag, sehr fr\u00fch morgens und am sp\u00e4ten Nachmittag, geht Alma zum Melkstand. Freiwillig reihen sich Alma und ihre Schwestern vor den Eingangst\u00fcren zum Melkstand auf und treten dann einzeln ein, sobald eine T\u00fcre \u00f6ffnet. Mittig, etwas vertieft liegt die Melkgrube, von der aus der Landwirt die Euter in bequemer Griffh\u00f6he hat (Zeichnung). Sensoren haben Almas Zutritt und ihren Standplatz schon l\u00e4ngst erfasst und dem elektronischen Herden-Management-System gemeldet. Das erfasst auch die Milchmenge, die Alma nun gleich abliefern wird.<\/p>\n<p>Euter waschen \u2013 Vormelken &#8211; Melkzeuge ansetzen \u2013 Melken \u2013 Abr\u00fcsten sind die Arbeitstakte, die f\u00fcr 60 bis 70 K\u00fche \u2013 das ist die durchschnittliche Herdengr\u00f6\u00dfe solcher Betriebe \u2013 von einer Person mit vielleicht einem Helfer in einer guten Stunde geleistet werden.<\/p>\n<p>Ab Verlassen des Euters muss Milch immer unter sechs Grad Celsius gek\u00fchlt werden. Ab jetzt bis zu ihrem Eintreffen in der Molkerei oder der hofeigenen K\u00e4serei wird sie st\u00e4ndig auf Einhalten dieser Temperatur und der h\u00f6chst zul\u00e4ssigen Zahl von Keimen \u00fcberwacht. Zusammen ungef\u00e4hr 6000 Liter Milch gibt Alma in gut 300 Tagen j\u00e4hrlich in den hofeigenen K\u00fchltank. Ihre Vorfahren lieferten nicht einmal die H\u00e4lfte davon. Auf H\u00f6chstleistung gez\u00fcchtete K\u00fche, meist aus der schwarzbunten Rasse Holsteiner Friesen, bringen es sogar auf 10000 bis 11000 Liter. Das geht aber nur mit viel zus\u00e4tzlichem \u201eKraft\u201c-Futter. Allein mit dem Futter der sch\u00f6nsten Almenwiese w\u00fcrden diese Tiere \u201everhungern\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_4134\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4134\" class=\"size-thumbnail wp-image-4134\" title=\"waschanlageP1020905\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/waschanlageP1020905-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><p id=\"caption-attachment-4134\" class=\"wp-caption-text\">Geben und Nehmen: Nutzvieh mal ganz mit Gegenseitigkeit bedacht. Diese B\u00fcrsten bieten ein St\u00fcck Lebensqualit\u00e4t.<\/p><\/div>\n<p>Alma, vor drei Jahren geboren, verbrachte die ersten Jahre ihres Lebens als \u201eJungvieh\u201c in je nach Alter wechselnden Laufst\u00e4llen verschiedener Gr\u00f6\u00dfe oder auf der Weide. Mit gut 2 \u00bd Jahren gebar sie ihr erstes Kalb und wurde in die Herde der Milchk\u00fche eingereiht. Etwa ein Jahr danach wird sie ihr n\u00e4chstes Kalb geb\u00e4ren, in ihrem kurzen Rinderleben zusammen etwa drei bis vier. Dann ist Alma nicht mehr auf diesem Hof. Als m\u00e4nnliches Kalb w\u00e4re sie wahrscheinlich schon lange nicht mehr am Leben. Von irgendwo her m\u00fcssen ja auch die Kalbshaxen kommen.<\/p>\n<p>Etwa 32 bis 34 Cent pro Liter Milch erh\u00e4lt gegenw\u00e4rtig ein Landwirt je nach Vertrag von seiner Molkerei im Schnitt. Jeder Leser wird sich noch an den Ablieferungsstreik der Milchbauern vor zwei Jahren erinnern, als der Preis knapp \u00fcber 20 Cent lag.<\/p>\n<p>Gut 40 Cent m\u00fcssten es sein, sagen die Landwirte, wenn es fair zuginge. Deshalb hat \u201eFaire Milch\u201c genau diesen Preis.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #800000;\">Tierhaltung: Ethik geh\u00f6rt auf den Speiseplan<\/span><\/h3>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal; font-size: 13px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4129\" title=\"Kuh_stall_884FB9248\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_884FB9248.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_884FB9248.jpg 320w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_884FB9248-160x107.jpg 160w, https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Kuh_stall_884FB9248-140x93.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/span><\/p>\n<p>Sind K\u00fche gl\u00fccklich? Was immer man darunter versteht, wir wissen es nicht. Gewiss geht es ihnen aber in den neuzeitlichen Laufst\u00e4llen weit besser als ihren Vorfahren. Sie sind gl\u00fccklich, sagen die Tierhalter, nur zufriedene und gesunde K\u00fche k\u00f6nnen so viel Milch geben.<\/p>\n<p>Gl\u00fcckliche K\u00fche weiden \u2013 laut Bildern aus der Werbung \u2013 auf bl\u00fchenden Almen. Warum nicht bei uns? Weil Pflege, Kontrolle und Melken der Tiere einschlie\u00dflich elektronischer \u00dcberwachung von Gesundheit, Milchleistung und der strengen hygienischen Vorschriften nur in einem ortsfesten Melkstand geschehen k\u00f6nnen und nur dort in vertretbarer Arbeitszeit m\u00f6glich sind. Und die wenigsten H\u00f6fe bei uns haben genug Weideland so nahe beim Stall, dass es m\u00f6glich ist, die Tiere ohne gro\u00dfen Aufwand von der Weide in den Stall zum Melken zu treiben.<\/p>\n<p>Wer also in unserer Gegend Rinder sommers auf der Weide sieht, sieht Jungtiere, F\u00e4rsen (tr\u00e4chtige K\u00fche) oder Bullen.<\/p>\n<p>Und \u00fcberhaupt: N\u00fcchtern betrachtet sind Landwirte Unternehmer und m\u00fcssen als solche darauf schauen, pro Arbeitsplatz und Arbeitskraft die h\u00f6chst m\u00f6gliche Kostendeckung zu erreichen \u2013 schwer genug unter den gegenw\u00e4rtigen Marktbedingungen \u2013 sagen die Milcherzeuger.<\/p>\n<p>Ihre Produktionsmittel sind aber Tiere \u2013 und darin liegt das Problem f\u00fcr uns Au\u00dfenstehende. Diese Tiere sind aus wenigen Rassen auf H\u00f6chstleistungen gez\u00fcchtet, mit allen vielleicht damit verbundenen Risiken und auch der Folge, dass andere altvertraute Rassen, die typisch f\u00fcr bestimmte Landschaften sind, verloren gehen k\u00f6nnten und mit ihnen unwiederbringlich manch wertvolle Eigenschaft. Sobald die Milchleistung nachl\u00e4sst, ist das kurze Rinderleben zu Ende \u2013 manchmal nicht besonders sanft, wird von Zeit zu Zeit durch Medien berichtet. \u201eMuss man eigentlich Fleisch essen?\u201c, denkt dann vielleicht manch einer, der das h\u00f6rt oder liest.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"pdf\" src=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/pdf.gif\" alt=\"PDF-Download: Print-Artikel runterladen\" width=\"39\" height=\"18\" \/>PDF-Download:\u00a0<\/em><em><a href=\"https:\/\/www.biosphaere-alb.com\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/glueckliche_kuehe_sphaere.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Print-Artikel runterladen<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Printausgabe: Sph\u00e4re 3\/2011, Seite 18-21<\/em><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Architektur &#038; Landwirtschaft<\/p>\n<p>Warum weiden hier die K\u00fche nicht im Freien, aber im Allg\u00e4u? Wie haben die Tiere fr\u00fcher ihr Dasein gefristet, wie leben sie heute? Geben moderne Stallungen biosph\u00e4rengerechten Bewegungsspielraum? 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